D 500 MSL MKII by Jürgen Dudda

  • Hallo an Alle!!

    Ich bin neu hier, weil ich Unterlagen zu meinem erstandenen "D 500 MSL MKII" von Detlev Daub benötige. Leider kann ich im Web nichts über diese PA-Endstufe finden. Zusammenreimen kann ich mir, dass sie 2x 500W rms hat.

    Hat vielleicht jemand die Schaltungsunterlagen? Scheinbar sind ein paar Elkos ausgetrocknet und es kommt zu leichtem Brumm .

    Für jede Info, bzw. Unterlagen wäre ich sehr dankbar, da diese Endstufe sehr gut aufgebaut ist und zu schade zum Entsorgen.

    Gruss Marco

  • guma

    Hat das Thema freigeschaltet
  • Ein Allheilmittel könnte Kollege Rockline sein.

    Kurz nach der letzten Kreidezeit hatte ich auch ein paar von den Dingern. Wohlklingend, sackschwer und unkaputtbar. Schaltungstechnisch wohl sehr nah an BGW.

    Wenn's nur die Elkos sind - warum nicht einfach tauschen? Werte sollten draufstehen, oder?

  • Ein Allheilmittel könnte Kollege Rockline sein.

    Kollege Rockline repariert aktuell (....hundert Sachen gleichzeitig.....) zwei Daub DS600. Das sind die letzten Baureihen, die im 2HE Gehäuse gebaut wurden. Diese Baureihe hat "sogar" schon elektrische 2-Gang Schaltung. Also Klasse-H mit umschaltbarer Betriebsspannung für die Endtransistoren.

    Zu den D500: das sind doch die im 3HE Gehäuse, oder? Ich habe da jetzt pauschal keine Reparaturhinweise mehr. Das ist alles 25 Jahre zurück. Dennoch ist das Teil einfach zu reparieren. Ob ein reiner Kondensatortausch zum Erfolg führt kann ich schlecht einschätzen. Bevor man das macht, sollte ein Blick auf die Halbleiter gelegt werden, um zu erkennen wie es mit der grundsätzlichen Kondition der Kiste bestellt ist! Es gab aber tatsächlich bei den alten Daub Endstufen Kondensatortypen, deren vorzeitiges Lebensdauerende bekannt ist. Damit meine ich nicht die Netzteilelkos (damit hatte seinerzeit Camco, der "Nachfolger" von Daub, in der DL Baureihe eher ein Thema). Die kleinen Elkos und Tantals waren nicht so langlebig, und führten manchmal zu Fehlererscheinungen bei älteren Daub Endstufen.

    Schaltplanfrage: habe/hatte ich. Irgendwo auf älteren Festplattenarchiven. Ich bin aber nicht so der "Servicemanualsupporter", und bin auch recht sicher das nicht in einem sinnvollen Zeitfenster suchen und finden zu können. Bei mir ist der Lötkolben fast 20 Stunden am Tag an....

  • Ach, ich seh grade; die Endstufe funktioniert ja. Also sind alle Halbleiter in Ordnung. Wegen dem Brummen: schau mal wo die +/-15V für die OP-Amps herkommen. Die Siebelkos dafür machst mal neu. Ich weiß es nicht mehr genau, aber die Kleinspannungen kommen doch aus einem Hilfsnetzteil (da wo auch die Relais für die Einschaltverzögerung sitzen...). Auf den Powerboards ist der Eingangs-Opamp über 22K und Z15 versorgt (bin mir da bei Daub recht sicher), bei der Symmetrierbaugruppe am XLR weiß ich aus dem Kopf echt nicht mehr woher die Ub bekommt?! Wenn die Betriebsspannungen sauber sind, und es brummt dennoch: Verkabelung und GND Lift checken! Ladeelkos im Netzteil wäre worstcase, aber auch da würde ich mal checken ob die Gleichspannung im Verhältnis zur AC Spannung noch mit dem Faktor 1,414 ein nachvollziehbares Ladeergebnis erzielt. Oder halt gescheit mit dem Scope die Brummüberlagerung messen. Das wäre ohnehin jetzt der sinnvolle Weg. Viel Erfolg!

  • Wenn sie schon im Leerlauf deutlich brummt, wäre ich auch ein 'Fan' der +/- 15V. Lässt sich der Brumm regeln?
    Evtl. könnte auch ein leicht erhöhter Ruhestrom die Ursache sein.

  • Danke an alle!

    Ich versuche mal mit Detlev Kontakt herzustellen, um an die Pläne zu kommen. Ich kontrolliere auch mal alle Siebelkos, ob die noch i.O. sind!

    Ich melde mich, wenn ich etwas herausgefunden habe. Danke nochmals!

    Grüsse Marco