neue AT Mikrofone

  • es gibt mal wieder etwas neues zu berichten. audio-technica hat auf der NAMM show zwei neue und imho durchaus interessante mikrofone vorgestellt.


    zum einen das ATM230, ein dynamisches hypernierenmikro.
    keine ahnung, ob es klangliche ähnlichkeiten zum früheren ATM23HE hat. falls ja hätte AT damit wieder ein richtig geiles drummikro am start, das im gegensatz zum ATM350 kein reines clipmikro ist. es scheint sehr kompakt zu sein, lässt sich also sicher gut an toms oder snare anbringen.
    http://eu.audio-technica.com/de/products/product.asp?catID=3&subID=22&prodID=4832



    zum anderen das AE2300.
    es handelt sich um ein dynamisches mikrofon mit nierencharakteristik, welches speziell für die aufnahme von instrumenten designt wurde.
    man beruft sich im text besonders auf die frequenzunabhängige richtcharakteristik. und das ist bekanntlich etwas, was wirklich nicht allzu viele mikrofone können. ich bin sehr gespannt.
    http://eu.audio-technica.com/de/products/product.asp?catID=3&subID=21&prodID=4831



    ich habe mir testmuster der mikros bestellt, diese kommen aber erst im april/mai.

  • Das ATM230 hat ein integriertes Stativgelenk und beim http://eu.audio-technica.com/de/products/product.asp?catID=1&subID=2&prodID=4831
    ist eine ganz normale AT8471 dabei.


    EDIT
    Meinst Du sowas http://eu.audio-technica.com/de/products/product.asp?catID=6&subID=49&prodID=4036 ?
    Der "mach'mir den e604" Drumhalter von AT kostet, wenn's nicht im Lieferumfang ist, beim Discounter Deines Vertrauens verkraftbare 8,90 €.

  • "4Art" schrieb:

    Beim ATM230 fehlt definitif ein gscheites Halterungssystem.

    "guma" schrieb:

    ...
    EDIT
    Meinst Du sowas http://eu.audio-technica.com/de/products/product.asp?catID=6&subID=49&prodID=4036 ?
    Der "mach'mir den e604" Drumhalter von AT kostet, wenn's nicht im Lieferumfang ist, beim Discounter Deines Vertrauens verkraftbare 8,90 €.

    das hätte ich jetzt auch spontan dazu empfohlen. hab ein paar davon im lager und werde das dann tatsächlich gleich mal damit testen.
    aber wie gesagt: es dauert erstmal noch, bis die teile geliefert werden.
    aber ich glaub ich hätte nach so vielen jahren mit ATM350 an den toms schon gerne mal wieder etwas anderes ;-)






    "4Art" schrieb:

    Das AE2300 koennte ein cooler Elephantenpimmelersatz werden.

    natürlich würde ich auch gerne probieren, ob das AE2300 als bläsermikro taugt. denn ganz im gegensatz zum RE20 scheint es ja recht kompakt zu sein.


    AT legt in letzter zeit doch ein paar nette dynamische mikros auf. anscheinend haben sie schon genug kondesatormikrofone im sortiment ;-)
    ich warte allerdings immer noch auf eine nierenversion der bändchenmikros für die HH abnahme ;-)

  • wora schrieb im KSM8 zum AE2300: "in schwierigen akustischen umgebungen"


    In einem Flügel würde mich das interessieren. Vielleicht kannst du das mal ausprobieren.


    _________________
    Gruß e-on
    (reif und erfahren)


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  • "e-on" schrieb:

    wora schrieb im KSM8 zum AE2300: "in schwierigen akustischen umgebungen"


    In einem Flügel würde mich das interessieren. Vielleicht kannst du das mal ausprobieren.



    für flügel nutze ich seit jahren das ATM350. damit bin ich eigentlich sehr zufrieden. aber es käme natürlich mal auf einen versuch an, ob sich das AE2300 auch im flügel bewährt.
    für meinen teil bin ich aber eher gespannt, wie sich das mikro an der snare, in der bassdrum und bei bläsern macht, eventuell sogar noch als ambience mikro bei liverecordings.
    wir werden sehen (hören) ;-)

  • Trotzdem ist die Idee nicht schlecht, ein Mikro mit reduziertem Naheffekt und konsistenterer Niere in den Flügel zu tun. So habe ich es schon mehrfach mit RE15 ( RE20 ist ja zu groß 8) ) in Kombination mit ATM350 oder DPA Clips gemacht und hatte schon Mixer, die die Clips im Mix abgewählt haben. :wink:
    Da das RE15 nicht mehr gebaut wird, könnte das AE2300 eine gute Alternative für RE15 Anwendungen sein.

  • "guma" schrieb:

    reduziertem Naheffekt und konsistenterer Niere.


    Genau das hatte ich im Sinn als ich Flügel schrieb. Nicht nur lauter, sondern auch gleichmäßiger. Ich könnte mir das auch gut an Vibraphone und Harfe vorstellen.


    SN und BD sind ja im Gegensatz zu den von mir genannten Instrumenten eher Eintoninstrumente mit ein paar Obertönen und stellen da live nicht sooo große Anforderungen
    an ein Mikro, bis auf das Übersprechen. Dafür finde ich das AE2300 eigentlich (wenns denn wirklich das kann was versprochen wird) schon zu Schade.

  • "e-on" schrieb:

    ...
    SN und BD sind ja im Gegensatz zu den von mir genannten Instrumenten eher Eintoninstrumente mit ein paar Obertönen und stellen da live nicht sooo große Anforderungen an ein Mikro, bis auf das Übersprechen. Dafür finde ich das AE2300 eigentlich (wenns denn wirklich das kann was versprochen wird) schon zu Schade.


    BD ist hinsichtlich richtcharakteristik wirklich nicht die grösste herausforderung, da gebe ich dir völlig recht.
    bei der snare sehe ich das aber anders. gerade bei diesem instrument liebe ich mikrofone, die keine unschönen rückwärtigen frequenzgänge aufweisen. deshalb benutzte ich dort schon seit jahren kein SM57 mehr. und siehe da: so lange man keine ultratiefen snares benutzt braucht man plötzlich kein bottom mikro mehr, weil es mit anderen mikros kein problem mehr ist, präsenzen reinzudrehen ;-)
    in sofern werde ich das AE2300 auf jeden fall an der snare testen. :wink:

  • so, die AE2300 mikros sind nun letzte woche bei mir eingetroffen.
    letzten donnerstag wollte ich sie gleich mal an einem klavier einsetzen, aber der künstler hat sich einen tag vorher entschieden doch lieber sein e-piano mitzubringen... damit hatte sich der erste test also erledigt ;-)


    am sonntag hatte ich dann gelegenheit, das AE2300 an einer snare einzusetzen.
    nach einem gig ist es natürlich zu früh, eine endgültige aussage zu treffen. ist klar.
    was mir aber auf anhieb sehr gefallen hat ist die art und weise, wie das mikro auf den kanal-EQ anspricht. selbst kleine änderungen an den filtereinstellungen waren damit sofort hörbar! und genau das kann man sehr wahrscheinlich auf die gleichmäßige richtcharakteristik zurückführen. denn es gibt ja off-axis keine abweichenden frequenzgänge, und damit wirkt der EQ auf alle frequenzbereiche gleich gut, egal aus welchem winkel sie kommen. so erkläre ich mir das jedenfalls.


    mein erster test an der snare war jedenfalls vielversprechend, das mikro klingt sehr knackig und verfärbt offenbar auch recht wenig.
    ausserdem ist es wirklich sehr kompakt und lässt sich dadurch viel besser positionieren als das nach wie vor sehr verbreitete SM57 oder meine bisherige alternative dazu, das ATM650.
    ich bin gespannt, wie es sich bei den nächsten gigs schlagen wird.

  • noch ein bericht zum AE2300
    heute hatte ich dieses mikro wieder an der snare, diesmal beim ex-BAP schlagzeuger Jürgen Zöller. mit seinen 68 lenzen kann der herr noch ganz schön gas geben... ;-)


    der eindruck hat sich dabei bestätigt, es reagierte auch hier sehr angenehm und direkt auf EQ eingriffe.
    es liefert einen schönen punch und ich konnte auch problemlos präsenzen reindrehen, ohne das es irgendwie nervig wurde.
    das unvermeidliche übersprechen der hihat ist damit auch kein problem, weil die hihat hier eben einfach klingt wie eine hihat. da nervt nix.
    auch die winkelung zur snare scheint damit problemlos zu sein, weil es off-axis nicht anders klingt.
    und weil das mikro wirklich sehr kompakt ist, lässt es sich tatsächlich einfacher positionieren als das weit verbreitete SM57. das ist zwar nicht bei jedem drumset ein problem, aber manchmal eben schon.


    dieses mikro wird jetzt also erstmal mein festes snaremikro.
    zwar habe ich in den letzten jahren mit ATM650 und ATM450 ebenfalls sehr gute erfahrungen gemacht, aber ab und an kann man auch mal lieb gewonnene lösungen durch andere ersetzen. und nur wenn man immer wieder mal etwas neues probiert, kann man seinen erfahrungshorizont erweitern.

  • "wora" schrieb:

    ...letzten donnerstag wollte ich sie gleich mal an einem klavier einsetzen, aber der künstler hat sich einen tag vorher entschieden doch lieber sein e-piano mitzubringen... damit hatte sich der erste test also erledigt ;-)...


    so, ich konnte den test nun gestern an einem flügel nachholen.
    und auch da machte das AE2300 eine wirklich gute figur. ich habe es von unten auf den resonanzboden ausgerichtet. kombiniert mit den ATM350 von oben, die ich seit jahren am flügel einsetze, ergab sich ein angenehm runder flügelsound.
    und für diese mikrofonie hat sich dann tatsächlich sogar ein gast interessiert... das ist doch eine schöne bestätigung für die mühe, die man sich macht ;-)