Beiträge von MBelle

    Interessant, wie unterschiedlich die Arbeitsweisen sein können.


    Ich persönlich finde diesen "Audition-Mode" nicht wirklich sinnvoll.


    Das, was man im Raum hört, ist ja nie das einzelne Mikrofonsignal, sondern wird durch viele Komponenten wie zum Beispiel Lautsprecher und Raumeinflüsse stark verzerrt.

    Warum sollte ich diese Anteile aus der Gleichung herausnehmen und mich auf etwas versteifen, was nur teilweise den Endsound bestimmt? Danach nehme ich die Kopfhörer ab und stelle fest, dass ich an der völlig falschen Baustelle gearbeitet habe.


    Und Mal ehrlich:

    Bei einem Pult mit Preis ab 30k Euro ohne Stageboxen sprechen wir nicht mehr von einem "Einsteigerpult". Und ab einem gewissen "Level" sollten die Zeiten, in denen 5 Minuten durch eine Bassdrum durchgesweept wird, vorbei sein.

    In den meisten Fällen erkennt man sofort, was das Signal braucht und kann es korrigieren, meist sogar direkt mit einem Cut, wenn erforderlich. Das stört dann auch nicht so und passiert innerhalb weniger Sekunden. Mich würde da so eine Funktion nur Zeit kosten, die ich eher für anderes nutzen würde...

    Also ich persönlich kann mit diesen "ausgewachsenen" Touchscreen Mixern nichts anfangen.


    Man braucht die Fader ja nicht nur, um damit mal grob irgendwie die Pegel hinzuschieben (das geht ja vielleicht mit Touch noch), sondern auch, um mal feine Anpassungen in kürzester Zeit zu machen oder auch Dynamiken von Sängern/Instrumentalisten "gegenzufahren" oder FX auf bestimmte Töne hochzuziehen.

    Wenn man sich anguckt, wie manche Menschen Musicals mischen, nämlich quasi alle Sätze einzeln anzufahren... Das kommt mir unmöglich vor mit soeinem Touchpult.


    Kleine Sachen mit wenigen Kanälen, OK.

    Aber dann brauche ich kein 10-15000 Euro Pult mit 144 Inputs.

    Also empfehlen kann ich die Dynacord AXM 12a.

    Sind nicht groß, nicht schwer, machen sauberen Sound und sind mMn. preislich fair.


    Einen Boxenflansch und entsprechende Presets gibt's auch für kleinere Frontbeschallungen.


    Anscheinend gibt's da jetzt nur noch einen direkten Nachfolger (EV PXM12 PM) zu kaufen, welcher aber sehr baugleich aussieht.


    Möglicherweise soll damit EV etwas in den Markt einbezogen werden.

    Naja ich bin einfach kein großer Fan mehr von dem doch schon älteren Gerät.


    Der lief damals bis auf eine Top/Sub Trennung "flat" durch und hat sonst nichts gemacht.


    Lautsprecher waren K&F Ca1215.

    Also kein schlechter Lautsprecher, aber auch nicht sehr sehr hochwertig.

    Damit waren auf jeden Fall Unterschiede hörbar.


    Es war ja auch mehr die Anregung an den TE, es einmal auszuprobieren, wenn ohnehin über eine mögliche neue DSP Lösung nachgedacht wird.

    Ich persönlich würde versuchen, den DCX2496 aus dem System zu entfernen.


    Hatte selber mal so einen und fand immer die Wandlerqualität bzw. auch den Sound der EQs etc. eher bescheiden.

    Die Erkenntnis kam aber erst, als ich Mal meine Tops (deren Sound ich mit DCX2496 ja gut kannte) mal wieder direkt angeschlossen hatte. Vor allem in der Auflösung im Hochtonbereich war das ein auffälliger Unterschied.


    Kannst Du ja mal ausprobieren...


    Könnte mir aber auch vorstellen, dass die Bässe davon profitieren, vor allem, wenn Du sowieso eine neue Endstufe mit (vermutlich besseren und moderneren Audioeigenschaften) für die Subs andenkst.


    Was genau hast Du denn im DCX2496 eingestellt?


    Grüße aus Bielefeld

    Also wir haben bei uns im Theater 3 Arrays a 8 Elemente als L-C-R hängen und verwenden die z.B. bei Musicals auch so, dass die Solisten (sofern es sich nicht um chorische Nummern oder Trios oder Quartette etc. handelt) aus allen 3 Wegen kommen.


    Die Band bzw. Orchester sowie Chor und FX kommen dabei nur von L und R.


    Dies hat meiner Meinung nach schon Vorteile:

    - die Lokalisation der Solisten wird zur Bühnenmitte hingezogen und somit wird die Verbindung Lautsprecher/Sänger verbessert. Ohne den Center ist es doch schon unnatürlich links bzw. rechtslastig, wenn man nicht mittig sitzt.


    - durch die leicht andere Abstrahlung in den Raum gibt es eine zusätzliche akustische Unterscheidung zwischen Solisten und Chor/Band, was einem in hektischen Szene zugutekommt, um die Solisten noch etwas hervorzuheben.


    Als Nachteile könnte man aufführen, dass man durch die permanente Überlagerung dreier Systeme anstatt zweier leicht höhere Kammfilter bzw. schlechtere Impulstreue hat.

    Dies ist m.M.n. aber bei Sprache/Gesang zu verschmerzen, vor allem, da wir oft einen nicht unerheblichen Anteil Direktschall von den Sängern sowieso haben und damit immer zeitliche Ungenauigkeiten.

    Neben der grünen, ist da auch noch die gelbe Bibel von Don Davis, Pat Brown und Eugene Pateonis, namens Sound System Engineering, empfehlenswert.

    Wobei man dafür m.M.n. echt Durchaltevermögen beweisen muss.


    Hab das gelbe Buch 2x angefangen und 2x (obwohl Wille und Interesse eigentlich da waren) nach ca. 30 Seiten wieder aufgehört.


    Dagegen empfand ich den BobMccarthy immer als "Entspannungslektüre" :P

    Liegt aber vermutlich auch am lockeren Schreibstil und der angenehmen Formatierung.


    Vielleicht sollte ich es einfach noch ein drittes Mal probieren...

    Interessant, das ist ein invertiertes Allpassfilter, wenn ich das jetzt richtig verstanden habe. Somit sind die XTAs die einzigen DSPs die ich kenne, die das IIR basiert anbieten.


    In der Q-Sys von QSC kannst Du pro Allpass auswählen, ob der invertiert sein soll oder nicht.


    Die Frage ist, ob die noch als "klassische DSP" durchgeht. ;)


    edit:

    Wobei ich sehe grade im Q-SYS Designer, dass der "invert" Knopf wohl stumpf einfach die Polarität des kompletten Signals dreht. Also doch nicht so cool.


    Merkwürdigerweise bekomme ich die Phasenverläufe aus dem Manual des XTAs mit den "Phase Filtern" auch nicht in der Audio-Core Software hin.


    Im Manual gehen die Kurven alle nach oben, in der Software zeigen sie immer nach unten.?

    Ich denke, das ganze hat auch viel mit Gewohnheit und Erwartungshaltung zu tun.


    Wenn Du den Track den ganzen Tag im optimalen Stereo-Dreieck oder sogar auf Kopfhörern in Stereo hörst und dann plötzlich auf Mono umschaltest, fallen die Unterschiede natürlich extrem auf.


    Gegenbeispiel:

    Mono und Stereo Version eines Tracks auf ein Handy laden, dieses irgendwo auf einen Tisch legen und durch den Raum gehen. Sofern die Mono-Version halbwegs Monokompatibel ist, werden da die Unterschiede deutlich kleiner sein.


    Bei der Monokompatibilität geht es ja auch überhaupt nicht darum, dass die Songs in Mono genauso klingen wie in Stereo. Das ist quasi unmöglich und würde Stereo überflüssig machen.

    Es geht vielmehr darum, dass alle wichtigen Informationen auch in Mono übertragen werden und nichts durch irgendwelches "Phasenprocessing" oder übertriebenes MS-Mastering ausgelöscht wird.


    Zum Thema Boxen in Clubs:

    Wie schon gesagt hat die Situation in Clubs ja mit dem "klinischen Gegenbeispiel" eines perfekten Stereodreiecks im Wohnzimmer/Studio oder sogar Kopfhörern (Auslöschung aller Raumeinflüsse) nicht viel gemein.
    Es gibt viel Schall aus vielen Lautsprecher, welche zu unterschiedlichen Zeiten und mit unterschiedlicher Klangfarbe bei Hörer eintreffen. Diesen Schall könnte man auch als eine Art Early Reflections sehen, welche sich mit den "echten" Early Reflections des Raumes kombinieren.

    Grade diese Early Reflections aus verschiedensten Richtungen sorgen dann auch dafür, dass du nicht mehr den subjektiven Eindruck eines einzelnen Mono-Signals aus einem einzelnen Lautsprecher hast.


    Psychoakustisch kann das Ohr akustische Ereignisse in den ersten Millisekunden (frequenzabhängig zwischen 10 und etwa 50 ms ) nicht zeitlich separieren. Sie verschmelzen zu einem Klangereignis mit erhöhten "akustischer Dichte" und "Lebendigkeit", verglichen mit dem Direktschall.


    vergleiche hierzu Sengpiel Haas-Effekt:

    https://www.google.com/url?sa=…Vaw16alK2t9N3ZrSVjpRIibDq




    Beim Stereodreieck zu Hause oder auf Kopfhörern hast Du genau zwei ursprüngliche Quellen, die genau zeitgleich bei Dir eintreffen. Daher sind o.g. Effekte nur kaum vorhanden.


    Ich denke nicht, dass ein Großteil der Disco-Anlagen grundsätzlich Mono aufgebaut sind (ausgenommen Fills/Tresen etc.).

    Grade bei 4-Punkt Beschallung gibt es ja auch mehrere Ansätze (alles Mono, Stereo parallel, Stereo überkreuz etc.), welche die ursprüngliche Stereo-Intention eines Tracks noch weiter verschleiern.

    Mal eine Frage zwischendurch für mich zum Verständnis:


    Was genau sind für euch d:fines?

    Weil seit einiger Zeit steht vor den 4066/4088 etc. auch d:fine?


    Oder meint ihr jene mit der Dreieck-Kapsel (welche ja glaube ich ursprünglich als d:fine gestartet sind)

    Wir nutzen alles erstmal ohne Windschutz.

    Hat bei 4066 wie gesagt auch immer super funktioniert. Wenn ich aber über ein 6066 immer einen Windschutz ziehen muss, ist die Optik natürlich dahin. Und ich könnte gleich ein 4066 nehmen ;)

    Position ist bei uns eigentlich immer gleich.

    Ist zwar immer etwas tagesformabhängig, mal machen die Darsteller das selbst, mal klebt die Maske etc. Aber so ein großer Unterschied ist da eigentlich nicht.


    Bei uns waren die Windgeräusche jedenfalls letztlich so stark, dass wir sie im Musicalbetrieb nicht ernsthaft einsetzen können, was eigentlich schade ist, aufgrund der genannten Vorteile.

    Auch Ploppen durch Plosiv-Laute kam früher zum Vorschein als mit den alten Mikros. Ist ja dann auch logisch.


    Der Trick mit der langen Schlaufe zur Vermeidung der Kabelgeräusche ist gut, dafür haben die ja sicher auch diese schwarze Klammer mit dabei. Gab's ja bei 4066 meines Wissen nach auch nicht. Als ob DPA da schon etwas geahnt hätte ;)


    Dennoch finde ich es sehr ärgerlich, dass bei dem Mikrofon immer penibel auf Details geachtet werden muss, damit man ein störungsfreies Signal bekommt. Und das sind dann oft Dinge, die man als FOH-ler gar nicht mehr beeinflussen kann.

    Eine zu weit hinten sitzende Kapsel oder ein etwas merkwürdiger Frequenzgang (z.B. HSP2 von Sennheiser) kann immer noch zur Not hingebogen werden.

    Ein Kabel, was im Nacken auf Spannung ist und damit ständig am Bügel "zieht" und Geräusch verursacht, ist wieder ein größerer Akt im Show-Betrieb.


    Vielleicht ist das Mikro ja auch primär im TV bzw. ruhigen Moderator-Umfeld Zuhause.

    Moin zusammen,


    ich wollte hier einfach mal einen thread als Meinungs- und Erfahrungsaustausch zu den DPA 6066 aufmachen.


    Wir im Theater haben einige unserer 4066 durch die neuen ersetzt und haben doch einige negative Erfahrungen gemacht.

    Daher wollte ich mal Nachfragen, ob es irgendwelche Tricks mit den Dingern gibt.


    Positiv aufgefallen:

    - Größe der Kapsel und optische dezent

    - Handling der Bügel: von Kind bis Riesenschädel geht alles mit einem Bügel

    - Feuchtigkeitsresistenz zumindest auf dem Papier

    - Max SPL scheint tatsächlich etwas höher zu liegen als beim 4066 (zumindest ohne CORE).



    Negativ aufgefallen:

    - deutlich Windanfälliger (bei uns reicht es, wenn Darsteller halbwegs gemütlich über die Bühne laufen, um Windgeräusche zu verursachen. Hatten wir mit 4066 nie.

    - Bügel anfällig für Kabelbewegung, da jede Berührung des Kabels am Bügel sofort an die Kapsel übertragen wird.

    - klanglich nicht unbedingt besser als 4066.

    Grundsätzlich ähnlich, jedes oft nervig harsch in den S-Lauten mit etwas weniger Durchsetzungsvermögen.


    Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht?


    Würde mich über Austausch freuen, da wir aus o.g. Gründen schon wieder teilweise am Wechseln auf 4066 sind...


    Kann ja aber nicht sein, dass DPA da eher Mist in der 6000er Serie veröffentlicht?

    Stage benutzt bei Ihren Musicals ja auch teilweise DPA 6061, also sehr vergleichbare Kapseln...

    Wow,

    ich hatte mir schon ein paar hilfreiche Tipps erhofft, aber dass so schnell so hilfreiche Antworten kommen, hätte ich nicht gedacht.


    Danke euch dafür!

    Wir werden die NF-Strecken erstmal beiseite legen und es mit Cat probieren.


    Eine Frage habe ich noch:

    Ist in diesem Thomann NB 2.2 einfach alles stumpf durchverdrahtet oder findet da noch irgendeine Art von Impedanzanpassung statt?


    Weil eigentlich sollte bei 500m unsymmetrischem Audio nicht mehr viel ankommen?

    Danke für die Antworten!


    Das Signal ist eine Bühnentotale, die von SDI auf Analog gewandelt wird.

    Angeschaut werden soll das ganze in einem anderen Raum (in einem anderen Gebäude), der jedoch nur mittels 12-Kanal XLR Multicore angebunden ist.

    Am Ende soll das an irgendeinen Bildschirm. Da gibt es erst einmal keine Vorlage.


    Cat gäbe es auch noch, allerdings weiß ich nicht, ob die üblichen Cat-Extender Kabellängen von 100-120m stabil schaffen...

    Hallo zusammen,


    ich lese hier schon länger still mit, komme eigentlich aus dem Tonbereich, und krame diesen Thread aus gegebenem Anlass wieder hoch, in der Hoffnung, dass mir jemand helfen kann (audiobo?):


    In diesem Thread wurde diverse Male davon gesprochen, ein analoges Videosignal über eine lange XLR-Leitung zu schicken, und das anscheinend recht frei von Störungen.

    Obwohl das überhaupt nicht mehr zeitgemäßig ist, gibt es jetzt bei mir genau solch einen Anwendungsfall.

    Leider hat das Bild nach etwa 100-120 Metern Strecke recht viele Störungen (Waagerechte Streifen, Doppelbild etc.).

    Dies hängt vermutlich mit dem falschen Wellenwiderstand zusammen (?). Der Kontrollbildschirm lief auf Akku, daher kann ich die Stromversorgung erst einmal ausschließen.


    Nun meine Frage:

    Gibt es hier einfache "quick-n-dirty"-Lösungen, die funktionieren?

    Ich habe in dem Zusammenhang etwas von "Lambda/4-Tranformator" gefunden, dies scheint mir jedoch zunächst recht kompliziert. Hat damit jemand Erfahrungen gesammelt?


    Über hilfreiche Antworten wäre ich sehr dankbar!