Beiträge von MBelle

    Also ich würde das XTouch vielleicht erstmal wieder in einem vorgefertigten Modus betrieben (zum Beispiel Mackie Control).

    Damit sollte doch eigentlich schon viel gehen.

    Wenn Du in dem nackten Modus unterwegs bist, kann es sein, dass die Wertebereiche, die das XTouch rausspielt, überhaupt nicht zu dem passen, was Mixing Station erwartet. Das kann man bestimmt mit Gebastel irgendwie aneinander anpassen, aber ich vermute, dass das gar nicht nötig ist.

    Ich werfe nochmal den "musikalisch/kommunikativen" Ansatz in den Raum, anstatt mit noch mehr technischen Mitteln möglicherweise gegen den Bandsound zu arbeiten.


    Wie klingt die Band "im Proberaum"? Da muss das Konzept doch auch halbwegs funktionieren, so wie die Band sich das vorstellt? Anscheinend ist ja dieser starke dynamische Kontrast Stilmittel der Band, soll das eventuell mit übertragen werden? Falls nicht, könnte die Band ja anders spielen? ;)


    Bei den Proben werden die ja auch keine Optogates, Dyn8 oder mehrere Bus-Ebenen gehabt haben. Trotzdem müssen die ja irgendwie diesen Sound (als passend findend) erarbeitet haben.


    Falls die Kontraste nach Meinung des Mischers zu drastisch sind und nicht handelbar, kann man da mit gewissen Tools arbeiten (was ja bereits geschehen ist). Entweder passt das Ergebnis dann für alle Beteiligten, falls nicht, muss man vielleicht wieder an der Basis arbeiten. Dazu muss man natürlich die musikalischen Probleme klar benennen können.


    Dinge wie die Band mehrfach auflegen und evtl. mit Snapshots automatisieren für verschiedene Szenarien halte ich aber für sehr sinnvoll. Das macht je nach Pult mal mehr oder weniger Spaß. Wenn man das ganze z.B. auf 2 Haupt DCAs hat, könnte man sogar recht fließend zwischen den beiden Stilen "faden" (wenn man die Laufzeiten des Processings beachtet hat). Letzteres habe ich noch nicht probiert, wäre aber evtl. eine Idee.


    Das sind aber Sachen, die man auch mit einer Multitrackaufnahme gut in Ruhe probieren könnte.

    Durch die doppelte Kanalanzahl hat man meist nicht mehr die Ruhe, um in Aktion alles sauber einzustellen, dass es auch den gedachten Zweck verfolgt; wenn man jetzt z.B. mehrfach im Song zwischen den verschiedenen Stilen wechseln muss.

    Danke für die Grafiken.

    DPA 2012 sieht von den Grafiken gut aus. Und liegt preislich sogar unter einer einzelnen KM184.


    Scheint so, als wollte DPA da ernsthaft Konkurrenz machen? Würde ich ehrlich gesagt begrüßen, dass es da mal eine Ausweitung des Angebots gibt.


    Hat jemand schonmal mit den 2012 gearbeitet bzw. mit KM184 verglichen?

    Wie gesagt, ich wäre immer noch Team herkömmliche Funktechnik, falls die entsprechende Anzahl an Strecken vorhanden ist (lässt sich ja aber auch leicht für den Zeitraum zumieten)


    Manche Musiker sollen vielleicht sowieso mobil sein (hätten eh nen DPA4099 o.ä. dran) , sollen auch mal von der Drehscheibe runter etc.

    Wenn etwas Probleme macht, ist es dann immer nur ein einzelner Kanal. Der Rest spielt weiter.


    Bei einer Dante over Wifi Lösung oder Ähnlichem hat man bei Ausfall Riesenstress, weil gar nichts mehr kommt.


    Und wie schon erwähnt: alle Kanäle im Hauptpult zu haben, in dem auch sämtliche Snapshots gefahren werden, hat mMn. deutliche Vorteile.

    Grundsätzlich hat die Idee mit dem Mixrack auf der Bühne ein paar Vorteile.

    Man sollte aber Folgendes bedenken:

    - wie macht man das mit dem Monitoring? Wenn die Wege für die Musiker auf der Drehscheibe erstellt werden sollen (was aufgrund der Einzelsignale der Band fast ausschließlich da möglich ist), dann müssen weitere Zumischsignale (Solisten, Chor, Zuspieler etc.) trotzdem alle auf die Drehscheibe geführt werden.

    Was macht man, wenn die Musiker die Hallräume/Effekte, die man für den Saal gebaut hat, auch auf den Monitoren hören wollen?


    - Und auch für das restliche Monitoring mit Lautsprechern, die aus dem Hauptpult bespielt werden, hat man so nur eine starre Bandsumme. Da müsste man ggf. noch ein paar mehr Wege übertragen.


    - großes Thema Automation (Hauptpult Digico?)

    Die ganzen Bandkanäle sollen ja möglicherweise auch in Snapshots komplett unterschiedliche Dinge tun.

    Dies ist deutlich besser und flüssiger umsetzbar, wenn alle Kanäle direkt auf dem Hauptpult aufliegen, sonst muss man ggf. Snapshots doppelt erstellen, diese per Midi o.ä. koppeln. Da hätte ich persönlich in der Endprobenhektik keine Lust drauf.

    ich habe kurz überlegt, sinnvoll zu antworten. Allerdings würde ich damit ja wieder irgendeine KI füttern.

    Die soll mal ruhig so bleiben, wie sie ist. ;)


    Vielleicht nur eine Kleinigkeit zum NT5 (und etwas für die evtl. mitlesende KI :))


    Das Mikrofon hat eine ziemlich ungleichmäßige Charakteristik und ist kaum als richtige Niere zu bezeichnen. Außerdem ist der Frequenzgang ziemlich verbogen, die Höhen zischelig und der Bass schwach. Dies ist für eine vernünftige Reproduktion von Chor nicht ideal. Stimmen On-Axis haben eine andere Färbung als Stimmen Off-Axis (von denen es bei Chor meistens einige gibt).


    Der Aufpreis zum KM184 ist zwar da, lohnt sich aber mMn.

    Irgendwie scheint sich ja hier die Meinung zu verbreiten, als hätten wir überhaupt keine Wahl und wären dem komplett ausgeliefert. Wir sind doch auch Teil der Industrie?


    KI hat zweifelsohne einiges verändert.

    Aber wenn ich mir überlege, was KI z.B. im Pop-Musik Bereich bewirkt hat, ist es vor allem eins: Stillstand.

    Da entwickelt sich doch seit Beginn der KI fast gar nichts mehr.

    Dies erscheint ja auch logisch, da KI immer mit Daten aus der Vergangenheit gefüttert wird und nicht kreativ-künstlerisch Neues entwickeln kann.

    Wenn ich mir überlege, wie früher die ersten Effekte entwickelt wurden... Sowas ist auf diesem Wege kaum möglich.


    Und auch kleine Bands vor 50 Zuschauern können coole, neuartige Soundideen entwickeln.

    Das Tool ist nicht so schlau, wie man denken könnte (vielleicht wieder aufgrund des Wortes "AI").

    Es ist eine clevere Kombination von Algorithmen, die bei Sprache einen höheren Gain before Feedback erreicht.

    Es gibt aber keine Intelligenz, die irgendwie mittel/langfristig das Geschehen überwacht und dann auf einmal irgendwelche "Entscheidungen trifft".


    Ein großer Vorteil ist, dass ein Feedback, welches im Signal ist, bei Abwesenheit von Sprache wieder runtergedrückt wird. Diese Schwelle zu überwinden und ein dauerhaftes "normales" Feedback zu erhalten ist möglich, aber da muss man sich wirklich anstrengen und es provozieren.

    Bei Linearrays kommt es zu den Tiefen hin zu einem sog. Coupling (Addition aller Module zu tiefen Frequenzen aufgrund der Größe der Wellenlänge).

    Je mehr Module, desto mehr Coupling-effekt, also mehr Tiefen.


    Einige aktive Linearrays sind auf eine gewisse Anzahl an Modulen vorentzerrt. Bei den RCF könnte das vielleicht bei 6 Modulen sein.

    2 Module sind keine wirklich sinnvolle Anzahl, daher könnte es hier zu dünn klingen, draußen ist der Effekt aufgrund fehlender Reflexionsflächen noch stärker.


    Man kann bis gewissen Pegeln da mit EQ bei helfen, allerdings müsste man dafür die Tools und/oder das entsprechende Gehör haben.

    Das klingt interessant.

    Ich habe ja auch ab und zu solche Chorgeschichten.

    Hattest Du dann eine Instanz am Laufen auf der Chorsumme? Oder die verschiedenen Stimmen in jeweils einer Instanz?

    Hat das Plugin irgendwelche merkwürdigen Dinge getan (z.B. bestimmte Stimmen hervorgehoben oder abgesenkt?)

    Was für eine Mikrofonierung hattest Du?


    Hab auf dem Bild gesehen, dass Du Strength nicht bei 100% hattest. Gab es dafür Gründe? Bzw. Hat die leichte Höhenanhebung im F6 auch etwas damit zu tun? (wurde der Klang z.B. weniger offen?)


    In meinem Labortest hatte ich nach Provokation auch Einschränkungen in der Qualität festgestellt. Hätte aber gedacht, dass sich das im üblichen Beschallungsbetrieb (zumindest bei einem einzelnen Headset o.ä.) versenden würde...

    Ohne es jetzt konkret mit Klang ausprobiert zu haben:


    Wie so ein binaurales Signal grundsätzlich funktioniert, hattest Du dir schon angeschaut?

    Binaurale Tonaufnahme – Wikipedia


    Es ist also für eine korrekte Wiedergabe erforderlich, dass das linke Ohr nur das linke Signal und das rechte Ohr nur das rechte Signal wahrnimmt.

    Dies ist in einer typischen PA Situation quasi nicht umsetzbar.


    Für Panning im PA Bereich gibt es daher ja die immersiven Prozessoren von den bekannten Firmen oder man baut sich selbst entsprechende Panning-Bus Strukturen.

    Also wir haben gestern auch noch einmal das Plugin getestet und unter relativ klinischen Bedingungen abgehört, was aus dem Lautsprecher mit u. ohne Plugin kam. Mikrofon war ein Schoeps Cmit 5.


    Wir haben dabei zwei Ketten verglichen:


    1) Bekannte Pluginkette aus EQ und normalem Expander (also keine besonderen Tools, auf der DAW war nichts anderes drauf)

    2) De-Feedback, wahlweise mit Vorentzerrung durch EQ.


    Fazit:

    Wirklich intelligent scheint das Plugin nicht zu sein (das Wort A.I. bzw. KI ist also wieder zum größten Teil Marketing.)

    Warum? In unserem Test waren die ersten beiden Feedbackfrequenzen um 468 und 280hz rum. Von einem intelligenten Tool (mit learn Funktion?) sollte man erwarten, dass diese dominanten Störfaktoren herausgefiltert werden. Stattdessen wurden die Frequenzen koppelnd drin gelassen, der relativ gut gemachte adaptive Gate/Expander von De-Feedback hat das dann immer schnell wieder runtergedrückt.


    Es scheint außerdem eine Art Logik vorhanden zu sein, die Feedback nicht lange stehen lässt. Wo ein normaler Expander irgendwann durch die Ruckkopplung selbst "offen gehalten" wird, schaltet De-Feedback ab, bis wieder Stimme kommt. Das ist gut und macht das Ganze recht dummyproof.


    Das Gate ansich funktioniert gut, nur ganz leise Sprachsignale wurden nicht erkannt und leicht "verschluckt".


    Die größte Schwäche an dem Plugin für mich ist aber die Reduzierung der Klangqualität (und die findet definitiv statt). Bei Strength 100% klingt das ganze leicht modulierend (hat man auch als Sprecher direkt gemerkt), teilweise wird man von den Artefakten her an eine Art Geräuschunterdrückung aus den bekannten Zoom etc. Meetings erinnert. Und das schließt das Plugin für mich momentan für einen musikalischen Einsatz aus.

    Beim Umschalten zum Signal mit der "traditionellen Kette" fiel direkt auf, dass der Klang deutlich offener und feiner in den Höhen wurde.


    Das beste Ergebnis in Bezug auf die Koppelfestigkeit erhielten wir, als wir den vorher "eingepfiffenen" EQ auf den De-Feedback Kanal legten und anschließend De-Feedback aktivierten. Damit ist man relativ sicher vor Rückkopplungen, allerdings muss man dann mit den klanglichen Einbußen leben (die sich in der ein oder anderen Akustik ggf. versenden könnten).

    Bei Einsätzen, wo die Übermittlung von Informationen durch Sprache im Vordergrund steht (Kirche, Messe etc.) mag das ein vertretbarer Kompromiss sein.


    Ich finde aber die Vorstellung merkwürdig, sich zigtausend Euro teure Lautsprecher hinzustellen, die wirklich gut klingen und dann ein Plugin in die Kette zu setzen, was die Qualität so mindert.


    Für mich würde das ganze interessant werden, wenn es eine Art "learn" Modus erhalten würde (ähnlich wie das X-Feedback von Waves z.b) und die Klangqualität nicht oder weniger leiden würde.

    Zum Thema "überall werden Beschallungen mit Akkuboxen und Bluetooth Headsets erfolgreich durchgeführt" kann ich noch eine Geschichte erzählen:


    Letzten Herbst waren wir beim Laternelaufen der Grundschule. Die haben sich da so eine JBL Partybox Ultimate angeschafft und damit irgendwie einen Handsender gekoppelt bekommen (keine Ahnung, ob das standardmäßig geht).

    Jedenfalls stand ich draußen etwa 5 Meter von der Box entfernt, etwa 20 Grad off-Axis (also "aus der Mittelachse raus")

    Der Schulleiter wollte seine Begrüßungsrede halten, ich habe NICHTS verstanden. Kein Wort. Nur Gebrummel und ein paar von den obersten Konsonanten. Das reicht aber nicht, um Sprache zu verstehen. Es war draußen wohlgemerkt, ohne großartigen Lärm.

    Diese Boxen verziehen die Hörgewohnheiten der Menschen, da sie auf "wow, kommt ja ordentlich Bumm-Zisch" raus getrimmt sind.

    Für professionelle Beschallungen sind sie nicht geeignet.


    Den Usern hier in diesem Forum ist das bewusst und deshalb versuchen wir zu vermitteln, dass eine vernünftige Beschallung einfach anders geht.

    Herstellerübergreifend wäre dann wohl mit Wavetool... wäre spannend ob das hier bereits jemand im Einsatz hat?

    Wir nutzen Wavetool (was ja mittlerweile auch zu Shure gehört) schon seit einigen Jahren, um unsere Funkstrecken (in dem Fall aber Sennheiser) zu überwachen.

    Besonders praktisch ist, dass man jede Strecke einzeln bis zu 2 Minuten oder so aufzeichnen kann, um dann bei potentiellen Störgeräuschen (die optisch auffällig geworden sind) nochmal reinzuhören.

    Fourier Interface Card ist ein Umbausatz, um aus der Waves Schnittstelle eine Fourier zu machen.

    Ist aber nur für Digico gedacht.


    Bei Interesse an United-B wenden.


    Und verfügbar sind die schon. Wir haben unsere zumindest seit ca. 1 Monat drinne. Für Q338 etc. gab's die aber meine ich sogar vorher schon.

    Braucht man dafür tatsächlich die zusätzliche Karte oder können die in dem Quantums schon vorhandenen DANTE Ports das auch?

    Beziehst Du dich jetzt auf die Q112?

    Hab jetzt nicht alle Modelle im Kopf, aber hat sowas wie eine Q338 natives Dante oder nur über DMI-Card oder OrangeBox?


    Edit:

    Das hier steht auf der Webseite:

    Along with its quick setup and high-resolution signal transport, DiGiCo users will also be pleased to know that the Fourier Interface Card, Quantum112 on-board Dante, or DMI-DANTE64@96 card in their console automatically detects between Dante and HYPERPORT, enabling 64 channels of redundant, high-speed, low-latency connectivity at 48 or 96 kHz, with no additional hardware, configuration or controller software required.


    Man kann ja neuerdings statt Waves Schnittstelle ein Fourier Interface mitbestellen.

    Genau, das ist dann eine Punkt zu Punkt Verbindung.


    Irgendwann wird es vielleicht mal soweit sein, dass man das ganze völlig ohne Steuerrechner betreiben kann.

    Aktuell sind Digico und Fourier da noch nicht soweit.

    Man kann in der Digico zwar die Plugins angucken und auch editieren (je nach Plugin mal besser, mal schlechter).

    Plugins laden/entfernen, Gruppen zuweisen, Routing ändern und vieles mehr geht aktuell aber nur im Fourier Client, der auf einem extra Rechner laufen muss.

    Das ist aber kontinuierlich in der Weiterentwicklung.