Beiträge von MBelle

    Ohne es jetzt konkret mit Klang ausprobiert zu haben:


    Wie so ein binaurales Signal grundsätzlich funktioniert, hattest Du dir schon angeschaut?

    Binaurale Tonaufnahme – Wikipedia


    Es ist also für eine korrekte Wiedergabe erforderlich, dass das linke Ohr nur das linke Signal und das rechte Ohr nur das rechte Signal wahrnimmt.

    Dies ist in einer typischen PA Situation quasi nicht umsetzbar.


    Für Panning im PA Bereich gibt es daher ja die immersiven Prozessoren von den bekannten Firmen oder man baut sich selbst entsprechende Panning-Bus Strukturen.

    Also wir haben gestern auch noch einmal das Plugin getestet und unter relativ klinischen Bedingungen abgehört, was aus dem Lautsprecher mit u. ohne Plugin kam. Mikrofon war ein Schoeps Cmit 5.


    Wir haben dabei zwei Ketten verglichen:


    1) Bekannte Pluginkette aus EQ und normalem Expander (also keine besonderen Tools, auf der DAW war nichts anderes drauf)

    2) De-Feedback, wahlweise mit Vorentzerrung durch EQ.


    Fazit:

    Wirklich intelligent scheint das Plugin nicht zu sein (das Wort A.I. bzw. KI ist also wieder zum größten Teil Marketing.)

    Warum? In unserem Test waren die ersten beiden Feedbackfrequenzen um 468 und 280hz rum. Von einem intelligenten Tool (mit learn Funktion?) sollte man erwarten, dass diese dominanten Störfaktoren herausgefiltert werden. Stattdessen wurden die Frequenzen koppelnd drin gelassen, der relativ gut gemachte adaptive Gate/Expander von De-Feedback hat das dann immer schnell wieder runtergedrückt.


    Es scheint außerdem eine Art Logik vorhanden zu sein, die Feedback nicht lange stehen lässt. Wo ein normaler Expander irgendwann durch die Ruckkopplung selbst "offen gehalten" wird, schaltet De-Feedback ab, bis wieder Stimme kommt. Das ist gut und macht das Ganze recht dummyproof.


    Das Gate ansich funktioniert gut, nur ganz leise Sprachsignale wurden nicht erkannt und leicht "verschluckt".


    Die größte Schwäche an dem Plugin für mich ist aber die Reduzierung der Klangqualität (und die findet definitiv statt). Bei Strength 100% klingt das ganze leicht modulierend (hat man auch als Sprecher direkt gemerkt), teilweise wird man von den Artefakten her an eine Art Geräuschunterdrückung aus den bekannten Zoom etc. Meetings erinnert. Und das schließt das Plugin für mich momentan für einen musikalischen Einsatz aus.

    Beim Umschalten zum Signal mit der "traditionellen Kette" fiel direkt auf, dass der Klang deutlich offener und feiner in den Höhen wurde.


    Das beste Ergebnis in Bezug auf die Koppelfestigkeit erhielten wir, als wir den vorher "eingepfiffenen" EQ auf den De-Feedback Kanal legten und anschließend De-Feedback aktivierten. Damit ist man relativ sicher vor Rückkopplungen, allerdings muss man dann mit den klanglichen Einbußen leben (die sich in der ein oder anderen Akustik ggf. versenden könnten).

    Bei Einsätzen, wo die Übermittlung von Informationen durch Sprache im Vordergrund steht (Kirche, Messe etc.) mag das ein vertretbarer Kompromiss sein.


    Ich finde aber die Vorstellung merkwürdig, sich zigtausend Euro teure Lautsprecher hinzustellen, die wirklich gut klingen und dann ein Plugin in die Kette zu setzen, was die Qualität so mindert.


    Für mich würde das ganze interessant werden, wenn es eine Art "learn" Modus erhalten würde (ähnlich wie das X-Feedback von Waves z.b) und die Klangqualität nicht oder weniger leiden würde.

    Zum Thema "überall werden Beschallungen mit Akkuboxen und Bluetooth Headsets erfolgreich durchgeführt" kann ich noch eine Geschichte erzählen:


    Letzten Herbst waren wir beim Laternelaufen der Grundschule. Die haben sich da so eine JBL Partybox Ultimate angeschafft und damit irgendwie einen Handsender gekoppelt bekommen (keine Ahnung, ob das standardmäßig geht).

    Jedenfalls stand ich draußen etwa 5 Meter von der Box entfernt, etwa 20 Grad off-Axis (also "aus der Mittelachse raus")

    Der Schulleiter wollte seine Begrüßungsrede halten, ich habe NICHTS verstanden. Kein Wort. Nur Gebrummel und ein paar von den obersten Konsonanten. Das reicht aber nicht, um Sprache zu verstehen. Es war draußen wohlgemerkt, ohne großartigen Lärm.

    Diese Boxen verziehen die Hörgewohnheiten der Menschen, da sie auf "wow, kommt ja ordentlich Bumm-Zisch" raus getrimmt sind.

    Für professionelle Beschallungen sind sie nicht geeignet.


    Den Usern hier in diesem Forum ist das bewusst und deshalb versuchen wir zu vermitteln, dass eine vernünftige Beschallung einfach anders geht.

    Herstellerübergreifend wäre dann wohl mit Wavetool... wäre spannend ob das hier bereits jemand im Einsatz hat?

    Wir nutzen Wavetool (was ja mittlerweile auch zu Shure gehört) schon seit einigen Jahren, um unsere Funkstrecken (in dem Fall aber Sennheiser) zu überwachen.

    Besonders praktisch ist, dass man jede Strecke einzeln bis zu 2 Minuten oder so aufzeichnen kann, um dann bei potentiellen Störgeräuschen (die optisch auffällig geworden sind) nochmal reinzuhören.

    Fourier Interface Card ist ein Umbausatz, um aus der Waves Schnittstelle eine Fourier zu machen.

    Ist aber nur für Digico gedacht.


    Bei Interesse an United-B wenden.


    Und verfügbar sind die schon. Wir haben unsere zumindest seit ca. 1 Monat drinne. Für Q338 etc. gab's die aber meine ich sogar vorher schon.

    Braucht man dafür tatsächlich die zusätzliche Karte oder können die in dem Quantums schon vorhandenen DANTE Ports das auch?

    Beziehst Du dich jetzt auf die Q112?

    Hab jetzt nicht alle Modelle im Kopf, aber hat sowas wie eine Q338 natives Dante oder nur über DMI-Card oder OrangeBox?


    Edit:

    Das hier steht auf der Webseite:

    Along with its quick setup and high-resolution signal transport, DiGiCo users will also be pleased to know that the Fourier Interface Card, Quantum112 on-board Dante, or DMI-DANTE64@96 card in their console automatically detects between Dante and HYPERPORT, enabling 64 channels of redundant, high-speed, low-latency connectivity at 48 or 96 kHz, with no additional hardware, configuration or controller software required.


    Man kann ja neuerdings statt Waves Schnittstelle ein Fourier Interface mitbestellen.

    Genau, das ist dann eine Punkt zu Punkt Verbindung.


    Irgendwann wird es vielleicht mal soweit sein, dass man das ganze völlig ohne Steuerrechner betreiben kann.

    Aktuell sind Digico und Fourier da noch nicht soweit.

    Man kann in der Digico zwar die Plugins angucken und auch editieren (je nach Plugin mal besser, mal schlechter).

    Plugins laden/entfernen, Gruppen zuweisen, Routing ändern und vieles mehr geht aktuell aber nur im Fourier Client, der auf einem extra Rechner laufen muss.

    Das ist aber kontinuierlich in der Weiterentwicklung.

    Preislich habe ich noch nichts gehört. Die Große lag ja (zumindest vor etwa einem Jahr) bei ca. 8k netto.


    Hyperport finde ich super und damit hätte die Kombo in Sachen Latenz die Nase vorn vor der Waves Superrack Livebox. Und auch mit selbstgebauten Systemen muss man sich anstrengen, um auf 1,2ms zu kommen.


    Interessant ist auch die Anbindung ans A&H Universum, und was da für Latenzen erreicht werden.

    Naja, all diese Sachen funktionieren mit der Digico App ja ohne Probleme.

    Naja, jein.

    Grundsätzlich läuft die App so mittelmäßig gut. Lädt manchmal die Channelnamen nicht, spinnt manchmal beim Metering. Wenn es einmal richtig eingerichtet ist, findet die App das Pult eigentlich recht zuverlässig.

    Aber zum Beispiel auch, dass nur ein iPad zur Zeit Zugriff haben kann, ist nicht wirklich zeitgemäß.

    Ist normal nicht so schlimm, Mixing Station nutzt aber aktuell noch die iPad Schnittstelle, um mit dem Pult zu kommunizieren.


    Aber es fehlen auch einfach einige Funktionen.

    Man kann z.B. die Dynamics nicht zwischen verschiedenen Typen (Compressor, Multiband, Gate, Ducker etc.) umschalten. Dafür muss man zurück ans Pult.

    Zugriff auf jegliche Effekte (wenn man sie denn benutzen möchte), gibt es auch nicht.

    Hinzu kommen noch diverse kleinere Bugs (Zugriff auf Auxe/Busse manchmal nicht möglich, Neustart behebt das Problem).


    Jegliche Quantum Features fehlen komplett.


    Wie gesagt, vor 10 Jahre wäre das alles für mich ok und zeitgemäß gewesen, aber da hat sich leider nicht viel getan.


    Mit einer Zusammenarbeit mit Mixing Station könnte Digico hier einen großen Teil des Rückstands in dem Bereich wieder aufholen.

    An DiGiCo schreiben, sie mögen doch David als Developer mit allem unterstützen was er benötigt.


    Ich sollte das auch endlich mal machen! :saint:

    Tatsächlich hatte ich das vor einiger Zeit schonmal gemacht. Habe aber heute erneut an den deutschen & britischen Support geschrieben.

    Bestimmt hilft es, wenn mehrere mitziehen ;)


    Ich will jetzt nicht den Klugscheißermodus einschalten, aber warum habt Ihr Euch dann dieses, für Euch offenbar unpassende (oder zumindest nicht ideale) Pult gekauft?


    Grüße Wolf

    Danke für diese Antwort, leider nicht ganz mit den erhofften Erfahrungswerten. Aber kein Problem.


    Dieser eine Punkt hat die vielen positiven Punkte nicht aufgehoben. Außerdem geht es bei einem neuen Pult in Festinstallationen ja auch darum, vorhandene Infrastruktur weiter zu verwenden.

    Ich habe Digico im Laufe der Jahre zu schätzen gelernt und würde nicht mit etwas anderem tauschen wollen.


    Ich möchte nur mit diesem Thread auf die Problematik der "Nichtremotebarkeit" hinweisen und eine Diskussion darüber anregen.

    Hallo zusammen,


    dies richtet sich vorrangig an Digico SD/Quantum Nutzer.


    Diese Pult sind ja in gewissen Bereichen (Konzerte aller Art, Theater, Kreuzfahrtschiffe, Musicals etc.) recht verbreitet, in manchen anderen Bereichen eher weniger (Indrustrie z.B.?).


    Wir haben bei uns im Haus von 2015-2025 eine SD7 gehabt und nun auf eine Quantum8 gewechselt. Das Pult ist in einer Tonkabine verbaut mit keiner schlechten, aber auch keiner besonders guten Abhörsituation. Deshalb ist es für uns essentiell, dass eine vernünftige Remotebarkeit des Pultes aus dem Saal oder auch von der Bühne aus (Monitoring etc.) vorhanden ist.


    Leider hat DiGiCo hier in den letzten Jahren im Grunde absolut keine Fortschritte gemacht:

    Die iPad App ist quasi identisch seit 2015. Damals war sie im Vergleich mit den Mitbewerbern ganz gut, heute fühlt sie sich veraltet, instabil und langsam an. Zudem waren schon bei SD nicht alle Funktionen von der App erreichbar. Bei der Quantum ist das noch deutlich schlimmer geworden, da es faktisch keine extra App für Quantum Pulte gibt. Die App macht auf dem Tablet quasi aus einer Quantum Konsole eine SD Konsole. Und auch ansonsten folgt die Logik bei DiGiCo ja ein wenig dem Motto: Willst Du dein Pult im Saal haben, stell es in den Saal oder stell Dir ein identisches Pult in den Saal und spiegele es mit der Hauptkonsole. In Kombination mit den aktuellen Preisen ist das schwierig umsetzbar und ergibt auch immernoch keine vernünftige App fürs Tablet.


    Nun die Frage:

    Wie ist es bei euch (DiGiCo-Nutzern)? Braucht ihr die Remotebarkeit überhaupt nicht, nur weil ihr an einer Digico seid? Oder reicht euch die Funktionalität der vorhandenen iPad App (von der Stabilität und Performance dieser mal abgesehen)?

    Bei vielen anderen Pulten wird viel über die Apps geredet/gemeckert oder Lösungen mit Mixing Station scheinen sehr beliebt zu sein. Gibt es diese Tendenz bei euch nicht bei DiGiCo Pulten?


    Da diese Funktion für uns wichtig ist, habe ich einmal David (von Mixing Station) kontaktiert, ob er sich nicht vorstellen könnte, eine DiGiCo Integration zu programmieren. Und siehe da: Kurze Zeit später gab es eine erste Version, die zumindest Fader, Sends, Mutes und Gains steuern konnte. Mittlerweile gehen sogar auch die (Standard)-EQs und Dynamics. Danke noch einmal, dafür!


    Bei unseren täglichen Proben nutzen wir nun also eine Kombination aus DiGiCo Offline-Editor, Mixing Station, einem Waves Fit Controller und einem iPad. Hierbei fällt aber jeden Tag auf, dass die Mixing Station Implementierung (quasi eine Beta-Version) deutlich flüssiger und vor allem stabiler läuft als beide Programme des Herstellers.


    Leider scheint das aktuelle Protokoll von DiGiCo keine komplette Implementierung in Mixing Station zuzulassen. z.B. fehlen sämtliche Pegelanzeigen und natürlich einige der detaillieren Einstellungen (Quantum-Processing, Matrix, FX etc). Auf Nachfrage bei DiGiCo schien wenig Interesse an einer direkten Zusammenarbeit zu bestehen, für die Nutzergruppe wäre es evtl. auch nicht so wichtig?


    Daher frage ich mich, wie ihr das so seht. Bei vielen anderen Herstellern wird viel darüber geredet. Bei DiGiCo seltsamerweise kaum.

    Ich mag die Pulte total gerne, nur dieser Punkt stört mich zunehmend in letzter Zeit.


    Danke für eure Zeit und Antworten!

    Also ich habe vor ca. 8 Jahren mal eine Liste mit besonders kompatiblen Sticks im Internet gefunden. War meine ich ein englischsprachiges Forum. Müsste ich aber suchen, um das nochmal zu finden.

    Generelle Empfehlung war aber damals auch schon: USB 2.0 (USB 3.0 war damals auch deutlich weniger verbreitet), FAT32 und nicht mehr als 32 gB.


    Habe mir dann damals zwei aus der Liste geholt:

    - Kingston DTSE9H/16GB

    - Transcend TS16GJF300E


    Diese haben tatsächlich bisher ausnahmslos gespielt (Für Pultfiles und einfaches Stereoplayback/Recording).


    Sind aber für heutige Verhältnisse leicht veraltet bzw. auch nicht mehr erhältlich. Zumindest von dem Kingston konnte ich aber einen direkten Nachfolger finden.


    Ich fahre aber auch die Strategie, die Files auf 2-3 Sticks mitzunehmen und zusätzlich schicke ich mir per Mail das Pultfile. Damit kann man selbst bei Verlust oder Defekt das File auf andere Sticks spielen. Manchmal haben die Pultverleiher auch Sticks, die erprobt mit der jeweiligen Konsole spielen.

    Da das Digiface Dante nur einen Madiport hat und dieser 64 Kanäle (bei 48Khz wohlgemerkt, bei 96khz die Hälfte) übertragen kann, müssen die anderen Kanäle übers Dante kommen.


    Dabei sollte man im Blick haben, dass Dante und Madi unterschiedliche Latenzen produzieren.

    Ich weiß ja jetzt nicht genau, wie die aktuellen DSP Einstellungen aussehen, aber ich bin der Meinung, dass ein lautsprecherspezifisches Preset des Herstellers mit Entzerrung und Limiting etc. eigentlich immer sinnvoll ist.


    Seeburg lässt sich mit entsprechenden Presets auch gut mit Powersoft Amps betreiben.

    Naja es ist ja auch eine klangliche Entscheidung. Für mich klingen die meisten Sennheiser MKHs zwar technisch sehr gut, aber auch weniger linear als Schoeps (oder auch DPA). Das kann aber auch gewollt sein.

    Bässe/Tiefe Mitte kommen normalerweise auf einem MKH stärker zur Geltung, dafür haben Schoeps spritzigere obere Mitten, sind aber schlank (es wird aber durchaus alles abgebildet)

    MKH reichen vom Frequenzspektrum weiter nach oben. Ist aber vor allem für so Slowmotion Sachen interessant.


    Ich kenne die Sennheiser MKh8090 nicht, Schoeps MK21 ist gut, klingt (aber) halt nach Schoeps.

    Grade im Recording habe ich es immer als angenehm empfunden, die Mikrofone von einem Hersteller (und dadurch einer Klangsignatur) zu haben.