... da ein Kondensator bei tiefen Frequenzen hochohmiger ist, dürfte dies aber doch (genau wie zu dünne Leitungen ...) auch Auswirkungen auf die elektrische Güte des Treiber haben. Die Bedämpfung durch den Verstärker dürfte doch wohl abnehmen ...
Kontrollierte Undichtigkeiten
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Zitat von "Jens Droessler"
... aber da hier der Frequenzgang erweitert wird, müsste die Auslenkung doch zunehmen (im Vergleich einer ähnlichen BR-Abstimmung).
Da könntest Du richtig liegen. Bei einer BR-Abstimmung wird der Membranhub im Bereich der Abstimmfrequenz erheblich reduziert (weil Schallabstrahlung überwiegend durch den Vent erfolgt).
Wenn der gleiche Schalldruck im gleichen Frequenzbereich (und mit gleichem LS) dagegen aus einer geschlossenen Box abgestrahlt werden soll, wird aufgrund des geringeren Strahlungswiderstandes zwingend ein größerer Hub auftreten egal ob mit oder ohne Kondensator.
Die geschlossene Box hat lediglich weit unterhalb der Abstimmfrequenz (Sicherheits-) "Vorteile" - wobei hier aber kaum noch nennenswerte Schall-Leistung abgestrahlt wird.
Viele Grüsse
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Hallo,
die Theorie zu dem hochpassgefiltertem Basssystem findet sich in diesem Buch:
http://www.amazon.de/exec/obidos/AS…0016310-1478961MfG
Peter -
Hallo Peter,
wenn Du das Buch gelesen hast, dann geh doch mal auf den geschilderten Einwand ein.
Ein Hochpass ändert ja zunächst einmal nichts am Strahlungswiderstand des Systems - d.h. der LS bekommt lediglich ein modifiziertes Signal.Ein "kleiner" direktabstrahledner LS (in einem kleinen Gehäuse) muß bei tiefen Frequenzen sehr viel Luft verschieben, damit überhaupt ein nennenswerter Schallpegel entsteht - und daran ändert auch ein (passiver oder aktiver) Hochpass nichts.
Viele Grüsse sendet
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Zitat
... da ein Kondensator bei tiefen Frequenzen hochohmiger ist, dürfte dies aber doch (genau wie zu dünne Leitungen ...) auch Auswirkungen auf die elektrische Güte des Treiber haben. Die Bedämpfung durch den Verstärker dürfte doch wohl abnehmen ...
Das ist sogar der Haupteffekt: das Ganze wirkt wie ein Vorwiderstand auf das Chassis, der dessen Güte erhöht und es daher "basstauglicher" macht. Im Gegensatz zum rein ohmschen Vorwiderstand entfällt aber der Wirkungsgrad und Dämpfungsverlust bei höheren Frequenzen.
Gruß SRAM
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... wenn durch die geringere - elektrische - Bedämpfung der Treiber hier dann pegelmässig "zulegt", geht dies aber (wie auch bei BR oder BP) auf Kosten des Zeitverhaltens (weil: für alles muß man letztendlich "bezahlen" ...).
Viele Grüsse sendet
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......so ist das.
Gruß SRAM
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Das Zeitverhalten wird in jedem Fall schlechter. Nur ist die Frage, ob das in BR-Größenordnungen kommt. Aber selbst wenn dürfte wenigstens das schlechtere Schwingverhalten von BR ausbleiben.
Aber ich glaube immer noch, dass wenn die Kiste an Pegel zulegt, die Leistung dafür irgendwoher kommen muss. Und ich denke, dass der Bereich, wie auch schon beim Timmi gelesen, in der Impedanz absinkt.
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Hallo,
alles für idealen C und Treiberverhalten innerhalb der TSP:
zum Zeitverhalten:
aus 12dB/Okt wird 18db/Okt: somit auch dessen Group Delay
(zum Vergleich BR: 24dB/Okt).zum verstärkten Hub:
klar, von nix kommt nix! Ein geschlossenes System kann nur über den Hub Schalldruck produzieren (bei geg. Membranfläche)
Bei f<<f_grenz bleibt die Hubreduzierung.
Wurde aber oben schon mal geschrieben.zur geringeren Impedanz:
die muß nicht zwangsläufig auftreten, bei "sauber" ausgelegtem HP sinkt sie nicht in Amp-krit. Werte.Alles natürlich nur meine Sicht der Dinge.
Tschüß, André
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achso,
signaltheorethisch ist das ja eine Reihenschaltung von 2.O. HP und 1.O. HP.
Für die Freunde digitaler Signalprozessoren:zu kleines geschlossenes Gehäuse mit Einbaugüte des Treibers etwa eins bauen und mit 6dB/okt high shelf filter spielen.
Sollte eigendlich passen, oder nicht?Tschüss, André
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Nachtrag die Zweite: (wenn man nicht alles was man zu sagen hat zu Ende denkt):
Die Kondensatoren für HP-gefilterte PA-Subwoofer stellen einen nicht zu unterschätzenden Kostenfaktor dar!
Tschüß, André
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Ähm, ist es nicht so, dass der Kondensator mit dem LS "interagiert", um den erweiterten Frequenzgang zu bekommen? Dann würde das mit aktivem HP vor der Endstufe nicht funktionieren, denn das ganze ist dann ja quasi elektrisch voneinander unabhängig.
Es kommt auf den Ansatz an. Wenn man eine hohe Güte hat, also einen kräftigen Hügel untenrum und diesen per HP nur "glattzieht", dann wird sich nicht viel an der Impedanz ändern. Aber das würde ich nicht als "erweiterten Frequenzgang" ansehen, weil sich ja quasi an der -3dB-Frequenz nichts änder gegenüber ohne HP (ausgehend davon, dass der Hügel oberhalb der 0dB-Linie liegt und nicht die Spitze des Hügels als 0dB-Linie angesehen wird). Dafür wäre dann aber keine "Interaktion" nötig....
Im Übrigen lässt sich das wohl mit noch höherer Güte auch mit einem 12dB Hochpass tun....
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Bei Subs ist der C wohl zu teuer.
Aber hierfür wär´s vieleicht was:
http://www.eighteensound.com/pdf/10ND610.pdf
Mal Zgang auf der Zunge zergehen lassen. Heißt AIC.
Wenn´s ihn doch erst gäbe ...
Ich fürchte ja, das wird nix mehr.Adam
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Wieso? Was ist damit? So toll find ich den jetzt nicht, besonders weil der simulierte Fgang unten schon BR ist..... das wird mit dem Kondensator wohl nicht besser....
Für die Kondensator-Sache sehe ich die Anwendung auch höchstens darin, dass man geschlossene Tops bauen kann, die trotzdem bis unter 100Hz gehen.
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Schau beim Impedanzgang mal auf den Randmaßstab, vieleicht kommt dann die Erleuchtung.
Gruß SRAM
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Hallöchen!
Das Ausschwingverhalten im unteren Grenzbereich einer hochpassgefilterten geschlossenen Box stellt einen kompromiss zwischen BR- und idealer geschlossener Box dar.
Bei idealer Filterauslegung sinkt die Impedanz nur in der bereits ansteigenden Flanke des Einbauresonanzmaximums und sinkt dabei nur wenig unter das Impedanzminimums des Chassis, bleibt wie bei meinem Beispiel also völlig im grünen Bereich. Die Leistungssteigerung wird durch diese Impedanzreduzierung erzeugt.
Allerdings verändert sich nicht der maximal erreichbare Schalldruck im nutzbaren Frequenzbereich gegenüber einer geschlossenen Box, da dieser nur von der mechanischen Belastbarkeit des Chassis abhängt; dem möglichen Membranhub wird ja nichts zugefügt... Mit einer geschlossenen Box könnte man mit ´nem EQ also den gleichen Frequenzverlauf und den gleichen Maximalpegel erreichen, allerdings mit der entsprechenden Ausschwingverzögerung im Bereich der Einbauresonanz bei zu hoher Güte, die durch die passive Hochpassfilterung wirkungsvoll eingeschränkt wird.
Ein aktiver Hochpass, der die Wechselwirkung mit der Treiberimpedanz ja nicht aufweist, wirkt nur als Hochpass, läßt also die Ausschwingverzögerung bestehen und reduziert noch den Basspegel.
Natürlich erhöht sich im unteren nutzbaren Frequenzbereich der Membranhub bei der passiven Hochpassfilterung, unterhalb des nutzbaren Frequenzbereichs wird der Membranhub aber wirkungsvoll reduziert...Schöne Grüße, Günther
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@ Bolandi: Ja, das trifft sich mit dem, was ich darüber gelesen hab und mir selbst dazu dachte....
@ SRAM: Der Impedanzverlauf war mir schon aufgefallen. Aber die restlichen Daten lasen sich für mich nicht unbedingt praktikabel....
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Fazit: "Passiv hochpassgefilterte" Boxen ermöglichen eine etwas "trockenere" Tiefenwiedergabe gegenüber BR aus kleineren Gehäusen (Einsatzbereich: vielleicht "Abhöre" ?) - wobei BR im Bereich der Abstimmfrequenz allerdings höhere Maximalpegel (Bass-Abstrahlung durch Vent - dadurch weniger Hub der Membran ...) erlauben und für praktikable kleine PA-Fullrange dann doch wohl die bessere (Pegel-) Wahl bleiben.
Viele Grüsse sendet
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Hallöchen!
Ich halte den möglichen Einsatzbereich für breiter: z.B. für Kneipenbeschallung oder für kleine günstige DJ-Anlagen im Verleih. Tops und Subs wären problemlos PKW-tauglich (für die Selbstabholer...; die ganze Kombie könnte ja ähnlich groß werden wie ein typisches 12"/1"Fullrange), die Tops schon hochpassgefiltert und sogar die Subs durch den Filter vor den Bass-Boost-Orgien geschützt...
Oder auch für´ne hochwertige kompakte Sprachbeschallung mit definierter Richtwirkung und guter Reichweite (z.B. der von mir erwähnte 12" im 10liter -Gehäuse)...Beim Vergleich zwischen BR und der hochpassgefilterten geschlossenen Box darf man nicht ausser acht lassen, daß der Membranhub der BR unterhalb des nutzbaren Bereiches ja schon extrem werden kann (je nach Steife und Progression der Aufhängung) und den erreichbaren Maximalschalldruck ohne aktive Filterung stark herabsetzen kann, während die HP-Box unterhalb des nutzbaren Bereiches ja sowohl durch das Gehäuse als auch den Filter wirkungsvoll entlastet wird. Und gerade bei typischen Bass-Boostern wird die BR ja gerade im gefährdeten Bereich stark gefordert...
Schöne Grüße, Günther
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Naja, ohne aktiven HP geht eh nichts aus dem Haus....
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