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Darf man mit Orginal-Kopien als DJ Musik machen?

  • futurdisco
  • 17. November 2006 um 15:36
  • futurdisco
    Beiträge
    56
    • 17. November 2006 um 15:36
    • #1

    Hallo

    Ganz einfache Frage:

    Wenn ich einen Koffer voller Orginal-Audio CDs habe und diesen komplett kopiere, also jede Orginal CD 1:1 kopiere und dann einen neuen Koffer anlege in dem nachher nur noch die Kopien sind; darf ich mit diesem Koffer dann "draussen in der Welt" als DJ dann Musik machen?

    Ich meine die Orginal-CDs besitze ich ja dann, nur das diese zu Hause sind, weil sie dort sicherer aufgehoben sind und ich so nur Kopien dabei habe.

    ciao

  • Seibel
    Beiträge
    2.184
    • 17. November 2006 um 15:58
    • #2

    Durch http://www.Google.de habe ich herrausgefunden das dies nur Privat erlaubt ist wie es Gewerblich aussieht weiß ich nicht Google einfach mal selbst durch :wink: es gibt viele Ergebnisse manche sogar zu gebrauchen :grin:

    Mfg
    Jonas

    http://www.sodiumsound-eventtechnik.de

  • diskriminator
    Beiträge
    247
    • 17. November 2006 um 16:09
    • #3

    Solang du in besitzt der Originale bist kein Problem.
    Jedoch musste mir erhöhter GEMA-Gebühr rechnen.

  • DJheini
    Moderator
    Reaktionen
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    13.788
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    4
    • 17. November 2006 um 16:34
    • #4
    Zitat von "Diskriminator"


    Jedoch musste mir erhöhter GEMA-Gebühr rechnen.

    Ist das bei 1 : 1 Kopien auch so, oder gilt das nur, wenn man MP3s daraus macht?

    MfG Heini

    (Lasst euch von dem DJ nicht verwirren. ;))

  • diskriminator
    Beiträge
    247
    • 17. November 2006 um 16:36
    • #5

    soweit ich weis auch bei 1:1 Kopien (alle Angaben wie immer ohne gewähr) :!:

    http://www.gema.de/media/de/ad_ku…nfoblatt_dj.pdf <- 20 Sek. gesucht...gefunden. Da steht das wichtigste.

  • DJheini
    Moderator
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    Marktplatz Einträge
    4
    • 17. November 2006 um 16:48
    • #6

    Was für ein Blödsinn! Auch, wenn das den Veranstalter trifft, und nicht den
    DJ. Im Endeffekt könnte man sich dann ja gleich eine CD 2 mal kaufen,
    wenn man die Gema Gebühren selbst entrichten müsste.

    Mehr sage ich zu dem Verein mal nicht.... :?

    MfG Heini

    (Lasst euch von dem DJ nicht verwirren. ;))

  • tufkama
    Beiträge
    669
    • 17. November 2006 um 17:10
    • #7

    meiner meinung nach gehört der gema abzockerverein verboten! :evil:

    aber wir leben halt nun mal in deutschland...

    von mir bekommen die keinen cent, ich habe weder fernsehen, noch radio geschweige denn besitze ich einen computer oder nutze ein handy gewerblich und desweiteren spiele ich natürlich nur originale :wink:

  • scanzy
    Beiträge
    782
    • 17. November 2006 um 17:11
    • #8

    Ja... die liebe, liebe Gema... 8)

  • ohu
    Beiträge
    602
    • 17. November 2006 um 17:14
    • #9

    Sachma gez noch?

    Hier wird wieder gemain pauschalisiert... :grin:

  • mucker
    Beiträge
    401
    • 17. November 2006 um 17:34
    • #10

    Bei uns (Cover-Band) zahlt grundsätzlich der VA!!! Wir füllen immer brav die §Stückliste", die der VA von der GEMA ausgehändigt/geschickt bekommen hat aus und gut isses.

    Die GEMA is da um persönlichkeitsrechte zu schützen! Also keine "belangloses" oder "nutzloses" Geld zu kassieren, sondern um geistiges/künstliches Eigentum zu honorieren!!!

    Stell Dir/Euch nur vor;

    Du komponierst eine Melodie, die für einen James Bond Film als Trailer genutzt wird und bekommst nicht einen Pfennig dafür?? Da wird doch jede(r) durchdrehen?

    Wir bestehen darauf eine GEMA-Liste auszufüllen !(ob die jetzt weggeschickt wird, wissen wir nicht und können das auch nicht kontrollieren)

    Übrigens die GEMA gibts auch in andre Ländern, die heißt dort nur anders (man möge mich verbessern wenn der Name sich geändert hat): z.B. in NL dort heißt sie "BUMA"

    Abgesehen davon, finde ich es absolut OK, wenn der DJ seine originale zuhause läßt und nur die 1/1 Kopien oder MP3 auf einer VA mitnimmt! Notfalls kann der GEMA-Kontrolleur(jaja die gibt es !!) die dann am nächsten Tag angucken kommt!

    Gruß

    Mucker

    Ich kaufe und verkaufe nur "amtliches"

  • audigy
    Beiträge
    802
    • 17. November 2006 um 17:38
    • #11
    Zitat von &quot;ohu&quot;

    Sachma gez noch?

    Hier wird wieder gemain pauschalisiert... :grin:


    der verein ist ja auch gemain ^^

  • tufkama
    Beiträge
    669
    • 17. November 2006 um 18:04
    • #12
    Zitat von &quot;mucker&quot;

    Die GEMA is da um persönlichkeitsrechte zu schützen! Also keine "belangloses" oder "nutzloses" Geld zu kassieren, sondern um geistiges/künstliches Eigentum zu honorieren!!!

    Stell Dir/Euch nur vor;

    Du komponierst eine Melodie, die für einen James Bond Film als Trailer genutzt wird und bekommst nicht einen Pfennig dafür?? Da wird doch jede(r) durchdrehen?

    ich habe ansich nix gegen gebühren, wenn sie dort landen wo sie landen sollten, was ich aber bei der gema bezweifel...

    desweiteren steht das was die gema an gebühren verlangt in keiner relation dazu....

    aber egal ich meine wenn ich mir ne platte oder cd kaufe sind darin schon genug gebühren enthalten die wenn sich richtig verwendet werden bei weitem dem bedarf des eigentümers decken sollten....

    was kostet so ne cd in der herstellung? 5cent? wohin geht das restliche geld von den 10 oder mehr euros was eine platte kostet? aber das groh der leute bezahlt ja brav und genau aus diesem grund wird sich auch nie was an den gebühren ändern, im gegenteil die zocken noch mehr ab...

    ich könnte mich maßlos drüber aufregen das die gema für kopien eine aufschlag verlangt warum? kann mir das mal eine plausibel erklären? ich kauf mir ne platte und mach mir davon ne kopie und spiele diese damit ich mir net dauernd originale nachkaufen muss....

    genau so der miese gez abzockerverein, ich hab nen fernseher zu hause welcher aber keinen anschluss hat weil ich eh kein fernsehen schau weil ich sowie so als rechtschaffender mensch den ganzen tag arbeiten bin und wenn ich schon mal fernschauen will leg ich ne original gekaufte dvd in den player am wochenende und dafür soll ich aller 3 monate 51,09 euro zahlen nur weil ich theoretisch mit dem fernseher das fernsehprogramm empfangen könnte? was sind das vür vollidioten die sich sowas ausdenken? rechnet euch das mal aufs jahr aus was man nur allein für den scheiss kackfernseher bezahlen muss! ne ne ne nich mit mir sollen doch die ganzen verblendeten rentner zahle ein normal denkender mensch greift sich da an den kopf aber solange das von der politik noch unterstützt wird, no way....

    hier muss eindeutig der volksentscheid wieder her und die leute müssen wieder auf die straße gehen bevor sich was tut aber leider leider leider leben wir momentan in einer hinnehmer und jasager gesellschaft wo sich keiner mehr was traut......armes deutschland sag ich da nur......

    nur weil die klugen immer nachgeben regieren die dummen sag ich da nur.....

    und das ist nur ein kleiner bereich der mich aufregt

    Einmal editiert, zuletzt von tufkama (17. November 2006 um 19:44)

  • patty1309
    Beiträge
    84
    • 17. November 2006 um 19:33
    • #13

    Du Kannst das schon nur,der Veranstalter muß dann zu den normalen GEMA gebüren, ich meine ca. 30% drauf zahlen. Als DJ mußt du den Veranstalter darüber Informieren das du Kopien abspielst.
    Wenn er es dann nicht meldet ist das sein Problem. Mach dieses aber schriftlich, so das du eine Kopie von ihm unterschieben hast.

  • inode
    Beiträge
    136
    • 17. November 2006 um 20:11
    • #14
    Zitat

    was kostet so ne cd in der herstellung? 5cent? wohin geht das restliche geld von den 10 oder mehr euros was eine platte kostet?

    a&r, marketing, aufnahmestudio, mix, master, zischenhändler, lieferanten, lageristen, logistiker, plattenladen,...
    und all die beteiligten wollen nicht nur die kosten gedeckt haben sondern auch noch ein wenig geld zum leben.

  • DaftMedia
    Beiträge
    1.169
    • 17. November 2006 um 23:32
    • #15

    Schonmal dran gedacht, das viele Künstler am Verkauf ihrer Musik ziemlich wenig verdienen?
    Wäre doch unfair, wenn man nur durch den Verkauf der Platten Geld verdienen würde, es ist schließlich das geistige Eigentum des Komponisten.
    (Es ist definitiv Fakt, dass man nur mit dem Verkauf von CDs kaum richtig Geld verdienen kann, damit wird man nicht zum schwerreichen Sack. Geld machen Künstler mit Liveauftriffen, TV-Sachen und vor allem mit Werbeverträgen)
    Dass die GEMA für Kopien die Gebühren anhebt finde ich auch total in Ordnung.
    Irgendwie müssen auch Künstler ihr Geld verdienen.
    Wenn man die GEMA abschafft, muss man auch das Patentamt abschaffen, weil das wäre dann ja auch unfair, weil man Patentgebühren/Lizenzgebühren bezahlen muss, wenn man denn überhaupt irgendwas da machen darf.
    Die GEMA ist quasi das Patentamt der Musikbranche.

    Ich will nicht das Geheule hören, wenn man Einrichtungen wie die GEMA abschafft.
    Von denen will sich niemand bereichern, eher das Gegenteil ist der Fall. DIe GEMA ist überaus fair, als Veranstalter bekommt man leicht Sonderverträge mit der GEMA, so dass man nur Pauschalbeträge zahlen muss, wenn Gebühren fällig werden usw.
    Ein Abzockerverein würde da anders handeln!

    Diese Geiz ist Geil Mentalität die hier auch mal wieer zu Tage tritt ist echt zum kotzen.

    Stellt euch mal vor, die Künstler würden kein Geld von der GEMA bekommen. Dann würde die Musikszene aber ziemlich arm aussehen. Es gäbe kaum noch Musik von kleineren Bands. Von vielen kleineren Bands würde man nur regional aber nicht überregional etwas hören, weil es sich einfach nicht mehr lohnt CDs zu verkaufen. Außerdem würden viele Bands auf Dauer nichts neues bringen, weil die nicht das Geld haben in Equipment zu investieren. Darüber hinaus gäbe es viele Bands nicht lange oder sie würden nur kurz existieren, weil die Musiker nicht in der Lage wären nur mit der Musik ihr Geld zu verdienen, sie müssten nebenbei andere Jobs machen, das heißt es kann keien größeren Tourneen geben, viele Bands würden lediglich lokal aktiv sein und sich irgendwann auch auflösen, weil sie auf der Stelle treten.
    Die GEMA fördert letztendlich damit auch die Erhaltung der musikalischen Vielfalt.

    If you can't fix it with gaffa, it's destroyed.

  • tufkama
    Beiträge
    669
    • 18. November 2006 um 02:55
    • #16

    und eins noch in aller deutlichkeit ich bin bestimm nicht derjenige der dagegen ist das die künstler entsprechend ihrer arbeit honoriert werden

    aber bitte nicht mithilfe des gema vereins....

    dieser text hier trifft es ganz gut meine ich..... sebst ich kenne genügend ähnliche beispiele die die abzockermethoden der gema wieder spiegeln...

    Von Open-Air Veranstaltern mehr gefürchtet als Regen: die GEMA

    Wisst ihr, was Schutzgelder sind? Wisst ihr was die Mafia ist? OK.

    Das, was die Mafia ansonsten so ist, das ist - naja, zumindest nach meinem Eindruck - ein gewisser Monopolverein, die Gema, wenn es um Musik geht.
    Ich habe ja gewiss nichts dagegen, dass Künstler ihr Geld bekommen.
    Aber dass Menschen, die mit viel Engagement Veranstaltungen, - von denen ja alles etwas haben, - (nicht zuletzt die GEMA) auf die Beine stellen, dann dermassen Knüppel zwischen eben diese Beine geworfen werden, dass es in diesem Staate mal wieder sinnvoller erscheint, sich arbeitslos zu melden, als tatkräftig etwas auf die Beine zu stellen, weil man trotz vieler Arbeit oft nur draufzahlt, dagegen habe ich etwas.

    Unglaubliche Geschichten sind mir da zu Ohren gekommen.
    Zum Beispiel der Salsaboot-Party-Veranstalter, der viele Hundert Euro nachzahlen soll, weil es zumindest nach Ansicht der GEMA schon ausreicht, wenn auch nur eine einzige Karte an der Abendkasse für 25 Euro (statt, wie die meisten für 20 Euro VVK, belegbar) verkauft wird, dass man dann pauschal einfach für ALLE Karten 25 Euro ansetzt, nur um ein Maximum an Gebühren zu "herauszupressen", das geht mir dann doch zu weit.

    Oder die Geschichte von einem Blumenladen, wo im Büro ein Radio lief. Weil ab und zu die Tür zum Laden offen stand, erkannte die GEMA (...und noch schlimmer: sogar das Gericht) auf eine "öffentliche Aufführung" von Musik, wodurch der Laden-Besitzer nun GEMA-Gebühren zahlen durfte.

    Dass inzwischen immer mehr der Verdacht aufkommt, dass die GEMA entgegen Ihrer Anfänge inzwischen immer mehr zu einer monopolistischen, mafiösen Abzockorganisation mutiert ist und das Geld immer weniger wirklich den Musikern zugute kommt, zeigen auch Artikel wie die in der renommierten SAT-TV-Zeitschrift Infosat (http://www.infosat.de), dort nimmt man kein Blatt mehr vor den Mund - wörtlich:

    "Die Gema ist eine ganz schlimme Organisation. Sie hat bundesweit hauptberuflich und hauptsächlich nebenberuflich Tausende von Mitarbeitern unterwegs, die spionieren sollen. Das Ganze grenzt häufig an die oberste Stufe des Denunziantentums." ..na sowas, ist doch irgendwie komisch, dass ich mich da an alte Zeiten, an eine gewisse Organisation in der DDR erinnert fühle - in der Tat erstaunlich, wie die (Spitzel-)Methoden sich ähneln. Zitat weiter:
    "Manchmal versucht die Gema auch doppelt zu kassieren, so bei manchen Veranstaltungen. Da soll zum einen der Veranstalter – z.B. ein Restaurant – bezahlen und gleichzeitig auch die Firma, die dort eine Veranstaltung durchführt. Es ist erstaunlich immer wieder zu sehen, wie die Gema arbeitet und wie dies offensichtlich in diesem Lande von Politik und den Gerichten geduldet wird. Die Gema verhält ist häufig mafiös, so die Meinung vieler in diesem Lande. Die Gema ist häufig eine ganz große Abzockerorganisation, die offensichtlich einen Apparat aufgebaut hat, der enorm viel kostet und wo deshalb zu wenige der eingenommenen Erträge eigentlich an die gehen, für die sei sein sollten, nämlich die Urheber.

    Aber wir kennen dies ja in Deutschland von vielen Organisationen, die sich selbst aufgebaut haben, staatlich geschützt werden und zwischenzeitlich eine Bürokratie im ganzen Lande errichtet haben, die teuer ist und insgesamt unnötig. " Stimmt! Hmmm...warum erinnert mich sowas auch irgendwie an die Zwangsmitgliedschaft in der IHK? ;o)) - egal. weiter heisst es dort:
    "Aber ist es nicht schön eine Art Eintreibungsmonopol sozusagen vom Staat geduldet zu bekommen? Man hat kein Risiko, breitet sich immer weiter aus und braucht immer mehr Geld und man findet offensichtlich in diesem Lande Deutschland immer wieder viele Leute, die gegen entsprechende Vergütungen Menschen und Firmen hier denunzieren. Manchmal denkt man, die Gema sei unsere gesamtbundesdeutsche Kleinstasi. "
    (Zitat, Quelle: http://www.infosat.de/index.asp?command=news&id=7947&r=Radio-Info, Artikel: "Brutale GEMA-Methoden?" )

    Noch ein Wort an alle Veranstalter und Gastwirte, die im Internet ihre Veranstaltungen bewerben. Seid vorsichtig: Selbst wenn die GEMA bereits pauschal für Musikaufführungen kassiert, so werden sie weitere Forderungen stellen, sobald ersichtlich ist, dass es sich um TANZ-Veranstaltungen, z.B. mit DJ, handelt; (salsatecas.net sind solche Fälle z.B. aus Aachen und Kassel konkret bekannt).

    Die beiden Schwesterseiten salsa.at und salsatecas.de haben daher in einigen Fällen bereits von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, gezielt bestimmte Veranstaltungen - so schade das sicherlich für die Mehrheit der Salseros sein mag - auf Wunsch der Betreiber ganz aus der offiziellen Clubliste zu nehmen, Tanzphotos zu löschen oder Live-Webcams abzuschalten, falls dort Probleme mit de GEMA zu erwarten sind. Tendenz steigend. Denn wir wollen mit dieser Webseite schliesslich nicht ungewollt die GEMA z.B. dabei unterstützen, sich zaghaft entwickelnde Salsa-Parties gleich dadurch wieder zu killen, indem dort Gebühren erhoben werden, die höher als die Eintrittsgelder sind.
    D.h.: wenn Du eine Veranstaltung kennst, die hier nicht auftaucht, kann das zwar sicherlich bedeuten, dass wir den Club nicht kennen, es kann aber auch eine "Schutzmassnahme" sein, falls z.B. einer Veranstaltung durch überzogene GEMA-Forderungen sonst das AUS droht. Da ist es für den Veranstalter besser, auf die szeneninterne Mund-zu-Mund-Propaganda zu bauen.

  • crassmike
    Beiträge
    144
    • 18. November 2006 um 03:54
    • #17

    DaftMedia
    Dass Newcomer, die ihre Alben nicht bei der GEMA anmelden, nicht populär werden können (wenn sie denn die Geldeinbußen einkalkulieren), halt ich jetzt mal für ein Gerücht - siehe unten genannten Artikel.
    http://www.tonspion.de/newsartikel.php?id=1021
    PS: Die Seite hat früher mal schon viel "rebellischere" Töne gegen GEMA und Co. aufgespielt, allerdings gibts da noch ein paar gute Artikel wie den herrlich zynischen hier:
    http://www.tonspion.de/info.php?id=8&stil=zukunftsmusik
    Infos über Online MP3s gibts da allerdings massig...

    @masch
    Jaa, recht hast du - Monopole sind immer schlecht - wenns auch noch erhebliche rechtliche Unterstützung ohne wirkliche Kontrolle vom Staat bekommt, wirds übel. (Wie bei den GEZ PC-Gebühren, die ÖR Sender hatten ja da praktisch Handlungsfreiheit, die Summe zu beziffern...)

    MfG, Mike.

    Yamahahamwa!

  • FF
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    1.868
    • 18. November 2006 um 10:51
    • #18

    Nun ja, von der Idee her mag die GEMA ja noch ganz sinnvoll sein - Komponisten und Arrangeuren die Rechte sichern und Geld an diese weiterleiten, dass andere mit der Auführung ihrer Werke verdienen.

    In der Realität aber sieht das Ganze völlig anders aus. Als Mitglied einer Band mit einem Repertoire von ausschließlich eigenen, bei der GEMA eingetragenen, Kompositionen hat man einen sehr guten Vergleich zwischen dem, was die Veranstalter übers Jahr bei unseren Konzerten berappen müssen, und dem was die GEMA an uns weiterleitet - das ist gerade einmal ein Bruchteil! Abgesehen davon, dass man die Anmeldung und Mitgliedschaft ja auch bezahlen muss.

    Darüberhinaus ist die GEMA also nicht nur ein unglaublich ineffektiver Laden, der viel Geld in seiner eigenen Struktur verbrät, sondern auch die Verteilung der Gelder ist sehr ungleichmäßig: gerade die Großen der Musikbranche, also internationale Topstars, kassieren prozentual wesentlich mehr, als die ach so schützenswerten "kleinen" Musiker, deren Schutz sich die GEMA so gerne auf die Fahnen schreibt...

    Gruß FF

  • futurdisco
    Beiträge
    56
    • 18. November 2006 um 12:04
    • #19

    Ui da gehts ja ganz schön ab...

    Jetzt wollte ich mal gerne noch eins wissen ohne gleich dort anzurufen.

    Wieviel dürfte es einen Kneipenbesitzer kosten, wenn er sowieso im Jahr nun Gema bezahlt wegen Hintergrundmusik der aber nun 1 oder 2x im Monat eine Party mit einem DJ machen will?

    Was dürfte da eine Veranstaltung kosten oder bzw was dürfte das im Jahr so kosten wenn es 2x im Monat ist?

    Sagen wir mal ca. 100m² Fläche und eben Musik von CDs/Vinyl Orginale nur, bzw. was würde es mehr kosten wenn noch Kopien gespielt würden?

    Ich wüste einfach mal gerne einen Preis den es dann an Gema-Gebühr kostet für eine VA bzw für ein ganzes Jahr.
    Muss dann jede VA aufs Datum genau angegeben werden oder kann man da der Gema einfach sagen 2x im Monat, wann weis man nur kurzfristig?

    Im Inet habe ich mal keine direkte Preisliste gefunden oder sonst sowas.

    ciao

  • DaftMedia
    Beiträge
    1.169
    • 18. November 2006 um 12:27
    • #20

    Man kann die GEMA wegen Pauschalverträgen immer fragen, die machen faire Preise. Die sparen dadurch auch selber Kosten, weil nicht rumgerechnet werden muss.
    Bei einmaligen Veranstaltungen wird nach der normalen Gebührenordnung abgerechnet., die man auf der Homepage findet.
    Wer bei der GEMA nachzahlen muss, weil er/sie die Veranstaltung falsch oder gar nicht angemeldet hat ist selber schuld. Dummheit wird bestraft.
    Die GEMA hat klare Regeln und nach denen wird abgerechnet. Stellt euch mal vor, die müssten die einzelnen Verkaufspreise der Karten aufdröseln, die Anzahl der verkauften Karten mit in die Gebühren mit einrechnen. Was würde wohl passieren? Richtig, die Gebühren würden steigen weil der Verwaltungsaufwand enorm ansteigt.

    Zum Thema GEMA und Monopol: Wenn es jetzt mehrere Rechteverwalter wie die GEMA gäbe würden die Kosten für Veranstaltungen nochmal drastisch ansteigen. Man müsste genau gucken wer seine Rechte von wem Verwalten und schützen lässt. Gäbe es nun 4 solcher Institutionen müsste sich eine Disco mit allen 4 in Verbindung setzen, weil man davon ausgehen kann, das Repertoire aus dem Pool aller vier Institutionen gespielt wird --> Die Kosten schießen in die Höhe, der Aufwand steigt nochmal kräftig an.

    Zum Thema Bands die ohne GEMA nicht populär werden könne:
    Die Popularität einer solchen Band steigt nur in begrenztem Maße an. Ab einem gewissen Punkt wird es für die meisten Bands einfach unmöglich weiter zu wachsen.
    Soviel wie die GEMA kann eine Creative Common Lizenz nicht leisten. Das ist zwar ganz nett für Künstler, die ihre Werke vorwiegend frei veröffentlichen wollen aber nicht für Künstler die auf den richtigen Verkauf von Tonträger angewiesen sind.

    Dass große Künstler von der GEMA mehr Geld kassieren verwundert mich kein bischen. Ich halte es auch für in Ordnung. Der Grund liegt doch auf der Hand: Die Werke der "Großen" werden öfter aufgeführt, öfter gecovert, "weiterverarbeitet" etc. Ist doch logisch, dass da dann mehr Geld bei rauskommt.

    Zum Thema abzocke bei der GEMA:
    Manchmal finde ich das schon etwas seltsam, was die GEMA bei kleinen Sachen wie dem Radio im Blumenladen abzieht. Letztendlich leben wir aber in einem Rechtsstaat, das heißt gleiches Recht für alle und bei offener Tür ist die Sache mit dem Radio eine öffentliche Vorführung, also darf die GEMA dafür Gebühren kassieren. Das ist zwar nicht rechtswidrig aber es ist kleinlich. Wenn man da von gerichtlicher Seite aus Ausnahmen schaffen würde, währe das rechtstaatliche Prinzip ausgehebelt. Geht also nicht. Kann man also nur hoffen, dass die GEMA da auch mal ein Auge zudrückt (macht sie auch oft genug).
    Wenn man dennoch Musik in einem Laden abspielen will, muss man sich halt mit GEMA-freier Musik begnügen. In solchen Fällen kassiert die GEMA auch nicht, man muss allerdings evtl eine Erklärung unterschreiben, dass man auch nur wirklich solche Musik abspielt.

    Über die Effektivität der Struktur der GEMA kann ich kein Urteil abgeben, von daher weiß ich auch nicht, wieviel Geld dort verbraten wird.

    Die Anti-GEMA Haltung ist richtiy typisch für Deutschland. Alles was vom Staat kommt und Geld kostet ist erstmal schlecht. Da ist man dagegen, aus Prinzip, alle sehen immer nur die negativen Aspekte und gehen auf die positiven Gesichtspunkte nicht ein. Typisches Punk und Anarchisten Verhalten, wie ich finde. Fragwürdiges Verhalten....
    Will hier niemanden auf den Schlips treten aber es kommt mir irgendwie so vor, dass erstmal alles schelcht gemacht wird. Geiz ist nicht geil!

    If you can't fix it with gaffa, it's destroyed.

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