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Schlechte Bandmischer

  • tobias falter
  • 2. Juni 2008 um 18:42
  • tobias falter
    Beiträge
    976
    • 2. Juni 2008 um 18:42
    • #1

    Wir hatten am Wochenende eine VA wo unteranderem eine Coverband spielt diese hatte ihren eigenen Techniker, doch dieser war einfach nur schlecht und zu dem noch durch unsere Mischpult überfordert(Midas Legend 3000).
    Wir waren auch mit einem Tontechniker unsere Firma da, er erklärte ihm dann im Schnelldurchlauf das wichtigste was man über das Pult wissen sollte.

    Dann kam der Soundcheck und der Sound der am Ende dabei rauskam war grausam, verzerrt, übersteuert und einfach nur ein Gematsche, am schlimmsten hat das Schlagzeug geklungen.

    Wie soll man sich in so einer Situation verhalten?
    Der Bandtechniker würde sich nie die Blöße geben und sagen ich komm mit dem Pult nicht klar.
    Als Tontechniker will man ihn nicht bloßstellen wenn man ihm sagt wie Scheiße das klingt
    Und einfach am Pult Einstellung ändern sollte man ja auch nicht machen.

    Das Problem ist halt, wenn der Sound scheiße ist dann wird das auch unsere Firma abgeleitet und wir stehen dann schlecht da.

    Was würdet ihr in so einer Situation machen , denn es geht ja schließlich um meinen Ruf

    mfg
    Tobias

  • MRspeaker
    Reaktionen
    183
    Beiträge
    5.030
    • 2. Juni 2008 um 21:06
    • #2

    Ich regel sowas mittlerweile ganz einfach,
    geh zur band oder zum Moderator des Abends und sag ihm, er soll sich bei der Danksagung eure Firma für den Ton und den Mischpultmann xyz für den sound nennen....

    Jetzt am Wochenende hatten wir auch durch einen einphasigen 25A abgesicherten 32A Pseudo-Drehstromanschluss mit einer 5x1,5 50m zuleitung üble Probleme....

    flux zum Veranstalter und der hat dann das puplikum aufgeklärt, das wir nicht die schuldigen waren....

    man möge unsere voherige unwissenheit verzeihen, bei den Proben waren die kühltruhen, grills, und bierzapfen noch micht am start und somit blieb bis zur Veranstaltung noch alles ruhig....

    http://www.audio2.eu
    Sommercable Gewerbe-Händler, Kabelkonfektion

  • fladdi
    Beiträge
    4.029
    • 2. Juni 2008 um 21:08
    • #3

    Simple Sache: Im rider steht qwelches Pult hin ssoll. der systech pfeift Anlage und monitorwege ein, verbiegt also den EQ und übergibt dann die gesamte pfeiffreie PA an den TOntech bandtech bla wie die auch grad so heißen ferdisch.

    Ins Pult eines anderen fässt man -NIE_ außer man wird explizuit gebeten.

    Und du als Hand kannst da eh nix tun.

  • heinzerl2000
    Verifiziert
    Beiträge
    733
    • 2. Juni 2008 um 22:34
    • #4

    Richtig, niemals, aber auch niemals fasst man einem Tonmann ins Pult, das geht überhaupt nicht.
    wenn man mit dem Mann reden kann, dann kann man versuchen, Ihm beratend zur Seite zu stehen, daß wird dann entweder Dankend angenommen, oder beleidigt abgelehnt.
    Ab da bist du raus, denn wenn der Sound scheisse ist, ist immer der techniker schuld, denn weder die Bandmitglieder noch das Publikum können die vorhandene Technik einschätzen. Habe selber mal Blut und Wasser geschwitzt, weil ich in der Eile ( Soundcheck 15 min vor Start) an nem 01V nicht gemerkt habe, daß die EQs nicht zur Instrumentierung passten, weil dann gibts die Blicke sowohl vom Publikum als auch von der Band.

    Manchmal schauen dich die Leute sogar böse an, wenn das Licht angeht :grin:

    Nichts ist so schlecht, dass es nicht noch als abschreckendes Beispiel dienen kann!

  • tobias falter
    Beiträge
    976
    • 2. Juni 2008 um 22:49
    • #5

    Leider gab es keinen Moderator der hätte aufklären können und die Band hat auch nichts gesagt.
    Natürlich weiß ich das man ihm nicht ins Pult greifen sollte, aber das ist schon eine sehr heikle Angelegenheit so jemandem bei zu bringen das der Sound scheiße ist.

    Das blöde ist das wir in nächster Zeit noch einmal mit ihm zu tun haben werden.

    mfg
    Tobias

  • ljbigfish
    Beiträge
    1.080
    • 2. Juni 2008 um 23:38
    • #6

    Abend,

    was gibt es dagegen zu sagen, wenn man einem anderen ins Pult fasst??
    Ich finde es sehr praktisch, wenn man nicht ganz alleine mischt, sondern einen Kollegen oder Babysitter dabei hat. Auch wenn der sich weniger auskennt.
    Wenn man alleine den ganzen Job mischen muss, ist das schon teilweise sehr anstrengend. Außerdem hab ich bei meinen Kinder-Musical-Geschichten öft keine Zeit, die Band auch noch zu mischen. Da steht man dann schon zu zweit am Pult. (Analogpult)

    Ich habe auch kleine Bedenken, z.B. bei entstehendem Feedback dem Band-Tech unter die Arme zu greifen und den Kanal / Monitor etwas rauszuziehen oder die Frequenz am EQ zu ziehen. Auch, wenn der Kanal gerade im Clipping ist, hätte ich keine bedenken, den Gain runter zu drehen.
    Aber man muss dem Kollegen schon sagen, was man macht.

    Das mit schlechten Mischern ist natürrlich schon ein Problem. Wird man aber nicht ändern können. Man muss also das beste daraus machen und dem Kollegen Tips geben.


    Gruß Simon

  • Mix4Munich
    Beiträge
    788
    • 3. Juni 2008 um 00:29
    • #7
    Zitat von "Heinzerl200"

    Richtig, niemals, aber auch niemals fasst man einem Tonmann ins Pult, das geht überhaupt nicht.
    wenn man mit dem Mann reden kann, dann kann man versuchen, Ihm beratend zur Seite zu stehen, daß wird dann entweder Dankend angenommen, oder beleidigt abgelehnt...

    Klar, einem TONMANN fasst man nicht ins Pult, aber einem Dilettanten, der den Sound schlimmer macht als er es OHNE Mischer wäre? Ich hatte so eine Situation schon zweimal, wobei ich "nur" als Bandtech angereist war, in einem Fall kümmerte sich die andere Band mit ihrem Techniker um die Technik (was für ein Gefrickel) - mischen konnte er nicht, hat von 90 Minuten Zeit für Soundcheck, Umbau und nochmal Soundcheck knappe 83 Minuten verbraten, ohne dass was Brauchbares bei rausgekommen wäre, dann stürmten meine Jungs auf die Bühne und bauten in zwei Minuten auf. Okay, in fünf Minuten kriege auch ich keinen richtigen Soundcheck hin, aber trotzdem klang es schonmal besser als bei der anderen Truppe und steigerte sich von Song zu Song.

    Ein halbes Jahr später, dieselben beiden Bands treffen noch einmal im Airbräu am Münchener Flughafen aufeinander - schwierige akustische Verhältnisse dort, aber es ist brauchbare Technik installiert, und der Haustechniker ist schlicht und ergreifend begnadet! Okay, viel Erfahrung hat er auch, das dürfte ebenfalls helfen. Wie dem auch sei, erster Tech (der Katastrophentech vom letzten Mal) biegt wieder seinen blechernen und platten Horrorsound hin, der Haustech gibt freundlich ein paar Hinweise, die alle ignoriert werden, also bleibt es beim Katastrophensound.

    Dann "meine" Band, und wieder haben wir nur die halbe Zeit zum Soundcheck, da Katastrophulos wieder gnadenlos überzogen hat, aber immerhin schonmal ein deutlich besserer Sound, da meinte der Haustechniker, dass ihm der Sound insgesamt gefalle, aber ob er an "meinem" Schlagzeug noch was optimieren dürfte? Aber gerne doch, wo sonst kriegt man schonmal was vom Vollprofi gezeigt! Und er hat es tatsächlich noch besser hinbekommen. Den Rest des Abends haben wir uns das Pult geteilt (er die Drums, ich den Rest), und ich durfte einen wahren Meister bei der Arbeit beobachten. Und als die andere Band dran war, haben wir aufs herzloseste abgelästert... Ach, war das schön! Müsste ihn mal wieder anrufen ...

    Viele Grüße vom in Erinnerungen schwelgenden
    Jo

    Mix4Munich
    Johannes Komarek
    http://www.mix4munich.de

  • Wurst Werner
    Profi
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    635
    Beiträge
    4.619
    • 3. Juni 2008 um 10:31
    • #8

    Ist doch ganz einfach. Wird durch dilletantisches Mischen das Material gefährtet, dann wird eingegriffen und zwar nachdrücklich. Klingt es einfach nur fies, dann mache ich nix. Es sei denn, der Kollege zeigt durch Dackelblick und Schwanzwedeln, dass mittlerweile "Panik" der eigentliche Mischer ist. Dann wird natürlich Hilfe angeboten. Aber die Kombination "Schlecht&Beratungsresistent" gibt es leider häufiger. Die lässt man auch besser auflaufen und bei den kommenden Beschwerden werden diese sofort in Richtung dieses Kollegen umgeleitet, damit ein Lernprozess einsetzten kann:-)

    BTW: Was ist das für eine CoverBand, wo es einer Legend3000 bedarf? Zumal man dazu sagen muss, dass die Legend mit Sicherheit eines der unübersichtlichsten Pulte "ever" ist. Ein XL200 oder Heritage ist dagegen von der Bedienung her nahezu ein "Kinderteller"...

    Grüße
    WW

    CEO @ SoundSurface

    Consultant Pro Audio @ IAD-Pro / WharfedalePro

    Waves Soft- & Hardware Dealer

  • binson
    Verifiziert
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    2.665
    • 3. Juni 2008 um 11:10
    • #9

    Ich finde es schon interessant, dass über die Benutzer eines Mischpultes, welches den ein oder anderen Jahreslohn eines durchschnittlichen Facharbeiters kostet, in einem Party-PA-Forum und noch dazu auf derartigem Niveau diskutiert wird. Was soll das bringen? :roll:

    --- I've been mad for fucking years, absolutely years, been over the edge for yonks, been working me buns off for bands. ---
    (Chris Adamson)

    Blog: Optinal Mittelgrund

  • tobias falter
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    976
    • 4. Juni 2008 um 16:36
    • #10

    Ja klar das Legend ist schon ein Riesenteil, zum Glück bin ich nur Lichttechniker und muss nur die nötigsten Funktionen kennen.

    Ja waren halt mehrere Bands die spielten und die Coverband brauchte halt so viele Kanäle und man hat ja dann auch noch gerne eine paar in Reserve, das Midas Venice 320 wäre zu klein gewesen.

    Die Coverband brauchte auch schon ein paar Kanäle mehr als üblich das Schlagzeug war mit 10 dabei, dann noch Gitarren, Keyboards und 4 Funkstrecken dann noch einen Laptop mit Musik, einen CD und einen Minidisk-Player. Es waren aber glaube ich noch 6 oder 8 Kanäle frei.


    mfg
    Tobias

  • ADMIN
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    • 5. Juni 2008 um 19:40
    • #11

    In einer solchen Situation, und wenn man sich sicher ist, das selber besser hin zu bekommen, könnte man anbeiten: "Du, ich habe den Eindruck, dass Du mit dem Pult nicht viel Routine hast. Willst Du mir einfach sagen, was Du brauchst, und ich stell's Dir ein?" Das stellt die Fähigkeiten des Kollegen nicht in Frage (auf einem bestimmten Pult keine Routine zu haben, ist nie eine Schande...), somit könnte er ja sagen.

    Und dann legt man ihm zunehmend die Vorschläge in den Mund: "Soll ich mal der Bassdrum mehr Kick geben?" "Runden wir mal die Backing-Vocals mit ein wenig Hall ab?" "Sollte die Hi-Hat ein wenig seidener klingen?" Dann braucht der jeweils nur noch zuzustimmen...

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • Campfire
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    • 6. Juni 2008 um 12:25
    • #12

    als Pultbetreuer bei Festivalsituationen halte ich es so, dass ich ungefragt Feedbacks ziehe (bei Monitor vom FOH), und so sachen wie Comp und gate Nachjustiere (mit vorherigem Blickkontakt mit dem Techniker), den eigentlichen Mix betreffend verhalte ich mich so wie der Admin schon empfohlen hat.
    was ich auch noch öfters mache: wenn mir was auffällt (beispielsweise offener Effekt auf einem Kanal der ungewöhnlich ist, Totale überkompression oder noch gemutete FX oder sowas), dass ich einfach mal kurz hinzeige, wenns schnell gehen muss bin ich als Bandmischer über die entsprechenden Hilfen/Hinweise auch Dankbar....

    http://www.facebook.com/peter.trinkle

  • tobias falter
    Beiträge
    976
    • 6. Juni 2008 um 19:13
    • #13

    Aber es gibt ja halt solche und solche, es gibt natürlich die die Dankbar über Hilfe sind.
    Es gibt dann natürlich auch die deren Stolz so groß ist das sie glauben alles richtig zu machen und alles zu kennen.

    Ich meine der Techniker in unserem Fall hat ja sogar Photos von der Technik gemacht. Macht das ein Techniker der schon hundert mal mit dem Material gearbeitet hat?
    Ich glaube nicht...

    Aber bei ihm merkte man ja das er überfordert war, aber helfen lassen wollte er nicht.

    mfg
    Tobias

  • unknown_artist
    Beiträge
    2.849
    • 7. Juni 2008 um 13:04
    • #14

    Ich bin eigentlich immer froh von einem erfahrenen Mischer Tips zu bekommen. Denn der zwischen einem brauchbaren Mix und einem richtig Guten liegt noch einiger Optimierungsspielraum.
    Ich persönlich greife nur bei Feedbacks ins Pult (musste ich bisher erst zweimal machen), ansonsten mal ein freundlicher Tip hier und da, je nachdem wie es angenommen wird.

    Für eventuell enthaltene Ironie übernimmt der Verfasser dieses Beitrags keine Haftung

  • rockline
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    Beiträge
    4.440
    • 8. Juli 2008 um 19:30
    • #15

    Das gibt es immer wieder mal. Hatte das vor kurzem noch auf einem Stadtfest erlebt - und nach kurzer Zeit meine Hilfe angeboten. Am Sound konnte ich aber auch nicht viel hebeln - Combo mäßig = Klang mäßig.

    Schlechter Sound kommt immer wieder mal vor. In der Regel betrachte ich das recht abwartend, biete aber direkt von Anfang an Support an! Bei extremen Feedbacks, übelsten Fehlbedienungen usw. werde ich dann konsequent und schreite ein. Ansonsten gilt es abzuwarten und beobachten.

  • Mechwerkandi
    Reaktionen
    1
    Beiträge
    7.712
    • 9. Juli 2008 um 08:44
    • #16
    Zitat von "rockline"


    Ansonsten gilt es abzuwarten und beobachten.

    Richtig!
    Hier: 4 Wochen. :wink:

  • Wulfson
    Verifiziert
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    Marktplatz Einträge
    1
    • 9. Juli 2008 um 15:36
    • #17

    hm...zuerst mal ist ein mischpult kein klärwerk. wenn auf der bühne käse verzapft wird, wirds über die pa nich besser. da hilft auch keine schwa......großes mischpult. falls die combo ordentlich spielt, ist das ergebnis meißt auch nicht soooo schlecht. die gucken ja dann auch schon mal, ob der mensch am pult vernünftig arbeitet.
    man sollte bei all dem aber nicht ausser acht lassen, das sound sehr subjektiv ist.

  • heinzerl2000
    Verifiziert
    Beiträge
    733
    • 13. Juli 2008 um 23:50
    • #18

    Ich war am Wochenende auf ner Party bei nem Motorradclub, wo unter anderem auch Suzy Quatro auftrat. Nicht ganz meine Musik, aber ok.
    Der Tonmensch hat sich während des ersten Stücks eingemischt, Klang war ganz in Ordnung. Bis zum 4. Stück war alles ok. Leider hatte er das Problem, mit jedem Stück jedes Instrument etwas lauter zu schrauben, sodaß irgendwann Suzys Stimme im Ohr schmerzte ( daß will was heissen, da ich über 14khz ohnehin taub bin und die 23 kw Seeburg PA bei vollem Druck merklich verzerrte.
    Schade, vielleicht hätte er mal vor die Tür treten sollen.
    Achso, Pult war nen altes 32 Kanal Yamaha.
    Ich gehe mal davon aus, daß Suzy ihren eigenen Mischer hat, also sind auch Profis nicht vor Fehlern sicher.

    Nichts ist so schlecht, dass es nicht noch als abschreckendes Beispiel dienen kann!

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