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Elektronischer Aufwand bei PA-Anlagen!

  • wg
  • 18. August 2003 um 09:24
  • wg
    Beiträge
    576
    • 18. August 2003 um 09:24
    • #1

    Hallo,
    wird nicht zu viel Aufwand betrieben um aus Schlechtklingenden - Einzelteilen einen guten Sound hinzubekommen?

    Controller, Kompressor, Limiter, Noise-Gate, EQ usw. alles immer Notwendig?

    Weniger ist mehr!

    Sind die Hersteller nicht gefordert einfache und klangvolle PA - Anlagen zu Bauen?

    Zurück zu den Wurzeln der Akustik!

    Gruß
    wg

  • KREISS
    Profi
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    2
    Beiträge
    4.542
    • 18. August 2003 um 13:09
    • #2
    Zitat von "wg"

    Hallo,
    wird nicht zu viel Aufwand betrieben um aus Schlechtklingenden - Einzelteilen einen guten Sound hinzubekommen?

    Controller, Kompressor, Limiter, Noise-Gate, EQ usw. alles immer Notwendig?

    Weniger ist mehr!

    Sind die Hersteller nicht gefordert einfache und klangvolle PA - Anlagen zu Bauen?

    Zurück zu den Wurzeln der Akustik!

    Gruß
    wg

    Alles anzeigen

    ??? Verstehe nicht ganz worauf Du hinaus willst....?!?!?
    Controller sind notwendig und durchaus sehr sinnvoll - macehn aus nem schlechten System kein gutes, aber aus nem guten ein homogenes.
    Keine Limiter - zurück zu den Wurzeln...also zerschossene LS aufgrund von überlastung???
    Dynamics mögen ja manchmal überflüssig sein, allerdings haben sie nichts damit zu tun ob ein System gut oder schlecht klingt, sondern wirken eher im Mix.
    Zu guter letzt, ein paar Filter zu haben ist immer sinnvoll - grade dann, wenn Du wirklich zurück zu den Wurzeln der Akustik willst...!!! :D

    Im Gegensatz zu früher bekomme ich heute sehr gut funktionierende und präzise Werkzeuge - in meinen Ohren klingen die sogar!

    Definiere doch mal wie weit Du in der Akustik zurück gehen willst???

  • Ton_Opa
    Profi
    Beiträge
    490
    • 18. August 2003 um 13:46
    • #3

    Obs Aufwand braucht, hängt in erster Linie davon ab, was auf der Bühne geboten wird. Für Bands mit gutem Setup und schlauem Arrangement braucht man tatsächlich nix.
    Das ist leider selten.
    Richtig ist, dass die Leute ihre Peripherie kennen und sinnvoll einsetzen müssen. Sonst verdirbt es mehr, als das es nutzt. Kommt leider auch vor. (Manchmal in Form von gelockten Controllern unumgänglich).
    Viele Neue Geräte (insbesondere Halleffekte) sind inzwischen unbedienbar, wenn man sie nicht kennt. Das ist für viel-reisende Techniker unbefriedigend und sollte durch Missachtung bestraft werden.

    Ich schleppe bis zu 12 HE mit mir rum, nur weil ich keine Lust habe, auf jedem Stadtfest beim MPX nach der Menue-Seite zu suchen, die die beknackte Werbebotschaft abstellt. Es stellt sich die Frage, ob wir wirklich so viele neue Parameter brauchen.

    Es gilt zu bedenken, dass die Hörgewohnheit des Publikums von CD und Radio bis zur Unkenntlichkeit "prozessierte" Sounds erwartet. Dazu brauchts halt Aufwand.

    Häufig erfordern auch Fehlbuchungen (ACDC Cover in der Hotel-Lobby, bitte alles Live --aber in Zimmerlautstärke!) erhöhten elektronischen Aufwand.

    Akustik ist gut und schön, und jeder sollte sich mal den Sound eines voll besetzten, unverstärkten Sinfonie-Orchesters gönnen.
    In der Popmusik spielen Original-Signale überhaupt keine Rolle. Dafür sorgt schon die Lautheit-Hysterie (meine CD darf aber nicht leiser sein, als die von den andern).

    Opi

    abgebrühter Alt-Aktivist im Vorruhestandsjob
    -danke Billbo-

  • Sound-Klinik
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    • 19. August 2003 um 17:48
    • #4

    Es gibt heute sehr gute Lautsprecherchassis, Hörner etc. - richtig grottenschlechte LS sind seltener geworden.

    Trotzdem gibt es (gerade teure) Lautsprechersysteme, die ohne Controller nicht funktionieren. Sofern der Controller wirksame Schutzmaßnahmen bereitstellt (wg. gelegentlichem Betrieb durch irgendwelche Ton-Trottel) finde ich das ja soweit i.O.

    Ein Trend, denn ich sehr misstrauisch sehe: ohne einen (teuren ...) Systemcontroller vom Hersteller (der LS !) lassen sich viele Systeme nicht betreiben. Mich erinnert das dann irgendwie an Onkel Bose mit seinen Plastik-Dosen ...

    Ihc arbeite mit meiner Party- und Oldieband ohne EQ in der Summe und im Moni - und kenne keine Feedbackprobleme (wir sind alle sehr diszipliniert ...).

    Für "Krawallmucken" setze ich seit einiger Zeit einen 3-Band-Comp ein - um bei "Wettkämpfen" mit DJs (im Wechsel spielen ...) und auf Stadtfesten eine höhere Lautheit bei vergleichbarem Maximalpegel zu erzielen (... auch mit Erfolg).

    Wir sind sehr bequem und haben keine Lust auf lange Aufbau- und Soundcheck-Arien - wir verwenden daher keine Gates für Drums und keine Single-Comps für Gesang und haben trotzdem sehr oft einen besseren Sound als hochaufgerüstete Bands - über die Gründe kann man spekulieren - aber ich glaube, daß es nicht wenige Soundleute gibt, die mit dem ganzen Kram gar nicht richtig umgehen können.

    Obwohl wir wirklich noch ALLES (!) live spielen, werden wir öfter bezichtigt, mit Midi-Gedöns oder MD zu arbeiten ...

    Viele Grüsse sendet

  • ThomasL
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    2.438
    • 19. August 2003 um 20:26
    • #5

    Hallo,

    also ich persönlich betreibe im "Mix" immer gern viel Aufwand. Ich versuche mit dem Material was von der Bühne kommt zu arbeiten und das bestmögliche Ergebnis abzuliefern. Ne Rockkapelle sollte nach Rock klingen, Chartmucke nach Chartmucke und Jazz nach Jazz...und dafür sind halt auch verschiedene "Stile" des Mixing notwendig wie ich finde...einfach nur laut und gut ist da nicht gefragt :) Die Aufgabe des Mischers ist es in meinen Augen und Ohren, das auf der Bühne gespielte so herunterzubringen, wie es den Vorstellungen des Künstlers am ehesten entspricht...und wenn ich das nicht schaffe, werde ich nicht mehr gebucht. Und wenn dazu eine Rieseneffektschlacht notwendig ist, ja, bitte, gern! :)

    Viele Grüße,

    Thomas

    http://www.lange-ohlemeyer.de

  • tthorsten
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    • 19. August 2003 um 21:23
    • #6

    ich denk der WG


    meint eher die fetten controller die die letzen jahre auf kommen und die schlechten PAs bzw deren teil weise schleckt designten Wege die von sich aus nicht gut sind und mit dem Controller hin gezogen werden.

    Lautsprecherentwicklung nach mass
    Ansprechpartner für das Forums MUFU projekt

  • Frank Uhlig
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    • 20. August 2003 um 00:10
    • #7

    Wir hatten die Tage "Still Collins" hier, und da hat der Tonmann (Stefan) aber richtig geil gezaubert, allerdings: Nicht ohne technischen Aufwand! Bestimmte Musik (zB "In The Air Tonight") lebt tatsächlich von einem gewissen Einsatz der Technik. Dass ne Jazz, oder meinethalben Blues Kapelle ohne Gates/Comps auskommen kann ist richtig. Wo es aber angebracht ist: Gern viel Technik! Eine Top 40 Band, die völlig ohne Comp daher kommt klingt auf einer Gala auch mal schnell zu roh.... das gehört doch ein wenig "produziert". ThomasL hat recht.

    @Soundklinik
    Ohne EQ im Master geht wohl nur für Freifeld Bedingungen! Wie willst Du denn dem Raum beikommen? & ohne EQ im Monitor bis zu einem gewissen Pegel, und dann? Ist es dann uncool einen EQ einzusetzen? Das ist doch Unsinn. Auch auf der Bühne gibt es oft genug durch den Raum selbst Grund einen EQ einzusetzen.

    Grüße,
    Frank

  • wora
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    • 20. August 2003 um 02:52
    • #8

    ich glaube ich weiss, was sound-klinik eigentlich sagen wollte:

    das problem bei vielen technikern ist folgendes:

    wenn ein EQ da ist, wird auch daran geschraubt!

    oft ist das aber gar nicht notwendig, vor allem wenn man ein toll klingendes system hat und disziplinierte musiker auf der bühne...

    ich habe auch diesen sommer wieder ein paar open airs erlebt, wo der master-EQ auf abenteuerliche weise verbogen war... ich frage dann immer, ob das verwendete lautsprechersystem denn wirklich so schlecht ist, das es im nahezu reflexionsfreien raum EQt werden muss... und blicke in mit fragezeichen gespickte gesichter.

    ich mache auch oft konzerte, wo ich keinen filter setzen muss...
    aber trotzdem würde ich niemals ohne EQ arbeiten wollen, das wär mir viel zu ungewiss...


    der einsatz von dynamikprozessoren ist zwar keine pflicht, aber bei sinnvollem umgang damit kann man doch sehr viel entspannter arbeiten bzw. mehr aus der anlage herauskitzeln.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • Sound-Klinik
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    • 20. August 2003 um 10:21
    • #9
    Zitat von "Frankbärchen"

    @Soundklinik
    Ohne EQ im Master geht wohl nur für Freifeld Bedingungen! Wie willst Du denn dem Raum beikommen? & ohne EQ im Monitor bis zu einem gewissen Pegel, und dann? Ist es dann uncool einen EQ einzusetzen? Das ist doch Unsinn. Auch auf der Bühne gibt es oft genug durch den Raum selbst Grund einen EQ einzusetzen.

    ... ich setze auch in einem Raum keinen Master-EQ ein.
    Außerdem: der Direktschall ist wichtig für den Klangeindruck (Gesetz der ersten Wellenfront ...).

    Wenn Du (z.B. mit "Einrauschen") einen Master-EQ auf den Energiefrequenzgang abgleichst, dann klingt es mit Sicherheit (bei guten LS-Systemen !!!) nicht besser. Außerdem bekommst mit bei unterschiedlichen Messmikro-Positionen unterschiedliche Ergebnisse.
    Ich behaupte auch, daß ein Summen-EQ SEHR OFT eingesetzt wird, damit die LS überhaupt "erträglich" werden.

    Ein weiterer Punkt: Mikros werden von vielen "Technikern" irgendwie auf der Bühne verteilt (besonders schlimm: Schlagzeug) und dann wird mit Kanal-EQs (und hinterher mit Master-EQ) "solange herumgebogen", bis es (hoffentlich ?) "klingt", anstatt auf richtige Positionierungen zu achten.
    Beispiel: Ich positioniere z.B. ein Bassdrum-Mikro nie ohne Kopfhörer (bringt mehr als EQ-ing ...).

    Und im Moni-Weg brauchst Du nur dann einen EQ, wenn Du mit tauben Musikern zu tun hast und damit es ggf. erst 12 dB "später" anfängt, zu koppeln (oder wenn Du mit irgendwelchen Schweine-Monis arbeitest, die lausig abgestimmt sind ...).

    Viele Grüsse sendet

  • Sound-Klinik
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    • 20. August 2003 um 10:28
    • #10
    Zitat von "wora"

    ich glaube ich weiss, was sound-klinik eigentlich sagen wollte:

    das problem bei vielen technikern ist folgendes:
    wenn ein EQ da ist, wird auch daran geschraubt!

    Oft ist das aber gar nicht notwendig, vor allem wenn man ein toll klingendes system hat und disziplinierte musiker auf der bühne ...

    (...)

    ... der einsatz von dynamikprozessoren ist zwar keine pflicht, aber bei sinnvollem umgang damit kann man doch sehr viel entspannter arbeiten bzw. mehr aus der anlage herauskitzeln.

    Du hast mich richtig verstanden.
    Ein Musikerkollege hat z.B. das Neumann-Gesangsmikro. Die EQ-Regler am Mixer sind alle "flat" und es klingt "vorn" - OHNE Master-EQ !!!

    Zu Dynamik:
    Bei Krawallmucken (d.h. lauter Umgebungslärm durch z.B. besoffene Gäste ...) ist ein Mehrbandkompressor sehr hilfreich - allein schon damit der Hall nicht im Lärm absäuft (durch Verdeckung). Der Klang bleibt durchsichtiger, transparenter und das Nutzsignal hebt sich vom Lärmpegel ab, ohne daß extreme Spitzenpegel "gefahren" werden müssen.

    Viele Grüsse sendet

  • Frank Uhlig
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    • 20. August 2003 um 11:41
    • #11

    wora, Sound-klinik:

    Ihr habt beide natürlich recht. Ich möchte nicht die Front vertreten die sagt ohne geht es überhaupt nicht. Es ist aber oft durchaus eine Hilfe einen Summen EQ zu haben um zB im Zelt, oder bei bollerigen Holzbauten eingreifen zu können. Dein Einsatz technischer Hilfen von vorherein zu verdammen halte ich nicht für klug.

    Manch Fremdtechniker der den EQ unangetastet ließ überzeugte mich hinterher im Mix, manch anderer hingegen kämpfte dann in den Kanälen.... der hätte mit nem dip am Master EQ schneller ans Ziel kommen können. Aus Prinzip zum EQ greifen ist natürlich Blödsinn.

    Im Monitor möchte ich jedoch den EQ immer da haben, bei sehr disziplinierten Bands kommt man durchaus ohne aus, bei singenden Punkrock die dringend Hihat auf ihrem Fill wollen wohl eher nicht so.

    Sound-Klinik:
    Multibandkompression habe ich noch nicht probiert, welches Teil setzt Du hier ein?

    Grüße,
    Frank

  • wora
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    • 20. August 2003 um 11:58
    • #12

    @frankbärchen:
    was ist denn gegen hihat auf dem monitor einzwenden?

    ich betreue ein paar profimusiker, die nur sich selber und fürs timing eben noch hihat auf dem wegdge brauchen, sonst nix.

    also ich finde das nicht weiter schlimm, vor allem hinterlässt dieses signal nicht so viel hintergrundlärm auf der bühne ...


    aber ich bin deiner meinung was die bereitstellung von EQs angeht.
    so manche z.b. aus holz gebaute bühne dröhnt bei bestimmten frequenzen mit. da ist es dann ganz nett, wenn man ein bisschen was ziehen kann.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • Sound-Klinik
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    • 20. August 2003 um 13:52
    • #13
    Zitat von "Frankbärchen"

    Sound-Klinik:
    Multibandkompression habe ich noch nicht probiert, welches Teil setzt Du hier ein?

    ... nachdem es mit dem Ultramizer (zu lange Verzögerung von ca. 15 ms - stört bei perkussiven Sachen wie z.B. Snare ...) nicht so gut klappte, spielte ich erst mit dem Gedanken, einen Finalizer Express zu kaufen und einzusetzen.

    Nachdem ich dann einen Triple-C vorher testen konnte, ist so ein Ding von TC jetzt in meinem Rack (gleich gekauft ...).
    Verzögerung: AD ca. 0,7 ms - DA dto. - mit einer zusätzlichen Verzögerung von 3 ms (interne Signalverarbeitung) arbeitet das Gerät noch effektiver.
    Mit Live-Aufnahmen (DAT-Mitschnitte) hab ich mir die Parameter dann optimiert und abgespeichert, da die Werkspresets nicht optimal für meine Einsätze waren.

    Viele Grüsse sendet

  • alter ego
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    • 20. August 2003 um 19:48
    • #14

    In Sachen Multibandkompression ist mir der Aphex Dominator II sehr ans Herz gewachsen - während er im Studio noch in etwa mit dem Höf Dynamic Master gleichzieht, ist er der einzige mir bekannte Multibandkompressor, der einen massiven Gewinn bringt, und bei allen Signalen von Sprache über Livemusik bis zu Konservengedüdel kaum wahrnehmbar ist.

    Zum Thema EQs:
    1. wenn ich bei einem Kofferjob ans Pult komme, und da steht nicht für jedes Böxli, das irgendwo auf, neben, vor, hinter, unter, oder über der Bühne steht, hängt, lehnt..., ein EQ, muss ich leider erst mal den Babysitter rundmachen.
    2. sollte irgendjemand alberne Blenden vor die EQs machen, Schraubenzieher, Akkubohrer und Hammer sind in meinem Toolcase; leider wirkt meine Bohrmaschine nicht bei Passwörtern von DigitalEQs.
    3. Terzband oder parametrischer EQ ist mir völlig egal, keine 15- Band - Dinger bitte!
    4. bei eigenen Produktionen müssen EQs dabei sein, wenn:
    - Fremdtechniker anwesend sein werden
    - die Location problematisch oder unbekannt ist
    - Lavaliers am Start sind
    - das Pult weniger als 2 semiparam. EQs pro Kanal hat
    - unklar ist, was alles auf der Bühne stattfinden wird; (singende Kleinkinder? Das Gras beim Wachsen verstärken?)

    für irgendwelche Dorfpolitiker-im-Bierzelt oder Alleinunterhalter-spielt-schlechte-Musik-Jobs kann der EQ gerne daheimbleiben.

    laut statt hell!

  • Frank Uhlig
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    • 20. August 2003 um 22:03
    • #15

    wora
    In meinem Satz fehlte ob der Hektik das Wort "Drummern", also im Kontext: "singenden Punkrock Drummern die dringend Hihat auf ihrem Fill wollen" .... Gegen Hihat auf dem Wedge hab ich überhauptnix gegen, anytime. Aber ein EQ macht es doch einfacher wenn das Beta57, und das C391 beide so 50cm vor dem 2" des Drumfills stehen... da hilft ein EQ halt durchaus schonmal weiter... also: Für mich dann bitte einen EQ.

    alter ego
    Wer vertreibt Aphex?

    Grüße,
    Frank

  • Sound-Klinik
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    • 21. August 2003 um 08:35
    • #16
    Zitat von "alter ego"

    In Sachen Multibandkompression ist mir der Aphex Dominator II sehr ans Herz gewachsen - während er im Studio noch in etwa mit dem Höf Dynamic Master gleichzieht, ist er der einzige mir bekannte Multibandkompressor, der einen massiven Gewinn bringt, und bei allen Signalen von Sprache über Livemusik bis zu Konservengedüdel kaum wahrnehmbar ist.


    ... der TC Triple-C bringt einen sehr massiven Gewinn - wenn die Parameter richtig (!) eingestellt sind. Ich war bei dem Preis erst skeptisch (auch aufgrund der negativen Erfahrungen mit dem Ultramizer ...) - aber nach 2 Wochen Probieren (mit Testgerät) und 2 Live-Jobs war ich überzeugt.

    Zitat von "alter ego"


    Zum Thema EQs:
    (...)
    4. bei eigenen Produktionen müssen EQs dabei sein, wenn:
    - Fremdtechniker anwesend sein werden
    - die Location problematisch oder unbekannt ist
    - Lavaliers am Start sind
    - das Pult weniger als 2 semiparam. EQs pro Kanal hat
    - unklar ist, was alles auf der Bühne stattfinden wird; (singende Kleinkinder? Das Gras beim Wachsen verstärken?)

    Alles anzeigen

    ... da ich grundsätzlich (mit eigenen Bands) nur noch über eigenes LS-Material spiele, komme ich ohne EQ aus.

    Ich habe ca. 20 Jahre über "Marken-LS-Systeme" gespielt. Wir hatten auf der Bühne 3 Mischpulte (Master, Keys, Drums), 3 Hallgeräte, Stereo-4fach-Parametric für Front, 2-kanal-2fach-Parametric für Monis, Single-Comps für Gesang, Exciter, fast alles (inkl. Licht) Midi-gesteuert, PPG-System, Kurzweil u.v.m.
    Und ohne EQ war alles nicht zum klingen zu bringen.
    Irgendwann habe ich ein MLSSA gehabt und mir die Sachen mal genauer angeschaut - eigentlich hatten wir überwiegend die LS equalized ...

    Seit etwa 10 Jahren spiele ich nur noch über eigene Systeme und habe diese Probleme nicht mehr. Ich bin froh, diese Materialschlacht endlich hinter mir zu haben und in 1 Stunde aufgebaut und alles eingestellt zu haben.

    Viele Grüsse sendet

  • alter ego
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    • 21. August 2003 um 10:29
    • #17

    wenn man wie du in fester Besetzung unterwegs ist, immer das selbe Holz dabei hat, und die Räume unproblematisch sind, spricht natürlich nichts dagegen, keinen EQ mitzunehmen.

    laut statt hell!

  • Sound-Klinik
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    • 21. August 2003 um 11:14
    • #18

    ... natürlich geht "ohne" nur, wenn die LS nicht "zum Klingen gebracht" werden müssen. Da ich in den ganzen Jahren (seit 1977 ...) schon über viel Schrott spielen mußte (wovon es auch heute noch - nicht nur gebraucht - jede Menge gibt !), kann ich mir natürlich erklären, warum sich viele einfach nicht "ohne" trauen.

    Noch eine Anmerkung: Ich kenne ja nun etliche Musikerkollegen - der (graphische) EQ hat bei vielen von denen - egal ob Zelt oder Saal - meistens die gleiche Einstellung und: die "Techniker" und Musiker können sich häufig gar nicht mehr erinnern, wer das mal "vor einigen Jahren" so und nicht anders eingestellt hat ...

    Viele Grüsse sendet

  • tonzwerg
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    • 22. August 2003 um 01:00
    • #19

    EQ's haben 12 dB Regelweg. Das darf man auch ausnutzen. Auch verbogene EQ's heißen nicht, daß die PA nichts taugt.
    Umgekehrt sind ja genau die Puristen, die hier die "tollklingenden Filter" der Dickschiff-Konsolen hochhalten dieselben, die auch immer beschwören, keine Filter anzufassen. Komisch.

    The ships hung in the sky in much the same way that bricks don't.
    -- Douglas Adams

  • Sound-Klinik
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    • 22. August 2003 um 08:34
    • #20

    tonzwerg

    Wenn eine PA in keiner Location ohne Master-EQ zu gebrauchen ist, dann ist mit den LS-Systemen etwas nicht in Ordnung.
    Ein "richtiger" Tontechniker wird einen Master-EQ nur dann - und zwar sparsam - einsetzen, wenn die akustischen Bedingungen (schwingende Holzbühnen, stehende Wellen, ungünstige Aufstellbedingungen ...) es unbedingt erfordern.

    Wenn ein EQ auf jeder Veranstaltung massiv eingesetzt wird, sind entweder die LS-Systeme nicht optimal abgestimmt (was auch heute - wenn auch seltener als früher - noch vorkommt ...) - oder der "Tontechniker" weiß eigentlich gar nicht, was er da macht. Ein EQ ist ein Werkzeug, um Schwächen auszugleichen (... bei einem wirklich guten Mikro wie dem Neumann oder auch beyer OPUS 81 mache ich auch am Kanal-EQ NICHTS !!!).

    Ich arbeite mit einem SEHR linear abgestimmtes System und habe nicht mehr die Probleme, die ich früher (auch mit "amtlichem" Material lt. irgendwelcher Testberichte ...) hatte.

    Hallo, "alte" Hasen: Wieviel "amtliche" Anlagen gab es denn in den letzten 20 Jahren (und von wievielen wird noch ernsthaft geredet, weil einfach auch richtiger Müll dabei war ) ??? Wieviel Geld habt Ihr in den letzten 20 Jahren unnötig für Schrott "versenkt" (wg. eines Testberichts oder weil es halt "amtlich" war ...) ???

    Wenn Mucker und Soundleute - VOR dem Kauf einer Anlage - diese mal unter realistischen Bedingungen (nicht nur im Vorführraum eines Ladens ...) SELBST ausprobieren würden, dann gehen mindestens 50 % der Hersteller pleite ... und man müßte auf Stadtfeste etc. nicht mehr soviel Müll hören.

    Viele Grüsse sendet

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