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  4. Boxen Reparatur und Selbstbau

"Chassiswahl" im Lautsprecherbau

  • Stefan Pohle
  • 27. März 2009 um 01:07
  • Stefan Pohle
    Beiträge
    254
    • 27. März 2009 um 01:07
    • #1

    Hi Leutz.
    mich interessiert mal, wie einfach eine vorendscheidung für die entwicklung von lausprechern ist.

    also wie sehr man anhand der parameter zb erkennen kann, für welche art von konztrukt sich das besagte chassis eignet.

    "hohe bewegte masse = nicht hornfähig, aber dafür infra taglich (in verbindung mit hoher auslenkung)"

    solche aussagen zb.

    oder was einen guten 12er oder 15er "mitteltöner" aismacht für tops.

    auch die bewegte masse sicher, aber sachen wie güte auch?

    bin ja zimlig neu in dem bereich und man will ja schnell lernen.

    nen link zu ner passenden seite würd emir schon helfen. die meisten pages, die ich gefunden habe, waren immer mit "groben tipps" zur erstellung, aber nie mit solchen "vorentscheidhilfen" versehen.

    mfg

    Rächtscheipunk unt Grahmathick is main Hobbi!

  • Sound-Klinik
    Verifiziert
    Beiträge
    7.900
    • 27. März 2009 um 07:24
    • #2

    Man fängt nicht mit dem Lautsprecher ("... wo könnte ich den denn mal hineinschrauben ?") an, sondern überlegt, was man eigentlich benötigt und für welche Einsatzzwecke sie gedacht ist.

    1. Man erstellt zunächst einen Anforderungskatalog (... sowas kann auch eine Liste sein :grin:)

    2. Dann überlegt man, mit welcher Konstellation (Chassiswahl, Gehäusekonzept, ...) dies zu erreichen ist (dabei sollte auch das Budget beachtet werden !)

    3. Dann geht die Arbeit erst richtig los. :wink:


    Viele fangen an zu arbeiten, ohne vorher nachgedacht zu haben. :grin:

  • Mechwerkandi
    Reaktionen
    1
    Beiträge
    7.712
    • 27. März 2009 um 08:48
    • #3

    Und dann gibt's noch welche, die arbeiten ohne zu denken.
    Oder die, die vor lauter Arbeit nicht zum Denken kommen.
    Oder die, die meinen, mit Arbeit liesse sich Denken ersetzen.
    Oder die, die denken, sie arbeiten... :wink:

  • ometa
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    712
    • 27. März 2009 um 10:40
    • #4

    Ein Generalrezept gibt es nicht.
    Man kann sich das Lautsprecherbuch von Dickason besorgen und 3x lesen.
    Dann weiss man halbwegs, wie sich die Theorie zusammen setzt.
    Anschliessend knöpft man sich die Formeln vor, nimmt Stift, Papier und Taschenrechner und exerziert per se. Dadurch erschliessen sich mitunter die Herleitungen und Zusammenhänge.
    Man installiert sich die gängigste Simulationssoftware, hackt Datensätze ein, dreht an den Stellschrauben und merkt sich, wie sich die Zusammenhänge auswirken.
    Soweit das theoretische Studium.
    Es folgt die Praxis. Man baut allerlei Konstrukte und vergleicht die Ergebnisse. Dadurch ergibt sich der Bezug von Therorie und Praxis. Zum Beispiel: man baut ein zu kleines Gehäuse, ein zu grosses Gehäuse und findet so die goldene Mitte.
    Tja, zwangsläufig sieht man sich mit der Anschaffung eines Messsystems konfrontiert und die Lektüre geht von vorne los. Zum Beispiel mit D'Appolitos Messfibel.
    Wenn man damit durch ist, eigene Messreihen bewerkstelligt und analysiert hat und das Ganze wurde verinnerlicht, ist man schon einigermassen in der Lage, Chassis aufgrund ihrer Angaben einzuschätzen und ihnen gewisse Eigenschaften zuzusprechen, ohne das Chassis jemals besessen zu haben.
    Das bezieht sich jetzt alles auf die Gehäuseabstimmung für den Tieftonbereich.
    Kommt jetzt noch die Ankopplung an die höheren Frequenzen dazu, geht es zusätzlich um Filter, Phasen, Frontgeometrie.
    Mitten-/Hochtoneigenschaften eines entsprechenden Chassis sind fast nicht vorhersagbar. Da hilft nur Hören und Messen.
    Vor allem beeinflussen zuviele Faktoren unabhängig vom nackten Chassis das spätere Klangbild.
    Und bei all der Theorie sollte man nicht vergessen, dass diese auf Kleinsignalen basiert. Für PA-Konstrukte ist das alles nur eine Annäherung.

    http://www.nachdenkseiten.de

  • Sound-Klinik
    Verifiziert
    Beiträge
    7.900
    • 27. März 2009 um 11:09
    • #5
    Zitat von "ometa"

    Es folgt die Praxis. Man baut allerlei Konstrukte und vergleicht die Ergebnisse.


    Allerdings sollte man sich vorher einen Kamin anschaffen. :wink:

  • Stefan Pohle
    Beiträge
    254
    • 27. März 2009 um 13:16
    • #6

    danke für die (wie befüchtet einbremsenden) antworten vorab.

    dass die entwicklung kein kinderspiel ist und wie sie an und für sich abläuft (bzw dass sie aufwendig ist und zeit in anspruch nimmt), hab ich von mehren leuten schon gehört. ich selbt hab mal nen bisi was im carhifi dbdrag gemacht, also br berechnung und die kisten auf fahrzeugresos abgestimmt, aber das nur nebenbei ... einen funken materienverstand besitze ich also schon (zum glück).

    hatte eigentlich nur gefragt, weil ich mir in letzter zeit öfter mal "asien importe" anschaue, einfach aufgrund der preise. TangBand und P.Audio z.b gehören dazu.

    jetzt stellt sich für mich einfach die frage: wofür eignen sich die chassis rein von den daten an sich her?

    TangBand zb hat nunmal 3 18zöller (oder waren es die 15zöller).

    2 davon haben rein von den technischen daten des antriebes her den gleichen antrieb (magnetgröße und feldstärke, spulendurchmesser und wickelhöhe, xmax, blabla), der eine hat aber ne etwas leichtere membran und somit ne geringere bewegte masse. der dritte nen dickeren antrieb, weshalb ich den mal auen vor lasse.

    um da mal ne art "vorentscheid" zu treffen, welches chassis man für was nutzen KÖNNTE, wollt ich da mal ne faustformel zu haben .. die scheint es ja nu net zu geben, leider.

    wichtig: ich hatte nicht vor, die chassis blind laut den werksparametern in irgend ne kiste zu werfen (BR is ja nunmal im verhältniss zu bandpass oder horngeschichten recht einfach zu konstruieren, da man leicht ports neu machen / verschließen kann und leicht das gehäuse kleiner bekommt (negativ volumen einsetzen, zb dichte holzwürfel, was ich schon hier liegen hab und so auch genutzt habe bei den gehäusen für den civic), wenn mans zuvor absichtlich zu groß gebaut hat, was sich für nen prototypen empfiehlt, denke ich).

    wollte die chassis messen (lassen vorerst, da eigenes equipment und knowledge teilweise NOCH fehlt, -anschauen, aufschrieben, nachmachen is meine devise) und vergleichen und dann mal ran ans BR eben aus dem grund, dass das das am "leichtesten" zu konstruierende ventilierte gehäuseprinzib ist. CB hat ist halt uninteressant für mich.

    ---> rein vom denken her: bin ich da auf dem richtigen weg?

    Rächtscheipunk unt Grahmathick is main Hobbi!

  • sabbelbacke
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    • 27. März 2009 um 19:37
    • #7

    Um gehaltvoll darüber diskutieren zu können, müssten die Fragen viel konkreter ausfallen. Am Fallbeispiel lässt sich dann ein bisschen was diskutieren, aber einen rundumschlag um die generelle Frage, "was wie wo warum..."... Darauf gibts nur eine Antwort:

    42

    Die Tangband PA-Chassis sind in Europa nirgends im Vertrieb... TangBand hifi is nett, schon viel mit gemacht. Aber auch kein Weltwunder. Auch hier: You get what you pay for.

    P.Audio ist partiell bei Intertechnik untergekommen, viele der höherwertigeren Chassis von denen im Programm findet man aber in Deutschland aber nicht, Intertechnik importiert nur eine Auswahl. Schaut man etwas genauer hin, sieht man Derivate der P-Audios auch bei anderen (Monacor z.B.), denn P-Audio (wie auch TangBand seit kurzem) machen OEM-Dinge...

    "Asienhersteller" gibts nun wirklich viele, auch lassen einige der "alteingesessenen" Europäer und Amerikaner inzwischen in Asien herstellen (selbst Visaton z.B. also "gute Deutsche...." stellt nur noch die wirklich teuren Dinge in D her..).. Gönn Dir doch mal den Spass und schau auf der Messe in F nächste Woche bei den Chassisherstellern vorbei.....

    SKs Vorschlag, erst mal ein Pflichtenheft aufzustellen ist IMHO sinnvoll...

    Wenn Du allerdings nur "generell mal informiert" werden willst, dann greif Geros (ometa) Vorschlag auf und kauf Dir erst mal das eine oder andere Buch. Der Dickason ist eigentlich Pflicht, für den Einstieg evtl. aber heftig. Das ist aus der Ferne schwer abzuschätzen, ob Du damit klar kämst oder nicht... Klang&Ton und Hobby Hifi lesen schadet auch nie.

    Um mich nicht komplett um Deine EIngangsfrage zu drücken:

    Ja, es gibt natürlich Faustformeln, die so manchen Parameter eines Lautsprechers "definieren" und ihm einen Einsatzzweck zuweisen... Da wären die Güten, die Gemoetrie des Antriebes, die Aufhängung, mechanische Verluste, usw.....

    Das Thema aber mal "kurz" richtig und komplett abzuhandeln wäre nicht möglich, da könnten wir den halben Dickason hier abdrucken...

    Und die meisten "einfachen, schnellen" Antworten sind eben didaktisch falsch reduziert, das stimmt dann halt eben doch nicht (z.B. wenn Du in einem Buch liest, dass man ein Chassis mit Qts von 0,6 nicht mehr in eine BR bauen kann/soll/darf... jaja, im Prinzip richtig, aber.... und dann gehts los...). Die meisten Diskussionen laufen aber dann auf diesem Niveau mit der Folge, dass jeder Anfänger erst mal die tausend verschiedenen Aussagen auseinandersortieren muss und ständig das Gefühl hat, "jeder erzählt hier was anderes" :)

    hornresp

  • Stefan Pohle
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    254
    • 27. März 2009 um 22:03
    • #8

    ob dus glaubst oder nicht: nach frankfurt zu fahren ist seid nunmehr oktober fest eingeplant für mich und nen kollegen.

    und: die hobbyhifi les ich seid september, die klang und ton hin und wieder auch mal. -> deswegen bin ich ja auch so "heiß" mittlerweile :)

    bin ja auch auf der bausuche nach stereospaekern. informiere mich da auch gerade ziemlich.

    aber pa ist und bleibt mein favorite :)

    dann wäre die frage ja (leider) geklärt.

    aber: beim nächsten forentreffen werd ich ja hoffentlich in den genuss mehrerer konstrukte kommen - egal, wo und wann das stattfindet, ich bin dabei :)

    Rächtscheipunk unt Grahmathick is main Hobbi!

  • mckrise
    Beiträge
    945
    • 27. März 2009 um 22:48
    • #9

    dem Dickason Buch möchte ich mich anschliessen, ich finde es ist toll geschrieben.
    Aber auch einfach nen bissl mit WinISD rumspielen könnte was bringen, evtl. gezielte Chassis auswählen und auch fehlabstimmungen produzieren.
    Bei WinISD wird das EBP zur Eingrenzung der Tauglichkeit benutzt, vielleicht ein erster Schritt in die "ein Blick sagt mir: das wird keine geschlossene Box"-Richtung

  • Jobsti
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    • 28. März 2009 um 02:26
    • #10

    Am allerbesten ist immernoch, man hat Erfahrung und zudem schon einige Chassis in den Fingern gehabt.

    Wie schon gesagt, kommt es in erster Linie darauf an, WAS wir bauen/entwickeln wollen, wozu soll die Kiste gut sein, was muss sie können und wie groß darf sie werden.
    Natürlich müssen wir hier Kompromisse eingehen, leise und klein, oder groß und laut, eher Kick, oder Tiefgang?
    Bass als Infra, Kick(filler), Tops 2-Wege, 3 Wege, bassig oder reines Top, oder gar Horntop?

    Bei Bässen ist das mal, ich sage, einfacher als bei Topteilen, denn anhand der TSPs können wir schon viel vermuten oder erahnen...
    Warum vermuten/erahnen? Da wir die TSPs selbst nachmessen müssen, bzw. sollten, herstellerangaben sind nie 100%ig und lassen auch net darauf schließen, wie sich
    das Chassis unter Last verhält, da die TSPs eben Kleinsignalparameter sind.

    Ergo suchen wir uns geeignete Chassis aus und vergleiche sie, welches unseren Ansprüchen genüge tut, damit arbeiten wir dann weiter.
    Wie hoch muss das Chassis spielen könne, welche Tops sollten dazu eingesetzt werden, wie weit kommen diese zum Ankoppeln runter usw...

    Bei Topteilen ist das dann ähnlich, wobei wir hier schonmal mehr auf den Frequenzgang schauen sollten, das wird dann neben den TSPs schonmal ein guter Anhaltspunkt. Somit wird die Auswahl hier schon mal schwieriger.
    Anhand der TSPs und vor allem (als Beispiel) MMS, Q-parametern und BL suchen wir uns ein paar in Frage kommenden aus, simulieren erstmal ein gehäuse und schauen
    was die Simulation sagt.
    Somit wird die Auswahl schon mal eingegrenzt, übrig bleibende Chassis bestellen und im protogehäuse vermessen, denn jedes Chassis verhält sich in jedem gehäuse anders.
    Was bringt uns eine Messung in einer Normschallwand? net viel (Bis auf Kippelmessung und Klirr vllt), wir müssen es im angestrebten Gehäuse vermessen,
    etwas Volumen mehr oder weniger, BR PortÄnderungen usw. mal außen vor gelassen, wie misst es sich und passt es zum ausgewählten Hochtöner, bzw HT-Horn-Kombi?

    Hier müssen wir dann aber wieder irgendwie Kompromisse eingeben, wie immer eben, linearerer F-Gang, gute Pase oder bessere Addition, oder doch lieber weniger Klirr bei Pegel, mehr Tiefgang, dafür leiser, oder doch andersrum oder wie auch immer?

    Für das Horn haben wir uns sicher schon vorher entschieden, da wir ja den Einsatzzweck der Kiste schon im Hinterkopf haben.
    Eng, oder breit, Horz. oder Vert., beides?!, drehbar oder nicht, darf es groß sein, oder wollen wir lieber ne kleine Kiste bauen?
    Kleines Horn = idR. höhere Trennung oder enger, also leichtere Pappe, ergo eher Richtung Topteil, weniger Basstauglichkeit.
    Tieferes Horn, dafür eher zeitlichen Versatz?!

    Dann bleibt wieder die Frage, welcher Hochtöner für das Horn, hier hilft aber eher wieder messen, denn net jeder Treiber misst sich am Horn identisch,
    bei vielen ist Tiefgang/Ankoppelbarkeit (Impedanz beachten) oder Brillanz (Superhochton) anders, vorallem aber auch das Verzerrungsverhalten, wie auch das Ausschwingen (Beim [T]MT ebenso).

    Gegen Ende versuchen wir eine Weiche zu stricken, hier kommt es auch oft vor, dass die Kombi einfach net zueinander passt, somit eine Komplizierte, so auch teurere (und Zeitintensive) Weiche erfordert.
    Hier gilt dann zu überlegen, ob das Sinn macht und net doch irgendwo ein Kompromiss (anderer Treiber, oder doch Gehäuse umbauen) einzugehen.

    Das sollte erstmal Genüge tun ;)

    Anm.: P.Audio ist einer der größten Lautsprecherhersteller weltweit! (Vor allem OEM und Co)
    Pflichtenheft ist das A&O, erstmal MUSS festehen WAS die Kiste WO & WIE alles können muss. (Außer bei der Resteverwertung, da schauen wir eben was raus kommt *fg*)

    PS: Das Dickason Buch finde ich auch sehr toll, aber an manchen Stellen ist es mir net ausführlich genug, leider, aber wir haben ja Google :lol:
    PS#2: Was nützt mir ein Programm, wenn die Hersteller TSPs net 100% korerkt sind, höchstens eine Annäherung, aber das ist oft schon ein großer Schritt zur Auswahl,
    nun muss man nur noch korrekt bedienen können.

    Nochma ne Anm. zu HiFi und PA:
    MMn. kommt es bei PA sehr auf die Abstrahlung an, bei HiFi, vor allem Heimkino eher weniger, da wir dort eher eine oder zwei, drei Hörpositionen haben,
    bei PA Kisten stehen die wenigsten auf der 0° Achse, sondern eher drumherum und zwar weit, hier auch vertikal und net nur in der Hoizintalen.
    Ein Grund warum D'Appolito-Anordnung für mich idR. eigentlich fast immer ein Dorn im Auge ist!

    MfG

    Mit freundlichen Grüßen
    B. Jobst | Fa. Jobst-Audio | 36396 Steinau Ulmbach | Germany | http://www.Jobst-Audio.de
    http://www.audiofotos.eu | Kostenfreier Bilderhoster für eure Forenbilder
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  • Stefan Pohle
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    254
    • 2. April 2009 um 00:34
    • #11

    ich freu mich gerade innerlich, dass ich zumindest mit sämtlichen begriffen aus euren antworten (auch der von jobsti) was anfaneg kann ... also dass ich weis, wo ich die sahcen "hinstecken" muss :)

    der blöde "Dickason" is gut teuer ... aber wird wohl im "Osterkorb" liegen ... wenn mein dad hört, dass ich nen BUCH haben will, freud der sich nen loch in den bauch :)

    er sagt in meinem alter sollte man mindestens schon 3 gute bücher gelesen haben. naja, ... :)

    mfg

    Rächtscheipunk unt Grahmathick is main Hobbi!

  • sabbelbacke
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    11
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    5.171
    • 2. April 2009 um 01:32
    • #12
    Zitat von "Stefan Pohle"

    ich freu mich gerade innerlich, dass ich zumindest mit sämtlichen begriffen aus euren antworten (auch der von jobsti) was anfaneg kann ... also dass ich weis, wo ich die sahcen "hinstecken" muss :)


    Dann bist Du auf dem richtigen Weg und wir benutzen ab sofort mehr Fachvokabular :)

    Zitat


    er sagt in meinem alter sollte man mindestens schon 3 gute bücher gelesen haben. naja, ... :)


    Dann bist Du entweder sehr jung oder sehr spät mit dem Lesen dran :)

    Du kannst ja mal so vorgehen....

    Der Dickason lohnt wirklich, dann noch den Joe D'Appolito lesen, die alten Klinger (damit man weiss was man heute so nicht mehr machen sollte und was immer noch Sinn macht - "aus der Geschichte lernen"), das Handbuch zu Akabak ist dann dran, parallel die Arbeiten von Klippel oder wahlweise den Herrn Everest und sein Masterliches Handbuch der Akustik. Dass Refraktion nix politisches ist und Suspension auch nix mit dem Schutz des Kindergeldes zu tun hat merkst Du spätestens dann, wenn Du die deutschen Übersetzungen mancher netten Werke einfach nicht findest oder sie nicht aktuell sind. Ein Einschreiben in eni Physikstudium wäre dann ne gute Idee. Um den Praxisbezug nicht zu verlieren und mal zu sehen wie ordentlich misst und dokumentiert: ab und zu mal den Herrn Dr. Goertz in der Production Partner lesen. Wenn Dir dann langweilig ist, wirf mal auf das, was Tom Danley in seinem Dasein fabriziert hat einen Blick, spätestens dann wird Akabak wieder hochkommen. Dann erklär mal dem Forum endlich schlüssig, wieso der Übergang zwischen Horn, TL und Resonatorkiste irgendwie fliessend ist und warum Hörner nicht weiter tragen als Bassreflexbässe, der Laie das aber immer wieder meint so warzunehmen. Eventuell fragst Du da mal John Murray zwecks der Unterstützung in Punkto Directionalität im Bass, der Herr Bessel, bekannt aus Funk, Fernsehen und Filtern im Cosmos Kasten, wird da wieder auftauchen, wenn wieder jemand behauptet dass ein einzelnes Basshorn auch bei 40 Hz direktional arbeite. Aber das hast Du natürlich durch den Zusammenhang von Flare-Rate und Mundumfang schon längst nicht nur empirisch sondern auch mathematisch abgeleitet, äh bei Lansing abgeschrieben. Die Herren Thiele und Small sind Dir dann längst bekannt.. welchen Zusammenhang zwischen butterworth und linkwitz filtern besteht kannst du ja auch dem Streifzug durchs netz bei herrn linkwitz mal rausfinden und Dir da seine schöne Güteanpassung als Quasi-Urps anschauen. Warum Pulsweitenmodulation für den dafür benötigten Amp dann ein (nicht) gewichtiges Thema ist wirst Du dann schon merken.. Evtl. bekommst Du zu der Zeit dann selber Kinder - mach unbedingt Kirschkerneschnippen mit Ihnen, bei der Gelegenheit dann mal nachschauen, warum der Herr Heil so nen pfiffigen Hochtöner gebaut hat. Wenn Du dann schon bei den Exoten bist, könnte man sich Di, Ri, Bipole mal zu Gemüte führen.. wenn der Bernd Timmermanns bis dahin nicht das Thema totgenudelt hat gibts bestimmt noch nette Ansätze und wenn Du in dem Zuge dann auf Magnetostaten triffst wirst Du Dich fragen, wie das mit der Linienschallquelle noch mal genau war... Warum das so substantiel anders klingt als eine Punktschallquelle bringt Dich dann wahrscheinlich auf die Suche nach derselben und Du erfindest nebenbei den perfekten Breitbänder.. Die Partialschwingungen der Membran eliminierst Du dann mal kurz durch bahnbrechende Forschungen, der Schwirrkonus stirbt aus und Du errichtest ein Denkmal für ihn. Als der Vintage-Audio Club sich bei Dir meldet und total sauer ist, machst Du wundersamerweise aber die Erfahrung, dass Oberwellen irgendwie doch gut klingen können, so lange das alles harmoniert. Also entscheidest Du Dich für einen Absorptionsgrad weit unter 1 in Deinem Wohzimmer, holst die alten Alnicos raus und hörst auf der bis dahin verbotenen, weil nicht energieffizient genugen CLASS AA Endstufe Musik... Warum die supernagelneuen Absorber von Asso-Tech einen Absorptionsgrad von größer eins haben erscheint Dir erst als Werbegag, bei genauerer Betrachtung machts dann aber Sinn. Ganz nebenbei findest Du dann beim Rühren in der Küche die Absorbtionszuckerwatte mit dicken Kaptonkugeln drin, die selbst bei 50 Hz noch einen Koeffizienten von 1 aufweist. Dass das Substrat dabei warm wird, stört keinen, irgendwie hast du es geschafft den Leuten zu verkaufen dass eine gedämpfte Schwingung doch nicht exponentiell abnimmt sondern der 1. Ableitung einer MLS Folge folgt. Dann zum Spaß mal Tenbusch reinziehen um zu testen ob man mehr als 30 Fehler findet... Da man grad in Deutschland ist ruhig mal kurz Herrn Hausdorf konsultieren, was der noch an Basics hat, was einem bis jetzt evtl. fehlte... bei korrekter Lektüre der obigen sollte alles da sein... Spätestens jetzt solltest Du Dich in der AES angemeldet haben, Voice-Coil im Abo haben und den erweiterten Parametersatz von LEAP im Schlaf runterbeten können. Warum Keele so manch sehr pfiffige Idee in seinem Leben hervorgerufen hat weißt Du an dem Punkt fast automatisch, es wird Zeit einen Schwerpunkt zu setzen. Chefredakteur der AudioXpress, Inhaber des BriedenVerlages, Vorstandsvorsitzender bei BÖSE.. Wenns den nicht schon für ein Taschengeld aus China zu dem Zeitpunkt gibt, mach Dich an einen FIR Controller der die Phase und die Gruppenlaufzeit ohne Delay korrigiert.. wenn der Flux-Kompensator damit dann auch endlich funktioniert rufst Du im Heisenberg Institut an, gleich danach bei Paramount und machst kurz mal einen in Beamen...Oder versuch Dich an einer unterhängigen Schwingspule mit 40mm xmax oder erfinde eine 15" Membran mit 40g Gewicht, die bei Hornladung trotzdem ein Kompressionsverhältnis von 1:10 verkraftet, am besten beides zusammen... Die Anschliessende Arbeit "Der Dopplereffekt in seiner quantitativen Ausprägung im Allgemeinen und im speziellen bei idealisierten Kolbenbewegungen" wird Dir die erst Publikation in "Science" einbringen, die "qualititativen Auswirkungen des Dopplers auf das Hörverhalten.." dann den No-Bell Preis. Oder wars doch Reis? Naja, den Mikrofonie-Effekt hast dann auch am Start und wieso die Kabel nun doch klingen (oder nich) wird Dir der Skin Effekt schon (nicht) verraten.
    Im Alter beschäftigst Du Dich dann wieder mit der Vergangenheit, wie alte Menschen das eben so machen und gräbst die Arbeiten von Karlson wieder aus, ob er doch mehr wusste als er niedergeschrieben hat? Wenn Du dann die Renaissance der K-Kuppler vollzogen hast und die Wirkungsweise komplett beschrieben hast, kaufst Du Dir ne Röhre, hängst nen Breitbänder dran und hörst Dir ne LP an :) Dann ist gut :)

    Oh, 1. April is schon rum....

    :)

    hornresp

  • ometa
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    712
    • 2. April 2009 um 12:02
    • #13

    Da fehlt was! Weil im Leben nichts ohne Vitamin B geht, MUSS er noch die Tochter von Herrn Sengpiel heiraten! :wink:

    http://www.nachdenkseiten.de

  • sabbelbacke
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    • 2. April 2009 um 12:09
    • #14
    Zitat von "ometa"

    Tochter


    Hihi :)
    http://www.sengpielaudio.com/Jette.htm

    Stefan
    Hoffe Du verstehst Spass :)

    hornresp

  • ometa
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    712
    • 2. April 2009 um 12:25
    • #15

    ups! Da steht ja dran "Sohn"... - ich hatte jetzt nur aufs Bild geschaut :oops:

    http://www.nachdenkseiten.de

  • Jobsti
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    7.942
    • 2. April 2009 um 12:40
    • #16

    Sehr guter Text "Reiner Zufall"... Es gibt REIS, es gibt REIS!
    Vor allem das Ende ist Spitze, ergo lassen wir das alles sein und kaufen uns Breitbänder in Offener Schallwand.

    MfG

    Mit freundlichen Grüßen
    B. Jobst | Fa. Jobst-Audio | 36396 Steinau Ulmbach | Germany | http://www.Jobst-Audio.de
    http://www.audiofotos.eu | Kostenfreier Bilderhoster für eure Forenbilder
    Nützliche Tools | Limiter berechnen, Schaltungen usw.

  • Stefan Pohle
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    • 2. April 2009 um 15:09
    • #17

    @ sabbelbacke:

    mit dem Flux-Kompensator wirts schwer, den rest strebe ich so an ... bis auf die heirat mit dem sohn :grin:
    nebnbei: bin "erst" 26 ... 8)

    ja ja, test durchgefallen, hätte eventuell zu ner "ausreichend minus" gereicht. hab aber doch das ein oder andere vrstanden. wie gesagt, "neu" in der entwicklung bin ich halt. kommt zeit, kommt know how (durch leserei und probiererei).

    hatte das schonmal geschrieben: als erstes würd ich eh nen BR "machen" da das am leichtesten zu bauen / entwickeln ist.

    liter von vorn herrein sehr groß machen und mit masiven abzugskörpern arbeiten (holzkisten mit sand drin a 1 liter, hab ich noch aus der db drag zeit zuhause :D ) und wechselportaufnahme reinwasteln (damit man viele verschiedene größen testen kann ... längen dann sowieso).

    nur wo krieg ich die parameter gemesen *grübel*

    ---> messequipment ist doch sicher nicht gerade billig? -das wäre nach dem invest von tausenden euros an büchern und jahren der lesearbeit das nächste große invest denke ich.

    ach so: jobmäßig bin ich nicht all zu weit von der materie weg: ab ende mai bin ich "staatlich geprüfter maschinenbautechniker, fachrichtung konztruktions und entwicklungstechnik" (haben nen recht dicken elektroanteil, warum auch immer) und hab vorher nen technischen zeichner für maschinen und anlagentechnik gemacht (auch hier hatte ich nen recht dicken elektroanteil). "mathematisch" also könnte ich das eher hinbekommen, als nen autoverkäufer *hust*.

    aber Sabbel, kein chance ... den wind aus den segeln nimmst mir nicht mit dem apriltext .. aber mega geschreiben 8)

    Rächtscheipunk unt Grahmathick is main Hobbi!

  • sabbelbacke
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    • 2. April 2009 um 19:11
    • #18
    Zitat von "Stefan Pohle"

    @ sabbelbacke:

    mit dem Flux-Kompensator wirts schwer, den rest strebe ich so an ... bis auf die heirat mit dem sohn :grin:
    nebnbei: bin "erst" 26 ... 8)


    Das konnte eben nur der Doc und der hatte auch Gitarrenspeaker größer als Michael Jordan :)

    Zitat


    hatte das schonmal geschrieben: als erstes würd ich eh nen BR "machen" da das am leichtesten zu bauen / entwickeln ist.


    Guter Plan

    Zitat


    nur wo krieg ich die parameter gemesen *grübel*


    von den Treibern? Auch wenn manche hier nicht müde werden jedes Datenblatt anzukreiden, so sind nicht alle Datenblätter zumindest der renomierten Hersteller totaler Mist. Eine Vorauswahl kann man damit schon machen. Schliesslich kann nicht jeder erst mal alla auf dem Markt verfügbaren 15er ordern um sie selber zu testen.... Von Hand messen ist dann gar nich sooo schwer, fast jedes Messystem oder jede Software hat da eine Möglichkeit und so manches kann man mit Hausmitteln ganz gut erledigen. Die oben erwähnte Literatur hilft in dem Punkt auch weiter, ich würde mich erst mal an Dickason und D'Appolito halten, bevor ich mich durchs Forum verwirren lasse, warum "alles quatsch" ist :) Warum mancher Einwand hier dann bei ganz genauer Betrachtung einen wahren Kern hat merkst Du dann mit der Zeit, fürs erste kann man IMHO aber die Kirche im Dorf lassen und mit Hausmitteln, Messbox, Soundkarte, Multimeter, Widerständen, Sack zucker / Volumenmethode / zusatzgewichten /Knete / etc... leben und probieren..

    Zitat


    ---> messequipment ist doch sicher nicht gerade billig? -das wäre nach dem invest von tausenden euros an büchern und jahren der lesearbeit das nächste große invest denke ich.


    also wenn du den dickason und D'appolito hast, bist du erst mal recht gut gerüstet. Ist für den Anfang nicht die leichteste Kost, aber wenigstens sachlich und fachlich richtig und bisschen technischen Background hast du ja - also nur zu. Dann eine Deomversion von Arta und auf der Arta Homepage die Anleitungen zur Testbox für IMP-Messungen und die topps&tricks durchlesen. Damit kommst Du schon mal sehr weit. Ein einfaches ECM8000 oder ähnliches für unter 60 Euro reicht für erste Messungen auch mal aus, eine M-Audio 2496 für 50 euro gebraucht bei ebay, eni MPA102 von Monacor oder einen Selbstbau Preamp, alles einmal zum kalibrieren schicken (40 euro oder so) und du bist hardwaretechnisch mit rund 200 Euro dabei und kannst durchaus gute Messungen damit machen - wenn Du dann weisst was Du tust.. Arta hilfe hilft da weiter. Arta Lizenz sind 80 euro, ein fairer Preis...
    Nicht ganz so ins Detail gehend, aber für die Praxis auch nutzbar sind die Hobbybox Bundles, da gibts ab und zu was im Paket für noch ein paar euro weniger - kann man auch durchaus damit arbeiten.
    MLSSA ist zu teuer und wenn auch wirklich nett, makrofähig und co.. einfach nicht merh soooo herausragend.. würde ich mir als Hobby mensch nicht mehr antun.
    dann eher ein gebrauchtes Clio oder ein DAAS3L/32/pro, da gibts auch kalibrierte Messmikros und messboxen dazu. mit beidem kann man sehr gut arbeiten und Parameter messen.
    Der Dayton Speaker messdingsbooms, äh woofer tester... ist dann ähnlich wie das ATB PC so ein Komplettpaket für unter 200 Euro, das die rudimentärsten Sachen kann.. Allerdings kann man hier so wenig Einfluss auf das "wie gemessen wird" nehmen, dass man schon auch mal Käse messen kann... Aber auch hiermit kann man arbeiten.. Für Leute, die einen weniger wissenschafltichen Zugang haben wollen evtl. ein kostengünstiger und guter Einstieg.
    "vo hand" messen kann man die TSP natürlich auch, schau da mal in Hobby Hifi und Co rein, da gibts alle Jahre mal eine Anleitung, wie man das mit Konstantspannungsmethode und Co macht, vielleiht fgibts auch was im Netz, weiss nich

    Zitat


    aber Sabbel, kein chance ... den wind aus den segeln nimmst mir nicht mit dem apriltext .. aber mega geschreiben 8)


    Hihi, ich wollte auch überhaupt nix irgendwo rausnhemen, ich hatte nur so nen Schreibflasch :) Je merh Leuet diesem Hobby verfallen - desto besser.. Ich wünsch mir die Selbstbau-Läden der 80er/90er zurück (wenn ich mal viel Zeit habe und mich dumm und dusselig verdiene mach ich das wieder... dann den ganzen Tag nur fachsimpel, Boxen hören, Kaffee mit Kunden schlürfen... super!!!! :) )

    hornresp

  • Jobsti
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    • 3. April 2009 um 00:39
    • #19

    Ich empfehle da mal HiFi-Selbstbau, die bieten die Monacor Mikros inkl. Preamp an, fertig kallibiert mit MikroKorrekturFile für ARTA usw.
    Das reicht für den Anfang locker aus, da geht schon einiges.

    Soundkarte tuts auch erst mal eine günstige Externe für um die 150-200€ (Soundblaster Audigy ZS geht aber auch super), sollte FullDuplex können,
    24 bit/96kHz ist noch net notwendig, erst wenn's hoooch klirrt ;)

    Dann nur noch ARTA kaufen und die PDFS abackern.

    Mit freundlichen Grüßen
    B. Jobst | Fa. Jobst-Audio | 36396 Steinau Ulmbach | Germany | http://www.Jobst-Audio.de
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    Nützliche Tools | Limiter berechnen, Schaltungen usw.

  • Hörnli
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    • 3. April 2009 um 00:44
    • #20

    Moin,

    Zitat von "Stefan Pohle"

    nur wo krieg ich die parameter gemesen *grübel*

    daheim, mit Haushaltsmitteln ;)

    Zitat von "Sabbelbacke"

    von den Treibern? Auch wenn manche hier nicht müde werden jedes Datenblatt anzukreiden, so sind nicht alle Datenblätter zumindest der renomierten Hersteller totaler Mist.

    Nein, sind sie sicher nicht, nicht alle sind totaler Mist. Einige sind sogar recht brauchbar, wenn man das "werbliche Toleranzfeld" kennt. So kann man meim Hersteller "X" einfach genau 20% vom angegebenen BL abziehen, und erhält so das tatsächlich am Chassis meßbare BL. Hersteller die das BL erst garnicht angeben zählen mit Sicherheit nicht zu den Renomierten.

    Das BL ist für die Hersteller ein recht teurer Parameter, für den Lautsprecherentwickler und Nutzer ein Kostensparender. Der Wert besagt wieviel Kraft der Antrieb bei einem gegebenen Strom entwickelt. Für die Hersteller teuer ist dieser Parameter, weil er sich zum Beispiel durch starke Magnetanordnungen und sehr enge Luftspalte erhöhen lässt. Enge Luftspalte erhöhen jedoch die Ausfallquote durch Spulenklemmer, die Hersteller müssen einen Kompromiss mit der minimal machbaren Fertigungstoleranz suchen, und starke Magnetanordnungen kosten schiertes Geld. Darum wird fleißig gemogelt. Für den Nutzer lohnt sich ein starker Antrieb, da so aus wenig Endstufenleistung viel Kraft entsteht, und es nur mit einer genauen Angabe überhaupt möglich ist Ergebnisse vorherzusagen, und so das Boxvolumen passend zur gewünschten Einbaugüte zu wählen.

    Messen lässt sich das BL sehr einfach, man benötigt eine stellbare Spannungsquelle, ein Billigmultimeter und Zucker in Tüten.

    Zum BL gehört in jedem Fall der Gleichstromwiderstand Re der Schwingspule, da sich damit die nötige Spannung zum Strom, und letztendlich die nötige (Endstufen-)Leistung ergibt. Auch hier mogeln Hersteller, da sich mit dünnerem Draht und mehr Windungen kostenlos ein höheres BL ergibt. Nachmessen lohnt.

    Ein weiterer Basisparameter ist die bewegte Masse Mms. Auch hier gilt, daß ohne genauen Wert eine gezielte Abstimmung nicht möglich ist.

    Auch die Mms lässt sich recht einfach messen, Tongenerator vom PC, Verstärker, Vorwiderstand, Multimeter, und Zusatzgewicht.
    Vollautomatisch ermittelt man dabei auch die Freiluftreso.

    Alle weiteren T&S-Parameter lassen sich aus diesen beiden Messungen korrekt errechnen.


    Damit ist dann das Verhalten eines Chassis im unteren Frequenzband vorhersagbar, und damit Lautsprecherboxen simulierbar. Wenn es bei Party- PA nicht um hohe Lautstärken mit wenig Investition ginge wäre nun alles klar ... aber Thiele&Small haben ihr Formelwerk lediglich für "Small Signal Parameters" geschaffen, und auch so benannt. "Small" ist hier nicht der Nachname von Richard ;)


    Für Großsignal, darum handelt es sich bei Musikwiedergabe auf Parties immer, gibt es noch einen weiteren Haushaltstest, mit dem man die häufig verschwiegenen oder verschleierten geometrischen Daten des Antriebs herausfinden kann. Unter dem X-max stellt sich jeder Hersteller was anderes vor.

    Dazu schraubt man das Chassis in eine geschlossene Box, und gibt eine Sinusfrequenz deutlich unter der Einbaureso drauf und dreht lauter und leiser. Man merkt recht schnell bei welchem Hub der Klang sich rapide ändert und der tatsächliche x- max erreicht ist.

    Ob die Mittellage stimmt und der Antrieb symmetrisch ist sieht man recht leicht mit einen Sinus über der Freiluftreso bei nicht eingebauten Chassis. Das sieht dann so aus:
    http://www.youtube.com/watch?v=fwf-NPH4KpY

    Würde man dieses Chassis auch nur in der Nähe des tatsächlichen X-max (Hvc-Hg)/2 betreiben, würde es schon während der ersten Party zerstört ;)

    Das Problem heißt DC-Displacement, und trifft auch Selbstbauer, die eigentlich alles richtig machen, und alle Bücher gelesen haben.

    Grüße


    TSP-Messung:
    http://www.party-pa.de/phpBB/viewtopic.php?f=27&t=56717

    Lebe wohl, Michael Ebners Universum

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