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Entwicklung eines Horntops

  • Stefan_Ertel
  • 12. Januar 2011 um 22:15
  • Mark Halbedel
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    • 1. März 2011 um 20:30
    • #41

    Was dem Herrn noch hilft, ist eine Weiterführung des Verdrängungskörpers bis knapp vor die Membran.
    Dann ist auch der Tiefpaß aus Luft vor dem Treiber (Feder) und Luft im Horn (Masse) nicht so tief.
    Man kann wirklich nah rangehen. So, daß der Treiber bei extremster Vollauslenkung gerade nicht anschlägt.
    Wenn Du beim 121 auf 10mm rangehst, reicht´s knapp über 1kHz, denke ich.

    Falls unklar ist, was gemeint ist, ein in der Breite des Verdrängungskörpers abgeschnittener flacher Kegelstumpf
    mit großem Radius gleich Membranradius, kleiner Radius Dustcapradius+5mm, mit der Konussteigung, so hoch, dass es mit der Dustcap bei der Montage des Treibers mit so 7mm ausgeht.

    Grüsse, Mark

  • Thomas
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    • 2. März 2011 um 07:18
    • #42

    Bei deinem Foto fehlen die seitlichen Bretter aber noch.
    Zumindest stimmen Plan und Foto an den Seiten nicht überein.

  • Mark Halbedel
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    • 3. März 2011 um 20:35
    • #43
    Zitat von "Thomas"

    Bei deinem Foto fehlen die seitlichen Bretter aber noch.
    Zumindest stimmen Plan und Foto an den Seiten nicht überein.

    Stimmt. Mit den Brettern würde das Horn zwar besser (und überhaupt) funktionieren, da weniger resonant und lauter, aber dann ist´s Essig mit den gemessenen 200 Hz... :grin:

    Grüsse, Mark

  • SRAM
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    • 3. März 2011 um 21:35
    • #44

    Vergleich die Baupläne nochmal:

    a) das Teil ist hinten viel zu breit (warum eigentlich ?)

    b) du hast eine sehr unschöne Stufe rechts und links eingebaut, das hat mit Hornführung nichts zu tun.

    c) du hast weder Druckkammer noch die Diffraktionsschlitze


    Gruß SRAM

    P.S.: es ist wirklich sinnlos, irgendwelche Pläne einzustellen. Es arbeitet sowieso keiner nach Plan..........

    I watched a snail crawl along the edge of a straight razor. That's my
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    straight razor, and surviving.

  • Stefan_Ertel
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    • 5. März 2011 um 18:32
    • #45

    a) das Teil ist hinten viel zu breit (warum eigentlich ?)

    Damit ich bei der entprechenden Höhe die gewünschte Halsfläche bekomme.

    b) du hast eine sehr unschöne Stufe rechts und links eingebaut, das hat mit Hornführung nichts zu tun.

    Welche Stufe meinst du? Die welche direkt als Hornhals beginnt?

    c) du hast weder Druckkammer noch die Diffraktionsschlitze

    Diffraktionsschlitze habe ich nicht weil ich dachte das man die erst bei wirklich großen Flächen benötigt.
    (Du hast ja auch keine auf deinem Plan und wenn ich mir andere Horntops ansehe finde ich dort auch keine.)

    Die Druckkammer ist nur nicht auf dem Plan, jedoch aber vorhanden.

    War die Bemerkung zu den Plänen auf deine oder meine Pläne bezogen?

  • Mark Halbedel
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    • 6. März 2011 um 02:12
    • #46

    Die Hornhalsfläche ist (mal so geschätzt) 400cm^2, das ist für mein Empfinden sehr viel, wenn man "hoch hinaus" (obere Trennfrequenz/ Wirkungsgrad) will.
    Mein Single12"Horn hat 130cm^2, also Membranflächen/Hornhalsflächenverhältnis Sd/St von über 4. Unter 2,5 passiert nicht (arg) viel.

    Nebenbei, ein Kompressionstreibermitteltöner (11cm Membrandurchmesser, immerhin auch Pappe) wie der B&C DCM50/DCX50 hat ein Sd/St von etwa 8 (!!, inclusive Phaseplug natürlich).

    Das mit der niedrigen Hornkonstante sieht bestimmt schick aus in der Simulation, was die untere Grenzfrequenz angeht,

    allein, für den Rest fehlt mir der Glaube.

    Grüsse, Mark, der den steinigen Weg der Hornirrtümer auch bereits beschritt. Allerdings ohne Internet.

  • SRAM
    Profi
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    • 6. März 2011 um 21:39
    • #47

    Gut, dann mal from scratch:

    - normalerweise fängt man nicht mit dem Chassis an, sondern wählt das Chassis nach dem Einsatzzweck: das geht hier nicht.

    - dann klopft man das Chassis per Simulator darauf ab, was es denn kann. Ich nutz dazu hornresp, aber das Auswahlprocedere ist analog Keele und auch im JBL tech-paper beschrieben.

    - zunächst Chassisparameter eingeben. Dann Tools --> System Design --> with Driver wählen.

    - der erste Hinweis gibt das Programm selber indem die optimalen Eckfrequenzen als Voreinstellung erscheinen: danach wäre der Treiber mit 52 bis 520 Hz eigentlich ein guter Kickbass, aber kein Mitteltonspezialist.

    - nun stellen wir iterativ die obere Eckfrequenz so ein, daß die Kompression (also SD durch S1) 5 (besser 4, aber hier haben wir keine Wahl, weil wir den Treiber nach oben ziehen müssen) nicht übersteigt und setzen dabei die untere Grenzfrequenz etwas unter die gewünschte untere Grenzfrequenz --> 140 zu 490 Hz tut es fürs erste.

    - das Horn ist uns nun etwas zu lang geraten und auch die Mundfläche ist nicht mehr so richtig transportabel --> wir reduzieren daher die Länge auf 40 cm und die Mundfläche auf 40 X 40 cm = 1600 cm², das sieht deutlich besser aus

    - nun wieder mit diesen Werten simulieren und die Energiekurve betrachten --> so von 200 bis 800 Hz haben wir volle Energie, das ist soweit ganz gut (viel mehr ist mit dem Chassis nicht möglich beim Energiefrequenzgang)

    - jetzt kontrollieren ob die Geometrie noch machbar ist: VRC ist mit knapp 3 Liter recht klein, aber noch machbar (man braucht allerdings schon Verdränger), Vtc liegt in der Größenordnung des Konusvolumens des Chassis, das geht also noch ohne größeren Phaseplug als Verdränger vor der Membran.

    - nun sollte man die Frequenz- und Impedanzkurve des Chassis betrachten. Wir setzen bei dem ganzen Design ja voraus, das das Teil noch als Konus schwingt und nicht schon in alle Richtungen aufgebrochen ist. Es findet sich ein erster größerer Einbruch bei ca. 650 Hz, mit etwas Kompromißbereitschaft kann man sicher bis 800 Hz ziehen (man sieht aber auch: die 520 Hz wären deutlich unproblematischer :wink: )

    - nun nochmals simulieren und Tools --> Directivity --> 0 Grad wählen. Siehe da, das Teil beamt schon ganz schön ! (zur Kontrolle mal 40 Grad eingeben, dann sieht man, wieso dennoch der Leistungsfrequenzgang abfallen kann). Diese Verhalten ist der Grund, wieso viele aneinander vorbeireden, wenn es um solche Hörner geht --> der Frequenzgang auf Achse ist KEIN Kriterium für die obere Grenzfrequenz des Hornes, der Leistungsfrequenzgang muß stimmen.

    ........und wie man das jetzt angeht kommt in den nächsten Tagen.

    Gruß SRAM

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  • ralfi bauer
    Beiträge
    2
    • 14. März 2011 um 08:54
    • #48

    Hallo, Sram,

    sehr interessante Hornentwicklungen! Kannst du bitte was zum Abstrahlwinkel des 4x10-Horns sagen, zur unteren Grenzfrequenz und ab wann der HT übernehmen muss? Oder mal ne Messung anhängen? Danke!

    Cu, Ralfi

  • matthias falke
    Beiträge
    1.844
    • 14. März 2011 um 09:28
    • #49

    Abstrahlwinkel lässt sich einfach mit einem Winkelmesser ermitteln. Obere Grenzfrequenz weiß ich nicht. Geeigneter Treiber ist glaube ich der Delta 10.

  • Stefan_Ertel
    Beiträge
    13
    • 27. März 2011 um 22:39
    • #50

    Schönen guten Abend miteinander,

    Ich wollte mich nur mal melden um zu sagen das ich das Projekt vorerst auf Eis lege.

    Ich werde warscheinlich einen Standard Monitor mit dem PD121 bauen.

    Falls ich mich doch dazu entscheide an dieser Stelle weiterzumachen seid ihr die Ersten die davon erfahren.


    Schöne Grüße

    Stefan Ertel

  • mike severloh
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    893
    • 11. April 2011 um 14:58
    • #51
    Zitat von "Matthias Falke"

    Ist das H236 von Seeburg, sogar mit Messung gekauft. :grin:
    ...
    Sollte eigentlich passen.


    Hi Matthias,

    wie tut das ganze jetzt ? Kannst was über Trennung und Flankensteilheit, sowie Zeit-Korrektur schreiben ? Interessiert mich mit Deinem 3weg-Setup, zumal ich mein paar dieser Mittenhörner mit den eigentlich zu langen EV HP640 kombiniere, mit Zeitkorrekturen.

    Merci,

    Mike Severloh.

  • matthias falke
    Beiträge
    1.844
    • 9. Mai 2011 um 18:51
    • #52
    Zitat von "Mike Severloh"


    Hi Matthias,

    wie tut das ganze jetzt ? Kannst was über Trennung und Flankensteilheit, sowie Zeit-Korrektur schreiben ? Interessiert mich mit Deinem 3weg-Setup, zumal ich mein paar dieser Mittenhörner mit den eigentlich zu langen EV HP640 kombiniere, mit Zeitkorrekturen.

    Bin leider noch nicht viel weiter, spiele allenfalls mit der Größe der Rückkammer rum.
    Im Moment geht die gewinnbringende Arbeit vor. Ich krauche bloß noch auf irgendwelchen Dächern rum um Lnb`s zu tauschen. Die Leute scheinen in Zuge der analog digital Umstellung langsam panisch zu werden.
    Ich bin mir immer noch nicht sicher welchen Hochtontreiben ich nehmen soll, ich denke ich muss so um die 900Hz trennen.
    Kann mir in diesem Zusammenhang jemand sagen was mit dem DCX50 pegelmäßig machbar ist.
    Ansonsten habe ich jetzt den HF14AT geordert um diesen mit dem Intertechnik Adapter an dem H236 zu messen.
    Mittelton bleibt jetzt der L15L750 von RCF, welchen ich über eine konische Adapter Platte an dem Horn befestigt habe.
    Im Moment sieht es halt so aus,


    Uploaded with ImageShack.us

    Man beachte die verschiebbare Rückwand :grin:

  • matthias falke
    Beiträge
    1.844
    • 21. Mai 2011 um 15:56
    • #53
    Zitat von "SRAM"

    ........und wie man das jetzt angeht kommt in den nächsten Tagen.

    Ich warte voller Ungeduld. :)

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