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Welche Digitalkonsole würdet ihr bevorzugen?

  • mike j.
  • 18. März 2012 um 19:41
  • mike j.
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    • 18. März 2012 um 19:41
    • #1

    Naja, man ist wieder mal auf der Suche nach was neuen...

    Es ist geplant neue Digiconsole anzuschaffen. Bei den Controllern habt ihr uns schon auf eine sehr gute Schiene gebracht. In der näheren Auswahl stehen:

    Soundcraft: SI Compact
    Allen and Heath: GLD (mit allen Stageboxen)
    Yamaha: LS9

    Bei allen Marken eventuell auch die nächstgrößere Serie, also Si1, iLive T112 oder auch das PM5D.

    Wir werden uns auf jeden Fall alle Pulte einmal auf der PLS anschauen, eh klar.

    Was sind die Randkriterien?
    - Gute Soundqualität (hier sollen ja unter Insidern die Yamaha einen recht schlechten Ruf haben bezüglich der Wandler)
    - gibts ein Pult mit Sidechaining (Bearbeitungssignal für Gate und Comp. von einem anderen Kanal beziehen)
    - akzeptanz bei mittelmäßigen Riderjobs
    - 32+ Inputs
    - Audinate Dante Karte erhältlich

    Das SiCompact schaut eher aus wie aus einem Mickymausfilm, hat mir auch zuwenig Fader, das Si1 hat eine komische Bedienung, es wurde mir aber bislang noch nicht genauer eklärt, vielleicht ists ja was anderes wenn man die verschiedensten "kniffe" kennt.

  • Campfire
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    • 18. März 2012 um 21:20
    • #2

    iLive T112

    Sonst bisher schon gemischt habe ich auf (damit man meine Empfehlung einschätzen kann..):
    01v96, o2R, LS9, M7, PM5D
    Presonus Studiolive

    Die SI compakt wurde mir mal kurz erklärt.

    Die Ilive finde ich am schönsten zu bedienen und am flexibelsten (bei ausfall der Surface oder Platzmangel mischen mit laptop an der stagebox möglich)

    http://www.facebook.com/peter.trinkle

  • skyworker
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    • 18. März 2012 um 22:40
    • #3

    Nichts von Digico in der engeren Wahl? Und: was darfs denn kosten?

    Kein Applaus für Scheiße!

  • mike j.
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    • 19. März 2012 um 15:22
    • #4
    Zitat

    Nichts von Digico in der engeren Wahl? Und: was darfs denn kosten?

    Hab nichts gegen Digico :-), nur für ein SD7 reicht die Kohle dann auch nicht.

    Es ist so: Es gibt eine kleine Auswahl an Pulten im Bereich 10k Euro. Das sind Yamaha LS-9, A&H GLD und das SiCompact von Soundcraft. Wenns was wirklich brauchbares hier gibt hab ich nix dagegen.

    Die nächste Liga ist dann bis 20k, das wären dann Yamaha PM5D, A&H iLive T112 oder von Soundcraft das Si1. Wenns in der 10k Klasse nix gescheites gibt und das doppelte wirklich rentiert, dann maximal 20k Euro inkl. dem Dante Interface. Ob externe Stageboxen oder nicht ist mir im Grunde egal, wir haben genug analoge Multicores.

    Yamaha scheidet im Grunde aus, da sie laut einigen einschlägigen Foren die schlechtesten Wandler haben sollen (ja ich lese auch im gearslutz Forum).

    Somit sind Erfahrungen anderer in den genannten Bereichen gefragt. Ich hatte bis jetzt nur LS 9er im Einsatz. Von der Bedienung find ichs Cool, aber es müsste mal was neues her.

  • maccaldres
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    • 19. März 2012 um 23:54
    • #5

    ich würde dir im unteren preissegment dann das 32er si-compact ans herz legen

    kann von haus 32 kanäle, kann aber mittels software update auf 2.0 bis zu 48 kanäle die über eine digitale stagebox eingespielt werden können

    zu den wandler muss ich nichts sagen, ist halt studer ^^

    LS9 ist grausig und klang miserabel

    I-Live T-Serie geht vonner bedienung, finde ich "klanglich" aber nicht ansprechend
    zur I-Live GLD kann ich nichts sagen

    Presonus fällt wohl raus, wenn ich die andern genannten pulte so als "basis" annehme

    Meister für Veranstaltungstechnik

    AUDIODEMON - Audioengineering & Tourservice

  • skyworker
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    • 20. März 2012 um 06:43
    • #6

    Nur ein kleiner Denkanstoß von mir (eigentlich sinds zwei): wer hier über Klangvorteile diskutiert, der sollte direkt bei gesparten 50+ Metern Kupfer anfangen - die nämlich klanglich durchaus positiv ins Gewicht fallen, wenn man eine Konsole mit digitalem Core vorzieht. Welcher Wandler da nun in der Stagebox stecken mag - wer hat Lust auf einen Blindtest? Kleine Anekdote dazu - ich hatte die Möglichkeit, eine bekannte Digitalkonsole wahlweise mit oder ohne externe, 3rd Party Digitalcorelösung an Meyer UPJ mit verschiedensten Quellen zu hören. Maximale Ernüchterung, denn es gab praktisch keinen Unterschied, dafür aber lockere 3.500 Euro Aufpreis. Dann haben wir mal - realitätsnah - die 10 Meter Kabel zwischen Pult und Mikro durch 70 Meter Analogcore + 10 Meter Mikrokabel ersetzt... wer merkt was?

    Ach ja - und die zweite Anmerkung dazu: in einer Umgebung, in der Pulte wie ein LS9 oder ähnliche eingesetzt werden, ist der AD-Wandler sicher nicht das klanglich limitierende Element.

    Kein Applaus für Scheiße!

  • 4Art
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    • 20. März 2012 um 17:21
    • #7
    Zitat von "skyworker"

    Ach ja - und die zweite Anmerkung dazu: in einer Umgebung, in der Pulte wie ein LS9 oder ähnliche eingesetzt werden, ist der AD-Wandler sicher nicht das klanglich limitierende Element.

    Das unterstreiche ich jetzt mal rot, fett und mit doppelter Linie.

  • mike j.
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    • 20. März 2012 um 17:35
    • #8

    Genau deswegen auch der Thread: wir haben 2 von den LS9 Dingern und glücklich ist damit keiner. Bedienung mit etwas Übung OK, die meisten Techs kennen die Pulte, nur klingen tut was anderes :-).

    Hab mir noch das SD11 angeschaut. SD9 ist zu teuer, wenn das wirklich 28k kostet. Die PLS wird morgen und am Donnerstag mehr verraten :-).

  • 4Art
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    • 21. März 2012 um 08:56
    • #9

    Wobei ich jetzt mal behaupte, dass Kollege Sky da was ganz anderes gemeint hat :wink:

    Ich kenne GUTE Tontechniker, die machen mit einem Yamaha MG16/6 in einem akkustisch schwierigen Umfeld einen Wahnsinns-Sound und ich kenne Tontechniker, die meinen, dass Sie gut sind, und bei denen klingt's auch mit einem XL-4 nach überhaupt gar nichts.

  • skyworker
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    • 21. März 2012 um 09:20
    • #10

    Naja, teils-teils, es kommt natürlich auf den Menschen an, der das Pult bedient, da bin ich ganz der Meinung von 4Art. Aber sind wir doch mal ehrlich - der Großteil der Jobs in diesem Umfeld passiert unter suboptimalen Voraussetzungen. PA kann nicht ordentlich gebaut werden, 2/3 der Backline ist irgendwie anders, die Mikrofonauswahl eingeschränkt, ... Diese Liste mag jeder für sich persönlich vervollständigen (das häufigst unzureichende PA nicht zu vergessen). Und dann kommt hier der selbsternannte "Wandlerflüsterer" um die Kurve (ich meine niemanden konkretes damit!!!) und moppert über harsche Midlowhighbassfrequenzen aus dem Wandler... An der Stelle fang ich langsam an zu grinsen.

    Ein guter Anfang wäre schon mal, wenn jeder wüßte, wie Instrumente klingen müssen oder sollen (ich nehm mich da bisweilen nicht aus) und wenn jeder hier wüsste, was er mit dem ganzen Zeug in so einer Konsole oder so einem Rack sinnvoll anstellen kann

    Aber das führt glaub ich zu weit...

    Kein Applaus für Scheiße!

  • treibsand
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    • 21. März 2012 um 10:05
    • #11
    Zitat von "skyworker"

    Ein guter Anfang wäre schon mal, wenn jeder wüßte, wie Instrumente klingen müssen oder sollen (ich nehm mich da bisweilen nicht aus) und wenn jeder hier wüsste, was er mit dem ganzen Zeug in so einer Konsole oder so einem Rack sinnvoll anstellen kann

    Aber das führt glaub ich zu weit...

    Zu weit?
    Vielleicht.
    Man kann ja erstmal klein anfangen und sich wünschen, dass jeder 5. bis 10. überhaupt weiss, was er tut...

    b2t: in dem angegebenen Preisrahmen würde ich erstmal genau darüber nachdenken, welche Anforderungen der Tisch haben muss. Welche Bedienbarkeit erwünscht ist. Wie gross er sein darf/muss. Was an Peripherie vorhanden und/oder wünschenswert ist. Bei wem man gute Konditionen erhält (also sowohl monetär, als auch vom Service). Wer das Pult nutzt und letztlich auch, wie es sich vermieten lässt - will sagen: wie es sich bezahlt macht.

    Wir reden hier ja letztendlich immer noch über "Budget"-Pulte oder seh' ich das bei

      digital
      32Inputs
      10.ooo€

    falsch??

    edith erinnert mich gerade an Uli's neues Pult... :roll:

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.

  • hans geschwind
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    • 22. März 2012 um 20:36
    • #12

    Hab mir gestern die GLD "angeschaut" auf der PLS.

    Budget Alternative zur iLive, jedoch mit nich so super Fadern... Wackelt etwas die Nummer.
    Konsole ist jetzt flach, Display ablesbarkeit könnte im sitzen leiden.
    Bedienung wie iLive, vom Kurs her interessant.

    Bist weit unter 10k für die komplette Konsole mit Stagerack, Cases, cat5 Trommel etc. ...

  • skyworker
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    • 23. März 2012 um 08:00
    • #13

    Und? Was hat der Messebesuch des TS ergeben? Ich bin gespannt!

    Kein Applaus für Scheiße!

  • mike j.
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    • 23. März 2012 um 22:34
    • #14

    Digico SD11 wäre im Budget, jedoch leidet die Kanalzahl ein wenig.
    Soundcraft hat kein Dante, aus dem Rennen.
    Yamaha - die alten bekannten, wegen Bedienung und Wandlerqualitäten aus dem Rennen.
    Allen and Heath: das GLD überzeugt auf ganzer Linie mit 48inputs und über 24 outs um den Kurs. Bedienbarkeit geht ohne Anleitung, Preis sehr gut und volle Dante Unterstützung.

    Bei den größeren (iLive) erst ab dem T112 interessant, hat aber komplett auch seinen Preis (hingegen zum GLD).

    Sonnst hab ich nichts gescheites gesehen.

    Falls es nicht noch ein riesen Argument für was anderes gibt, wirds A&H sein. Die Jungs waren sympatisch, der Vertrieb zickt nicht und die Leistung passt auch und das analoge GL2400 tut auch bestens was es soll. Also entweder GLD oder das T112 oder wie das Teil heißt.

  • skyworker
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    • 24. März 2012 um 08:51
    • #15

    32 rein, 24 raus, 8er Ausgangsmatrix - wo fehlen da beim SD11 Kanäle?

    Und was heißt, der Vertrieb zickt nicht? Jetzt bin ich schon neugierig geworden?

    Kein Applaus für Scheiße!

  • tufkadib
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    • 25. März 2012 um 09:58
    • #16
    Zitat

    Welche Digitalkonsole würdet ihr bevorzugen?


    Gar keine. Ein Analogmischpult kann ich selber reparieren. Digitalbüchsen sind da schon wesentlich aufwendiger.

    MfG
    DirkB

  • johannesdreßel
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    • 30. März 2012 um 12:05
    • #17

    Angesichts der netten Features die A&H im Vergleich zu anderen bietet, würde ich auf GLD oder T setzen. (Pseudogaintracking bei T Serie, doppeltes Aufbohren der physikalischen Inputs) Sind alles Dinge, die LS9 nicht bietet.

    Naja und über Preis-Leistung brauchen wir nicht zu reden. Das einzige Problem mir A&H: Fehlende Akzeptanz. Leider.


    Johannes

  • skyworker
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    • 30. März 2012 um 13:02
    • #18
    Zitat

    Das einzige Problem mir A&H: Fehlende Akzeptanz. Leider.

    - deine Wahrnehmung möcht ich haben...

    Kein Applaus für Scheiße!

  • mike j.
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    • 30. März 2012 um 13:04
    • #19
    Zitat

    Fehlende Akzeptanz. Leider.

    Man hat eher allgemein mit der akzeptanz von Digipulten zu kämpfen.
    Bei allen Ridern, die ich bisher in der Hand hatte und darin ein Digitalpult erwähnt wurde, stand nur, dass ein damit vertrauter Techniker vor Ort sein soll - keine Marke, kein sonnstwas.

    Wenn wir auch 95% aller Jobs mit dem Pult erledigen können, ist das rechtens so. Bei allen anderen, wo ein bestimmtes Pult gefordert ist, soll das bezahlt werden, sonnst gibts das nicht. Zumietmöglichkeiten gibts bei uns in der Region genug von LS9 bis größere Digico Sachen.

  • johannesdreßel
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    • 30. März 2012 um 13:18
    • #20
    Zitat von "skyworker"

    - deine Wahrnehmung möcht ich haben...


    Hmmm ich glaube das kam falsch an.

    Folgendes Beispiel:

    Bieteste einem Fremdtechniker eine M7 an, wird der in 90% der Fälle sagen: Cool. Nehm ich.

    Bieteste einem Fremdtechniker eine T112/idr32 an, wird der in 80% der Fälle sagen: Nee, will ich nicht.

    Die ilive Tische haben leider nicht das Standing wie andere Kandidaten. Mir kamen sogar schon Leute unter die statt der ilive eine LS9 wollten. Warum? Weil die LS9 nun mal eine Art Standard ist (Yamaha hat die ersten Livetische gebaut und in hohen Stückzahlen verkauft). Allen & Heath kamen da leider später auf den MArkt und haben natrülich nicht den Absatz mitnehmen können wie Yamaha jahre zuvor. Daher kann jeder Yamaha, jeder kennt Yamaha und Neues wird erstmal distanziert betrachtet.

    Das spiegelt zumindest meine Erfahrungen wieder. Kann durchaus sein, dass Euch da anderes passiert ist.


    Zitat von "Mike J."

    Man hat eher allgemein mit der akzeptanz von Digipulten zu kämpfen.
    Bei allen Ridern, die ich bisher in der Hand hatte und darin ein Digitalpult erwähnt wurde, stand nur, dass ein damit vertrauter Techniker vor Ort sein soll - keine Marke, kein sonnstwas.

    Wenn wir auch 95% aller Jobs mit dem Pult erledigen können, ist das rechtens so. Bei allen anderen, wo ein bestimmtes Pult gefordert ist, soll das bezahlt werden, sonnst gibts das nicht. Zumietmöglichkeiten gibts bei uns in der Region genug von LS9 bis größere Digico Sachen.

    Hmmm. Also im Rider der Band die ich betreue steht, dass prinzipiell alles schick ist, außer Yamaha analog, digital ab LS9 und kein Innova Son.

    Die Gründe hierfür sind ganz einfach. Persönliche Präferenzen. Die Innova Kisten an denen ich bisher geabreitet hab waren klanglich in meinen Augen alle grandios. Nur muss ich gestehen, dass ich nicht fähig bin Setups vorher dafür zu bauen. Bedienung ohne Babysitter war auch nicht wirklich einfach. Bin also einfach zu blöd für die Teile.

    Ich habe allerdings auch schon an Pulten gearbeitet die ich vorher nicht kannte (Pro06, mein erstes Mal PM5 oder VI4) und trotzdem lief es ohne Probleme, weil immer ein guter Babysitter da war beziehungsweise weil es zum Teil selbsterklärend ist. Ich freue mich immer auf Unbekannte, andere wiederum lehnen erstmal ab. So sind sie die Menschen.

    Deswegen finde ich den Plan mit zumieten ganz schick. Wer sich vollends quer stellt, hat dann eben Pech gehabt und bekommt das, was er mit aller Gewalt will.

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