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Praxiserfahrungen - Monitormix & FoH

  • Christian Engel
  • 13. September 2003 um 21:08
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    Christian Engel
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    • 13. September 2003 um 21:08
    • #1

    in diesem beitrag soll es um erfahrungen mit verschiedensten methoden der erstellung eines monitormixes vom foh aus gehen. vorteile, nachteile, usw.

    ich werde gleich einmal beginnen. dazu muss man wissen, dass ich viel im r'n'r-bereich tätig bin. sep. monitorplätze sind in 90% der fälle nicht vorhanden, d.h. 4 monitor-wege vom foh aus.
    jahrelang habe ich compressoren (die bei dieser musikrichtung für die vocals unerlässlich sind) einfach im jeweiligen vocal-kanal geinsertet.
    immer wieder bekam ich feedback-probleme, sänger hatten ihre stimmdynamik durch das "verfälschte" signal im monitor nicht mehr im griff.
    dann bin ich vor einiger zeit von dieser methode weg hin zum komprimieren in der subgruppe. das brachte die erhoffften vorteile, z.b. mehr gain-before-feedback. auch die jeweiligen sänger waren mit dem monitormix zufriedener.
    soweit, so gut. das problem, dass sich mir nun allmählich offenbart sind die vocal-fx und auch hier macht mir die gewaltige dynamik mancher "rockröhren" etwas zu schaffen. da ich ja erst in der subgruppe komprimiere, habe ich das unkomprimierte signal auch am fx über den entsprechenden aux-send anliegen.
    hier der widerspruch: einerseits das "geglättete" signal, das ich über den kompressor in der subgruppe bekomme, andererseits das fx-signal mit der dynamik des original-signals. das passt leider nicht immer wirklich zusammen.
    die lösung wäre natürlich recht simpel: kompressoren im fx-signalweg. da ich für die vocals m-one xl nutze, wäre ein entsprechendes preset kein problem, jedoch möchte ich für dynamics keine der beiden engines verschwenden (ich arbeite sehr viel mit vocal-effekten).
    beim mpx-100, den ich für simples delay & echo nutze, stehe ich sinnigerweise vor derselben problematik.
    vielleicht ein zusätzlicher kompressor für die betreffenden aux-master?

    bei all den vorteilen, die mir subgruppenkompression bietet, tendiere ich nun doch wieder mehr und mehr zur standard kanal-insert-methode.

    das splitten von vocal-kanälen für einerseits front-, andererseits monitor-sound ist leider keine option aufgrund ständiger kanalknappheit. (hauptsächlich 24-er und 32-er konsolen).

    Wenn's nicht rockt isses für'n Arsch...

  • alter ego
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    • 14. September 2003 um 02:04
    • #2

    ich komprimiere fast immer in den Kanälen. Nachdem ich kompressoren (zumindest bei halbwegs erfahrenen Sängern) nicht als Leveler einsetze, sondern eher als Limiter (6:1 - 10:1 bei ca. +10dB), zieht das auch keine Feedbackprobleme nach sich. wenn man irgendwelche Mikrophonunerfahrenen Sänger hat, bleibt halt wirklich nur noch, noch irgendwo ein Overhead oder eine Tom zu sparen, den Trommelhall nur noch Mono zurück ins Pult zu schicken,..., und die Vocals zu splitten.

    laut statt hell!

  • KREISS
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    • 14. September 2003 um 05:46
    • #3

    Würde generell versuchen die Leadvox zu splitten.
    Mal von Dynamics abgesehen, finde ich es sehr charmant für beide Anwendungen unterschiedlich EQ`en zu können.

    Wie Alter Ego schon sagte, FX kann man auch mono zurück führen und nen Zuspieler geht dann halt auf nen Auxreturn.
    Je nach Umfang der Band, kann man durchaus mal den einen oder anderen Kanal "einsparen"...und auf nen 32er Tisch bekommt man meistens alles inkl Splitts problemlos ( keine Ahnung was für Besetzungen Du anliegen hast ).

  • tthorsten
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    • 14. September 2003 um 08:55
    • #4

    ich comprimiere imm in der subgruppe das geht immer ganz gut oder splitte die gesänge auf jedenfall das geht auch immer

    wenn zu wenig kanäle wird für hall und CD und toms hilfs kanäle verwendet oder unnötiges weggelassen.


    wenn der drummer dann auf einem mic an jedem tom besteht bekommt er eines hin gemacht dass dann im kabelsalat verschwindet oder per Y adapter zusammen gefasst wird.
    hören tun sie den fake nicht aber meistens geht es ja mit zwei mics die toms oder mann fragt vorher spielste die oft dann kommt auch oft ach kannste weglassen . OV dann tiefer hängen und gut OV in MONO ghet auch


    wenn natürlich Percussion band mit fettem bläser satz plus übliche rocknroll besetzung, dann sehe ich da schon ein masives kanal problem
    evtl mit sub mixer arbeiten.


    Ansonsten weniger ist mehr.

    Lautsprecherentwicklung nach mass
    Ansprechpartner für das Forums MUFU projekt

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    Christian Engel
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    • 14. September 2003 um 09:51
    • #5
    Zitat

    ( keine Ahnung was für Besetzungen Du anliegen hast ).

    für 08-15-konzerte mit einer standard r'n'r oder top-40band geht aus kostengründen immer ein 24er pult mit raus, es sei denn, die situation oder ein rider erfordern anderes...

    und da herrscht selbst bei standard-bands schnell kanalknappheit. natürlich kann man jetzt ans kanal-einsparen gehen. muss man sehen, was dann im einzelnen wirklich sinnvoll wäre.
    ich werde erst einmal die lead-vocals splitten, die back-vocs dann halt im kanal komprimieren. von der subgruppenkompression habe ich mich jedenfalls verabschiedet.

    Wenn's nicht rockt isses für'n Arsch...

  • Janko
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    • 14. September 2003 um 12:29
    • #6

    Also ich komprimiere eigentlich immer per Kanal-Insert.
    Ausnahme: Events mit im 3 Minutentakt wechselnden Künstlern oder 14 Mann starke Kinderchöre mit Einzelmikrofonierung ;)

    Bislang hatte ich damit nie wirkliche Probleme. Wie einer der Kollegen schon bemerkt hat, muß man evtl. mit dem Leveller-Betrieb aufpassen, wobei nach meiner Erfahrung selbst ein (gemäßigter) Einsatz in dieser Richtung äußerst selten zu Problemen führt. Unerfahrene Sänger machen meist andere Sachen falsch (Mikro alle zwei Sekunden in den Moni halten, "Rappergriff").

    Und bis auf einmal kamen auch alle damit klar, wenn es ab einem gewissen Level eben zwecks Feedback nicht mehr lauter ging - kann also sooo tragisch nicht gewesen sein und die Ohren dankens ihnen. Und der eine andere Typ war eh taub (wem als Sänger einer Schunkelcombo zwei MAXe am Modul nicht reichen, dem ist nicht zu helfen).

    Also mit Bedacht komprimieren und den MON-EQ benutzen. Sollte klappen.


    Janko

    "Lauter" ist nicht "besser"

  • jeff
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    • 14. September 2003 um 12:42
    • #7

    wiso baut eigentlich kein hersteller einen "vor insert" auxweg?

    wär doch mal ne maßnahme oder?

    (lötkolben anheiz :D )

    ich hätte ja am liebsten 3:

    1. unkomprimiert zum monitor

    2. komprimiert zum holz

    3. komprimiert zum FX und nicht aufs holz
    (das schieben von delays ect. macht sich mit nem flachbandpegelsteller deutlich einfacher als mit den fummligen potis)

    *träum, schwelg*

    meine rechtschreibfehler sind urheberrechtlich geschützt und unterliegen der VG wort

  • Benny
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    • 18. September 2003 um 21:04
    • #8

    wenns dein eigenes pult ist wäre der lötkolben evtl wirklich eine initiative! löte dir doch einen schaltbaren insert hinter die abzweigung der auxe und vor das l/r- group- bus- routing. da die fxe ja in der regel hinter dem fader hängen solltest du da das komprimierte signal haben, die pre-fader monitor auxe bleiben von der sache unberührt. habe schon einige pulte umgebaut und bin beim verkauf noch nie auf die nase gefallen, die meisten käufer sind einsichtig wenn man das problem erklärt.

    gruß benny

    "...Wer den Durchfall hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen...!"

  • ADMIN
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    • 19. September 2003 um 00:27
    • #9

    Stellen wir die Frage doch mal so herum: Was tun bei chronischer Kanalknappheit?

    Kleines, billiges Pult, das man noch in den Techniker-Koffer stecken kann, und damit die Zuspielen und die FX-Returns zusammenfassen.


    Von Kompressor auf der Gruppe halte ich eher wenig: Da brüllt einer in sein Mic, und alle Voxe werden leiser.

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • jeff
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    • 19. September 2003 um 07:31
    • #10

    @ benny, danke für den tip! ja das ist mein pult und ich löte da eh gerade drin rum.

    das ist ne echt billige schüssel, dummerweise hat das pult kein routing nur n pfl und einen "an" schalter für den kanal wenn ich den abschalte geht nix mehr auf die auxe, wenn ich ihn anlasse get das orig. signal auf den master. also hab ich erstmal ein pseudo routing eingebaut, also n schalter der das signal von der summe nimmt.

    zum glück hat das pult für jeden kanal eine eigene platine (uff), ich bin aber kein e techniker somit dauert das "lesen" der platine immer etwas länger :roll:

    alles in allem soll das ein sub mixer für gesangs FX werden. die band die ich betreue spielt normalerweise auf kleinen konzerten mit mehreren bands, da ist kanalknappheit eígentlich immer gegeben.

    der plan ist nun das signal welches aus dem kompressor kommt auf 3 kanäle meines pultes zu geben. dann auf 2 kanälen über die auxe einmal in ein kurzes delay zum doppeln und einmal in ein 2. delay für 1/4 delay geschichten. das nicht über die fader zu fahren ist n ding der unmöglichkeit (ohne knoten die finger).

    das ganze dann zurück ins hauptpult und von da in den hall.

    mein gott was n aufriss :D

    gibt´s andere vorchläge???

    grüße

    meine rechtschreibfehler sind urheberrechtlich geschützt und unterliegen der VG wort

  • microsound.de
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    • 19. September 2003 um 13:09
    • #11

    So wie der ADMIN das schildert, habe ich es auch schon erlebt. Ich fahre deshalb bei sehr engagierten Sängern/innen auch schon mal doppelt: Kompressor im Kanal UND in der Gruppe. Das macht dann Sinn, wenn da ein ordentlicher Background-Chor dabei ist, der dann besser mit den Lead-Vocals zusammenzubringen ist. Und die Spitzen-Pegel im Lead-Gesang werden über eine härtere Kompression im Kanal ausgeglichen.

    Ich hatte noch keine Probleme mit Delay und Kompression, weil ich Delay eigentlich nur bei Balladen einsetze, und da sind die Pegel-Sprünge nicht so doll, dass eine starke Kompression notwendig ist.

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    • 19. September 2003 um 16:58
    • #12

    so, wie ihr das schildert, hatte ich das aber nicht gemeint.

    ich habe tatsächlich jeden lead-vocal-kanal auf eine mono-subgruppe geroutet und dann praktisch jeder stimme ihren eigenen kompressor - per insert in der betreffenden gruppe - zugewiesen. also keine wirkliche gruppenkompression, sondern immer nur eine signalquelle pro gruppe pro kompressor.
    mit back-vocs hat das natürlich nicht mehr gefunzt, wer hat schon zuviele subgruppen?!? ;)

    Wenn's nicht rockt isses für'n Arsch...

  • wora
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    • 28. September 2003 um 03:11
    • #13

    ich komprimiere die vocals in den subgruppen, außer bei einem meiner schwarzen spezis, der bekommt nen limiter in seinem kanal :roll:

    somit steht für monitoring immer die volle dynamik zur verfügung...

    bei einigen effektgeräten kann man intern eine kompressorfunktion einstellen. das ist sehr nützlich.
    das muss man natürlich erstmal austesten, da die gain reduction nie angezeigt wird (ausser beim D-Two).
    nach einiger zeit hat man den bogen raus und folglich keine probleme mehr...

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

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