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Nutzen von cues bei Bandshows

  • guma
  • 2. November 2017 um 12:00
  • guma
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    • 2. November 2017 um 12:00
    • #1

    Kollegen, die wenig mit Theater oder Shows mit szenischen Abläufen zu tun haben, haben ziemlichen Respekt vor der Nutzung von Snapshot/scene/Cue Automationen. Schön wäre, wenn wir hier zusammentragen könnten mit welchen Tools bei welchen Pulten solche "Operationen" wie hier 'bemis' Beispiele

    Zitat von bemi

    ..... oder programmiere mir einen Cue, was ich analog mit einem Kanal und Drehen gemacht habe. Ich mag digital lieber.

    Z.B. Snarekanal normal und Snarekanal Rimshot oder Snarekanal über Gesangsmikro (weil der Trommler sein Snaresolo an der Bühnenkante über sein Gesangsmikro spielt). Umpatchen, Effekt- und Monitoranpassung (=Abschaltung ;) ) geht mit einem Klick. Und vor allem geht zurück genauso schnell _und_sicher_ auch wieder.

    Oder: Bläser wechselt sein Instrument. Früher: Kanal on the fly umstellen, heute einfach anderen Kanal aufziehen. Schon klar, dass das analog auch funktioniert hätte. Aber soviele Y und freie Kanäle hatte ich da nicht (und mir wäre das auch nicht in den Sinn gekommen).

    Oder Solist geht nach vorn (gerne kombiniert mit Instrumentenwechsel): Solist auf Solomonitor auf, Solist beim Drummer auf, ggf. Effekte anpassen. Kann man alles ungefähr kurbeln oder sich einfach als Cue abspeichern. Funktioniert auch mit wechselnden Solisten; analog quasi gleichzeitig zu Kurbeln in zwei Kanälen, digital zwei cues.

    Was man analog sich schnell zurechtkurbeln konnte, geht heute digital auf anderem Wege viel schneller und zuverlässiger.

    unfallfrei funktionieren. Wie ist die Speicherhierarchie, wie werden recall Filter eingesetzt, welcher update Modus wird genutzt u.s.w. Bitte hier die Fraktion 'vieeel zu gefährlich' mal draußen zu bleiben. :)

  • karel noon
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    • 2. November 2017 um 12:12
    • #2

    Puh, weites Feld da ja die Art der Speicherung stark vom Pult abhängt.

    Ein Beispiel: an meiner S3L nutze ich snapshots um die user Layer umzuschalten.

    Hierbei ist es so das zwar alles gespeichert wird, aber beim abrufen eben gewählt wird was recalled wird.

    Da wähle ich eben nur User Layer aus, und brauche so auch keine recall Safes oder andere Dinge.

    Per User Key und einem Event ( so nennt sich das bei Avid) rufe ich diese snapshots bei bedarf ab.

    Vorteil ist das so auch weitere snapshots für andere Dinge möglich bleiben.

    Privater Account mit meiner persönlichen Meinung.

    Sollte es ein Problem mit meiner Neutralität zu einem Thema geben mache ich das im Beitrag kenntlich. :thumbup:

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    Application Support Engineer - HK Audio

  • Seven
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    • 2. November 2017 um 15:16
    • #3

    Was ich mir im X32 gebaut habe:

    Speichern von Fader-Positionen, Panorama und FX-Send je nachdem welche meiner 4 Vocals in dem Track grade Lead und welche Backings singen. Lead Vocals stehen 3-4 dB raus und sind als einzige mittig im Panorama. Backing Vocals gehen dezent aus der Mitte und via FX dezent weiter nach hinten. Das Ganze wird in ein Snippet gespeichert und dann einfach Recalled.

    Was ich dort schade finde: Das ich dort Panorama und Faderposition nicht getrennt halten kann.

  • floger
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    • 2. November 2017 um 16:22
    • #4
    Zitat von Seven

    Was ich dort schade finde: Das ich dort Panorama und Faderposition nicht getrennt halten kann.

    Doch kann man. Man muss nur die Dateien im Texteditor öffnen und unerwünschten Ballast rauswerfen.

  • wora
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    • 2. November 2017 um 17:30
    • #5

    szenen-recalls benutze ich in der dLive generell hauptsächlich für zwei dinge:

    a) komplette band-szenen mit allen funktionen, auch für verschiedene standard-locations.

    b) FX szenen

    alles andere mache ich gewöhnlich von hand während der show.

    die FX szenen enthalten für manche shows auch die send-levels, ich habe aber meist einige standard-szenen in denen wirklich nur die inhalte und die EQs der effekte recallt werden, sonst nix.

    was ich dazusagen muss: momantan habe ich keine band zu betreuen, die ganz spezielle wünsche hat oder ganz komplexe soundänderungen benötigt. sobald sowas mal wieder ansteht, werde ich meine logik selbstredend anpassen.

    es kommt also auch darauf an, welche künstler man betreut.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • bemi
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    • 8. November 2017 um 11:21
    • #6

    selbst wenn ich von Hand auf eine neue Situation reagiere, die nach dem nächsten Song wieder weg ist, lege ich mir vorher einen Snapshot an, auf den ich wieder zurückspringe, um nicht alle Parameter wieder wegkurbeln zu müssen (und 2 von 7 zu vergessen oder nicht ganz richtig zu machen). Das geht mit jedem Digitalpult. So kommt man schnell zurück zu einem "stabilen Zustand".

    Anderes (Snarekanal auf Rimshot mit extra FX) geht nur mit ziemlich schlauem Cuesystem und mit zwei Cues (hin und zurück) oder zumindest mit vorherigem Speichern des "stabilen Zustands", siehe oben.


    Solche stabilen Zustände gibts bei mir gern auch mehrere. Also den einen oben genannten, vor der Sondersituation. Dann einen "Solist A" kommt nach vorn, Musiker B übernimmt in der Band die Funktion von Solist A (anderes Instrument, anderer Effekt); zweiter Solist C kommt nach vorn, braucht die Effektmaschine von Solist B mit anderem Effekt. Bis hierhin ginge alles mit "hinterher zurück zum stabilen Zustand". Wenns aber in der Zugabe nochmal von vorn los geht, gibts die zwei Solosituationen auch als cue.

    Wichtig ist, dass man alles gut dokumentiert oder zeitnah nicht mehr gebrauchtes wieder löscht.

    Cues sind bei mir sehr dynamisch, oft nichts was man über viele Shows mitzieht.

    Ich starte mit der Standard Cue für die Band, weiss wie ich zu den anderen Cues komme und lege mir die dann für diesen Showtag an. Wichtig ist, dass man auch lernt sinnvoll zu isolieren.


    Achja, statt cues verwende ich gern auch mal übrige EQ Bänder. D.h. ich habe vielleicht im Normalbetrieb nur ein oder zwei EQ Bänder in Verwendung. Für Sondersituation nutze ich die freien EQ Bänder. Wenn die Sondersituation kommt, einfach die passenden Bänder aktivieren/deaktivieren.

    Viele Grüße aus dem Allgaeu - Michael "bemi" Bernhard
    https://bemiton.wordpress.com/

  • bemi
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    • 8. November 2017 um 11:25
    • #7

    das kann übrigens schon mal schiefgehen. Z.B. Ansager auf ISOlate, Cue aufrufen, Ansager Gain ändert sich doch weil der Monitorsplitkanal eben nicht isoliert ist ... Dafür gibts aber meist auch Lösungen (die einfachste: aus der Startcues alle anderen am Showtag selbst on the fly erstellen, siehe oben)

    Viele Grüße aus dem Allgaeu - Michael "bemi" Bernhard
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  • audiobo
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    • 8. November 2017 um 12:00
    • #8

    bei üblichen Musik- und Sprachgeschichten:

    - Szene 001: Clean - persönliche Standardoberfläche vorbereitet mit Routing, Effekten usw. aber ohne EQs und Kanal-Thresholds über- bzw. unterhalb der Arbeitsbereiche (Gates aus), teilweise HPF

    - "milestones", also verschiedene Bands an einem Abend, Events die ich zusammengefasst in einer Show speichere

    - unterschiedliche FX-Einstellungen (wenn vorhersehbar)

    - unterschiedliche Kanaleinstellungen (für Solo o.ä., wenn vorhersehbar)

    - Einspieler verknüpft mit verschiedenen EQ / Ortungseinstellungen, wenn das Pult auch Audio abspielen kann

    - DCA-reset

    Matrix und Outputs werden idR nicht aufgerufen

  • guma
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    • 8. November 2017 um 12:43
    • #9

    bemi

    Ok, für die Rückwärtssicherung einer händischen Aktion braucht man natürlich keine 'safe' Funktionen, weil man einfach nur den letzten gespeicherten Zustand wieder aufruft. Wo allerdings manche Pulte Probleme machen, ist das Speichern eines kleinen Satzes von Parameteränderungen so, dass man sie zu einem beliebigen späteren Zeitpunkt, zu dem an anderen Stellen des Pultes viele Veränderungen vorgenommen worden sind, wieder aufrufen kann, ohne das Pult als Ganzes platt zu machen. Die meisten Pulte speichern ja erst mal alles und was von geladen wird, geht über eine Art Filter. Die dafür vorgesehenen recall safe Funktionen sind dafür in der Regel entweder zu grob oder zu mühseelig kleinteilig zu konfigurieren.

    Wie handelst Du das genau oder was verstehe ich jetzt falsch?

  • bemi
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    • 8. November 2017 um 13:04
    • #10

    bei den Vi kann ma je cue genau festlegen welche Parameter drin sind. Meist reicht mir aber wirklich: ziemlich alles mit aktivierten Isolates. Und ich glaube nicht, dass du was falsch verstehst ;)

    Will aber sagen: oft reicht es Mutes/Enables von irgendwas zu speichern.

    Und ich will einfach immer alles irgendwie nachvollziehbar haben/ zurück können.


    Was manchmal schön wäre: "Differenzcues", also keine Absolutwerte zu speichern, sondern "xx dB mehr von diesem oder jenem" und dazu passend natürlich auch die Umkehrung. Also: bei Rimshot Band3 SnareEQ top +6dB. Und beim "negativen Aufruf" dementsprechend -6dB ;)

    Viele Grüße aus dem Allgaeu - Michael "bemi" Bernhard
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    2 Mal editiert, zuletzt von bemi (8. November 2017 um 13:18)

  • wora
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    • 8. November 2017 um 13:10
    • #11
    Zitat von audiobo

    - DCA-reset

    gute idee!

    werde ich gleich mal übernehmen ;)


    ich hab übrigens noch szenen für unterschiedliche beleuchtungssituationen, zum resetten der Matrix und "Mute 1-64" :)

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • bemi
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    • 8. November 2017 um 13:13
    • #12

    zum Thema DCA: allein die Zuordnung zu DCAs zu speichern ist schon genial.

    So wie dieser Kollege:

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    Was dann noch schön wäre und mir fehlt: Layerbelegung in einer Cue.

    Viele Grüße aus dem Allgaeu - Michael "bemi" Bernhard
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  • guma
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    • 8. November 2017 um 14:05
    • #13
    Zitat von bemi

    Was dann noch schön wäre und mir fehlt: Layerbelegung in einer Cue.

    Geht bei A&H schon beim GLD ...:)

  • guma
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    • 8. November 2017 um 14:07
    • #14
    Zitat von bemi

    Was manchmal schön wäre: "Differenzcues", also keine Absolutwerte zu speichern, sondern "xx dB mehr von diesem oder jenem" und dazu passend natürlich auch die Umkehrung. Also: bei Rimshot Band3 SnareEQ top +6dB. Und beim "negativen Aufruf" dementsprechend -6dB ;)

    geht perfekt bei DiGiCo SD ... :)

  • guma
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    • 8. November 2017 um 14:10
    • #15
    Zitat von bemi

    bei den Vi kann ma je cue genau festlegen welche Parameter drin sind. Meist reicht mir aber wirklich: ziemlich alles mit aktivierten Isolates. Und ich glaube nicht, dass du was falsch verstehst ;)

    Ist "Isolates" bei Vi das gleiche wie recall safe bei Yamaha?

  • audiobo
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    • 8. November 2017 um 15:14
    • #16

    Ja, mit dem Unterschied dass es auch Showübergreifend funktioniert

  • HenrySalayne
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    • 8. November 2017 um 15:41
    • #17

    Und das man einen dedizierten Knopf dafür über jedem Fader dafür hat.

    Hinweis: Alle Fehler in diesem Beitrag sind KI-generiert.

    Einmal editiert, zuletzt von HenrySalayne (8. November 2017 um 16:09)

  • karel noon
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    • 8. November 2017 um 15:44
    • #18

    Layer in Cue geht auch bei Avid ( zumindest der User Layer )

    Privater Account mit meiner persönlichen Meinung.

    Sollte es ein Problem mit meiner Neutralität zu einem Thema geben mache ich das im Beitrag kenntlich. :thumbup:

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    • 8. November 2017 um 16:55
    • #19
    Zitat von HenrySalayne

    Und das man einen dedizierten Knopf dafür über jedem Fader dafür hat.

    Das ist wohl das Entscheidende für das Arbeiten mit den Cues 'on the fly' ... ein dezidierter Button, der 'Channel recall safe' schnell 'on demand' auch durch drüberratschen oder wie bei DiGiCo durch gleichzeitiges Halten des 'Option all' buttons für eine große Zahl von kanälen an- und wieder abschalten lässt statt einer zu langsamen Auswahl über ein tiefer liegendes Menue.

    Übrigens ein fettes Danke an alle Threadbeteiligten für die sehr ausführlichen Beiträge ... so macht ein Forum Spaß! :)

  • pfeiffe
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    • 8. November 2017 um 17:36
    • #20
    Zitat von bemi

    zum Thema DCA: allein die Zuordnung zu DCAs zu speichern ist schon genial.

    So wie dieser Kollege:

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    Was dann noch schön wäre und mir fehlt: Layerbelegung in einer Cue.

    Das Video is ma cool - der Dude mischt die Show auf jeden Fall nicht das erste Mal :thumbup:

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