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18"/21" BR-Gehäuse mit 18sound NLW9601 o.ä. für PAF212 - Tops

  • SimonKlaffl
  • 10. September 2021 um 11:40
  • SimonKlaffl
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    • 10. September 2021 um 11:40
    • #1

    Hallo liebes Forum,

    ich bräuchte mal eine Entscheidungshilfe und will es so kurz wie möglich halten:

    Ich will mein System deutlich verkleinern und versuchen, mit 4x halbwegs handlichen single 18" oder 21" BR-Kisten so nah wie möglich an mein jetziges System ranzukommen, welches pro Seite aus 4x X1 mit V18-1000 und 4x 15" BPH mit PD.154 und oben drauf 1x PAF212 + JMsat12 als infill besteht. Am Sound gibt es nichts zu bemängeln, Headroom ohne Ende... aber 16 Kisten > 50kg rumwuchten ist hobbymäßig halt einfach nicht mehr drin. Bin wohl zu alt geworden.

    Die großen 18sound Chassis sind ja inzwischen deutlich günstiger geworden und da ich mit einer Hoellstern 14.4 auch ausreichend Leistung am Start habe, würde ich die gern mal ausprobieren. Behalten will ich nur die PAF212 und die zwei besten/stärksten Amps. (Die PAF212 hängen an einer Lexa 9000QX, so dass ich auch noch 2 Kanäle übrig hätte um evtl später noch irgendeine Kickfill nachzurüsten, sollte es denn nötig sein.)

    Also eigentlich ist die kurze Frage: Welches BR-Gehäuse bietet mit mit welchem der o.g. Chassis (bzw. in dieser Preis/Leistungsklasse) den besten Kompromiss aus Kick und Sub? Auf Kickfill würde ich gerne verzichten, bin aber sehr verwöhnt was den Punch betrifft. Auf den Tiefgang von den X1 könnte ich noch eher verzichten, braucht man eh viel zu selten.

    Danke schonmal für eure kurzen Antworten ohne Grundsatzdiskussionen ;)

  • Fux
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    • 10. September 2021 um 13:23
    • #2

    Wenn Deine Topteile weit genug runter können:

    Ich habe mal eine größere Simulationsaktion in AJ Horn durchgeführt um rauszufinden mit welchem 18"/21" Chassis man in noch "kompakten" BR Gehäusen einen möglichst hohen akustischen Output zusammenbekommt.

    An besten eignete sich der B&C 21SW152 in 190L BR getuned auf 33Hz . Tunnelquerschnitt 480cm² und 48,3cm lang. (wird so auch vom Hersteller empfohlen)

    In meiner AJ Horn Simulation (für 2 Bässe am Boden stehend) komme ich da auf 135 dB im Bassbereich und bei nicht mehr relevanten 180Hz auf 3dB mehr ohne dass die Membranen zu weit ausgelenkt werden. Das entspricht einer Leistung pro Chassis von etwa 3kW (was natürlich nicht dauerhaft geht ;-).

    Bei weiterer Erhöhung der Eingangsspannung geht bei um die 45 Hz nicht mehr lauter, da dort der maximale Hub der Chassis überschrittten würde. Auf der Tuningfrequenz (33Hz) und auch bei Frequenzen über 60/70Hz würde das Hublimit auch bei noch mehr Eingangsspannung nicht überschritten, aber wohl das Chassis endgültig gegrillt werden.

    In einem "stinknormalen" Bassreflexghäuse von nicht mehr als 190 Litern (+ Tunnelvolumen etc.) hat sich kein anderes Chassis bei mir besser simuliert.

    In doppelt ventilierten Bandpassgehäusen, bei denen die hoch abgestimmte Kammer sich nach vorne "hornförmig" erweitert (wozu es ja von verschiedenen Herstellern heutzutage detaillierte Bauvorschläge inkl. Controllereinstellungen gibt) läßt sich aus solchen Chassis noch etwas mehr heraus holen bis das Hublimit überschritten wird, aber natürlich nicht in einem noch "kompakten" 190L Gehäuse.

    P.S.

    Eine Powercompression durch warm werdende Schwingspulen berücksichtig AJ Horn natürlich nicht.

    Die von mir simulierten 18"er benötigen für ähnlichen Tiefgang ein ähnlich großes Gehäuse, mit dem Nachteil dass der maximal erzielbare Schalldruck geringer ist. (Tja, Membranfläche mal Hub :)

    Dafür könnte man sie evtl. höher trennen, wenn man's denn braucht.

    Viele Grüße,
    Fux

  • Fux
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    • 10. September 2021 um 13:37
    • #3

    Ergänzung: Die Tunnelabmessungen gelten für einen "normalen" & freistehenden Tunnel.

    An der Boxenwand lang, oder noch "schlimmer" in den Boxenecken passt dann die unveränderte Tunnellänge natürlich nicht mehr!

    Mit insgesammt 4 davon, zusammen mit Deinem Amping, geht da schon ganz gut etwas im Bassbereich und es ist vom Ladevolumen noch halbwegs kompakt.

    (kommen da die Tops auch mit?)

    Viele Grüße,
    Fux

  • madmax
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    • 10. September 2021 um 19:43
    • #4

    ...also im Prinzip sowas wie ein KS21 ?

    Wobei da wohl eher was Kleineres als der SW152 stecken könnte.

    Ich kann da bloß die Philosophie dahinter nichtganz verstehen. Der 6"-B&C in 4 Ohm würde den Amp schön ausreizen und bestimmt noch einiges an Pegel holen können.

    Legt man deine (Fux's) Betrachtung zugrunde.

    Der KS dürfte netto auch irgendwo bei 200 Liter liegen und der krumme Port recht lang sein.

    Weil eben krumm.

    Ich anstelle des TS würde mir allerdings lieber paar jungendliche Helfer mitnehmen, statt das recht stimmige Setup einzudampfen. ;)

    Gehst halt den heute üblichen Kompromiss ein...

    Never stop a running System

  • Fux
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    • 10. September 2021 um 22:06
    • #5

    Falls der Threadstarter das von mir simulierte evtl. bauen möchte, kann ich gerne noch die Simulation (Graphen etc.) hochladen.

    Aber bitte nicht die nötigen Verstrebungen vergessen, da rührt sich ganz schön was, und die Verstrebungen so anordnen, dass keine gleichgroßen Flächen entstehen.

    Aber das weiß der Threadstarter wahrscheinlich eh selbst.

    Die Simulationen hatte ich deswegen angestellt, da ich am überlegen war unter den Martin Audio F2B (doppel 15" Hörnern mit ca, 1,6m Hornlänge) noch eben diese Chassis im 190 L Reflex bis ca. 70Hz mit einem Delay von 1,6m parallel laufen zu lassen. (Tops sind die "Old mans Horntop")

    Da macht es dann auch nichts aus wenn das schwermembranige 21"er sind, da alles über 70 Hz bis 220Hz rein aus den Basshörnern kommt.

    Die Chassis würde ich bei meiner Anwendung in 8 Ohm wählen, mit älteren konventionellen, gebrückten "Trafoendstufen" (Festinstallation, daher Gewicht egal)

    Aber ich ringe noch mit mir selber, ob das ganze dann nicht doch etwas "oversized" für den Raum ist...

    Viele Grüße,
    Fux

  • test
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    • 11. September 2021 um 13:19
    • #6

    schau dir mal die konstruktion von coda sc4 oder sc2p an. kompakter geht es nicht und der poutput ist wirklich beeindruckend für die gehäuse größe. 2 doppel 15 er für ein 200 mann konzert und die bässe hatten noch 5 db luft.

    http://www.crystal-hannover.de
    Beschallung, Beleuchtung, LED technik
    Trussing, Line Arrays

  • schotte
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    • 11. September 2021 um 13:49
    • #7

    Hallo,

    BMS Bass Chassis kann man auch direkt kaufen denn die stecken ja in Coda Subs ... :)

    Das mit den Bässen hier über "Leistung" als Grundansatz zu regeln wird auch hier der falsche Weg sein ... nicht ohne Grund dimensioniert man Bässe von der Menge so das man pro T.M.T. Pappe im Top erst mal ZWEI Bass Chassis nimmt da drunter. Macht hier also 2 doppel 15" pro Seite unter einem doppel 12" Top oder 'wegen mir' auch 3 Stück single 18"er damit ein gescheites / Sinniges / Stimmiges Gesamtsystem entsteht. 3er Päckchen hat auch den Vorteil das man CARDIO damit fahren kann und 'zufällig' ergeben sich auch passende Stacking höhen bei beiden Varianten ...

    corn* Schotte

    Einmal editiert, zuletzt von schotte (11. September 2021 um 18:05)

  • ralle14
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    • 12. September 2021 um 12:02
    • #8
    Zitat von Fux

    Falls der Threadstarter das von mir simulierte evtl. bauen möchte, kann ich gerne noch die Simulation (Graphen etc.) hochladen.

    Aber bitte nicht die nötigen Verstrebungen vergessen, da rührt sich ganz schön was, und die Verstrebungen so anordnen, dass keine gleichgroßen Flächen entstehen.

    Ich möchte da etwas hinzufügen: Ein 21" Reflex mit 480cm² Portfläche funktioniert vielleicht in der Simulation, aber nicht in der Praxis mit aktuellen Langhubchassis bei Vollast. Ich würde immer möglichst anstreben, dass Portfläche >= 1/2 Membranfläche ist.

    Ich habe selbst entwickelte Doppel 15" BR Bässe mit mittigem Expo-Port (37Hz Tuning) im Einsatz, also ziemlich gleiche Membranfläche / Verschiebevolumen zu einem 21" Chassis. Die Ports haben 700cm² am Einlass und 1400cm² am Ausgang und das ist unter Vollast hart an der Grenze zu Strömungsgeräuschen. Tut euch selbst den Gefallen und spendiert den Tunneln ordentlich Querschnitt, es lohnt sich bei Output und Sound. :)

  • Fux
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    • 12. September 2021 um 15:30
    • #9

    Kommen die Strömungsgeräusche sicher von einem zu kleinen Portquerschnitt, oder eher von der inneren "eckigen" Kantes de Ports? ("Pfeifen")

    Der Luftzug um die Kante einer Holzplatte sorgt nämlich für ganz ordentlche Verwirbelungen.

    Hast Du Erfahrungen mit Berechnungen von abgewinkelten Ports (wenn man die Länge bei großem Querschnitt sonst nicht unterbringt)? Da finde ich nämlich keine Literatur dazu.

    P.S.

    Ein schönes Finish haben Deine Lautsprecher!

    Viele Grüße,
    Fux

  • ralle14
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    • 13. September 2021 um 19:25
    • #10
    Zitat von Fux

    Kommen die Strömungsgeräusche sicher von einem zu kleinen Portquerschnitt, oder eher von der inneren "eckigen" Kantes de Ports? ("Pfeifen")

    Die Strömungsgeräusche kommen hauptsächlich von scharfen Kanten, an denen Verwirbelungen entstehen. Auch wenn bei mir die Porteinlässe großzügig abgerundet sind kann man das bei hohen Strömungsgeschwindigkeiten wohl nicht 100% unterbinden. Ist aber erstmal nur "Kosmetik", bei zu geringem Querschnitt und damit zu hohen Luftgeschwindigkeiten im Port kommt es pegelabhängig zu Strömungsabrissen und damit zum teilweisen Verlust der BR Wirkung. Der Port komprimiert und der Nutzschall lässt sich irgendwann nicht mehr erhöhen.

    Zitat von Fux

    Hast Du Erfahrungen mit Berechnungen von abgewinkelten Ports (wenn man die Länge bei großem Querschnitt sonst nicht unterbringt)? Da finde ich nämlich keine Literatur dazu.

    Nein, meine Bässe haben grade Ports und nur die Holzstärke der Portbretter in Verbindung mit einem großen "V" an der Rückseite ist die Umlenkung. Es gab meines Wissens nach von JBL ein AES-Paper (?), in dem das Strömungsverhalten von verschiedenen Portformen untersucht wurde. L-Acoustics zum Beispiel hat den Port des KS28 nicht ganz ohne Grund so designed. ;)

    Zitat von Fux

    P.S.

    Ein schönes Finish haben Deine Lautsprecher!

    Danke, die Gehäuse (bis auf das kleine 8"/1" Top) sind kein Selbstbau mehr, sondern Auftragsfertigung. :S

  • Fux
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    • 13. September 2021 um 23:34
    • #11

    Das JBL Paper kenne ich!

    P.S.

    Meine Martin F2B sind auch Auftragsfertigung nach CAD Zeichnung. Auf die ganzen Winkel hatte ich damals keine Lust und auch noch nicht das richtige Werkzeug dafür.

    Der gute Mensch hat meine AutoCAD Datei umgesetzt für CAM und auf einer großen CNC Maschine dann gefräst.

    Viele Grüße,
    Fux

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