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Tischmikrofone Vergleich

  • a.wild
  • 24. Januar 2023 um 15:36
  • a.wild
    Gast
    • 31. Januar 2023 um 11:31
    • #21
    Zitat von Marian Humann

    Mir hat vor ein paar Jahren ein Vertreter der Herstellers geraten deshalb zwei ME36 nebeneinander mit 2cm Abstand zu nutzen, den "löchrigen" Teil des Korpus dabei so positioniert, dass er auf der horizontalen Achse jeweils gesehen außen liegt. Wir haben uns dann Clipse konstruiert und 3D gedruckt, die vom Schwanenhals immer diesen Abstand festlegen damit "geübte" Redner nicht immer die Mikros verstellen und fahren damit seit Jahren sehr gut mit jeglicher Art unterschiedlicher Redner. Die zwei Mikrofone laufen bei mir zusammen in eine Gruppe und sind minimal mit Panorama versehen (etwa 3-4%, je nach Position des Rednerpultes) um dezent die Sprechrichtung zu unterstützen. Trotz schwieriger Akustik im Saal gab es zum Klang der Rednerpultmikrofone bislang null Beschwerden, selbst bei leisen Rednern.

    Sehr spannend für alle die sowieso immer wieder ME36 nutzen müssen. Wäre es möglich das du die Clipse freigibst zum selbstdrucken? (Gerne sowieso gegen ein Entgelt, kein Weiterverkauf etc...)

  • wora
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    • 31. Januar 2023 um 12:40
    • #22

    so ein gedrucktes exemplar ist sicherlich kein fehler.

    wir haben an einem unserer redepulte zwei EV polarchoice mikros. die wurden schon vor meiner zeit angeschafft, die stadtverwaltung wollte da wohl unbedingt zwei mikros haben.

    ich habe diese mikros dann mit einem kabelbinder zusammengefasst, so dass die kapseln immer nah beieinander sind. da ich davon sowieso immer nur ein einzelnes anschalte, ist das zweite dann einfach der sparepart. die Polarchoice mikros lassen sich in der richtcharakteristik umschalten, so dass eines als niere und das zweite als superniere geschaltet ist. damit kann ich dann bei bedarf schnell zwischen niere und superniere umschalten. in 99% der fälle nehme ich aber die niere.

    was an der kabelbinder-variante aber der größte vorteil ist: die redner können das mikro nicht mehr seitlich wegdrehen, denn durch die beiden mikrofonbuchsen rechts und links oben am pult und den kabelbinder am ende ist da ein recht stabiles dreieck entstanden! so können redner oder rednerinnen das mikro nur nach oben und unten bewegen: wenn sie es aber zu tief machen, können sie ihr skript nicht mehr gut lesen - und wenn sie es zu hoch machen, haben sie die mikros optisch vor der nase. also werden die mikros, meist wohl eher aus versehen, ziemlich richtig eingestellt frech*.

    für mich hat sich das mit dem kabelbinder jedenfalls bewährt ;)

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • Marian Humann
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    • 1. Februar 2023 um 07:03
    • #23
    Zitat von a.wild

    Sehr spannend für alle die sowieso immer wieder ME36 nutzen müssen. Wäre es möglich das du die Clipse freigibst zum selbstdrucken? (Gerne sowieso gegen ein Entgelt, kein Weiterverkauf etc...)

    Frag mal beim Sennheiser Vertrieb, die haben ein Exemplar davon mitgenommen, weil die von meinem Kollegen "konstruierte" Variante besser ist als das Original Sennheiser Teil (für das man die Kapsel abschrauben muss)

    Sollte das nicht erfolgreich sein, schick gerne mal eine persönliche Nachricht durch, ich schau mal ob er das freigibt.

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    • 12. Februar 2025 um 14:55
    • #24

    Ich suche gerade ein paar neue Schwanenhalsmikros fürs Rednerpult.

    Shure hat mir die MX418 mit der R189B Kapsel empfohlen.

    Hat die schon mal jemand getestet?

    Wir haben aktuell MX418 mit 184 Kapsel. Die sind aber praktisch unbrauchbar.

  • paranoize
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    • 12. Februar 2025 um 18:04
    • #25

    Was macht denn die 184er unbrauchbar? 189 sind gerichteter, wenn das die Anforderung ist, wird's helfen. Prinzipiell funktionieren beide Kapseln gut für die jeweilige Anwendung. Ich persönlich entkopple die Dinger gern mit ein bisschen Gummi oder zur Not einer Rolle Gaffer vom Rednerpult und achte darauf ob der Windschutz in Ordnung ist. Dann find ich sie eher unproblematisch

  • Licht_01
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    • 12. Februar 2025 um 18:13
    • #26

    Also schlimmer als die ME36 können sie nicht sein :D

    hier wurden doch auch welche von AKG als sehr solide empfohlen?

  • wora
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    • 12. Februar 2025 um 23:14
    • #27

    solide, zuverlässige und auch akustisch sehr gut funktionierende schwanenhalsmikros gibt es beispielsweise auch von audio-technica... ich hab schon weit über 100 davon verbaut und wurde noch nie enttäuscht.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • lisa f.
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    • 13. Februar 2025 um 20:42
    • #28

    Was ist mit den 184 falsch? Vor allem auf dem längeren Schwanenhals - da würde ich schon fast eher die 185 nehmen um weniger gerichtet zu sein - anyway, bei Rednerpulten muß man immer auf die Umgebung achten.

    Hallige Räume, viel reflektive Flächen, falsche PA falsch aufgestellt, leise Sprecher - und schwupps geht gar nix mehr mit keinem Rednerpultmikro.

    Also was ist Euer Problem?

  • Pulenk
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    • 13. Februar 2025 um 21:19
    • #29

    Ich würde trotz Woras Bedenken auch eine Grenzfläche testen. In unserer sehr halligen Kirche funktioniert das überraschend gut. Wenn der Kunde einen kürzeren Schwanenhals will, geht's vielleicht auch um die Optik.

    Und da ist eine Grenzfläche wunderbar unsichtbar. Es steht nichts im Weg und keiner macht daran rum. Hat sich seit vielen Jahren sehr bewährt...

  • wora
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    • 14. Februar 2025 um 17:35
    • #30

    folgenden nachteil von grenzflächen möchte ich nicht unerwähnt lassen:

    nach einer gewissen zeit der nutzung denkt keiner mehr daran - und schwupps, wird ein textbuch darüber platziert - und man wundert sich, warum niemand mehr etwas versteht.


    ...alles schon erlebt ;)

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • Pulenk
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    • 14. Februar 2025 um 18:57
    • #31

    Du hast schon recht, es gibt nichts, was es nicht gibt...

    Ich weiß jetzt nicht, um welche Konfession es sich bei der Kirche handelt.

    Kenn mich nur mit katholisch aus, und da liegt mittig auf dem Altar immer das Korporale. Ein paar cm mittig hinter dem Korporale liegt die Grenzfläche und da stellt kein Pfarrer irgendwas drauf. Messbuch ist immer seitlich.

  • e-on
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    • 15. Februar 2025 um 04:28
    • #32

    ist doch alles ganz einfach. Die Grenzfläche 1 x durchs Weihwasser ziehen und schon traut sich keiner mehr was drauf zu legen.

    :?:

    Einmal editiert, zuletzt von e-on (16. Februar 2025 um 04:37)

  • simonstpauli
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    • 15. Februar 2025 um 11:41
    • #33

    Eine interessante Begebenheit für mich:

    Gig in einer Kirche. Minimal-Equipment. Sprecher auf der Kanzel. Schwanenhalsmikrofon war vor Ort installiert. Es klang so mies, daß ich neben der Raumakustik auch das Mikrofon in Verdacht hatte. Also flugs ein Shoeps MK4 auf kleinem Stativ hingebaut, räumlich bedingt war die Einsprechrichtung ca. 50° off axis und der Abstand ca. 0,5 Meter. Es klang um Welten besser.

    Und noch eine Anmerkung zu doppelten Mikros: Ganz wichtig ist es ja, nur eins davon aufzumachen. Bei sich viel bewegenden Sprecher*innen habe die ich inzwischen oft in Pulten integrierten Automixer sehr zu schätzen gelernt.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • wora
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    • 15. Februar 2025 um 12:55
    • #34
    Zitat von simonstpauli

    Und noch eine Anmerkung zu doppelten Mikros: Ganz wichtig ist es ja, nur eins davon aufzumachen.

    ich dachte, das wäre seit jahrzehnten bekannt...

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • simonstpauli
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    • 15. Februar 2025 um 14:40
    • #35
    Zitat von wora

    ich dachte, das wäre seit jahrzehnten bekannt...

    Ich wollte es nur noch mal geschrieben haben, weil ja auch Einsteiger hier lesen und das jetzt nicht an jeder Ecke gelehrt wird. Und weil man sich den Tag mit Anlauf versaut, wenn man das nicht beachtet.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
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  • Marian Humann
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    • 15. Februar 2025 um 15:36
    • #36

    Mit meiner in #17 beschriebenen Variante habe ich beide laufen und mach nur ein leichtes Panorama auf die inputs

  • simonstpauli
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    • 15. Februar 2025 um 17:23
    • #37
    Zitat von Marian Humann

    Mit meiner in #17 beschriebenen Variante habe ich beide laufen und mach nur ein leichtes Panorama auf die inputs

    Warum? Das ergibt doch Kammfilter-Effekte, die nicht korrigiert werden können.

    Pack mal einen Automixer rein und check mal, wie der Unterschied ist.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
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  • Marian Humann
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    • 15. Februar 2025 um 17:58
    • #38
    Zitat von simonstpauli

    Warum?

    Ich hab den Tip von Sennheiser bekommen. Ich bilde mir auch ein, ich würde Kammfilter hören, wenn sie da wären.
    Meine physikalischen Kenntnisse reichen aber nicht um irgendwie einschätzen zu können, ob aufgrund der Bauform als Mini-Inteferenzrohr (?) das Thema Kammfilter irrelevant ist, oder es einfach glücklicher Zufall aus der Kombi Raumakustik und Stellplatz für das Rednerpult ist.
    Vielleicht reicht aber auch das Panning in Verbindung mit den Pegelunterschieden aus, um den Kammfiltereffekt zu minimieren.

  • wora
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    • 15. Februar 2025 um 20:56
    • #39
    Zitat von simonstpauli

    Ich wollte es nur noch mal geschrieben haben, weil ja auch Einsteiger hier lesen und das jetzt nicht an jeder Ecke gelehrt wird. Und weil man sich den Tag mit Anlauf versaut, wenn man das nicht beachtet.

    verstehe ich schon ;)

    in meinem direkten umfeld gab es in den letzten jahren allerdings zwei junge techniker, die meinen diesbezüglichen ratschlag als unsinn abgetan haben... "wozu sollen denn sonst zwei mikros da sein, wenn man sie nicht nutzt?". und schliesslich hört man ja, dass es lauter wird, wenn man das zweite mikro dazu schaltet.

    nun ja, jeder muss seine erfahrungen sammeln :)

    tests mit automixer hab ich auch schon gemacht. aber meiner erfahrung nach funktionieren die nur dann wirklich gut, wenn die mikros wirklich weiter auseinander sind - z.b. in situationen, wo der sprecher/die sprecherin oft hin und her schauen, also den kopf relativ weit drehen, weil sie einen breit aufgestellten publikumsbereich besprechen sollen.

    in den anderen situationen ist eine einzelne mikrokapsel meiner meinung nach immer im vorteil (die zweite ist dann das backup)

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • audiobo
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    • 16. Februar 2025 um 00:16
    • #40

    Ich finde die in den meisten Pulten integrierten "Gain-Sharing"-Automixer an der Stelle eher suboptimal - man kann schliesslich durchaus gleiche Pegel aber unterschiedliche Laufzeiten haben. Besser ist da einer, der nur 1 offenes Mikrofon erlaubt. (BestMic)

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