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  4. Selbstbau und Reparatur Lautsprecher und Boxen

Mackie SRM 450V1 Aktivmodul defekt. Hochton zu leise

  • LeoAnton95
  • 4. April 2023 um 08:39
  • LeoAnton95
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    • 4. April 2023 um 08:39
    • #1

    Moin liebes Forum,

    mir ist seit einigen Veranstaltungen aufgefallen, dass der Hochtöner einer meiner Mackies SRM 450 wesentlich leiser und weniger "knirschig" ist als der andere. Ich war mir eigentlich relativ sicher, dass der Treiber hinüber sein wird. Also: Treiber ausgebaut, angeschaut, sah gut aus. Zum quer vergleichen habe ich dann beide Aktivmodule ausgebaut und mir bei verschiedenen Frequenzen (Sinus Generator) die Amplituden mit dem Oszi angeschaut. Das sah dann so aus:

    defekte Box, 100Hz, 2V/Div


    intakte Box, 100Hz, 2V/Div

    Bei 100Hz scheint also alles einigermaßen zu funktionieren. Die Amplituden sind nahezu gleich. Das gleiche habe ich dann für 5kHz wiederholt.

    defekte Box, 5kHz, 0.5V/Div

    intakte Box, 5kHz, 0.5V/Div

    Die Amplitude des intakten Moduls ist mit 1.5V ca. drei mal so hoch wie die des defekten Moduls (ca. 0.5V).

    Hat jemand von euch netten Leuten eine Idee wo ich nun mit der Fehlersuche beginnen könnte? Ich stelle mal noch ein Bild vom Modul rein:

    SRM 450 Aktivmodul

    Ich weiß, dass die Boxen schon in die Jahre gekommen sind. Sie taten aber bis zuletzt ihren Dienst zuverlässig, weshalb ich gerne versuchen würde sie zu reparieren.

    Danke schon mal an euch und liebe Grüße

    Leo

  • karel noon
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    • 4. April 2023 um 09:21
    • #2

    Achtung, es gab verschiedene Revisionen von der Kiste, von V1 Made in USA oder Made in Italy bis v4 ist da alles möglich…

    Bevor wir jetzt raten sag mal um welche es geht

    Privater Account mit meiner persönlichen Meinung.

    Sollte es ein Problem mit meiner Neutralität zu einem Thema geben mache ich das im Beitrag kenntlich. :thumbup:

    http://www.noon.ruhr

    Application Support Engineer - HK Audio

  • marce
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    • 4. April 2023 um 09:26
    • #3

    ... ansonsten - wenn Du eine hast, die tut und eine die kaputt ist - würde ich einfach mal vom Hochtöner aus den Leiterbahnen folgen und prüfen, ob und was sich da so am Bauteilen rumtreibt und die ggf. mal durchmessen.

    Mit viel Glück wirst Du gleich beim Relais für's freischalten des Hochtöners nach Anschalten fündig... (sofern in dem Ding sowas drin ist...)

  • floger
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    • 4. April 2023 um 09:49
    • #4

    Doofe Frage: Das ist doch Bi-Amp, oder? Wo hast du denn gemessen? Die Pegel für 100 Hz und 5kHz müssen ja unterschiedlich sein.

  • LeoAnton95
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    • 4. April 2023 um 09:54
    • #5

    Moin, danke euch schon einmal!

    Zitat von karel noon

    Bevor wir jetzt raten sag mal um welche es geht

    Es handelt sich um die V1, ich hab es nur in den Titel geschrieben. Hätte ich vielleicht nochmal erwähnen sollen.

    Zitat von marce

    vom Hochtöner aus den Leiterbahnen folgen und prüfen, ob und was sich da so am Bauteilen rumtreibt und die ggf. mal durchmessen.

    Wird gemacht, denke morgen komme ich dazu.


    Zitat von floger

    Wo hast du denn gemessen?

    Da hast du vollkommen Recht. Habe die 5kHz am Anschluss für den Hochtöner und die 100Hz am Anschluss des Tiefmitteltöners gemessen. Hatte erst die Vermutung, dass die Box generell leiser ist, aber die Amplitude des 100Hz Signals widerspricht dem leider.

    Liebe Grüße

  • floger
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    • 4. April 2023 um 10:13
    • #6
    Zitat von LeoAnton95

    Habe die 5kHz am Anschluss für den Hochtöner und die 100Hz am Anschluss des Tiefmitteltöners gemessen.

    Ich würde mal den Frequenzverlauf beider Ausgänge messen. Damit lässt sich dann herausfinden, ob das Problem an der Weiche liegt, oder ob einfach der Pegel nicht stimmt.

    Und dann halt den Signalpfad durcharbeiten.

  • LeoAnton95
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    • 4. April 2023 um 11:22
    • #7
    Zitat von floger

    Ich würde mal den Frequenzverlauf beider Ausgänge messen.

    Daran hab ich auch schon gedacht, habe es aber noch nie gemacht. Hast du vielleicht einen Link zu einem kleinen Tutorial bzw. kennst du ein gutes? Würde mich auf jeden Fall interessieren generell.

  • niggles
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    • 4. April 2023 um 11:30
    • #8

    Bei elektrotanya.com gibts Service Manual und Schaltplan. Das ist klassische Analogtechnik und mit Multimeter, Frequenzgenerator, Signalverfolger und Oszi eigentlich immer problemlos zu reparieren.

    Economics in eight words: "There ain't no such thing as free lunch."

  • niggles
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    • 4. April 2023 um 11:35
    • #9
    Zitat von LeoAnton95

    Daran hab ich auch schon gedacht, habe es aber noch nie gemacht. Hast du vielleicht einen Link zu einem kleinen Tutorial bzw. kennst du ein gutes? Würde mich auf jeden Fall interessieren generell.

    Schnellen Sweep mit einem Wobbelfrequenzgenerator 20 Hz - 20 kHz (reicht auch als Software) einspeisen und dann mit dem Oszi den Signalpfad nachverfolgen.

    Economics in eight words: "There ain't no such thing as free lunch."

  • LeoAnton95
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    • 4. April 2023 um 11:41
    • #10
    Zitat von niggles

    Bei elektrotanya.com gibts Service Manual und Schaltplan.

    Sehr gut danke! Habe direkt die Schaltpläne für Amps und Weichen gefunden und werde mich mal durcharbeiten.

    Zitat von niggles

    Schnellen Sweep mit einem Wobbelfrequenzgenerator 20 Hz - 20 kHz (reicht auch als Software) einspeisen und dann mit dem Oszi den Signalpfad nachverfolgen.

    Ich hatte jetzt eher an so etwas gedacht: günstiges Messmikrofon kaufen (bspw. Behringer ECM8000), an meine Audient id4 anschließen und mit REW Frequenzgang aufnehmen oder so ähnlich. Aber hab es wie gesagt noch nie gemacht und mag deshakb falsch liegen.

  • niggles
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    • 4. April 2023 um 11:55
    • #11
    Zitat von LeoAnton95

    Sehr gut danke! Habe direkt die Schaltpläne für Amps und Weichen gefunden und werde mich mal durcharbeiten.

    Ich hatte jetzt eher an so etwas gedacht: günstiges Messmikrofon kaufen (bspw. Behringer ECM8000), an meine Audient id4 anschließen und mit REW Frequenzgang aufnehmen oder so ähnlich. Aber hab es wie gesagt noch nie gemacht und mag deshakb falsch liegen.

    Hast du schon mal die kompletten Aktivmodule gegeneinander getauscht und gemessen um zu sehen ob der Fehler mit wandert? Hochtontreiber können auch defekt sein (und die sie treibende Endstufe früh in die Limitierung zwingen) ohne dass von aussen etwas zu sehen ist.

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  • LeoAnton95
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    • 4. April 2023 um 11:59
    • #12
    Zitat von niggles

    Hast du schon mal die kompletten Aktivmodule gegeneinander getauscht

    Ich habe zumindest den Hochtontreiber an das intakte Modul angeschlossen und einen subjektiven Lautstärkenvergleich gemacht. Der Treiber der defekten Box schien am intakten Modul deutlich lauter und klarer zu klingen.

  • marcoboy
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    • 4. April 2023 um 20:51
    • #13

    Mach doch nicht so ein Aufwand... Das Thema von hinten nach vorne Prüfen.

    Generator hast du doch, über ein Kondensator Signal einkoppeln an der entsprechende stufe und die Ausgangsspannung mit der anderen Vergleichen. Das setzt man bis zur Weiche fort, aber ich denke die Ursache liegt am Endstufenkanal...

    Ich kennen diese Module mit fiesen PCB Problemen, Unterbrechungen in der Innenlage etc..

  • niggles
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    • 4. April 2023 um 21:09
    • #14
    Zitat von marcoboy

    Ich kennen diese Module mit fiesen PCB Problemen, Unterbrechungen in der Innenlage etc..

    ich hatte unsere jetzt länger nicht mehr offen, aber mir wäre neu dass das eine Multilayerplatine ist. Meiner Erinnerung nach ist das eine schlichte doppelseitig bestückte Platine mit relativ viel SMD-Gemüse weil da halt noch kein DSP drin ist. Alles stumpf mit OPs aufgebaut.

    Economics in eight words: "There ain't no such thing as free lunch."

  • marcoboy
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    • 4. April 2023 um 21:10
    • #15

    Eben nicht, es gibt eine dritte Lage...

  • LeoAnton95
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    • 5. April 2023 um 07:16
    • #16

    Moin zusammen,

    ich wollte mich nur nochmal bedanken für die ganzen hilfreichen Antworten. Ich komme leider wahrscheinlich erst in ein paar Tagen dazu weiter zu messen. Sobald ich etwas neues zu berichten habe landet es selbstverständlich sofort hier im Forum. Habt einen schönen Tag :)

  • LeoAnton95
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    • 11. April 2023 um 15:55
    • #17

    Hallo, nun endlich, sechs Tage und einen kleinen Stromschlag später, ein kleines Update von mir:

    Ich habe wieder die 5kHz also Signal angelegt und das Signal beim defekten und intakten Modul an verschiedenen Messpunkten miteinander verglichen. Das führte mich bis zur Frequenzweiche und dann genauer zur der Operationsverstärkerschaltung zwischen den Punkten E15 (sollte das Signal sein und liegt auch an R31 und R145 an) und E1. Dazu folgendes Bild:

    Habe dann weiter mit dem Oszi das Signal dargestellt und bin bei dem Kondensator C103 hängen geblieben. Dazu habe ich folgende Bilder gemacht:

    Messung "vor" C103 des defekten Moduls:

    Messung "hinter" C103 des defekten Moduls:

    Messung "vor" C103 des intakten Moduls:

    Messung "hinter" C103 des intakten Moduls:

    Es fällt auf, dass das Signal "vor" C103 nahezu identisch ist, "hinter" C103 dann verschieden. Beim intakten Modul ist das Signal schwächer (interessanterweise). Auf C103 folgt dann ein Operationsverstärker (NJM4560M). Messe ich dort die Pins ist das Signal des intakten Moduls dann wieder deutlich stärker und damit "lauter". Meine Vermutung ist natürlich, dass der Kondensator C103 schlicht defekt ist und damit den Arbeitspunkt bzw. Verstärkungsfaktor des OPVs verstellt. Vielleicht hat hier ja jemand mehr Erfahrung mit OPV Schaltungen als ich und kann mir helfen.

    Viele liebe Grüße
    Leo

    PS.: Versorgungsspannungen hatte ich vorher gecheckt, da passt alles.

  • marcoboy
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    • 11. April 2023 um 16:15
    • #18

    Ich würde mir erst mal eine vernünftige Masse suchen :rolleyes:


    R145 einseitig Auslöten und Signal einkoppeln....Unter 3khz muss eine Pegelabsenkung von -3db feststellbar sein.

    Sonst R148 u. C104 bücken -> Verstärkung gleich 1

    Aber ich sage es vorab diese Kondensatoren gehen selten kaputt ;) . Die Widerstände kann man auch ohne Spannung drauf einfach mal prüfen.

    Einmal editiert, zuletzt von marcoboy (16. April 2023 um 17:50)

  • floger
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    • 11. April 2023 um 16:20
    • #19

    Entweder hat Pin 3 oder Pin 1 keinen Kontakt oder der OP hat nen Schuss. Dass du am negativen Eingang mehr Pegel hast, wenn am Ausgang das Signal leiser ist, ist normal. Es fehlt ja die Gegenkopplung.

  • Jürgen Klingel
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    • 11. April 2023 um 16:21
    • #20

    Was ist mit dem Ausgangssignal des OPV - wie sieht das aus? Das ist eine "invertierender OPV", stelle doch mal bitte das Ausgangssignal des OPV und das Eingangssignal zusammen in einem Bild dar (Du hast ja wohl ein zweikanal-Oszi?), da müsste man bei 100Hz und 5kHz deutliche Unterschiede sehen.

    Meine Vermutung wäre, dass der OPV "durch" ist...

    Übrigens...was ist das für hässlicher HF-Schmutz auf dem Signal? Kommt das vom Schaltnetzteil? Igitt!

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