Moin,
Ich hab was vor. Aber noch nie mit Dante gearbeitet. Das wird etwas länger. Freue mich über eure Gedanken.
Also, ich betreue eine Studiobühne in einer Uni. Das Setup, das ich am Ende haben möchte, sollte an Studierende einfach zu vermitteln sein und mit möglichst wenig Eingriffen in Software/Pult/Dantecontroller schnell am Start sein. Im Idealfall laden sich die Studierenden also mehrere Setups rein und können loslegen. Ich kann die Studierenden nicht umfassend in Ableton, das SQ5 und/oder Dante einführen, keine Zeit.
Zur Verfügung stehen werden vermutlich ein Mac, Ableton Live, ein SQ5 und Seeburg-PA mit insgesamt 8 Wegen.
Die Wege sind: Sub, 2x Tops als Standard Stereo-PA über der vorderen Bühnenkante, 2x Tops an der hinteren Bühnenkante, 3 Tops über der Hinterkante der Zuschauertribüne.
Ich möchte es möglich machen, dass einzelne Tonspuren in Ableton Live auf einzelne Lautsprecher geroutet werden können. Also beispielsweise Bahnhofsgeräusche hinter die Tribüne, Musik kommt über Stereo, Stimmen kommen von der Hinterbühne.
Wie realisiere ich das am Besten?
Der einfachste Weg, den ich mir gerade vorstelle, ist folgender:
Das Ableton-Setup hat 8 Spuren, die 1 zu 1 geroutet werden auf SQ5-Inputs. Mac geht dementprechend direkt in's Dante-Netzwerk. Innerhalb des SQ5 route ich auch 1 zu 1 jeden Kanalweg auf jeweils einen (Dante-)Output.
Wenn ich also möchte, dass die Bahnhofsgeräusche auf Lautsprecheroutput 5 bis 7 kommen, lege ich die Tonspuren einfach in Ableton auf die Spuren 5 - 7 ab.
Ich könnte wohl auch den Umweg über das SQ5 sparen, aber: Ich stelle es mir direkter und haptischer vor, die Möglichkeit zu haben, mal schnell eine Spur etwas leiser zu machen oder den EQ etwas anzupassen. Klar, geht auch in Ableton Live, aber dann braucht es eventuell noch einen extra Midi-Controller bzw. die Studis müssen wissen, wie man den EQ in Live bedient. Da zeige ich lieber, wie das im SQ5 funktioniert, kann ja immer mal sein, dass noch ein Live-Mikro oder Instrument dazu kommt.
Was denkt ihr darüber? Habe ich da grobe Denkfehler, fällt euch was Simpleres ein?
![]()
Dante Setup (Ableton Live, SQ5, Seeburg)
-
-
Dango
20. September 2024 um 09:47 Hat den Titel des Themas von „Dante Setup (Ableton, SQ5, Seeburg)“ zu „Dante Setup (Ableton Live, SQ5, Seeburg)“ geändert. -
genau so würde ich es auch machen.
-
Ich hänge gerade an der Stelle:
Im Idealfall laden sich die Studierenden also mehrere Setups rein und können loslegen. Ich kann die Studierenden nicht umfassend in Ableton, das SQ5 und/oder Dante einführen, keine Zeit.
Welche Setups? Ableton, SQ5 oder sogar beides? (Dantecontroller ist da hoffentlich eh aussen vor)
Letzteres bietet leider verhältnismässig viel Fehlerpotential.
-
Genau, den Dantecontroller bekommt außer mir niemand zu Gesicht. Deswegen soll das Routing ja schon in Ableton Live klar ersichtlich sein. Die Spuren heißen dann gleich "Hinterbühne rechts" usw., also wenn ich da eine Tonspur ablege, ist das schon fertig geroutet und kommt dann aus dem entsprechenden Lautsprecher.
Richtig, Live-Setup reinladen, SQ5-Setup reinladen, Tonspuren in Live ablegen, eventuell noch etwas pegeln: Läuft. -
Ich weiß jetzt gerade nicht, ob das ein Thema ist, da ich Ableton nicht benutze und nicht weiß, wie dort die Spuren genau funktionieren. Aber:
Was, wenn ich eine Stereo-Atmo habe, die ich auf den hinteren drei LS abspielen will?
Oder das gleiche für die beiden Hinterbühnen-Lautsprecher? Oder die Stereo-PA?
Ich würde speziell für diese Wege auch noch entsprechende Stereo-Spuren anlegen. Also Stereo Hinterbühne auf Hinterbühne L und R passend geroutet, gleiches für die PA.
Hinter Tribüne Stereo L/R nach Hintertribüne L/R geroutet und auf den mittleren vielleicht einen Mono-Mixdown dieser Spur.
Das macht dann das Handling solcher Stereoatmos glaub ich einfacher.
-
Es gibt auch ein Max4Live Device, dass ein Surround Panner ist.
Hab ich aber noch nie probiert.
Surround PannerSurround Panner is a free Max for Live device that makes mixing for performances, installations and theaters using multi-channel speaker setups possible in…www.ableton.comUnd das hier die. Version für mehr Lautsprecher :
Surround Panner 24 channels version 1.2 by Sanders on maxforlive.com
-
Wäre ich selbst da, würd ich's mit Dante machen, wenn da aber viele Studenten mit begeistert, halbwissender Furchtlosigkeit drangehen, würde ich eine Soundkarte mit 8 analogen Ausgängen nehmen. Da ist der Signalfluss leichter nachvollziehbar, Soundkarten hat jeder Musiker / Musikstudent daheim und kann zumindest rudimentär damit umgehen.
-
Ich würde mir mehr Sorgen um den patch am Pult und die Fileverwaltung machen. Dante wird gelockt und gut ist. (Mit horrenden Kaffeekässeli-Ansätzen für die Hobby-ITler)
-
Wenn manchmal 1 Mikro, oder 1 Instrument dazu kommt, ist ein SQ schon etwas oversized oder?
Da würde eine kleine Matrix wie die AMH16 auch genügen. Steuerung via Abelton PC oder Tablet...
-
Sprachveranstaltungen habe ich tatsächlich schon nur mit meinen AHMs gemacht.
Das ging gut, zum Steuern habe ich meinen IP6 genommen.
Da es in den AHM Controllern aber keine Hallprogramme gibt, fällt das für Musikinstrumente in der Regel aus.
Gut, man könnte ja über die Dantekarte einen externen PC mit Liveprofessor………. nee, lass mal.

-
Ich kenne es von Theatershows so, dort 4 Spuren in Ableton, die Shows werden für 4 feste Häuser und Touren angelegt, Spur 1/2 - Front, Spur 3/4 - Monitor. Das ist für Alle klar ersichtlich, in den festen Häusern fest eingerichtet und auf Tour einfach umzusetzen. Wenn es mal Spezial-Positionen gibt, z.B. Lautsprecher in der Kulisse, landen die auf den Spuren ab 5 und sind entsprechend beschriftet und dokumentiert.
Insofern finde ich den Ansatz gut, das Verteilen der Spuren auf die Lautsprecher schon direkt in Ableton zu machen, mit festem Routing im Pult. Am Pult würde ich mit post-Fader-Mixen arbeiten, so daß Lautstärken einfach zu regeln sind. -
Danke für eure Gedanken dazu.
Das SQ5 ist schon vorhanden, kann dann also dementsprechend auch genutzt werden. Ich finde es für die Studiobühne auch etwas drüber, aber nunja.Ich kenne es von Theatershows so, dort 4 Spuren in Ableton, die Shows werden für 4 feste Häuser und Touren angelegt, Spur 1/2 - Front, Spur 3/4 - Monitor. Das ist für Alle klar ersichtlich, in den festen Häusern fest eingerichtet und auf Tour einfach umzusetzen. Wenn es mal Spezial-Positionen gibt, z.B. Lautsprecher in der Kulisse, landen die auf den Spuren ab 5 und sind entsprechend beschriftet und dokumentiert.
Insofern finde ich den Ansatz gut, das Verteilen der Spuren auf die Lautsprecher schon direkt in Ableton zu machen, mit festem Routing im Pult. Am Pult würde ich mit post-Fader-Mixen arbeiten, so daß Lautstärken einfach zu regeln sind.Ja, das ist eine gute Idee, vor dem fancy stuff noch einfache Stereospuren abzulegen. Post-Fader-Mixe, logo!
Ich wollte erstmal gucken, ob ich da auf einem Holzweg bin, scheint nicht so zu sein, schön..