Blutiger anfänger will "Säulenlautsprecher" bauen, bittet um hilfe
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bei einer Grenzflächenmessung sollte auch das Messmikro direkt an der Grenzfläche sein.
Da so eine Messkugel mit sehr kleiner Membran erst bei recht hohen Frequenzen bündelt, kannst du das Mikro auf diesem Stativ einfach nach unten neigen, bis es den Boden berührt. Näher geht es dann nicht mehr, ohne das Messmikro von unten durch ein Loch in der Holzplatte zu stecken
Ansonsten sieht das schon so aus, als ob man das mit wenigen und einfachen EQ Regelungen in den Griff bekommen kann
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ok danke, dann werde ich die Messung nochmal wiederholen und das Ergebnis teilen, ist diese Messung denn jetzt aussagekräftiger als die "Freifeldmessung" im Mittel und Hochton?
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So das habe ich schnell erledigt, so sieht die Messung jetzt aus, wenn das Mic ca 1cm über dem Boden positioniert ist.
Was genau kann ich daraus jetzt interpretieren, das ich im Grundton zu viel Energie habe oder nur wie tief der Lautsprecher jetzt hinunter spielt? Wäre nett wenn mich da jemand aufklärt

MfG
Jan -
Ich sehe daraus:
- Tiefton sieht eigentlich sehr gut aus, die 6"er kommen recht tief, mit verhältnismäßig wenig Abfall nach unten hin (unterhalb 300Hz betrachtet). Da hätte ich sogar einen stärkeren erwartet.
- Der kleine Peak bei 200Hz könnte von der Messung (wird gefenstert) , Gehäuseresonanz oder unzureichende Dämmung kommen (recht starke Glättung der Messung).
- die breitere Erhöhung um 500Hz bzw. "das es da lauter ist" wäre eigentlich zu erwarten, da 6" nunmal nach unten stärker abfallen (kürzeren Nahfeldbereich). Kann aber auch ein Bandpass der zurückgesetzten Schallwand sein. Muss nicht schlimm sein. Gruppenlaufzeit und Impedanz kurven Betrachtung wäre hilfreich. Der Abfall über 600Hz könnte für den Bandpass sprechen bzw. die Kerbe bei 750Hz.
An der Stelle wäre ich aber Vorsichtig. Da GPM Messungen über 500Hz mit Vorsicht zu genießen sind.
- Generell sollte man mit dem selben Messpegel (Amp Gain Einstellung) und Kalibrierung arbeiten. Bei der letzten GPM Messung hast du bei 500Hz inetwa 94db (1m Gemessen , Spiegelschallquelle => 6db abziehen, oder 2m Messen). Bei der Stativ-Messung hast du im Schnitt 82db (Wenn du auf 1m - horizontal Mic zu Box) gemessen hast).
- Dass die Hochtöner zu leise sind würde ich aus der GPM nicht so einfach interpretieren.
Konkret würde ich zur GPM sagen, Tiefton passt sehr gut, 200Hz in der Stativmessung sind überbewertet.
Ideal wäre GPM Messung bis 400Hz mit der Stativmessung zu kombinieren, unter Berücksichtigung das beide Messungen erneut kalibriert durchgeführt werden. für mich sieht das erstmal recht passend aus.
Ich würde aber auf jeden fall HT und TMT getrennt messen (Stativ) und die Summierung prüfen. Sowie die bereits angesprochenen Winkel Messungen. Und natürlich hören hören hören (Final auch unter Programm Belastung)
Kleiner Zusatz:
ich kenne jetzt dein konkretes Mess Setup nicht, aber dass bei der Stativ-Messung der Pegel unter 100Hz nicht deutlich abfällt sagt mir dass du evt. nicht mit genug Pegel gemessen hast, oder besser gesagt der Rauschabstand zu gering ist. -
Ich sehe daraus:
- Tiefton sieht eigentlich sehr gut aus, die 6"er kommen recht tief, mit verhältnismäßig wenig Abfall nach unten hin (unterhalb 300Hz betrachtet). Da hätte ich sogar einen stärkeren erwartet.Hier ist das Ergebnis der getraceten Messung, so entspricht das Ergebnis auch tatsächlich der Simulation
- Der kleine Peak bei 200Hz könnte von der Messung (wird gefenstert) , Gehäuseresonanz oder unzureichende Dämmung kommen (recht starke Glättung der Messung).Das Gehäuse ist tatsächlich etwas sperlich bedämpft. Das wird sich aber noch ändern, wollte mich dahingehend sowieso noch schlau machen, welche brandhemmenden Schaumstoffe man da am ehesten verwenden kann, da der "normale Noppenschaum" wie ein Grill Anzünder brennt.
- die breitere Erhöhung um 500Hz bzw. "das es da lauter ist" wäre eigentlich zu erwarten, da 6" nunmal nach unten stärker abfallen (kürzeren Nahfeldbereich). Kann aber auch ein Bandpass der zurückgesetzten Schallwand sein. Muss nicht schlimm sein. Gruppenlaufzeit und Impedanz kurven Betrachtung wäre hilfreich. Der Abfall über 600Hz könnte für den Bandpass sprechen bzw. die Kerbe bei 750Hz.
An der Stelle wäre ich aber Vorsichtig. Da GPM Messungen über 500Hz mit Vorsicht zu genießen sind.Ich wollte sowieso noch mit Moosgummi experimentieren, dieses Ringsum um das Chassis kleben um so die harte stufe zur Seitenwand zu glätten, ich finde es übrigens beachtlich, dass erfahrenen Entwickler so viel aus solchen Messungen heraus interpretieren können, ich muss wohl noch lange dran bleiben :D. Ich kann mir aber auch gut vorstellen, dass das doch recht breite HT Array da die reflektierte scheiße mit rein wirft?!
Alles anzeigen- Generell sollte man mit dem selben Messpegel (Amp Gain Einstellung) und Kalibrierung arbeiten. Bei der letzten GPM Messung hast du bei 500Hz inetwa 94db (1m Gemessen , Spiegelschallquelle => 6db abziehen, oder 2m Messen). Bei der Stativ-Messung hast du im Schnitt 82db (Wenn du auf 1m - horizontal Mic zu Box) gemessen hast).
- Dass die Hochtöner zu leise sind würde ich aus der GPM nicht so einfach interpretieren.
Konkret würde ich zur GPM sagen, Tiefton passt sehr gut, 200Hz in der Stativmessung sind überbewertet.
Ideal wäre GPM Messung bis 400Hz mit der Stativmessung zu kombinieren, unter Berücksichtigung das beide Messungen erneut kalibriert durchgeführt werden. für mich sieht das erstmal recht passend aus.
Ich würde aber auf jeden fall HT und TMT getrennt messen (Stativ) und die Summierung prüfen. Sowie die bereits angesprochenen Winkel Messungen. Und natürlich hören hören hören (Final auch unter Programm Belastung)
Kleiner Zusatz:
ich kenne jetzt dein konkretes Mess Setup nicht, aber dass bei der Stativ-Messung der Pegel unter 100Hz nicht deutlich abfällt sagt mir dass du evt. nicht mit genug Pegel gemessen hast, oder besser gesagt der Rauschabstand zu gering ist.Ich habe am selben Abend nochmal eine Messreihe aufgenommen, diese ist zwar nicht Pegelkalibriert, aber dauerhaft mit dem gleichen Pegel am Verstärker (außer GPM, diese habe ich auch einmal mit -6dB gefahren) und Penibel 1m abstand (+/-2cm) gefahren. Auch habe ich HT und TMT einmal von 0-60° in 5° schritten aufgenommen. Das war zwar doch Fleißarbeit, aber ich weiß jetzt was du meinst damit. Wenn ich die Messungen in VituixCad unter Winkeln Merger, sehe ich (anders als bei den reinen Messungen) das die Phase anscheinend nicht wirklich gut zusammen passt und ich im Übernahmebereich starke Auslöschungen habe. Wie kommt es, dass diese in den Messungen nicht so stark auftreten?!
Ich bin mit dem klanglichen Ergebnis aber doch im großen und ganzen zufrieden. Spaß macht die Box, wenn man vertikal ein wenig off Axis ist (3-5grad). On Axis ist der HT Bereich ein wenig zu präsent, dies kann sich unter Pegel natürlich alles noch ändern, was in der nächsten zeit auf jeden fall verifiziert werden wird!Ich bedanke mich schon mal sehr bei allen, die mitgelesen oder geantwortet haben!
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Das Gehäuse ist tatsächlich etwas sperlich bedämpft. Das wird sich aber noch ändern, wollte mich dahingehend sowieso noch schlau machen, welche brandhemmenden Schaumstoffe man da am ehesten verwenden kann, da der "normale Noppenschaum" wie ein Grill Anzünder brennt.
Ich würde mal unterstellen: Wenn "die Dämmwolle in der Box brennt" zum Problem wird hat man meist schon ein viel größeres Problem "drumherum"
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ok danke, ich hab da irgendwie schiss, dass eine abgerüttelte Verbindung der Flachstecker sich erwärmen könnte
ich kann ja mal mit einem Thermometer schauen, was da an wärme auftreten und ab wann der Schaumstoff sich wirklich entzündet. -
Man nimmt ja auch normal keinen Noppenschaum sondern Dämmwolle speziell für Lautsprecher. Die ist dann auch schwer entflammbar. Außerdem dämmt die dann auch entsprechend, im Gegensatz zu Noppenschaum.
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Holzwolle, Schafwolle, sonst. Dämmstoff (von billig bis hochwertig) wird seit gefühlt 2000 Jahren im Lautsprecherbau zum Dämmung eingesetzt - und "spontane Selbstentzündung" war da noch nie ein Problem.
... und solange Du da keine aktive elektronische Komponente einbaust hast Du kein Problem.
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Man nimmt ja auch normal keinen Noppenschaum sondern Dämmwolle speziell für Lautsprecher. Die ist dann auch schwer entflammbar. Außerdem dämmt die dann auch entsprechend, im Gegensatz zu Noppenschaum.
Aha
Noppenschaum 30mmNoppenschaum, Stärke 30mm, grau, 1m². Zur Verwendung als Dämmstoff in Lautsprechergehäusenoder Aufnahmeräumen etc.www.lautsprecher-technik.de
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Ja, wenn man das an die Wände klebt. Dann wirds auch nicht so heiß. Aber generell stopft man doch eher Dämmwolle rein, wenn man Volumen braucht.
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Ok super, ich war mir nicht sicher ob darauf geachtet werden muss oder nicht, so viel teurer ist das schwer entflammbare auch nicht. Und klar werde ich die Seiten erstmal mit Noppe auskleiden und dann schauen was noch rein muss.
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Noppenschaumstoffplatten werden ja gern flach an die Gehäusewände geklebt.
da solcher Dämmstoff/Dämpfungsstoff aber ein Fließwiederstand ist,
dämpft er am besten dort wo die Schallschnelle am größten ist,
und das ist nicht direkt an den Gehäusewänden.
also schwere, feine Dämmwolle in die Box füllen,
das funzt dann auch.
Schafdämmwolle ist da übrigens top.
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guma
13. August 2026 um 15:56 Hat das Thema aus dem Forum Selbstbau und Reparatur Lautsprecher und Boxen nach Boxen Reparatur und Selbstbau verschoben. -