Hallo!
Ich bin neu beim PA-Forum und nicht ganz sicher, ob das das richtige Brett ist, allerdings sehe mich als Amateur & fand dieses Brett deshalb am passendsten.
Es geht um folgendes:
Ich betreue in meiner Freizeit die Audio-Techik in einem kleinen Kulturzentrum (100-150 PAX) wo Konzerte und Partys veranstaltet werden.
Das System besteht aus:
2x SRX712m / 800w 8Ohm
2x SRX718s / 800w 8Ohm
2x Crown XTi 4000 / 650w 8Ohm
Nun ist eine der schon sehr betagten Endstufen von uns gegangen und wir brauchen Ersatz. Für uns in Frage kommen dabei die XTi4002 (650w 8Ohm) oder XTi6002 (1200w 8Ohm; 2100w 4Ohm).
Mein Vorschlag war es die XTi6002 zu holen, da sie von den Werten eigentlich besser passt, man besser aufgestellt ist für die Zukunft & auch Erfahrungsberichten zufolge soll die SRX700 mit mehr Leistung besser klingen (JBL schreibt sie sollen mit 800-1600w betrieben werden).
Ein weiterer Hintergedanke von mir war, sollte in naher Zukunft die zweite Endstufe den Geist aufgeben könnte man auf einem Chanel der 6002 die Tops laufen lassen und auf dem zweiten die Bässe, bis man diese ersetzt werden kann.
Ich würde also stand jetzt, die Tops mit der 6002 betreiben und die Subs weiter mit der alten 4000, bis eine zweite 6002 geholt werden kann.
(Ich würde bewusst die 6002 für die Tops und nicht für die Bässe nehmen, da über dem Kulturzentrum ein Wohnprojekt, weswegen die Bässe sowie so ein bisschen Runtergedreht sind & ich deshalb den Fokus mehr auf die Tops gebe, oder da eben mehr spielraumsehe etwas zu verbessern)
Nun zu meiner eigentlichen Frage, ist die Grundsätzliche Idee, alle vier LS über eine 6002 laufen zulassen grundlegend eine schlechte Idee?
Preislich sehe ich es so. dass für ca. 2000 Euro zwei 4002 angeschafft werden können oder eine 6002.
2000 Euro muss ich allerdings so oder so Ausgeben, weil ewig halten wird die andere Endstufe nicht.
Hier nochmal zwei Links mit Datenblättern:
https://jblpro.com/de/site_elements/srx700-users-guide
https://www.crownaudio.com/en/product_doc…i_datasheet-pdf
https://www.crownaudio.com/en/product_doc…e8-50725cbcdf07
Vielen Dank schon mal falls jemand helfen kann oder jemand Feedback hat, würde es mich voll freuen was zulernen!
Viele Grüße,
Nils ![]()
Passende Endstufe für kleine PA
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guma
13. Januar 2025 um 19:35 Hat das Thema aus dem Forum Boxen & Boxensysteme nach Verstärker verschoben. -
guma
13. Januar 2025 um 19:35 Hat das Thema freigeschaltet. -
Wenn man wegen Anwohnern eh nicht laut machen kann, wofür sollte man sich dann eine stärkere Endstufe anschaffen?
Zur Leistung/Lautstärke.
Die doppelte Verstärkerleistung ergibt theoretisch 3dB mehr Pegel.
Rechnet man hier die Powercompression ein, dann sind das maximal 2dB mehr, wenn überhaupt.
Mit nur einer Steroendstufe für alles bist Du gezwungen Mono zu fahren. Ist das gewünscht?
Ich würde nicht den "Fokus" auf Tops oder Bässe legen, sondern das Lautstärkeverhältnis Bässe zu Tops einfach so einstellen, dass es bei "normalem" Programmmaterial vernünftig klingt.
Da das Ohr zu den tiefen Frequenzen hin unempfindlicher ist als in dem Mitten oder Höhen halte ich es für Unsinn die Bässe an die schwächere Endstufe zu hängen.
Ich würde entweder die defekte Endstufe reparieren lassen oder eine (wegen meiner auch gebrauchte) gleichartige wiederbeschaffen. Wenn es denn unbedingt die stärkere 6002 sein muß, dann gehört die eher an die Bässe als an die Tops.
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Vielen Dank schonmal für die Antwort!

Das Ziel ist: Klangliche Verbesserung, keine Unterversorgung der LS und besser Aufgestellt zu sein für den Fall das mal andere LS kommen in Zukunft
Final sollen zwei Endstufen gekauft werden, allerdings steht jetzt nicht genug Kapital für zwei 6002 zur Verfügung. Alle vier LS über eine 6002 laufen zulassen wäre nur die Notlösung, falls die andre Endstufe vor Erneuerung kaputt geht. Mono ist nicht das Ziel.
Ich hatte gelesen, dass die SRX, erst jenseits ihrer 800w richtig gut klingen; als wir dann kurz eine alte QSC Endstufe angeschlossen hatten die weniger Leistung bringt klang es sehr dünn.
Damit ist aber gar nicht unbedingt zu rechnen obwohl die LS mit 150w zu wenig versorgt werden?
Die alte ES befindet sich auch in Reparatur, da ist allerdings die Frage ob es sich preislich lohnt.
Wir testen das alles vorher mit einer geliehenen 6002
Ich hab den Eindruck das ich Prios nicht richtig setzt? -
Gerne!
Also ein Lautsprecher "klingt" nicht mit halber oder doppelter Leistung besser oder schlechter, sondern ist ledigleich lauter oder leiser. Erst wenn er seinen linearen Arbeitsbereich verläßt, also "überfordert" wird, dann klingt er entsprechend schlechter.
Es gibt aber wohl Endstufen, denen bei dichtem Bassmaterial und hoher Leistung an niedrigen Impedanzen eher der Strom "ausgeht" als anderen Endstufen.
Das ist dann bei hohen Lautstärken schon hörbar/spürbar.
Wenn es sich hier um eine Festinstallation handelt, und das Gewicht der Endstufen keine Rolle spielt könnte man sich Geld sparen, wenn man Endstufen mit konventionellem Netzteil kauft.
I..d.R. ist so ein konventionelles Netzteil auf sehr lange Nutzungszeiträume auch weniger anfällig, da weniger aktive Bauteile enthalten sind als bei einem Schaltnetzteil.
Ich denke da zum Beispiel an die Dynacord L Serie.
Mit einer L-3600FD im Bass und einer L-2800FD für die Topteile kannst Du auch die doppelte Menge an Tops und Bässen gut antreiben.
Die Setups für die JBL Lautsprecher sind in diesen Amps aber nicht als Presets vorhanden, sondern müßten dann selbst erstellt werden.
Möchtest Du bei den Crown Amps bleiben, dann passt natürlich die 6002 für die Bässe und die 4002 für die Tops auch.
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Alle vier Lautsprecher an einer 2-Kanal-Endstufe (XTI 6002) wäre nur Mono möglich - oder habe ich da was falsch verstanden?
Die Dynacord SL-2400 kann man übrigens auch manchmal recht günstig finden - ist quasi exakt die gleiche Endstufe wie die L-3600FD ohne Digitalteil (kann man gut im Datenblatt überprüfen). Ist aber auch nur eine Zweikanal-Endstufe.
Ich selbst bin zwischenzeitlich bei günstigen Lab-Clones gelandet und damit auch als Bass-Endstufe sehr zufrieden. Mit der FP-10000-Variante hättest du alle vier Kanäle mit einem Schlag versorgt. Dazu noch einen entsprechenden DSP nach Wunsch und fertig. Allerdings sind die Lüfter nicht sehr leise, so dass die Endstufe bei Theaterveranstaltungen nicht im Hörbereich der Zuhörer stehen sollte.
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Was mich bei einer 4-Kanalendstufe als einziger Amp an einem Veranstaltungsort abschrecken würde ist die fehlende Ausfallsicherheit. (wenn man einen ganzen Schwung 4-kanal Endstufen am Start hat ist das natürlich kein Thema)
Ich stell mir vor da ist ein angesagter Kabarettist abends da, mit entsprechenden Eintrittspreisen und dann fällt der einzige vorhandene Amp während der Veranstaltung aus...
Hat man wie hier der Fall zwei Stereoendstufen, ist schnell auf Top und Bässe in Mono an der noch funktionierenden Endstufe umgesteckt, das richtige Preset für den nun anders genutzten Kanal aufgerufen und nach wenigen Minuten Zwangspause geht es weiter.
Zu den genannten Dynacords:
Ja, abgesehen vom DSP ist der ganze Leistungsteil exakt der selbe wie bei den controllerlosen Vorgängermodellen.
Die bisher bei Dynacord immer sehr konservativen Leistungsangaben wurden aber bei den neuen DSP Modellen der inzwischen üblichen Marketingwucherei angepasst, so dass bei exakt gleicher Technik aus
900W --> 1300W (Maximum RMS Voltage Swing, THD = 1%, 1kHz = 55,3V)
1200W --> 1800W (Maximum RMS Voltage Swing, THD = 1%, 1kHz = 65,1V)
1800W -->2800W (Maximum RMS Voltage Swing, THD = 1%, 1kHz = 78,8V)
2400W --> 3600W (Maximum RMS Voltage Swing, THD = 1%, 1kHz = 90,6V)
wurden.
Man braucht aber nur die maximalen Ausgangsspannungen der vier Endstufengrößen im Datenblatt ansehen und erkennt gleich, dass hier keine wundersame Leistungssteigerung stattgefunden hat, sondern technisch alles exakt gleich geblieben ist.
(was ja prinzipiell nicht schlecht ist, da die Vorgängermodelle auch schon sehr gute Endstufen waren)
Na zumindest befindet man sich damit nun am Puls der Zeit oder anders gesagt mit der Schönfärberei auf dem Stand der Konkurenz.
Ich habe die neuartige Marketingleistungssteigerung einfach ignoriert, weil ich die Vorgängermodelle schon so wie sie waren gut fand , und mir ein paar Modelle der L-xxxxDSP Serie für die Festinstallation angeschafft.

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Ob ich nun zwei 2-Kanal-Endstufen nutze oder gleich zwei 4-Kanal-Endstufen mitnehme, das spielt eigentlich keine Rolle - gleicher Formfaktor, ziemlich gleiches Gewicht.
Bei mir übernimmt eine TSA 4-700 das Backup. Hat zwar schon weniger Leistung, aber dann geht es eben etwas leiser weiter. Und für ruhige Veranstaltungen ist das dann meine "Hauptendstufe", da deren Lüfter sehr ruhig läuft (und der Lab-Clone dient als Reserve).
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Wenn zwei 4-kanal Endstufen, wie anscheinend bei Dir, am Start sind, ist ja wieder Redundanz vorhanden.
Nur bei einer einzigen Endstufe auf der Veranstaltung (egal wie viel Kanäle diese hat) wäre mir persönlich nicht wohl.