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Diagnose: "breite Niere" oder "DPA vs. MKH vs. CMC

  • dasc-studio
  • 20. Oktober 2025 um 00:47
  • Online
    pivo@45rpm
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    • 23. Oktober 2025 um 12:13
    • #21

    ich bin verwundert, dass die mkh Serie hier so wenig verbreitet ist bzw. Anklang findet. Die Kapseln haben gerade wegen ihrer Neutralität off axis ihre Daseinsberechtigung, die Richtcharakteristiken sind allesamt sehr präzise. Klar die Schoepse liegen da doch noch ein Atemzug drüber, muss mann sich aber auch erstmal leisten müssen. Jedenfalls wurden mir die MKHs noch nie abgelehnt a la 'haste keine schoepse'?

    Einzig die Spinnen und Klemmen für die älteren, abgeflachten MKHs sind nicht ganz auf diesem Niveau.

    Die Krise ist ein ungemein produktiver Prozess, man muss ihr nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen...

  • duplobaustein
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    • 23. Oktober 2025 um 12:53
    • #22

    Generell für perkussives, Bass lastiges und Blech finde ich die MKHs sehr fein. Da machst nix falsch und bist mit einem Schoeps auch nicht dramatisch wo anders. Alles Jammern auf höchstem Niveau, mit keinem der genannten Mics wird man seine Aufnahme/Übertragung zerstören. ;)

    C460 werf ich noch in den Raum!

    Bez. konstanten Polar Patterns, sind die Lewitts auch sehr stark! Sowohl beim 441 Großmembran als auch bei dem x40er Stiften. Bei letzterem gibts halt nur Niere, die ist aber bis 16k ziemlich konstant. 540 und 1040 sind in der Vienna Synchron Stage im Einsatz, kosten aber natürlich auch ein Sümmchen. ;)

    music is the best - Zappa

  • guma
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    • 23. Oktober 2025 um 13:09
    • #23

    Die „neuen“ MKHs der 80xx Serie, die es ja auch schon eine Weile gibt, habe ich noch nicht benutzt.

    Ich habe zwei MKH40, die ich in den letzten 2-3 Jahren häufig für OH benutzt habe und die mir meistens gut gefallen.

    Beim Beschallen bin ich, wie ich vor einiger Zeit schon mal beschrieben habe, dazu übergegangen, gute Kondensatormikros im Hochton immer zusammen mit der Quelle und den Horn/Treiber Kombinationen zu bewerten, über die ich sie hören darf/muss, da ich in der Oberliga der Kondensatormikros kein pauschales „klingt besser“ mehr finde, wohl aber ein „passt besser zu“.

    Wenn man nicht vor allem Klassik „macht“, wo man gut beraten ist, beim Beschallen mit vielen Mikros einen bestimmten Typ zu nutzen, finde ich es heute eigentlich besser, eine „dunklere“ Variante (KM140, MKH40, AKG C460/80/CK61…) und eine „krispere“ (MK40, MK012, C451, MC930 oder die Superniere e614) vorzuhalten, um vor Ort wählen zu können.

    Für „ich darf nur eine Sorte mitnehmen“ gefallen mir heute von den Mikros, die ich schon benutzt habe, ST2012/2015 und die besagten CM3/4 am besten.

  • wora
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    • 23. Oktober 2025 um 13:27
    • #24
    Zitat von pivo@45rpm

    Klar die Schoepse liegen da doch noch ein Atemzug drüber, muss mann sich aber auch erstmal leisten müssen.

    na ja, ein MKH50 (Superniere) liegt ja preislich sogar über einem CMC641 (ebenfalls Superniere)...

    die Nieren-Ausführungen (MKH8040 vs. CMC64) sind dagegen bei Sennheiser etwas günstiger.

    Unter dem Strich schenkt sich das also nicht viel - und das dürfte dann auch erklären, warum auch die MKHs nicht sehr weit verbreitet sind ;)


    Zitat von duplobaustein

    Generell für perkussives, Bass lastiges und Blech finde ich die MKHs sehr fein. Da machst nix falsch und bist mit einem Schoeps auch nicht dramatisch wo anders. Alles Jammern auf höchstem Niveau, mit keinem der genannten Mics wird man seine Aufnahme/Übertragung zerstören. ;)

    das sehe ich eigentlich auch so.

    ich nutze für Drum-OH in der Regel Schoeps CMC64/641, Sennheiser MKH40 oder AudioTechnica ATM4053a.

    Alle diese Mikros machen an der Stelle einen hervorragenden Job.

    was ich als Drum-OH (und generell an höhenreichen Signalen) nicht ertragen kann, sind z.B. Mikros wie AKG C1000 oder AudioTechnica Pro37. Da lasse ich die Kanäle lieber aus...

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • duplobaustein
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    • 23. Oktober 2025 um 15:01
    • #25

    C1000 ist auch so ziemlich das hässlichste Mic ever. 😂

    EDIT: gerade schmeißt AA eine neue Superniere raus.

    CC8-SC - Austrian Audio

    music is the best - Zappa

    Einmal editiert, zuletzt von duplobaustein (23. Oktober 2025 um 16:19)

  • guma
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    • 23. Oktober 2025 um 19:03
    • #26

    Hier mal noch der Link zu dem Thread, in dem ich versucht habe, zu begründen, warum beim Beschallen die jeweils „anwesende“ Treiber/Horn Kombi die Auswahl des Kondensatormikros beeinflussen könnte, und warum nicht das eine Mikro das Beste sein muss. ;)

    Beitrag

    RE: Charakter von Klein(membran)kondensatormikrofonen

    Sicher gibt es viele gute Wege mit dem Thema umzugehen und möglicherweise funktioniert das, was ich beschreibe auch nur für mich und niemand sonst aber ich finde die Beobachtung zumindest mitteilenswert:

    Ich selbst bilde mir ein, ein relativ gutes akustisches Gedächtnis zu haben und eine gewisse Fähigkeit, Höreindrücke übereinander zu projizieren. Ferner kommt man auf manche Ideen vor allem dann, wenn die Bedingungen relativ konstant sind und man so eine Voraussetzng hat, Vergleiche zu…
    guma
    30. Juli 2023 um 18:31
  • guma
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    • 24. Oktober 2025 um 19:05
    • #27

    Ich breche das mal noch auf die Anwendungsrealität eines mit eigenem Mikroset reisenden Mischers runter:

    Die Kleinmembrankondensatormikros brauchen im Mikrokoffer wenig Platz und sind deutlich leichter als ihre dynamischen Kollegen, lassen sich aber oft vielseitiger nutzen. Statt der üblichen drei, 6-8 solcher Mikros mitzuführen, belastet zwar den Geldbeutel aber kaum das Reisegepäck. Wenn man für die eigene Anwendungsrealität erkannt hat, dass der Haupteinsatz nicht aus typischen „mehr desselben“ Aufgaben wie Chor oder Orchester besteht, kann es sinnvoll sein, nicht auf der ewigen Suche nach dem noch besseren Mikro zu sein, sondern seinen Satz so auszubauen, dass man komplementäre Lösungen mitführt.

    Die komplementäre Lösung erlaubt, wenn man in der Lage ist, sowohl die Quelle als auch die vorgegebene Lautsprechertechnik richtig einzuschätzen, Zeit zu sparen, weil man am Pult schneller zu zufrieden stellenden Ergebnissen kommt. ;)

  • guessi
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    • 11. November 2025 um 16:24
    • #28

    Dann werfe ich mal noch die MK22-Kapsel von Schoeps in die Runde, klanglich identisch zur MK21 nur mit etwas mehr Rückwärtsdämpfung, was für Beschallung manchmal helfen kann.

  • duplobaustein
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    • 12. November 2025 um 20:57
    • #29
    Zitat von guma

    Die komplementäre Lösung erlaubt, wenn man in der Lage ist, sowohl die Quelle als auch die vorgegebene Lautsprechertechnik richtig einzuschätzen

    Bei zweiterem könnte ich noch Nachhilfe gebrauchen. Kennst du da was zum Sehen oder Lesen, dass konkret hier helfen könnte.

    Bin grundsätzlich auch ein Fan vom Kleinmembraner, vor allem Live.

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