Hallo an alle,
auch auf die Gefahr hin, dass wieder mal einer sagt: Leute ohne Ahnung sollten hier garnicht posten, habe ich hier mal eine Frage zum Monitorsound: Also, wie macht Ihr Euren besten Monitorsound (vom FOH-Pult aus)?
Feedback vermeiden ist eine Sache, das geht ja ganz gut wenn man die Lautstärke aufzieht und dann das Quietschen mit dem EQ wegzieht. Richtig gut Sound machen, d.h.speziell dass die Sänger sich hören und vielleicht der Akustik-Gitarrenspieler ist da schon viel schwieriger. Auf den Minibühnen auf denen wir normalerweise spielen, können wir die Bässe im Monitor eh fast ganz rausziehen, da von den Frontboxen schon so viel Bass zurückkommt. Da das meistens eher sehr niedrige Bühnen sind, gibt es bei noch angenehmer Monitor- Lautstärke aber so viele Reflexionen, dass es sich auf der Bühne besch... anhört und die vorderen Reihen der Zuschauer diesen Soundmatsch auch abkriegen, also Monitor- Deckenreflexionen, Monitor/Sidefillsound direkt, Frontboxen direkt. OK, man sollte In-Ear Monitoring verwenden, aber da will (noch) keiner von uns alten Eseln ran. Also leise machen, bis man sich nicht mehr hört? Vielleicht sollte man extremere EQs einsetzen, speziell, wenn man von vorne noch viel mitkrieg, so dass der Monitor zwar alleine schaurig klingt, aber "mit allem" doch wieder gut. Oder sollten wir mal einen Analyzer auf die Bühne stellen und die Monitor-Grundeinstellung damit fahren (das Mikro misst ja dann auch Reflexe und Feedbacks mit). Habt Ihr irgendwelche Tipps, wie Ihr das macht, wie Ihr euren optimalen Monitorsound einstellt (vom Fronspult aus, mit zwei Wegen bei 5 Musikern, also mit beschränkten teschnischen Möglichkeiten).
Freue mich über jede Antwort
Hermann
Monitorsound-Tips
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per analyser genau einpfeifen! das hilft!
2moni wege sind nett wie... besser wäre schon, für jeden sänger ein! dann kriegst auch seine stimme extrem laut! und den rest, was er will gibst halt dazU! -
Analyser aus ... Ohr an
Vor dem Soundcheck kommt noch immer ein Monitorcheck.
Man nehme ein Mikrofon in die Hand, stelle sich auf die Bühne und jemanden der ein wenig Ahnung hat auf die FOH/Monitorplatz. Mit nem ordentlichen Gehör, was man als Toner haben sollte, kann man dann auch den Monitor ordentlich mit der eigentlichen Stimme einpfeifen.
So kann man vorher alle Koppelfreq, Nervfreq etc. ziehen. Dabei auch gleich noch alle möglichen und unmöglichen Positionen zum Monitor durchspielen und vor allem den Limiter einstellen, da man den MoniAmp meist nicht sieht.slayer
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1. Auf der Bühne leiser spielen - und es gibt mit vernünftigen Monis keine Probleme !
2. (Floor-) Monis mit geeignetem Aufstellwinkel nehmen (oder hat jemand Ohren an den Knien ?)
Mein Fazit: Alles andere ist Schadensbegrenzung mit unprofessionellen (undisziplinierten, uneinsichtigen) Bands.
Ich bin da übrigens konsequent und rogoros:
Ich hab mal bei einem Aushilfjob als Basser den (Krawall-) Gitarristen vor die Alternative gestellt, daß er entweder jetzt seinen Amp auf der Bühne leiser macht - oder ich jetzt abbaue, meinen Kram einpacke und nach Hause fahre. Nach "stell Dich nicht so an" und "so laut ist er doch nicht" machte er dann (zähneknirschend ...) leiser.Nach dem Gig sagte mir die Sängerin beim Abbauen, daß sie sich noch nie so gut bei einer Mucke gehört hat ...
Viele Grüsse sendet
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Würde sagen da hilft Euch nur ein ausgewogener Sound und möglichst geringe Lautstärke auf der Bühne.
Auch so wenig Instrumente wie möglich draufgeben, sonst wird es schnell Brei.Einstellen würde ich den Monitor nur mit dem Mikro in der Hand, nach Gehör.
Gruß
ps: Irgendwie haben immer mehr Musiker das Verlangen die Zuhörer von der Bühne zu beschallen.
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Zitat von "deepblue"
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ps: Irgendwie haben immer mehr Musiker das Verlangen die Zuhörer von der Bühne zu beschallen.... das war auch vor über 20 Jahren - je nach Reifegrad der Musiker - nicht viel anders ...
Viele Grüsse sendet
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Vor 20 Jahren bin ich gerade von Märchen- auf Musikkassetten umgestiegen!

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... meinen ersten "Tanzmusik"-Job hatte ich im Herbst 1977 ...
Viele Grüsse sendet
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finde immernoch ein ganz niedriges gate nützlich (wirklich niedrig!). macht an ruhigen stellen (pausen) dicht! genau da, wo es koppelt, wenn man vorher nicht genügend zeit hatte!
slayer "analyser weg/ohr an" ..
-klar, ist das beste, wenn er dies nicht hat, dann macht es sich per analyser ganz gut (nutze ihn auch noch manchmal,... übern pfl/solo-headphone) -
Zitat von "slayer"
Analyser aus ... Ohr an
Vor dem Soundcheck kommt noch immer ein Monitorcheck.
Man nehme ein Mikrofon in die Hand, stelle sich auf die Bühne und jemanden der ein wenig Ahnung hat auf die FOH/Monitorplatz. Mit nem ordentlichen Gehör, was man als Toner haben sollte, kann man dann auch den Monitor ordentlich mit der eigentlichen Stimme einpfeifen.
So kann man vorher alle Koppelfreq, Nervfreq etc. ziehen. Dabei auch gleich noch alle möglichen und unmöglichen Positionen zum Monitor durchspielen und vor allem den Limiter einstellen, da man den MoniAmp meist nicht sieht.slayer
Da hast Du schon zum großen Teil recht, aber wehe der Monitormann hat einen schlechten Tag. Die 1 kHz koppeln und er erwischt die 1,25 kHz. Das Koppeln ist damit weg. Dann das selbe bei noch weiteren 6 Frequenzen. Aber dann ist auch die Energie die der Moni eigentlich kann weg. Deshalb bin ich der Meinung das lieber von einem vernünfitgen Meßsystem machen zu lassen. Dann hat man wirklich den Peak bei der Frequenz die auch wirklich Pfeift. Hören kann man dann den guten Sound, den man extra noch produzieren soll für die Musiker, ja auch noch. :wink:
MfG
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Haleluja Sachsensound. Genauso is es.
Warum sollte man versuchen das Absolute Gehör raushängen zu lassen. Ein gewisses Restrisiko bleibt. Ich bin der Meinung ich könne einige Frequenzen einschätzen, aber im Endeffekt ist und bleibt es Mutmaßen und raten. Sollte man einen Laptop besitzen, dann ist es ein leichtes auf Nummer sicher zu gehen!
Und he: ist ja nicht so das wir technisch schlecht ausgerüstet wären, wie Leute von vor 50 Jahren. Man kann doch, weil es möglich und einfach ist!Ansonsten: Die Kollegen von der Marshallkavallerie bremsen, das hilft ungemein.
Zum Kotzen find ich singende Drummer! die sind Risikofaktor Nummer eins! Ich denke es liegt manchmal garnicht am Monitor, wenn sie sich nicht hören, sondern einfach an der Konzentrationsschwierigkeit die man bekommt wenn man 4 Gliedmassen + eine Stimme unter Kontrolle halten muss! Wenn ich selber auf der Bühne steh tu ich mir solche Lautstärken wie die Verlangen jedenfalss nicht an!
Eh alle schwerhörig!Hochachtungsvoll
Scot_T -
Zitat
Sollte man einen Laptop besitzen, dann ist es ein leichtes auf Nummer sicher zu gehen!
Läßt Du einen Analyzer mitlaufen oder welches Programm zur Feedbackanalyse verwendest Du?
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Ist Eurer Meinung nach ein grafischer (31-Band) Equalizer das richtige Tool oder besser ein mehrbändiger parametrischer, mit dem ich die rückkoppelnden Frequenzen ja noch zielgenauer rausziehen kann. Oder ist das eher Geschmacks- und Übungsfrage?
Hermann -
Für jedem der es kann ist in meinen Augen ein parametrischer EQ besser geeignet. Habe da schon div. Monitorsideracks mit par. Eq´s gesehen. Wir selbst benutzen allerdings graphische EQ´s. Ist aber alles nur ne Übungssache. Wir "können" es eben mit den grafischen EQ´s besser. Außerdem beim Feedback finden einfach das Meßsystem auf 1/3 Octave gestellt und man weiß genau was man wo tun muß.
MfG
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deepblue:
Naja, das ist nicht so leicht. Wir haben leider nur Sharversionen die allesamt immer 30 Tage laufen. Davon ich glaub 3 Stück. Die tragen sich in dei Reg edit ein, d.h. sind nach ablauf der Zeit nicht mehr zu gebrauchen. Dann wird Die Soundsystemplastte platt gemacht. Wir haben extra 2* Win drauf. Dafür und für Notfälle bei veranstaltungen (spart die 45 min Neuinstalation).
Die Dinger heissen "Satlive" und einer wohl "TSM" beim anderen weiss ich den Namen nicht. Sind nach meinem Ermessen korekt und Bedienfreundlich. Kannste z.b. wählen ob du mit 15 oder 31 Band arbeitest, kannst umschalten zwischen Oszilatordisplay oder Terzbandanzeige usw usw. Dann bracht man nur jemanden der den Moni vorsichtig hochzieht oder gute ohrenschützer! Latenzzeiten sind mit guter Soundkarte kein Thema, jedenfalls zur Feedackerkennung. Bei meinem Nootbook reicht sogar die Onboard dafür aus.Wenn einer ne gute Vollverion weiss, oder besser geeignete Programme bitte bescheid sagen!
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Ich nutze für diesen Zweck und für viele andere Anwendungen Smart Live. Geht wirklich gut für alles was ich so brauche.
MfG
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Danke!
Ich habe mir vor einiger Zeit SAT-Live gekauft, aber die Feedbackfunktion noch nicht wirklich ausgetestet.
Normalerweise nehme ich meine FOH-Summe auf den Laptop auf.
Programm hierfür ist Samplitude. Das Programm hat eine Live-Input-Funktion, bei dem das Input-Signal direkt weiterverarbeitet werden kann.
Es ist z.B. möglich einen Analyzer mit beliebig vielen Bändern damit anzusteuern. Fenster in der Mitte des BildesBeim Soundcheck steuere ich den Input an über die Summen-Matrix und habe somit immer eine visuelle Kontrolle über die Signale.
@Scot_L
Welche Funktion verwendest Du genau in SAT-Live zum einpfeifen?[/url] -
Also, mit Samplitude, auf die Idee bin ich noch nicht gekommen. Live Input, ist ja logisch! Das wird gleich mal nächstes Wochenende ausprobiert!
Satlive: Es gibt eine direkte "Feedbackdetection" Funktion. Die zeigt einem direkt den Fader an den man ziehen muss. Diese Spricht aber erst ab zu hohem Pegel an. (Autsch!) Ausserdem ist sie langsamer als die Oszilatoranzeige. Einziger Nachteil ist, das man genauer hingucken muss.
Aber he: Wenn wir schon nicht das absolute Gehör haben, die Augen sollten Freqenzen erkennen können!
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Mit dem Oszillator in SAT-Live habe ich noch nicht gearbeitet.
Da ich aber wie gesagt sowieso immer die Summe aufnehme, läuft der FFT-Analyzer einfach immer mit.
Pfeift es mal beim Soundcheck, drehe ich kurz den Gain hoch und weiß wo das Problem liegt.
Die Ohren sind sicherlich unser wichtigstes Werkzeug, eine visuelle Kontrolle aber auch nicht zu vernachlässigen. -
Habe gerade für 29,90 ein Programm namens "WinAudioMLS" bei ebay ersteigert. Kostet sonst 195,-. Es sind glaube ich noch ein paar mehr im Rennen. Macht erstmal auf der Demo einen guten Eindruck. Fast zu viele Möglichkeiten für mich, der ich nur einen livetauglichen Analyzer brauche. Ich werde Euch berichten, sobald ich das Programm ausprobiert habe.
Grüße
Hermann -