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CEE oder nicht?

  • Sokke
  • 21. März 2004 um 17:23
  • Sokke
    Beiträge
    939
    • 21. März 2004 um 17:23
    • #1

    Hallo,

    wir mieten für eine kleine bis mittlere private VA eine Halle an. Wir haben schonmal etwas dort veranstaltet, allerdings war das mit der Stromversorgung aus räumlich verteilten Schukos etwas unschön (Mehrere "Haupt"stecker, dort wo das ganze Hilife war und jeder WItzbold den Stecker hätte ziehen können).

    Nun weiß ich, dass in dieser Halle eine CEE32- oder CEE16-Dose (muss nochmal nachsehen) vorhanden ist, was beides ausreichend wäre. Allerdings kann mir niemand dort sagen, ob die Dose richtig beschaltet ist und wie hoch sie wirklich abgesichert ist.
    Somit geht es um Risikoabwägung - was ist besser, wieder alles aus drei räumlich weit entfernten Schukos zu ziehen, auf die Gefahr hin dass jemand den Stecker absichtlich oder versehentlich zieht (und womöglich erschrocken wieder reinsteckt) und damit PA und Lichttechnik gefährdet?

    Oder ist das Risiko höher, dass mit der CEE was nicht stimmt (habe hier beängstigende Threads gelesen) und aufgrund falscher Beschaltung Schäden entstehen?

    Bin noch einigermaßen "grün" und durch Lesen anderer Beiträge hier z.T.etwas geängstigt worden ;)

    Ich sollte ehrlicherweise zugeben, dass ich - sollte ich mich entschließen diese CEE-Dose zu verwenden, einen Verteiler aus dem Baumarkt verwenden würde, was hier ja ebenfalls eine strittige Sache ist (warum eigentlich?).

    Für wegweisende Antworten wäre ich dankbar!

    [Hier die Signatur einfügen]

  • Kracky
    Profi
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    12.055
    • 21. März 2004 um 17:45
    • #2

    Nimm ein normales Multimeter, mess die CEE vor der Benutzung durch und du solltest eigentlich 100% sicher sein.

    Zuerst messen:

    N gegen Phase 1 - 2 - 3 -> je 230V Anzeige
    Ground gegen 1 - 2 - 3 -> je 230V Anzeige
    N gegen Grond -> Nichts - alles andere wäre heftig.

    Phase gegen Phase 1 gegen 2, 2 gegen 3, 3 gegen 1 -> je 400V Anzeige.

    Stimmt das alles solltest du dir sicher sein, alles ok. Ob das Drehfeld dann stimmt ist wurscht, da du eh auf Einzelphasen aufsplittest.

    In meinem Lexikon fehlt das Wort unmöglich!

    ASR Computer & PA Technik
    André Ruhnau
    Rosenstr.6
    78598 Königsheim

  • ThomasB
    Beiträge
    137
    • 21. März 2004 um 19:16
    • #3

    Hallo,

    zusätzlich zu den von Kracky beschriebenen Messungen solltest Du prüfen, wie die Steckdose abgesichert ist. Gerade bei nicht professionell geführten Hallen können die absonderlichsten Dinge geschehen. Frage im Zweifelsfall den Elektriker Deines geringsten Misstrauens, damit er einen Blick auf die Installation wirft. Und verwende nur Drehstromkabel, von denen Du weißt, dass sie korrekt 5-adrig verschaltet sind. Keine zweifelhaften Teile aus dem Kabuff der Halle (oder vorher messen und die Qualität der Verbindungen prüfen).

    Thomas

  • Sven M
    Profi
    Beiträge
    2.530
    • 21. März 2004 um 20:17
    • #4

    ..lass dir unterschreiben das die Installation der Halle den gültigen VDE Vorschriften genügt.

    Was sagt der Raver auf der Techno-Party, wenn sein Extasy aufhört zu wirken?

    "Was ist denn das für eine sch... Mucke hier?"

  • ewok
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    7
    Beiträge
    2.541
    • 22. März 2004 um 08:55
    • #5

    ...und achte bei den "Baumarktstromverteilern" darauf, dass diese auch wirklich alle 3 Phasen auf die Schukosteckdosen verteilt sind.

    Die Baumarktverteiler haben teilweise nur 1 Phase auf 3 Steckdosen verteilt!
    Hier im Bild das rechte Modell lässt sich auch nicht auf 3 Phasen umbauen !!!

    Tom

    http://www.partyontour.de

  • Markus Verza
    Verifiziert
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    1.756
    • 22. März 2004 um 11:00
    • #6

    @ Kracky
    Die Messung Null -> Erde wird bei einem Multimeter alles andere als nichts ergeben. Ein MUltimeter hat einen viel zu hohen Innenwiederstand. Hier ist die Anschaffung eines Duspols angesagt.

    Zu den Verteilern: Es muss ein 30mA RCD (früher FI) vor jede Schukodose. Wenn du nicht sicher stellen kanst das die CEE Dose entsprechend abgesichertr ist darfst du die gezeigten Baumarktverteiler NICHT einsetzen.

    Ich würde mich mit dem Hausmeister mal in einer ruhigen Stunde auf Erkundung begeben. Wenn du glück hast ist der Verteilerkasten ja ordentlich beschiftet, sonst must du halt Sicherung für Sicherung ausschalten und prüfen welche die für die CEE sind. Danach beschriften nicht vergessen :)

  • Kracky
    Profi
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    12.055
    • 22. März 2004 um 14:24
    • #7

    Sorry Markus, aber wie in der PN schon geschrieben, ich hatte es wirklich noch nie das N gegen Erde einen Wert ergeben haben. Wäre mir jetzt neu und ich habe schon sehr oft nach dieser Methode gemessen. Duspol ist natürlich auch nicht schlecht.

    In meinem Lexikon fehlt das Wort unmöglich!

    ASR Computer & PA Technik
    André Ruhnau
    Rosenstr.6
    78598 Königsheim

  • cyberlight
    Beiträge
    6.061
    • 22. März 2004 um 15:23
    • #8

    Das Multimeter dank ihres hohen Eingangswiderstrandes manchmal Unsinn anzeigen, dürfte ja wohl bekannt sein.
    Ein Beispiel, was mir gerade einfällt, wären diese UP-Sensordimmer.
    Miss mal mit einem Multimeter gegen Erde. Würdest du nach Anzeige des Multimeters immernoch da anfassen wollen?

    So ist es auch bei Messung zwischen N und PE. Es ist auch nicht wild, wenn dort etwas Spannung ist.

    Duspol ist die einzig vernünftige und halbwegs aussagekräftige Messmethode. 100% sicher gibt es nicht.

    An den 32A-Stecker darfst du nicht ran, und einen Verteiler dafür darfst du auch nicht bauen.
    Es ist schon gefährlich genug, wenn du den 16A-Stecker benutzt. Mit 400V ist nicht zu spassen.
    Das Risiko, dass dir den jemand aus der Dose zieht, ist bei kleinen Veranstaltungen sehr gering.

    Zitat

    habe hier beängstigende Threads gelesen


    So soll es sein :)
    Das kann vorkommen, aber wenn man die Dose vorher misst, passiert eigentlich nichts. Schäden entstehen meisst, weil man einfach ohne Messung den Stecker reinsteckt und drauf vertraut, dass die Dose in Ordnung ist. Niemals fremdes Material ungeprüft benutzen!

    Wenn du einen Verteiler kaufst, spare nicht dabei. Die Teile sind zwar teuer, aber sie halten auch ewig zuverlässig, d.h. man muss sie nur einmal kaufen und wenn niemand mit dem Laster drüberfährt, halten sie auch einiges aus. Brennenstuhl sollte im Baumarkt erhältlich sein.

    Wegen RCD:

    Zitat

    sonst must du halt Sicherung für Sicherung ausschalten und prüfen welche die für die CEE sind.


    Einfach Duspol gegen Erde, einmal drücken und schon hat man den RCD gefunden und man merkt auch gleich, was da sonst noch so dranhängt.
    Dann finden sich die Sciherungen auch leichter, weil die normalerweise in der Nähe des RCD sitzen.

    Zitat

    Gerade bei nicht professionell geführten Hallen können die absonderlichsten Dinge geschehen. ...
    Keine zweifelhaften Teile aus dem Kabuff der Halle

    Absonderliche Dinge: 32 A Dose auf 16A abgesichert, nur eine Phase auf allen Leitungen, eine Phase und Null im Kabel vertauscht, man findet nur eine Perilex-Dose... ("Was hast du denn, da ist doch der Drehstromanschluss!" :roll: )

    »Wenn China erwacht, wird es die Welt erschüttern.« Napoleon Bonaparte (1769-1821)

  • Sokke
    Beiträge
    939
    • 22. März 2004 um 17:57
    • #9
    Zitat von "ewok"

    Die Baumarktverteiler haben teilweise nur 1 Phase auf 3 Steckdosen verteilt!

    Warum tun Menschen so etwas? Ist das billiger herzustellen? Nein, kann ich mir kaum vorstellen. Sowas wird nur produziert damit man hier ausgelacht wird. :(

    Nee, also ob der Baumarktverteiler wirklich so verschaltet ist wie man es erwarten sollte, das werde ich auf jeden Fall probieren ("durchpiepen") - sonst bekommt der Baumarkt das Teil achtkantig wieder zurück. FIs hat das Teil aber.

    Duspol hab ich (noch) nicht, will ich mir auch nicht für diese eine Messung besorgen (steht aber durchaus noch auf meiner Wunschliste).
    Vorerst muss das Multimeter reichen. Das Messen mache ich persönlich, dann ist es auch mein persönliches Pech wenn ich gegrillt werde. So überaus hoch schätze ich die Gefahr dass das passiert allerdings auch wieder nicht ein - ich bin bestimmt nicht leichtsinnig oder bescheuert.

    Das mit dem Stecker ziehen ist leider nicht so unwahrscheinlich wie man sich einreden mag, ich hatte schon oft so Erlebnisse- früher in der Schule hat gar mal jemand in der Aula einen Verfolger aus der Schukodose gezogen um seinen Camcorderakku daran aufzuladen - das Ladegerät und der Dimmer haben sich nicht gut verstanden, ich und der Besitzer des Camcorders hinterher auch nicht... Und Leute die "mal schnell" das DJ-Set ausstöpseln damit ihr Handyladegerät dazwischenpasst hab ich auch schon erlebt.

    Die CEE-Dose ist im Gegensatz zu den Schukodosen in einem Hinterzimmer, wo sich niemand rumtreibt (so einen Stecker haben ja zum Glück auch die wenigsten Ladegeräte...)

    Ist übrigens eine CEE16-Dose, und da der Verteiler nur Schukodosen als Ausgänge hat und über 10A-Sicherungen verfügt, sollte die Wahrtscheinlichkeit dass etwas zu niedrig abgesichert ist sich doch auch in Grenzen halten oder?

    [Hier die Signatur einfügen]

  • andi.h
    Beiträge
    617
    • 22. März 2004 um 18:56
    • #10

    Kurze Zwischenfrage:
    Kann mir jemand eine Kaufempfehlung für einen Duspol geben?
    Ich brauch sowas unbedingt für meinen Kofferjob-Koffer :) .
    Gibt's da besondere Gründe viel Geld auszugeben oder reicht einer für 20 Euro aus dem Baumarkt?

  • cyberlight
    Beiträge
    6.061
    • 22. März 2004 um 19:43
    • #11

    Duspol kommt von Benning.
    Dabei sollte man auch bleiben.
    Es gibt da sehr viele in unterschiedlichsten Ausführungen und Preisklassen.
    Da musst du wissen, was du an Ausstattung brauchst. (Drehfeld, Widerstandsmessung, Vibration usw.)
    Ich meine, die sind bei reichelt am Billigsten zu bekommen. Ich weiss aber nicht, ob die auch die einfachsten Varianten haben.

    Im Baumarkt gibt es meisst nur Billigzeug zu unverschämten Preisen. Die Dinger mit nur einer einfachen Glimmlampe drin sind völlig untauglich.

    Auf jeden Fall muss er zweipolig sein und ich würde einen mit Tauchspulmessgerät bzw. Lastzuschaltung empfehlen.

    »Wenn China erwacht, wird es die Welt erschüttern.« Napoleon Bonaparte (1769-1821)

  • ThomasB
    Beiträge
    137
    • 22. März 2004 um 20:42
    • #12
    Zitat von "andi.h"

    Kurze Zwischenfrage:
    Kann mir jemand eine Kaufempfehlung für einen Duspol geben?

    Ich habe einen Duspol S von Benning, der mir seit mehreren Jahren gute Dienste leistet.

    http://www.conrad-electronic.de/duspol_typ/134309.html

    Er hat eine Drehfeldanzeige, die z.B. beim Anschluss von Motoren hilft. Weiterhin ist er niederohmig genug, um vernünftig anzuzeigen, aber gleichzeitig keine Gefahr für einen RCD. Bei Conrad kostet er 41 EUR, es gibt ihn sicher auch billiger.

    Thomas

  • cyberlight
    Beiträge
    6.061
    • 22. März 2004 um 23:15
    • #13

    Ich habe auch einen Duspol Combi, aber der ist ihm ja zu teuer.

    Ich kenne auch Geräte, die schon älter als ich sind und immer noch gute Dienste leisten.

    »Wenn China erwacht, wird es die Welt erschüttern.« Napoleon Bonaparte (1769-1821)

  • sme-bbg
    Beiträge
    5
    • 23. März 2004 um 01:43
    • #14

    Im zweifelsfall verteilung auf ... vor dem FI mit 6mm rausführen und auf einen geeigneten baustromverteiler geben ... habe ich auch schon oft gemacht ...

  • Tobias Zw.
    Profi
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    27
    • 23. März 2004 um 09:33
    • #15

    @ sme: Sorry, aber diesen kryptischen Beitrag habe ich nicht verstanden. Was meinst Du?

    MfG Tobias Zw.

    Äch bän wäder do.

    http://www.tobiaszweckerl.de

  • Markus Verza
    Verifiziert
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    1.756
    • 23. März 2004 um 10:10
    • #16

    Das ist auch besser so :)
    Dieser Vorschlag taugt NUR für Elektrofachkräfte. Die dürten den Betrag verstanden haben für alle anderen verbietet sich diese Lösung sowieso.

  • cyberlight
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    6.061
    • 23. März 2004 um 12:03
    • #17

    Ich weiss schon, was gemeint ist, aber hier solche Ratschläge zu geben, halte ich für unverantwortlich.
    Den Anschluss von einem Baustromverteiler sollte man dann wirklich einem richtigen Elektriker überlassen.

    »Wenn China erwacht, wird es die Welt erschüttern.« Napoleon Bonaparte (1769-1821)

  • Sokke
    Beiträge
    939
    • 23. März 2004 um 13:40
    • #18

    Sehe ich genauso... Newbies wie mich bringt man sonst auf dumme Gedanken ;)

    Nee, aber im Ernst - wenn mein Verteiler FIs hat, wird er doch wohl in Ordnung sein, selbst wenn er aus dem Baumarkt stammt? Ich gebe zu bedenken, dass ich keine Technik vermiete und die VA rein privat ist.

    Angesprochene Messungen werde ich zur Sicherheit durchführen. Das wichtigste ist (von Nebensächlichkeiten wie Personenschutz mal abgesehen), dass die angemietete Technik nicht gefährdet wird. Da man, wenn ich das richtig verstanden habe, max. 10 A aus einer Schukodose ziehen kann, ergeben sich max. 2300 W Leistungsaufnahme pro Phase. (Richtig?)

    Somit müsste das Setup:

    -~2000 W Endstufen etc an Phase 1
    -Nebelmaschinen (1500 W + 700 W) an Phase 2
    -Licht (300 W Lauflicht, 2 Moving Heads, sonstiger Schnickschnack) an Phase 3
    -PC, DJ-Sets an Phase 3

    das sinnvollste sein, oder?

    Für Kommentare und Vorschläge wäre ich sehr dankbar, da ich wie gesagt lieber Vorsicht walten lasse als das Nachsehen zu haben.

    [Hier die Signatur einfügen]

  • RA-CG
    Beiträge
    1.205
    • 23. März 2004 um 16:10
    • #19

    Hi!

    Eine normale Schuko Dose sollte mit 16A abgesichert sein, also etwa 3600 Watt.

    Ich würde den PC und den DJ-Set Kram zusammen mit der Endstufe auf eine Phase hängen, aber nicht mit Licht oder Nebelmaschine.

  • Sokke
    Beiträge
    939
    • 23. März 2004 um 16:39
    • #20

    Hmm... ja, eigentlich schon. Aber gibt es da nicht auch "schwarze Schafe" unter den Verlängerungskabeln/Verteilern, die "nur" 10 A abkönnen?Irgendwo hatte ich so etwas aufgeschnappt.

    Und wenn ja, woher weiß ich wieviel mein Schukokabel abkann?

    [Hier die Signatur einfügen]

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