Der eine oder andere von euch hat wohl mitbekommen, daß ich immer saurer werde.
Da ich sowohl als Mixer wie auch als verantwortliche Beschallungsfirma unterwegs bin ( wie viele von euch auch ), und mich in beide Seiten gut einfühlen kann, bin ich mit der folgenden Diskrepanz überhaupt nicht mehr einverstanden:
Auf der einen Seite wird von mir als Beschaller volle Leistung, Perfektionismus und die Zufriedenstellung aller Veranstaltungsbeteiligten verlangt und ich versuche "auch noch den 17. und 18. Kompressor an den Start zu bringen" wenns verlangt wird. Ich habe eigene Qualitätsstandards wie zum Beispiel meinen Job perfekt vorbereitet zu haben, bevor der erste Musiker die Halle betritt u.s.w.
Auf der anderen Seite muß ich als Mixer die absurdesten Mängel, Nachlässigkeiten, Desinteresse, Leistungsunwillen u.s.w. erleben, wie man sichs schlimmer nicht vorstellen kann.
Damit, daß ich als Mixer in einer kleineren Liga spielen könnte, als als Beschaller, wo all diese Scheiße "normal" ist, kann ichs beim besten Willen nicht erklären. Auch bei einem "kleinen Job" kann der Beschaller seine Sache ordentlich machen oder bei einem "großen" alles versieben.
Für die meisten anderen Branchen gibt es über das Gesetz von Angebot und Nachfrage hinaus eine Art Qualitätskontolle z.B. durch die Berufsverbände, die aber, vor allem was das Beschallungsgewerk angeht, nach meinem Kenntnisstand z.B. vom VPLT quasi nicht ausgeübt wird.
Worauf ich hinaus will ist z.B. die Organisation einer freiwilligen Zertifizierung einer Qualitätssicherung, die für die Kundschaft die "Spreu vom Weizen" trennt.
Das Thema ist im Forum verschiedentlich gestreift worden, vielleicht können wir hier mal die Möglichkeiten diskutieren, die es dafür gäbe.