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SAE Institut

  • c4
  • 19. Oktober 2004 um 09:31
  • c4
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    • 19. Oktober 2004 um 09:31
    • #1

    Hallo zusammen!

    Ich arbeite inzwischen seit 3 Jahren nebenher als Tontechniker, betreue einige Bands als "BandTech" udn habe mit einem Kollegen zusammen einen eigenen Verleih aufgebaut. (http://www.c4-audio.de)

    Wir planen kommendes Jahr ein Studium am SAE Institut.

    Allerdings habe ich jetzt hier schon öfter im Forum gelesen, dass die SAE Jungs nicht so gut wegkommen.

    => "Im live Bereich sind die ein ganz besonderer Fall..."

    => "Kennen den neuesten MIDI Code, können aber keinen Reverb einschleifen"

    und was ich selbst miterlebt hatte: Es herrschte Verwunderung über den dünnen Sound (Open Air), bis nach der Veranstaltung ein alter Hase herausfand, dass die Bass-Amps nicht eingeschaltet waren. (unglaublich aber wahr!!!)

    Wie sind da Eure Erfahrungen?

    Welche - vergleichbaren - Ausbildungsstätten oder Wege sind noch zu empfehlen?

    Würde mich über einige ergiebige Beiträge freuen!

    grüssle Daniel, C4Audio

  • mischpultschorsch
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    • 19. Oktober 2004 um 10:03
    • #2

    Der Satz "Kennen den neuesten MIDI Code, können aber keinen Reverb einschleifen" bringt es in etwa auf den Punkt. Ohne alle SAE-Absolventen über einen Kamm scheren zu wollen, aber die Ausbildung dort ist wirklich rein Studiobezogen, ohne wirklichen Bezug zur Praxis auf ner Live-Baustelle.

    Ich hatte neulich mich auch mal mit nem SAE-Abgänger unterhalten, der mir bestätigte, daß er sein Live-Wissen erst durch nachfolgende Praktikas bei PA-Verleihern erhalten habe. Während der SAE-Zeit, sei man einmal nen Tag zu nem Verleiher gegangen und habe da ne kleine PA und einen kleinen Pultplatz aufgebaut...

  • gacond
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    325
    • 19. Oktober 2004 um 10:20
    • #3

    Ich habe mich auch schon bezüglich SAE Studium umgehört.

    Soviel ich weiss ist bei der SAE einfach folgendes Problem:
    Dadurch dass die Schule einfach schweineteuer ist, steht dir super Equipment zur Verfügung und die möglichkeiten was zu lernen sollen wirklich gut sein... Nun aber das Problem: Du kannst auch einfach auf die Faule haut liegen. Da die SAE von dir abhängig ist, sind die Bedingungen um durchzukommen sehr locker. Man kann also ein SAE Papier in der Hand haben und wirklich noch nie ein Livepult von nah gesehen haben. Auf der anderen Seite gibt es aber auch SAE abgänger, die die Möglichkeiten wirklich genutzt haben und halt auch mal nebenbei ein Praktikum im Livebetrieb oder produktiv im Studio gemacht haben.

    Dadurch ist halt ein SAE Diplom eher umstritten. Ein zukünftiger Arbeitgeber kann anhand vom Diplom nicht unterscheiden, ob du dich wirklich intensiv mit der Matierie auseinanderegesetzt hast oder ob du dich knapp durchs Studium geschmuggelt hast, nur um nachher das Papier in der Hand halten zu können.

  • Lightsoundmartin
    Verifiziert
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    • 19. Oktober 2004 um 16:43
    • #4

    Moin !

    Vergleichbare Ausbildungs-Institute gibt es noch in Wuppertal und Regensburg :
    http://www.schule-fuer-tontechnik.de , sowie in München
    http://www.musicsupportgroup.com .
    Letztgenannte bieten zwar etwas mehr Praxisbezug durch angeschlossene
    kommerzielle Studios, aber der Live-Anteil beschränkt sich auch dort
    auf einen eintägigen Workshop. (Aufau einer Club-Gig PA incl.
    Soundcheck)

    Darüber hinausgibt es noch die Schule für Rundfunktechnik in
    Nürnberg : http://www.srt.de Jedoch die Preise... :evil:

    Gruß

    Martin

    Die Basis ist die Grundlage des Fundaments !

  • Wurst Werner
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    • 19. Oktober 2004 um 17:02
    • #5

    Wenn es speziell um Live Sound geht, dann gibt es nur eine Alternative:

    http://www.fullsail.com

    Aber ohne "Mörderkohle" geht da nichts :roll:

    Grüsse
    WW

    CEO @ SoundSurface

    Consultant Pro Audio @ IAD-Pro / WharfedalePro

    Waves Soft- & Hardware Dealer

  • MANIK
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    • 19. Oktober 2004 um 21:08
    • #6

    Hallo!
    Was gibt es denn in Österreich so als Alternative zum SAE, das mit Live Sachen mehr zu tun hat?
    Um mal vom Thema kurz abzuweichen, wie sind eigentlich die anderen Kurse am SAE so, sprich Multimedia usw.?


    Gruß, MANIK

  • nouve
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    • 19. Oktober 2004 um 22:06
    • #7

    Hallo Manik,
    Multimedia soll schon okay sein. Meine Frau ist cutterin, hat mal eine kurze Seminar - nicht ganze Studium - gehabt, war mit positiven Eindruck am Ende. Es war entweder FinalCut oder Media100 Seminar! Wenn du interessiert bist, kann genau nachfragen was sie gehabt hat und wie es genau läuft.
    MfG

    wenn du nicht neugierig bist auf das,
    was hinter der normalen Realität liegt,
    mußt du schon eine verdammt langweilige Person sein

  • wora
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    • 20. Oktober 2004 um 00:48
    • #8

    c4:

    ich war zwar selber nicht auf der SAE, aber ich kenne einige leute die das gemacht haben... und der tenor ist fast immer der gleiche.

    wenn du einen eigenen verleih hast und livegigs machen willst, dann steck die kohle lieber in vernünftiges material, kauf dir ein paar bücher und mach einfach möglichst viele konzerte... denn erfahrung ist die halbe miete!

    die SAE kannst du dir für dieses ziel wirklich sparen.
    da wäre eine ausbildung zum veranstaltungstechniker sicher sinnvoller.

    bei der SAE lernt man viel studio-theorie, aber mischen lernt man dort auch nicht.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • c4
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    • 20. Oktober 2004 um 08:29
    • #9

    erstmal vielen Dank für die schnelle und doch sehr vielschichtige Auskunft!

    Der allgemeine Tenor ist ziemlich eindeutig.

    Allerdings schwebte mir schon ein Studium vor, und keine Ausbildung als Veranstaltungstechniker.

    Diese Fullsail geschichte klingt zwar sehr gut, allerdings komm ich da finanziell nicht mit...
    Gibt es keine Uni / FH im deutschsprachigen Raum, die

    a) Praxisbezogen ist

    und

    b) einen Schwerpunkt auf (live-) Beschallungen

    setzt, allerdings auch die nötige Musiktheorie und sonstigen physikalischen Vorausetzungen vermittelt?

    kann mir da jmd weiterhelfen?

    Ich schließe näxtes Jahr mein Studium der "Technischen Logistik" ab. Gibt es da auf dem Markt "Tontechnik" Bedarf, bzw. weiß jemand eine sinnvolle Kombination von Logistik und Tontechnik?


    Grüssle, Daniel C4Audio

  • wora
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    • 20. Oktober 2004 um 11:07
    • #10
    Zitat von "C4"

    ...Allerdings schwebte mir schon ein Studium vor, und keine Ausbildung als Veranstaltungstechniker.
    ...
    Gibt es keine Uni / FH im deutschsprachigen Raum, die

    a) Praxisbezogen ist

    und

    b) einen Schwerpunkt auf (live-) Beschallungen

    setzt, allerdings auch die nötige Musiktheorie und sonstigen physikalischen Vorausetzungen vermittelt?...

    mir ist kein studiengang bekannt, der deine ansprüche genau trifft.
    die beschäftigen sich alle sehr mit studiosachen, der livebereich wird allenfalls gestreift.
    falls mich da jemand berichtigen kann soll er das bitte tun, ich weiss ja auch nicht alles.

    Zitat von "C4"

    ...
    Ich schließe näxtes Jahr mein Studium der "Technischen Logistik" ab. Gibt es da auf dem Markt "Tontechnik" Bedarf, bzw. weiß jemand eine sinnvolle Kombination von Logistik und Tontechnik?
    ...

    ich kenne da einige firmen, die diesbezüglich kräftigste unterstützung gebrauchen könnten! ;)

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • Lightsoundmartin
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    • 20. Oktober 2004 um 11:25
    • #11

    Einen Studiengang mit Schwerpunkt Live-Beschallung gibt es meines Wissens nicht.
    Den Größten Anteil hat wahrscheinlich noch der
    Diplom-Studiengang an der FH Düsseldorf, aber die vermitteln dir
    keine musikalischen Grundkenntnisse, sie setzen diese voraus.
    Du machst dort die gleiche Aufnahmeprüfung wie Musikstudenten,
    dann 2 Semester sog. künstlerisches Praktikum an der Musikhochschule
    in D. und dann geht´s erst an die FH. Die Anforderungen der
    Aufnahmeprüfung sind schon recht heftig. Außerdem ist der Studiengang
    doch ziemlich Klassik-lastig. http://www.fh-duesseldorf.de

    Alternativen : http://www.tfh-berlin.de Veranstaltungstechnik, wie ich erst
    vor kurzem gehört habe, immer noch sehr Theater-lastig.

    oder : http://www.hdm-stuttgart.de und http://www.haw-hamburg.de
    Medientechnik mit Schwerpunkt Audiovisuelle Medien.

    Diese Studiengänge haben zwar alle gewisse tontechnische Anteile,
    aber was Live-Beschallung betrifft, kann man nicht gerade von einem
    Schwerpunkt sprechen.

    Ein Berufsbild, das sich aus der Kombination von technischer Logistik
    und Tontechnik zusammensetzt, könnte z.B. Disponent bei einem
    Groß-Verleiher sein.
    Palettengeneral (Lagerleiter) ist dir möglicherweise zu langweilig :D

    Ansonsten ist der Tip von Wora genau richtig. Nur ist der Anfang hier
    besonders schwer, da eine noch nicht vorhandene Referenz-Liste dir
    mehr Steine in den Weg legt, als ein Diplom wegräumen kann.

    Aber Trotzdem : Viel Erfolg !

    Gruß

    Martin

    Die Basis ist die Grundlage des Fundaments !

  • wora
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    • 20. Oktober 2004 um 13:03
    • #12

    ach so, eines wollte ich noch anmerken:

    zum mischen gehört unbedingt ein gutes musikalisches gefühl und ein gehör dafür, wie es klingen sollte.
    das kann man aber meiner meinung nach nicht lernen, höchstens durch übung noch verbessern.
    wenn man also "kein ohr dafür" hat, dann wird man auch nach dem besuch der besten schule keine angenehmen ergebnisse erzielen - oder zumindest nur selten.

    der rest ist grundwissen und erfahrung.

    thats it.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • c4
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    • 20. Oktober 2004 um 13:04
    • #13

    @ wora

    na dann schieß mal los!

    Welche Firmen hast du auf Lager?

  • MANIK
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    • 20. Oktober 2004 um 17:47
    • #14

    Also anscheinend gibts in Österreich wohl keine Alternative zum SAE...?!

  • wora
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    • 21. Oktober 2004 um 03:34
    • #15
    Zitat von "C4"

    @ wora

    na dann schieß mal los!

    Welche Firmen hast du auf Lager?

    ich meinte es so, das ein hoher prozentsatz der beschallungsunternehmen duchaus mal etwas nachhilfe in sachen logistik gebrauchen könnte... :wink:

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • MANIK
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    • 5. November 2004 um 16:15
    • #16

    Hallo!
    Kenn das eigentlich jemand? http://www.tone-art.at


    Gruß, MANIK

  • hausi
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    97
    • 20. Dezember 2004 um 00:45
    • #17

    in österreich gibs nen geilen seminarservice!
    war selbst auch shcon kunde, ist wirklich impfehlenswert (hasd halt keine prüfung dann, bieten jetzt aber auch beschallungstechnikerausbildung an)

    homepage: http://www.ssb-info.com

    lg ;)

    arbeiten bis der arzt kommt

  • theskorpion
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    63
    • 20. Dezember 2004 um 20:13
    • #18

    Wora schrieb:

    Zitat


    zum mischen gehört unbedingt ein gutes musikalisches gefühl und ein gehör dafür, wie es klingen sollte.

    Was meinst du mit "guten musikalischem Gefühl" ? :?

  • wora
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    • 21. Dezember 2004 um 14:02
    • #19

    ich versuche das mal so zu erklären:

    es gibt mischerkollegen, da klingt auch eine salsa-band oder ein jazz-quintett immer irgendwie nach heavy metal...

    und es gibt kollegen, die bei einem gitarrensolo mit verschränkten armen ruhig am pult sitzen bleiben und überhaupt nicht auf die idee kommen, dieses solo ein wenig zu featuren...

    ich hoffe du verstehst jetzt besser was ich meine.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • DerBlech
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    231
    • 3. Januar 2005 um 10:44
    • #20

    also zur SAE.

    es ist ja nunmal so, dass die sae auch nciht wirklich damit wirbt "wir bilden live-enigneers aus".

    das kann man ja auch ganz klar erkennen, wenn man sich da umsieht.
    Nur studios und auch eindeutig nur studio-equipment.

    also wenn jemand ne produzenten-laufbahn oder etwas in richtung studio-technik plant, ist mit der SAE schon gut beraten.

    ja, live-engineer...
    natürlich kann man danach dann noch einiges an praktika im live-bereich machen, um sich auf ALLES "einzuschießen", das halte ich auch für sinnvoll.

    gruß felix

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