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Sprachbeschallung für 50x30m Halle

  • bastler
  • 3. November 2004 um 21:31
  • bastler
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    • 3. November 2004 um 21:31
    • #1

    Hallo,
    wir wurden beauftragt eine Anlage nur zur Sprachbeschallung in eine Halle einzubauen (für Betriebsversammlungen). Die Halle ist 50 x 30 m groß, 6m hoch und hat Betonwände und -decke.
    Ich hab mal einen Grundrissplan gezeichnet, damit man sich was drunter vorstellen kann.

    Die Punkte im Plan stellen Säulen dar, an denen Lautsprecher befestigt werden können.
    Nun bin ich am überlegen wie das ganze zu realisieren ist.
    Ein Gedanke von mir war, eine dezentrale Beschallung mit kleinen Tops zu realisieren, von denen jeweils zwei an jeder Säule angebracht werden.(z.B. hätte ich an die Ti6 von Audio-Zenit oder andere 6,5"/1" gedacht oder evtl. 8"/1" falls die anderen zu klein sind)
    Allerdings bin ich mir nicht sicher ob so kleine Tops das packen.

    Ein Alternative wäre ein kleines Line-Array wie z.B. das LA-5A von Coda als Mono-Center und noch eine oder zwei Delay-Lines, das würde schonmal massiv Verkabelungsaufwand sparen aber ich weiß nicht ob das so funktionieren kann.
    Evtl. würde ja auch eine Line über der Bühne und eine zweite in der Mitte der Halle als Delay genügen.
    Das ganze soll eine Festinstallation werden und möglichst kompakt und natürlich auch noch preisgünstig.

    Also ich hoffe ihr könnt mir ein paar Tips dazu geben, vielen Dank schonmal.

    Gruß
    Michael

  • SRAM
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    • 3. November 2004 um 21:48
    • #2

    Hast Du schonmal die Nachhallzeit gemessen ?
    Bei den verwendeten Materialien befürchte ich Schlimmes :?

    Es ist wahrscheinlich günstig, wenigstens einen Teil des budgets in Maßnahmen zur Verbesserung der Akustik zu stecken. (Und schöner wird die Halle dadurch vermutlich auch :) )

    Wir haben hier einige Vortragssäle, die mit einem abgehängten Cluster aus großen MT/HT-Hörnern (meist zwei für die entsprechende Abdeckung) ergänzt mit direktstrahlenden 12" in closed Box (meist vier) beschallt werden --> klingt sehr gut und nie angestrengt, auch wenns mal laut wird :wink:

    Gruß SRAM

    P.S.: Da der Redner direkt unter dem Cluster steht ist auch die Zuordnung nie ein Problem

    I watched a snail crawl along the edge of a straight razor. That's my
    dream. That's my nightmare. Crawling, slithering, along the edge of a
    straight razor, and surviving.

  • bastler
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    • 3. November 2004 um 22:01
    • #3

    Das ging ja schnell,
    Verbesserung der Akustik ist sicherlich sinnvoll, allerdings wird die Halle nur ca. 5 mal im Jahr für Versammlungen genutzt und dient wärend der restlichen Zeit als Lagerhalle.
    Wie dann z.B. Molton an den Wänden aussieht möchte ich garnicht wissen, zumindest optisch wird er dann die Halle wohl eher nicht verschönern. :?

    Gemessen wurde in der Halle noch garnix und ich hab sie auch noch nicht persöhnlich gesehen.
    Tendenziell wäre dann wohl eher eine dezentrale Lösung erfolgversprechender, wenn die Akustik so schlecht wie befürchtet ist, oder?
    Packen so kleine 6"/1" Böxlies 10m Sprache oder ist was größeres angesagt?

    Gruß
    Michael

  • Machtl
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    • 4. November 2004 um 00:10
    • #4

    Wenn das Budget ausreicht, dann schau dir mal die E3 von d&b an, die kannst du auch gleich als Zweier-Paket "clustern", und von der Power und der Qualität her sehr ok...

    Ciao
    Martin

    MEB Veranstaltungstechnik
    Chamsys MagicQ Forum

  • Marcel
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    • 4. November 2004 um 01:00
    • #5

    Hab zwar nicht viel Ahnung davon, aber könnte man in so einer großen Halle nicht ähnlich wie in einer Kirche besser eine ELA Anlage mit diesen langen schlanken Schallzeilen installieren? Sieht imho dezenter aus als so eine 8"/1" und sollte doch auch den Zweck erfüllen, wenn es nur um Sprache geht?! Nur so ein Gedankenanstoss ;)

  • Seven
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    • 4. November 2004 um 01:42
    • #6

    Also mit hochwertigen 8"/1" und eventuell auch 6"/1" solltest bei deinem Setup (also alle 7m eine Linie) wenig Probleme haben. Vorne würde ich trotzdem noch ein ordentliches System hinstellen. Schön horngeladene Tops, so dass du nach hinten eher nur stützen must. Hups Festinstallation.

    Na dann eher doch kein richtiges Hornsystem vorne.

  • songe creux
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    • 4. November 2004 um 07:37
    • #7

    Ein probates Mittel dürfte der Cardioidstrahler von Manfred Schuster sein. http://www.sound-klinik.de - was in Kirchen hilft, kann in derartigen Hall(en)räumen nur gut sein.

  • Ecto_Erwin
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    • 4. November 2004 um 10:08
    • #8

    Meiner Meinung nach sind QSC ASD52 und ASD´82 für solche Anwendungen auch sehr interessant, vorallem preislich!
    Wenn es eine Lagerhalle ist, sind die QSC Böxchen sehr vorteilhaft, da auch für den Außenbereich geeignet und mit saehr paraktischer Diebstahlsicherung!

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  • songe creux
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    • 4. November 2004 um 10:32
    • #9
    Zitat von "Ecto_Erwin"

    Meiner Meinung nach sind QSC ASD52 und ASD´82 für solche Anwendungen auch sehr interessant, vorallem preislich!

    Das ist das Grundproblem vieler Installationen. Zuerst wird das Argument PREIS gesehen, ob es das tatsächliche Problem auch nur ansatzweise löst, bleibt völlig offen. Die Diskussionen ist noch keine 15 Beiträge alt, und schon kommt der erste budgetorientierte Vorschlag.

    Analysiert doch erstmal das akustische Problem, erstellt Lösungsansätze und seht dann zu, was zum Schluss unter´m Strich ´rauskommt. Dann kann man immer noch sagen, wir beschallen aufgrund des kleinen Budgets nicht die ganze Halle sondern nur einen Teil.

    Aber Hauptsache den Auftrag bekommen, egal wie das Ergebnis wird. Ist das Marktwirtschaft?

  • Ecto_Erwin
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    • 4. November 2004 um 12:48
    • #10

    songe creux ähmm...ich glaub du hast da was falsch verstanden!

    Habe die QSC Boxen schon öfter gehört und verbaut, auch für solche Anwendungen und finde sie dafür sehr gut! Und ZUSÄTZLICH kommt hinzu, das sie sehr Preisgünstig sind! Was ja nie ein Nachteil ist!

    Habe zuerst geschrieben, dass die gut geeignet sind und danach, dass sie Kosten sparend sind!!!

    Habe nicht gesagt: Nimm die Boxen die sind günstig, wie sie klingen ist egal! Da hast was falsch verstanden!

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  • songe creux
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    • 4. November 2004 um 13:01
    • #11

    Da kann man auch jedes andere Kleinsystem einsetzen. Keines wird der Problematik einer langen Nachhallzeit Herr. Dies können nur Lautsprecher mit nierenförmiger Abstrahlung. Das kann keine K&F, kein JBL Control, keine d&B E3 und auch keine QSC Box!

  • Ecto_Erwin
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    • 4. November 2004 um 13:44
    • #12

    ja, aber sie sind brauchbar! und eine kosten/nutzen rechnung ist auch oder vorallem im interesse des kunden nötig!

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  • Volker Holtmeyer
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    • 4. November 2004 um 14:36
    • #13

    Es wurde in den vorangegangenen Beiträgen ja schon viel "Gueswork" betrieben - das ging tendenziell schon in die richtige Richtung, ist mir aber zu diffus. *g*
    Man muß sowas nicht "aus dem Bauch heraus" entscheiden/planen - Akustik ist ja nicht etwa etwas Ungreifbares und lässt dich sehr wohl wissenschaftlich beschreiben!

    Zitat


    Da kann man auch jedes andere Kleinsystem einsetzen. Keines wird der Problematik einer langen Nachhallzeit Herr. Dies können nur Lautsprecher mit nierenförmiger Abstrahlung.


    Auch ein Lautsprecher mit einer nierenförmigen Abstrahlcharakteristik kann die Nachhallzeit nicht verändern! :lol:
    Indes kann mit einem Lautsprecher der gute Richteigenschaften hat das Verhältnis vom Direktschall zum Diffusschall verändert werden - und genau darum geht es nämlich.

    Grundsätzlich gibt es 3 Parameter, mit denen man das Verhältnis von Direktschallpegel und Diffusschallpegel beeinflussen kann:

    1. Bündelungseigenschaften des Lautsprechers

    (z.B. verbessert die Verdoppelung des Q-Faktors das Verhältnis um 3 dB)

    2. Raumakustik (Absorptionseigenschaften der Raumbegrenzungsflächen)
    (z.B. verbessert die Verdopplung der äquivalenten Absorptionsfläche Sa das Verhältnis um 3 dB)

    3. Abstand zur Quelle
    (z.B. verbessert die Halbierung des Abstandes zum Lautsprecher das Verhältnis um 3 dB)

    Schlußvolgerungen:
    zu 1: Lautsprecher mit guten Richteigenschaften wählen (hoher Q-Faktor, den der Hersteller natürlich gemessen haben sollte)
    zu 2: möglichst viel Absorption einbringen - Nachteil: recht aufwändig und mit Kosten verbunden, wobei die Besetzung mit Publikum auch als Absorption zu betracheten ist - und das kost nix! (wie viel soetwas ausmacht, kann man sehr schön mit Simulationsprogrammen herausfinden)
    zu 3: Abstand der (aller!) Zuhörer zu Lautsprechern möglichst gering halten - ergo ist eine dezentrale Beschallung zu wählen

    http://www.volkerholtmeyer.de/

  • bastler
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    • 4. November 2004 um 16:45
    • #14

    Hallo,
    schonmal danke an alle für die bisher gegebenen Tips, ich weiß jetzt schonmal in welche Richtung es gehen soll, so oder so ähnlich habe ich mir das auch gedacht, eben möglichst dezentral. Zu Halle hab ich nun noch weitere Informationen erhalten, nämlich dass die Wände zu einem großen Teil mit Plexiglas verglast sind, das macht die Sache auch nicht unbedingt besser.

    Volker Holtmeyer: Hab deine email schon gelesen und ich bekomme noch genauere Daten der Halle (Materialien usw.)und evtl. Fotos, ich hab die Halle nämlich selbst noch nicht gesehen. Wenn ich das Material hab meld ich mich bei dir.

    Gruß
    Michael

  • Mechwerkandi
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    • 5. November 2004 um 10:44
    • #15
    Zitat von "Volker Holtmeyer"


    zu 3: Abstand der (aller!) Zuhörer zu Lautsprechern möglichst gering halten - ergo ist eine dezentrale Beschallung zu wählen

    Das ist genau der Punkt.
    Kleine Boxen, das muss nicht mal was dolles sein, und dicht 'ran an das Auditorium.
    Kurze Distanzen, niedriger Pegel, macht wenig Hall.
    Die beste Dämpfung sind viele Zuhörer... :wink:

  • tom noise
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    • 5. November 2004 um 11:30
    • #16

    wie wärs denn mit 3 OHM BR5 oder BR6 um jede säule.
    stelle mir das so in etwa vor. diese zeichnung stellt eine der unteren säulen dar. die BR6 strahlt nach innen.

    Code
    [BR6]  
                           _____________
                          |             |
    <--Hinten             |             |       --> Vorne
                          |    Säule    |
                     [BR5]|             |
                          |             |
                          |_____________|
                               [BR5]

    (The)Gecko GbR
    event | acoustics | media | studio
    An den Rampen 40-44
    90443 Nürnberg

    Telefon: 01636564230 (HandyNR wegen aktuellem Umzug in neue Räumlichkeiten)

  • Der M
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    • 5. November 2004 um 13:08
    • #17

    Na dann sdag ich auch mal was.

    Ich weiss zwar das das hier das Pa forum ist aber:

    Das ist ne billig ELA AAnwendung!!
    Würde das so Machen .Dezenral ja ,aber Keine boxen an die Saülen ,sondern Deckenlautsprecher senkrecht nach unten !! ->
    man kann sich die Delays sparen !
    Ale 5-8m eine Reihe Lautsprecher ( auch als zone zu schalten )

    das kingt dann zwar nicht so schön Aber bei Sprache in sollchen Hallen ist das meistens völlig ausreichend !
    du brauchst dann nur einen Zonenverstärker !!
    und der weitere vorteil ist folgender, so einen Anlage kann man jedem depp erklären und es funktioniert.

    Bessere Alternative :
    einen vermietdeal machen und dann würd ich in die Halle einfach 8 Geo als center cluster hinhängen und fertig !!
    das kann man dann auch günstig machen ,passt eh in nen kombi.
    das einzige was die halle dann machen muss ,ist ein hangepunkt 150kG
    an zu bennender sStelle in der Halle anbringen lassen

    Mfg

    MFG

    Der M

  • bastler
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    • 5. November 2004 um 14:41
    • #18
    Zitat von &quot;Der M&quot;

    Bessere Alternative :
    einen vermietdeal machen und dann würd ich in die Halle einfach 8 Geo als center cluster hinhängen und fertig !!
    das kann man dann auch günstig machen ,passt eh in nen kombi.
    das einzige was die halle dann machen muss ,ist ein hangepunkt 150kG
    an zu bennender sStelle in der Halle anbringen lassen

    Mfg

    Glaubst du dass man mit einem Centercluster nach 50m in einer so halligen Halle noch Sprachverständlichkeit vorhanden ist, ich eher nicht aber ich lass mich gern eines besseren belehren.
    Vom Einbauaufwand her wäre das natürlich deutlich einfacher als dezentral.

    Gruß
    Michael

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    • 5. November 2004 um 22:56
    • #19
    Zitat von &quot;Mechwerkandi&quot;

    Die beste Dämpfung sind viele Zuhörer... :wink:

    Das wäre doch mal ein Argumentation für die Gewerkschaften: Wenn so viele Leute entlassen werden, dann geht die gute Akustik bei den Betriebsversammlungen flöten... :D

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • Mechwerkandi
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    • 6. November 2004 um 13:29
    • #20

    Hmmm, die Idee liesse sich auch weiterspinnen...

    Seitens der Gewerkschaften werden sog. "Sitzkommandos" abgestellt, die reihum auf den Betriebsversammlungen dafür sorgen, das die letzten drei Mitarbeiter auch noch was verstehen... :wink:

    Ausserdem wird damit der Geschäftsleitung suggeriert, es ginge weiter aufwärts, und auch Eichel hätte eine Sorge weniger... :D

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