Passt ja zu meinem Thread mit WHV Problemen der Lautstärke.
Habe mit Kollegen darüber geredet.
Und sehr viele bevorzugen das Schweizer Modell !!!!
Mal sehen was sich hier in Deutschland tut!
Passt ja zu meinem Thread mit WHV Problemen der Lautstärke.
Habe mit Kollegen darüber geredet.
Und sehr viele bevorzugen das Schweizer Modell !!!!
Mal sehen was sich hier in Deutschland tut!
Eines muß aber auch mal gesagt werden:
Viele DJs geilen sich daran richtig auf, wenn es vorne im Publikum knallt - ob die Gäste das auch so laut wollen, ist nämlich fragwürdig.
Ich hab letztes Jahr mit 'ner Band auf dem Oldenburger Stadtfest gespielt - in den Pausen haben wir mal "rumgehört". Ergebnis: Einige Leute am Mischpult "haben den Schuß nicht gehört ..." (Taub, besoffen, oder einfach nur "gagga" ?).
Mike, vielen Dank für Deine eMail mit den Unterlagen, die ich sehr interessiert angeschaut habe - auch hier (ich meine die Umfrageergebnisse) kristallisiert sich ja wohl sehr deutlich heraus, daß es nicht die Gäste sind, die auf extreme Lautstärke großen Wert legen, sondern wohl eher einige Bands und DJs.
Ich mache ja nun seit über 20 Jahren Top40 und Partymucke (live) und obwohl ich es (lautstärkemässig) eher "moderat" angehe, hat sich noch niemand über "zu leise" beschwert.
Möglicherweise liegt das ganze Problem ja gar nicht nur bei den "blöden Leuten, die keinen Spaß mehr verstehen", sondern auch an dem stetigem "Aufrüsten" mit immer größeren PAs ("wieviel kW hast Du denn ..."), mit denen immer größere Schallpegel gefahren werden können (... einige reden immer von "das Fest gibt es seit zig-Jahren" - nur: vor 20 Jahren WAR ES NICHT SO LAUT !!!
Ist schon mal jemand auf den Gedanken gekommen, daß sich Bands und DJs durch die Schallpegel-Aufrüsterei selbst den Ast absägen, auf denen sie sitzen ??
Jedenfalls: Wenn ich auf einem Stadtfest (Ol) auf einer relativ schmalen Straße (... Abstrahlung von einer Straßenseite zur anderen ...) 8 horngeladene Bässe mit ebenso leistungsfähigen Tops sehe (... wir sind dann irgendwie außen herumgegangen ...), dann ist das Schwachsinn !
Viele Grüsse sendet
@ sound-klinik:
wow, das war ein treffender beitrag!
genau so sehe ich das nämlich auch.
"früher" hatte man diese riesigen hornlautsprecher, weil endstufenleistung einfach knapp war.
die BGW 750 war damals das maß der dinge...
durch das enorme transportvolumen und weil man ja nirgens so viel platz hatte um noch mehr w-bins hinzustellen, hielt sich die lautstärke in grenzen.
dann wurden die prozessoranlagen erfunden, man konnte mit deutlich weniger material die selbe lautstärke erzielen.
das war ja erstmal ok.
dummerweise stellten dann aber mit der zeit die beschaller immer mehr boxen dazu, was zu einem enormen anstieg der pegel in den letzten 15 jahren geführt hat.
ich gehe ja nicht mehr so oft in disco´s, aber ab und an hat man doch mal einen job in so einem laden.
und meine erfahrung ist, das wir teilweise mit der livemusik wahre waisenknaben gegen die dort gefahrenen pegel sind!!!
da sind zum großteil DJ`s am start, die ein absolutes rad ab haben...
es kommt nicht selten vor, das ich zum DJ gehe und ihn frage, ob er denn nicht bemerkt das seine anlage verzerrt. und dann läuft IMMER eine ähnliche (geschrieene) konversation:
DJ: "NÖ. WAS SOLL DA VERZERREN? ICH HÖRE NIX."
ich: "ABER DAS IST DOCH ABARTIG LAUT UND DEINE HOCHTÖNER ZERREN"
DJ: "WAS? LAUT?? ACH WAS; DU MUSST MAL KOMMEN WENN DER "???" AUFLEGT, DANN WEISST DU WAS LAUT IST. HEUT IST ES DOCH NICHT LAUT, ICH BIN DER LEISESTE DJ HIER..."
ich: -> sprachlos und kopfschüttelnd...
Wer ist im Endeffekt eigentlich haftbar zu machen.
Die Person am Mischpult oder der Veranstalter?
Ich gehe jetzt einmal davon aus, daß es sich um eine normale Tanzveranstaltung ohne besonderen Vorschriften handelt.
... juristish haftbar ist wohl der Veranstalter.
Aber dem Pultleuten droht ggf. Mitschuld.
Ich finde, wer am FOH auf 20 m 110 dB oder mehr fährt, gehört für 5 Jahre eingekerkert bei Wasser und Brot.
... bei 100 dB (FOH, 20 m Abstand von der PA): 4 Jahre
... bei 90 dB (FOH, 20 m Abstand von der PA): 3 Jahre
... usw.
Viele Grüsse sendet
1 Jahr für 70dB
nicht ein bißchen hart? :wink:
und wenn mann
nix für kann ???
und der abstand dichter auf dei pa ist ![]()
Zitat von "deepblue"1 Jahr für 70dB
nicht ein bißchen hart? :wink:
... vielleicht sollte ich das Jahr logarithmieren ? ![]()
Viele Grüsse sendet
Zitat von "tthorsten"und wenn mann
nix für kann ???
und der abstand dichter auf dei pa ist
... mit "nix für kann" meinst Du doch nicht etwa Dich ? :wink: (Stichwort Metal-Konzert ...)
Aber gut ... neuer Vorschlag:
- Messposition 3 m vor der Bühnenvorderkante -
125 dB - 5 Jahre Kerker
120 dB - 4 Jahre Kerker
115 dB - 3 Jahre Kerker
110 dB - 2 Jahre Kerker
105 dB - 1 Jahr Kerker
100 dB - Spende an bedürftige, durstige Musiker (z.B. mein Vorschlag: Kiste Paulaner für die Sound-Klinik) ...
Viele Grüsse sendet
So, Thorsten jetzt kannst du dich frisch machen für min. 1 Jahr! Weil so laut war es locker! Ok, mit zwei Kästen, können wir nochmal drüber reden ob es nicht 104dB waren!!
Wo wir beim Thema sind, Sound-Kliniks kleines Tool hatte ja diese Messung des Durchschnittwerts über Zeit, die ja offizel 2 Stunden vorsieht in denen nicht über 96 dB im Durchschnitt gefahren werden darf und das Gerät dokumentiert das zwar nicht, aber wenn ich es am Foh habe und der Gig ist vorbei, kann ich mir doch die Laufzeit und den Wert von Unabhänigen Zeugen schriftlich bestätigen lassen, sollte doch ne Grundlage sein und so teuer war das Gerät nicht!
hmm jede flasche bier senkt den DB pegel um so 6 db also keine gefahr fürs publikum da die ca. 50 metaller für ca. 120 gesoffen haben ist allso alles im grünen bereich.
... und dabei hatte ich mir den NTI Minilyzer ursprünglich gar nicht für Schallpegelmessungen (mit Leq) gekauft, sondern für Fehlersuche (z.B. LS und Geräte wie Mixer, Frequenzweichen checken bzw. mal eben Grobmessung per Sweep - wenn man unterwegs ist ...).
Auf jeden Fall bin ich jetzt mit meiner selbstgebauten Phantomspeisung (aus 9 mach 24 Volt ...) mit fast jedem Messmikro mobil ...
Viele Grüsse sendet
Am Samstag war ich mit 'ner Company unterwegs, die sich um die Technik für 'n Konzert einer ziemlich bekannten Band kümmern sollte. Wer wissen will, um wen es sich handelt, soll mir doch eine PN schicken. Meiner Meinung nach machen die eig. gar nicht so schlechte Musik. Aber zurück zum Thema. Im Rider stand, dass die Anlage min. 120 DB am FOH zu schaffen hat. Okay, GAE Director aufgebaut. Pro Seite zwei Bässe und 'n Topteil.
Der Mischer von denen hat einen Mörderpegel gefahren. Das war nicht mehr schön. Hatte leider keiner 'n Pegelmessgerät dabei. Naja, oder Gott sei Dank. Haben vor dem Konzert extra noch den Limiter härter eingestellt, sonst hätte er die Anlage ohne Gnade kaputtgemacht.
Naja, ich verstehe es nicht. Laut ist ja okay, solange es gut klingt und nicht ZU laut ist. Ich denke mal, der hatte sicher mehr als 120 DB am FOH. FOH stand ungefähr 15 Meter von der Bühne entfernt. Ich habe mich dann zum Lichtler verkrochen und mir Ohropax in die Ohren gestopft. Au man, war wirklich nicht toll.
Auch der Monitorsound war brachial laut, also lange machen die Ohren von denen das sicher nicht mit.
Ich find' die Leute auch krank, die sich dann direkt vor die GAE's stellen und meinen, das ist doch "cool" so.
Naja, meine Meinung zu dem Thema.
Grüße,
Jan
... daß auf unserer Welt viele "Beknackte" herumlaufen, ist ja nun (leider) nicht neu - man braucht nur die Zeitung aufschlagen oder Nachrichten einschalten.
In jedem Beruf gibt es "Beknackte" - warum soll das bei Soundleuten oder DJs anders sein ?
Das schlimme ist dabei nur, daß Gäste (teilweise Teenies) vor den LS stehen und sich irreparable Hörschäden einfangen und mit 30 vielleicht ein Hörgerät brauchen. Wer derartige Pegel "fährt", betreibt also (nicht nur "eigentlich") Körperverletzung und gehört "eigentlich" bestraft.
Cool ist sowas jedenfalls nicht.
Ich war Mitte der 90er mal auf einem "Fury in the slaughterhouse"-Konzert im Capitol in Hannover (... ich bin zwar alles andere als ein Fan dieser Musik - aber ich hatte Freikarten ...) und habe das Konzert nach weniger als 15 Minuten verlassen, weil es unerträglich laut war und der Sound sehr "gewöhnungsbedürftig" war.
Aber so konsequent macht das wohl nicht jeder ...
Viele Grüsse sendet
@ Sondklinik
Ich wollte mir das NTI-Teil auch mal kaufen, dann allerdings doch diesen Standard-Pegelmesser vom Thomann gekauft.
In wieweit ist der Minilyzer zum einmessen der Anlage geeignet und für was benutzt du diesen in der Praxis?
Vielen Dank und Gruß
Zitat von "deepblue"@ Sondklinik
Ich wollte mir das NTI-Teil auch mal kaufen, dann allerdings doch diesen Standard-Pegelmesser vom Thomann gekauft.
In wieweit ist der Minilyzer zum einmessen der Anlage geeignet und für was benutzt du diesen in der Praxis?Vielen Dank und Gruß
... für Controller-Einmessen und LS-Entwicklungen benutze ich mein MLSSA, weil ich damit - im Gegensatz zum Minilyzer - nicht nur viel präziser sondern vor allem auch Phase etc. messen kann.
Der Minilyzer ist dagegen sehr kompakt und eignet sich hervorragend - mit dem Minirator oder einer Test-CD - zur Fehlersuche an Lautsprechern und auch Elektronik.
Sofern man mit dem Messmikro nicht zu weit von den Boxen entfernt ist (wegen Direktschall/Raumanteil), lassen sich damit natürlich - mit rosa Rauschen - auch Terz-EQs einstellen (... wenn die LS es denn "nötig" haben :lol: .
Ich messe dabei die Tops und Bässe einzeln ein, weil ich sowas immer nur mit geringem Mikrofonabstand (ca. 50 ... 80 cm) mache, um nicht den Raum "mitzumessen" (... der Direktschall ist klangbestimmend !)
Der Minilyzer bietet weiterhin Phasencheck, Pegelmessung (linear, A-bew., C-bew.) und mißt integrierend (Leq), so daß man damit zulässige Pegel auf Veranstaltungen überwachen kann.
Ich selbst benutze den Minilyzer auch zur mobilen Fehlersuche an Elektronik (z.B. Überprüfen von Kanalzügen bei Mischpulten, Mikrofonvorverstärker etc.) und an kompletten Tonanlagen.
Man kann durch die Vielfalt an Möglichkeiten (sogar eine einfache Scopefunktion ist drin) - zusammen mit einem guten Multimeter - praktisch jeden Fehler in einer Übertragungsanlage schnell eingrenzen und lokalisieren. Wer den Minilyzer nur für Schallpegelmessungen und Terzspektren einsetzt, nutzt das Gerät bei weitem nicht aus
Viele Grüsse sendet
1.) Zur Information http://www.paforum.de/laerm.html
2.) Es sind nicht 96dB sondern 99dB bei 2 Stunden, und zwar am sogenannten maßgeblichen Imissionsstandort, also dem lautesten Punkt der Veranstltung, an dem noch Publikum hin kommt.
(Am Rande: Wie berechne ich den Grenzwert, wenn unterschiedliche Künstler verschieden lang und verschieden laut spielen? Einfach bei http://www.dbmess.de den Kalkulator downloaden)
3.) Nach DIN 15905 Teil 5 ist der Veranstalter dafür zuständig.
Allein dann, wenn es zu einem Strafverfahren kommt (oder wenn eine Anweisung des Veranstalters missachtet wurde), kann der Tonkutscher ein Problem bekommen.
Und wer schon mal mit seinem Laptop unterwegs ist, und einfach mal schauen möchte:
http://www.levelcheck.de
Tomy
Hi Tomy!
Wäre interessant zu wissen was Dein Programm überhaupt macht.
Erzähl doch mal!
Hi deepblue,
im Moment kann es folgendes:
- Aktueller Peak (des letzen Messintervalls)
- Absoluter Peak (seit Start der Messung)
- Leq
- Ausdruck (im Moment leider nur für die Dauer eines Leqbereichs)
Einstellbar:
- Kalibrierung (Referenzschaldruck)
- Äquivalenzfaktor
- Messintervall (100ms bis 10sec)
- Messdauer (10min bis 16 Stunden)
Wie schon auf der Seite steht, dass Prog ist gerade im wachsen, die nächsten Schritte sollten sein:
- Abspeicherung aller werte
- Grenzwerte mit Ausgabe am Parallelport
Tomy