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lautstärke bei live-auftritten

  • dechnikusch
  • 7. November 2002 um 00:38
  • Markus Verza
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    • 19. Januar 2004 um 23:18
    • #121

    So eine Antwort macht mich über die Maßen wütend. Das ist Stammtischgeschwätz !

    Nur mal vorab zu Orientierung, ich habe mir als junger Techniker in 6 Tagen Musik Messe in einer Vorführkabine einen dauerhaften Tinitus zugezogen. Leider war ich viel zu unerfahren um die Problematik zu erkennen und entsprechen zu reagieren. Heute würde ich an so einem Arbeitsplatz nicht mehr arbeiten. Jetzt ist es zu spät und ich muss seit 15 Jahren mit dem zum Glück nicht all zu lauten Pfeifen in meinem Ohr leben. Ich habe überhaupt kein Verständnis für Leute die der Meinung sind Besuchern einer Veranstaltung einen nicht wieder gut zu machenden Schaden zuzufügen. Es gibt Mittel und Wege das Problem der Lautstärke in den Griff zu bekommen. Ich kenne einen mittlerweile in der Rente befindlichen Schreinermeister der wie seiner Zeit üblich auch keinen Gehörschutz getragen hat. Es ist toll wie diese Mann bei Festivitäten völlig alleine mitten unter Menschen ist, weil er sich nicht mehr unterhalten kann. Seien wir froh das die BG heute darauf achtet das bei solchen Arbeitsplätzen Gehörschutz getragen werden muss. Im Rahmen der DIN ist viel möglich die Bewertung im Tieffrequenten Bereich läst schon einiges zu, mit geflogen System ggf. Line Array und Delay kann ich eine relativ gleichmäßige Beschallung realisieren. Hier muss einfach ein Denkprozess bei den Beteiligten in Gang kommen. Sonst können wir ja auch die Abschaffung von Sicherungsseilen fordern weil die ja auch nicht gebraucht werden. Ein Schutzleiter im Stromkabel ist doch auch eigentlich nur Ballast. Aber einen Vorteil hat es ja wenn du dann mit 50 schwerhörig bist: mit deinem Behindertenausweis kommst du günstig ins Kino auch wenn du da nur Stummfilme genießen kannst.

    Kopfschüttel.....Markus

    Einmal editiert, zuletzt von Markus Verza (19. Januar 2004 um 23:34)

  • ADMIN
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    • 19. Januar 2004 um 23:29
    • #122
    Zitat von "rockline"

    Und nun? Wie stellt unsere Rot/Grün Gängel und Vorschriftpartei sich das in Zukunft vor?

    Auch wenn ich die Abneigung gegen die derzeitige Regierung zumindest in Teilaspekten teile: Mit dieser Problematik haben sie zumindest derzeit noch überhaupt nichts zu tun.

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • Sound-Klinik
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    • 19. Januar 2004 um 23:32
    • #123

    Hallo Stefan,

    meinst Du denn, daß Ignorieren oder Schimpfen etwas hilft ?
    Du kannst doch nicht ernsthaft glauben oder erwarten, daß es auf Dauer toleriert wird, wenn Besuchern nach Lust und Laune irgendwelcher Soundtechs das Gehör abgeschossen wird ???

    Hälst Du die derzeitigen Grenzwerte (die ja auf wissenschaftliche Studien beruhen) für völlig daneben ? - Aber vielleicht liegen Dir ja andere Erkenntnisse als den Medizinern vor und Du hast einfach viel mehr Durchblick und Ahnung von der Funktion des Innenohres als diese blöden Wissenschaftler, die sowas ja nur machen, um Spass zu verhindern.
    Dann kläre die Forscher doch endlich mal auf, daß das deren Ergebnisse falsch sind ... und alle wieder "richtig laut" drehen dürfen.

    Sicher wirst Du aber nicht bestreiten, daß es doch "hier und da" einige durchgeknallte DJs und Mischpult-Bediener gibt, die etwas taub sind ... und denen Schallpegelmesser ein Graus sind.
    Hättest Du gerne für solche Leute einen Freibrief - d.h. Lautstärke ohne Grenzen (bis alle kotzen und irgendwann auch taub sind ?) ... oder welche Lösung schlägst Du denn für solche Beknackten vor ?

  • ADMIN
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    • 19. Januar 2004 um 23:41
    • #124

    http://www.paforum.de/paforum/viewtopic.php?t=17855

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • Sound-Klinik
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    • 19. Januar 2004 um 23:49
    • #125

    ADMIN

    Ich finde Deinen Ansatz wirklich gut - zumal es dabei dann (endlich mal) mehr um konkrete Fakten und weniger um die üblichen Glaubensbekenntnisse, Klugsch... und Anschuldigungen gehen würde.

    Viele Grüsse sendet

  • sachsensound
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    • 19. Januar 2004 um 23:58
    • #126

    Ich bin sicher auch keiner der hohe Lautstärken bei Events möchte/macht. Aber sollte eigentlich die Vernunft der Techs ausreichen um die Zuhörer nicht zu gefährten. Selbst für taube Techs gibts für ein paar Euro ein Meßgerät was man sich neben das Pult legen kann um eine Groborientierung zu bekommen. Was wird jetzt eigentlich mit Flughäfen, Blasorchestern, Kirchenorgeln, Autos, Motorrädern, Formel 1 Veranstaltungen??? Bekommen die jetzt auch alle einen Geräusche-Kat ran??? Ist eben alles nicht so einfach. Die oben genannten Sachen erzeugen auch alle sehr hohe Lautstärken. Gerade ein Blasorchester ist sehr laut, wer verhaftet denn den Trompeter wenn er trotzdem in sein Instrument bläst obwohl ein kleiner Junge genau vor Ihm steht??? Ist da dann auch der Veranstalter schuld, oder der Trompeter? Oder werden die Trompetenhersteller verklagt, daß sie so eine Waffe bauen???
    Wenn man alles was schädlich ist wirklich verbieten würde...


    MfG mit einem :wink:

    Mike Schmidt

    http://www.sachsen-sound.de
    0171 / 3674891

  • Sound-Klinik
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    • 20. Januar 2004 um 00:13
    • #127

    ... vielleicht wären ja einige Reglementierungen gar nicht erst "gekommen", wenn es einige "Tontechniker", DJs und Mucker in den letzten 20 Jahren nicht so maßlos übertrieben hätten ?

    ... nur mal so 'ne Idee ...

  • Markus Verza
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    • 20. Januar 2004 um 00:18
    • #128

    Es geht ja hier um die Schalldosis also grob um Lautstärke x Zeit

    Flughafen -> Mitarbeiter haben Gehörschutz, Besucher kommen nicht nah genug an die Flugzeuge
    Blasorchester -> imho sehe ich da auch ein Problem, zum Glück nicht mein Problem :)
    Kirchenorgeln -> werden selten lange laut gespielt
    Autos -> da gibt es Regeln, die sind ja nicht so laut
    Motorräder -> dito teilweise ist das was wir da hören auch nicht ganz nach diesen Regel
    Formel 1 -> dauer ca 1,5 Std. und die Autos fahren vorbei bleiben nicht vor deinem Platz stehen ob da die Dosis erreicht wird ? Ich nehme in jedem Fall wenn ich noch mal da bin einen Gehörschutz mit.

    Es geht ja auch nicht darum alles was schädlich ist zu verbieten. Es geht darum Leute davor zu bewahren Ihnen ohne Ihr aktives Tun einen bleibenden Schaden zuzufügen. Wenn du meinst dir durch Rauchen deine Gesundheit zu Ruinieren ist mir das herzlich egal solange du in einer anderen Krankenversicherung bist. Wenn du aber neben mir Rauchst sehe ich das anders.

  • Sound-Klinik
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    • 20. Januar 2004 um 08:11
    • #129

    ... Konkret:

    Düsentriebwerk (ca. 25 m Abstand): 140 dB
    Presslufthammer: um 100 dB
    Schwerlastverkehr: um 85 ... 90 dB
    "Normaler" Straßenverkehr: 80 ... 85 dB
    Stadtfest (Top-40-Band, ca. 5 m Abstand) gegen 23.00 Uhr: 105 ... 112 dB
    Pavillon Sindelfingen, ca. 2 m Abstand v.d. Bühne): 120 ... 128 dB

    Ich kenne mehrere Musiker, die Problem damit haben, ihren eigenen Gesang über die Floormonis gut zu hören. Wenn ich mit denen Musik mache, höre ich deren Stimme brüllend laut im Wedge - und die sagen zu mir: "Gib mir mal mehr Monitor, ich hör mich nicht ...".

    Ich weiß von einem, daß er im letzten Jahr bei einem HNO-Arzt war (er hat mir das nämlich erzählt ...) - Ergebnis: im Bereich um 4 kHz war seine Hörschwelle um über 20 db "abgesackt".
    Er stellt übrigens am Mixer die Instrumente und Gesang tendenziell immer etwas "schrill" ein ...

    Es gibt in der Region Oldenburg eine 70er Cover-Band ("Sweety G..."). Wenn man mit Verleiherfirmen über diese Band ins Gespräch kommt, dann hört man: "Der Sänger braucht mindestens zwei Doppel-15"-er Floormonis mit 2"-ern ... und wenigstens 2 kW - sonst hört der nichts ...

    Aber ... die genannten Beispiele (und viele andere, die ich kenne ...) sind sicher nur "Einzelfälle ... :D

    Viele Grüsse sendet

  • ADMIN
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    • 20. Januar 2004 um 11:43
    • #130
    Zitat von "Markus Verza"

    Motorräder -> dito teilweise ist das was wir da hören auch nicht ganz nach diesen Regel

    Kleines Annektödchen von der letzten Brüel&Kjaer-Roadschow:

    Die stellen neben vielen anderen Schallpegelmessern auch Anlagen her, um normgerecht die Lautstärke von den Motorrädern zu messen.

    Polizei also im Umfeld eines Biker-Treffs am rauswinken und nachmessen, ob die Maschine wirklich den Grenzwert einhält. Wenn nicht, dann wird die erst mal stillgelegt und darf dann mit dem Hänger abgeholt werden.

    Freund und Helfer hat also gerade mal wieder einen erwischt und will ihn zu Fuß weiterschicken, da meint der "Moment mal", holt aus dem Rucksack den richtigen Schalldämpfer, montiert den hin, nochmalige Messung, Grenzwert eingehalten, witerfahren...

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • sachsensound
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    • 20. Januar 2004 um 12:00
    • #131

    Ein weiterer Ansatz ist gerade in dem Lautstärkeforumstreffen aufgetaucht. Ich war voriges Jahr mit in Graz bei der Starmaniatour (Wie Deutschland sucht den Superstar). Dort waren allein vom Schreien der Menschen am F-O-H-Paltz so um die 105-110db (A). Wenn ich dann dort die PA für die vorgesehenen 2 Stunden Show mit 99 db (A) am lautesten Zuschauerpaltz anmache, kann ich auch alles auslassen. Wie verhält es sich denn in so einer Situation? Außerdem wird der Pegel des Publikums nicht wirklich leiser, wenn die "Stars" die Bühne betreten. Kann man dann zum Veranstalter sagen: "Alles nach Gesetz erledigt, aber leider hat es niemand gehört. Am Eingang hätte man den Leuten sagen sollen, daß sie sich ruhig verhalten sollen." Das benötigt dann doch Aufklärung!!

    Ich bin eindeutig für eine Kopfhörer Lösung. Jedem Gast einen Kopfhörer in die Hand gedrückt und einen Aufkleber drauf, daß er ihn sich selbst so laut einstellen soll wie er für richtig hält. (Wie mit dem Bier, jeder weiß wie schädlich Alkohol ist aber manche trinken trotzdem 20 Stück)


    MfG

    Mike Schmidt

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  • tufkadib
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    • 20. Januar 2004 um 15:37
    • #132

    rockline:

    >Und nun? Wie stellt unsere Rot/Grün Gängel und Vorschriftpartei sich das in Zukunft vor?
    Lauter kleine Böxlis auf dem Gelände verteilen? >
    Du hältst Gesundheitsschutz für Gängelei?
    Klar, sich als Dachdecker auf einem Kirchturm anseilen ist ja auch nur für Weicheier, ABS, Sicherheitsgurte usw. ist auch nur was für die ewigen Verlierer im Straßenverkehr ...

    >Wie beschallt man sonst über die gesamte Fläche? <
    Oben hast Du es doch gerade gesagt.

    >Ich mache übrigens nie extra laut - nur manchmal ...<
    Wenn die "gängige Praxis" zu Gesundheitsschäden Dritter führen kann, ist es völlig klar, daß reglementiert werden muß.
    Schließlich will ich mich als Konzertbesucher darauf verlassen können, daß mein Konzertbesuch keine negativen gesundheitlichen Auswirkungen nach sich zieht (von Dummbeuteln, die den Kopf in die Boxen stecken, rede ich jetzt nicht).


    Sound-Klinik:

    >... vielleicht wären ja einige Reglementierungen gar nicht erst "gekommen", wenn es einige "Tontechniker", DJs und Mucker in den letzten 20 Jahren nicht so maßlos übertrieben hätten ? <

    Völlig richtig.


    MfG

    DirkB

  • rockline
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    • 20. Januar 2004 um 16:22
    • #133

    Nein, nein, nein und noch mal nein! Ihr kapiert es nicht!!

    Es geht mir nicht um "Vollgas für alle" - son quatsch....sondern um die tatsächlich realisierbare Welt!

    Wir machen etliche große professionelle Jobs mit tausenden Zuschauern im Jahr....dabei erkenne ich JEDESMAL, wie Omnidrivecontroler mit angeschlossenem 40kW Amping kurz vorm Limit stehen!

    Auf den Flächen dieser völlig normalen, kostenlosen Stadtfestveranstaltungen mit irgendwelchen Topstars der gängigen Szene ist es mitunter äußerst kompliziert adequate Lautstärken hinzubekommen!

    Dabei ist es vorne an immer lauter als ganz am Ende - brauch ich nicht zu erklären, oder?
    Grundsätzlich: ich betreue vom Kabarett bis zum Rockfestival alle Stilarten als Techniker. Und nicht mal schlecht.....scheinbar kapiere ich aber mehr vom zusammenhang zwischen laut und leise als alle anderen zusammen.
    Auf einer Kabarettveranstaltung, oder einem Chansonabend mit Katja Ebstein wird doch nicht grundsätzlich Kelle gefahren - oder wollt ihr mir diese blödheit auch noch vorhalten?
    Wo aber aufgrund 3000 Volksfestbesucher an der Mainstage 40kW aufgebastelt wird ist doch nichts ungewöhnliches. Wozu steht da soviel Holz?
    Ganz bestimmt nicht, um damit Mittags um 15h, wenn 500 Leute darum laufen der örtlichen Coverkappelle ein Konzert in Infernolautstärke zu gönnen!

    Aber ganz sicher wohl, wenn abends ein Topact auftritt, wegen dem sich tausende aufs Gelände drängeln! Dann möcht ich euch am Mixer sehen, und fein auf 100dB vorm PA Tower achtend....das ist so albern...

    Entweder arbeiten wir auf grundverschiedenen Baustellen, oder ihr wollt da absichtlich was nicht einsehen. Ich lade jeden Nörgeler ein zu einer ganz gewöhnlichen, großen VA im Sommer zu kommen, und mir zu demonstrieren, wie ihr mit den erlaubten Möglichkeiten (zukünftig) da klar kommt!

    Ihr könnt zu unserer Bude etliche Leute hier aus dem Forum befragen, ob es bislang jemandem auf einer von uns betreuten VAs den Kopf abgerissen hat! Nicht einer wird klagen können.....

    Aber es war nie so leise, dass die modernen Gesetze erfüllt worden wären - es ist unrealistisch!
    Stefan

  • mischpultschorsch
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    • 20. Januar 2004 um 16:34
    • #134
    Zitat von &quot;rockline&quot;

    Nein, nein, nein und noch mal nein! Ihr kapiert es nicht!!

    Es geht mir nicht um "Vollgas für alle" - son quatsch....sondern um die tatsächlich realisierbare Welt!

    Wir machen etliche große professionelle Jobs mit tausenden Zuschauern im Jahr....dabei erkenne ich JEDESMAL, wie Omnidrivecontroler mit angeschlossenem 40kW Amping kurz vorm Limit stehen!

    Auf den Flächen dieser völlig normalen, kostenlosen Stadtfestveranstaltungen mit irgendwelchen Topstars der gängigen Szene ist es mitunter äußerst kompliziert adequate Lautstärken hinzubekommen!

    Dabei ist es vorne an immer lauter als ganz am Ende - brauch ich nicht zu erklären, oder?
    Grundsätzlich: ich betreue vom Kabarett bis zum Rockfestival alle Stilarten als Techniker. Und nicht mal schlecht.....scheinbar kapiere ich aber mehr vom zusammenhang zwischen laut und leise als alle anderen zusammen.
    Auf einer Kabarettveranstaltung, oder einem Chansonabend mit Katja Ebstein wird doch nicht grundsätzlich Kelle gefahren - oder wollt ihr mir diese blödheit auch noch vorhalten?
    Wo aber aufgrund 3000 Volksfestbesucher an der Mainstage 40kW aufgebastelt wird ist doch nichts ungewöhnliches. Wozu steht da soviel Holz?
    Ganz bestimmt nicht, um damit Mittags um 15h, wenn 500 Leute darum laufen der örtlichen Coverkappelle ein Konzert in Infernolautstärke zu gönnen!

    Aber ganz sicher wohl, wenn abends ein Topact auftritt, wegen dem sich tausende aufs Gelände drängeln! Dann möcht ich euch am Mixer sehen, und fein auf 100dB vorm PA Tower achtend....das ist so albern...

    Entweder arbeiten wir auf grundverschiedenen Baustellen, oder ihr wollt da absichtlich was nicht einsehen. Ich lade jeden Nörgeler ein zu einer ganz gewöhnlichen, großen VA im Sommer zu kommen, und mir zu demonstrieren, wie ihr mit den erlaubten Möglichkeiten (zukünftig) da klar kommt!

    Ihr könnt zu unserer Bude etliche Leute hier aus dem Forum befragen, ob es bislang jemandem auf einer von uns betreuten VAs den Kopf abgerissen hat! Nicht einer wird klagen können.....

    Aber es war nie so leise, dass die modernen Gesetze erfüllt worden wären - es ist unrealistisch!
    Stefan

    Alles anzeigen

    Da muss ich Stefan uneingeschränkt zustimmen!
    Es gibt nunmal Situationen bei Veranstaltungen, bei denen der Mob schon alleine sowas von brachialer Lautstärke verursacht.....wenn man da nicht mit der PA "drüber" ginge, wäre doch der Auftritt des Künstlers auf der Bühne überflüssig oder?
    Und: Diese Situationen kennt jeder - da kann man mir erzählen was man will!

  • Sound-Klinik
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    • 20. Januar 2004 um 18:19
    • #135

    rockline

    Hallo Stefan,

    ich kritisiere nicht Deine Arbeit - vielleicht hast Du ja alles wirklich so toll im Griff, wie Du es hier schilderst ... und bist DER oberamtliche Tontech in der Republik :wink: .
    Auch verstehe ich die von Dir geschilderte Problematik bei Massenevents sehr wohl.

    Das Problem ist nur: Es sind nicht alle so fähig und begabt wie Du, denn: Es gibt offenbar leider hörgeschädigte DJs und einige (?) Soundleute, die auch in kleinen Clubs "Gas geben" bis der Arzt kommt.

    Eine Möglichkeit wäre ja diese:
    Jeder, der sich an ein Pult setzen darf, muß jährlich zum Eignungstest (Gehöruntersuchung, technische Theorie-Kenntnisse abfragen, praktische Tests mit Gutachtern auf einer Testveranstaltung, psychatrisches Gutachten ...) ... Dich natürlich von dieser Regelung ausgenommen :) .

    Vielleicht hast Du ja eine Lösung für die zukünftige Vorgehensweise der doofen Erfüllungsgehilfen vom Staat ?
    Aber bitte beachten: Daß Behörden grundsätzlich bei hohen Lärmpegeln nicht einschreiten werden, wird nicht passieren und ist bloß reines Wunschdenken.

    Auch wenn Du sowas ja irgendwie in fast jedem Deiner Beiträge einforderst, ist es völllig bedeutungslos für die Realität, wird nicht in Erfüllung gehen und führt damit zu keiner Lösung dieses Problems.

    Du kritisierst ...

    - Behörden, Staat und Beamte
    - Jeden, der nicht Deiner Meinung ist ...

    Wie wäre es denn mal mit einer realistischen Lösung, die mittel- und langfristig nicht weitere gesetzliche "Regelungen" nach sich ziehen wird ???

    Ein wirklich sinnvoller Vorschlag kam vom ADMIN - und die Idee ist es Wert, daß man mal darüber nachdenkt ...

    Viele Grüsse sendet

  • Markus Verza
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    • 20. Januar 2004 um 19:16
    • #136

    Ich kann das auch nicht ganz verstehen du (Stefan) beschreibst einen Suboptimalen Zustand auf einem Stadtfest und verteidigst diesen. Das Problem ist uns allen gut bekannt, das es aber auch anders und besser geht wissen wir auch und das ist das Ziel wo wir hin müssen. Durch die Schalldosis gibt es einen Gestalltungsspielraum für die Lautstärke. Durch eine Optimale Aufstellung von Lautsprechern kann ich Schalldruckspitzen in einzelnen Zuschauerbereichen vermeiden. Es ist möglich im Rahmen der bestehenden Regelungen eine gute Veranstaltung zu fahren. Wichtig ist das wir alle JETZT darauf reagieren bevor wir reagiert werden. Wenn wir nicht kontroliert werden sondern eigenverantwortlich handel dürfen ist das besser für alle Beteiligten. Aber hier müssen wir auch Verantwortung übernehmen und das heist Geisteskranke und gehörlose Tontechniker und DJ gehören nicht an die Regler.

  • sachsensound
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    • 20. Januar 2004 um 20:16
    • #137

    Sound-Klinik:

    Warum bist Du nicht mal auf meinen Beitrag eingegangen mit der Starmania- geschichte? Wie sollen 100% aller Großveranstaltungen in Zukunft beschallt werden? Wenn nun mal 13.000 Teenies 105-110 db (A) verursachen, was will man da bitte machen ? Es gibt auch Leute die machen Tourbetrieb von großen Leuten mit ständig großen Hallen...
    Aber wie schon heute Mittag geschrieben werden dann Schilder am Eingang das Publikum darauf hinweisen sich wärend der Veranstaltung hinzusetzen und schon leise dem Geschehen auf der Bühne zu folgen. :lol: :lol: :lol:


    MfG

    Mike Schmidt

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  • Wurst Werner
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    • 20. Januar 2004 um 20:35
    • #138

    "Ich kann das auch nicht ganz verstehen du (Stefan) beschreibst einen Suboptimalen Zustand auf einem Stadtfest und verteidigst diesen"

    Ich denke nicht, dass Stefan diesen Zustand verteidigen will. Dieser suboptimale Zustand ist leider Gottes nunmal überwiegend die Wirklichkeit, in der wir uns behaupten müssen. Oft ist es so, dass der Veranstalter a) den Mehraufwand für dezentrale Beschallung nicht gewillt ist zu bezahlen b) man auf einem Stadtfest man überhaupt schon froh sein kann, dass man den Foh vor die Bühne bauen darf. Da "könnte man ja noch eine Wurstbude hinstellen" (hab ich selbst schon erlebt!). Platz für Delay Türme??? Das geht nicht. Also, alles wie gehabt. Und nun???

    Dann möchte ich den PA-Verleiher sehen, der "die Eier hat" dem Top Act und dem Veranstalter zu sagen "Sorry, aber lauter darf ich laut DIN xy nicht machen" während die Zuschauer schon lauter als die PA sind. Das ist doch weltfremd! In dem Fall hilft Euch keine DIN Norm mehr, und den Job macht nächstes Jahr eine andere Firma. Klar, ist der Zustand unbefriedigend, aber stur auf abstrakte Richtwerte zu pochen, die je nach VA Charakter nicht einzuhalten sind, bringt uns erst recht nicht weiter.

    Viele Grüsse
    WW

    CEO @ SoundSurface

    Consultant Pro Audio @ IAD-Pro / WharfedalePro

    Waves Soft- & Hardware Dealer

  • 4Art
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    • 20. Januar 2004 um 20:49
    • #139

    Mal was ganz anderes: Stand im EVI-Zelt PLS 2003 jemand aus dem Forum hinter den Tischen? Eine Seite Cobra, andere Seite LA?

  • tufkadib
    Beiträge
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    • 20. Januar 2004 um 21:00
    • #140

    Jetzt habe ich mal an alle eine ernstgemeinte Frage:

    Was meint ihr, warum hat die Lautstärke in den letzten etwa 20 Jahren so enorm zugenommen? Woran liegt's? Mehr Besucher, ungünstigere Aufbauten (dezentrale Beschallung aus der Mode gekommen), Preisdruck (siehe vorherigen Punkt), mehr durchgeknallte Leute?

    Ich habe für mich keine richtige Antwort gefunden, außer daß Leistung jetzt viel billiger ist und manche Tonler wohl doch übertrieben haben bzw. der Veranstaltungsbesucher der naiven Meinung "lauter==besser" ist.

    MfG

    DirkB

    P.S.: Wie schon mal erwähnt, ich habe mich wegen der Radauorgien aus der Branche fast gänzlich zurückgezogen.

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