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Alles nur Playback oder nicht!

  • LTS International
  • 25. Dezember 2004 um 14:24
  • LTS International
    Beiträge
    21
    • 25. Dezember 2004 um 14:24
    • #1

    Wollte es schon lange mal loswerden. Kann es sein, dass bei FAST allen TV-Auftritten von Künstlern nur noch Playback gespielt wird.
    Oder wie kann man es sich sonst erklären, dass ein Keyboardsolo gespielt werden kann, an dem nicht einmal ein Stromkabel eingesteckt ist? :shock:
    Gleiches gilt für Gitarren- oder Schlagzeugmikrofonie?
    Bitte um Antworten, die vielleicht sogar von Leuten aus dieser Branche kommen?

    Danke für Antworten,
    MfG

    a2 Event- & Messetechnik
    Am Kiesgrund 6
    D-87679 Dösingen
    Tel. 08344 - 99 29 10
    info [at] a2event [.] com
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  • medimax
    Beiträge
    364
    • 25. Dezember 2004 um 14:30
    • #2

    JA! :D

    Es gibt leider nur noch sehr wenige Sendungen, wo wirklich live gezockt wird, und wenn es dann dochmal der Fall ist - ist es meistens schlecht. Ist halt etwas schwierig die Gesangskünste der Sänger live hinzubiegen, das geht von Band viel einfacher.

    Aber mal ehrlich: Es ist ein unheimlicher logistischer Aufwand eine TV-Produktion über die Bühne zu bringen. Es ist zum teil einfach zu aufwendig, mehrere Künstler hintereinander "in echt" zu bringen. Deswegen oftmals nur noch Halb- oder Ganzplayback.

    VG Sebastian

  • Carm
    Profi
    Beiträge
    2.715
    • 25. Dezember 2004 um 14:39
    • #3

    also bei den öffentlich-rechtlichen ist in der regel alles vollplayback, manchmal halbplayback (also mucke vom band, gesangsmikro offen) und nur in seltenen fällen live (meist nur bei den sehr bekannten künstlern).

    grund ist wie schon gesagt der ohnehin grosse aufwand einer tv-show, der "sicherheitsfaktor" und auch die hohe grundlautstärke im studio.

  • LTS International
    Beiträge
    21
    • 25. Dezember 2004 um 16:43
    • #4

    Den letzten Live-Gig, den ich gesehen habe war von Juli beim Jahresrückblick von Günther Jauch, glaub ich mal. Der Gig war m.M.n. entweder sau schlecht abgemischt oder wirklich schlecht gespielt.
    Aber ein Playback Gig ist doch nicht der Sinn einer Produktion, bei der mit den Prominenten geworben wird oder?

    a2 Event- & Messetechnik
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  • medimax
    Beiträge
    364
    • 25. Dezember 2004 um 17:44
    • #5

    Über Sinn und Unsinn entscheiden ja im Endeffekt die Produktion und die Manager der Band - nur lässt sich eine CD besser mit einer guten Playbackperformance verkaufen, als mit einem schlechten Live-Act. Die Bands verdienen ihr Geld ja wohl kaum mit Live-Auftritten sondern mit dem CD-Verkauf ...

    Über die Qualität der derzeitigen Live-Produktionen im TV lasse ich mich jetzt nicht aus - aber es ist schon eigenartig das inzwischen Teile aus Events rausgeschnitten werden müssen, weil kein Sendeton mehr da war ... :?
    (Hoch leben die Digitalpulte und diejenigen, die sie nicht bedienen können!)

    VG Sebastian

  • LTS International
    Beiträge
    21
    • 25. Dezember 2004 um 17:52
    • #6
    Zitat von "medimax"

    ... nur lässt sich eine CD besser mit einer guten Playbackperformance verkaufen, als mit einem schlechten Live-Act. ...

    Da geb ich dir Recht.

    Weiß vielleicht einer, welche Technik bei solchen Produktionen gefahren werden? Würde mich persönlich interessieren.

    a2 Event- & Messetechnik
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  • ivo
    Beiträge
    182
    • 25. Dezember 2004 um 17:59
    • #7

    Was genau meinst Du mit "welche Technik"?

  • Carm
    Profi
    Beiträge
    2.715
    • 25. Dezember 2004 um 18:10
    • #8

    wenn die sendungen nicht aus tv-studios kommen die entsprechend ausgerüstet sind, dann wird playback, sendeton, zuspieler etc. vom ü-wagen gemacht. in der halle gibts dann "nur" ein "foh"-pult das den hallenton macht. also monitoring für moderatoren, gäste, künstler, backstage sowie publikumsbeschallung

  • LTS International
    Beiträge
    21
    • 25. Dezember 2004 um 21:38
    • #9
    Zitat von "Carm"

    wenn die sendungen nicht aus tv-studios kommen die entsprechend ausgerüstet sind, dann wird playback, sendeton, zuspieler etc. vom ü-wagen gemacht. in der halle gibts dann "nur" ein "foh"-pult das den hallenton macht. also monitoring für moderatoren, gäste, künstler, backstage sowie publikumsbeschallung

    Danke, das habe ich gemeint. Vielen Dank

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  • Carm
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    • 26. Dezember 2004 um 15:44
    • #10

    kein problem - genaueres gern per pm

  • KREISS
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    4.542
    • 26. Dezember 2004 um 15:58
    • #11

    Anbei noch ein Link zu einem verwandten Thema http://srforums.prosoundweb.com/index.php/t/1631/0

  • soundworx
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    748
    • 28. Dezember 2004 um 11:25
    • #12

    Eine rühmliche Ausnahme hiervon ist wohl TV Total, beim Raab spielen die meisten Künstler komplett live, sowohl mit eigener Band oder auch mit der Studio Band.
    Man erinnere sich nur an legendäre (ich schreib bewusst nicht "gute") Auftritte wie die von Manowar oder Motorhead...

    Marcus

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist, daß es in der Theorie keinen Unterschied gibt...

  • Carm
    Profi
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    • 28. Dezember 2004 um 17:14
    • #13

    die bekannten soap-sternchen & co sind davon aber mit sicherheit ausgenommen da ich die noch nie irgendwo live habe singen sehen. "gestandene" rocknroller spielen in fast allen sendungen live da sie ja ihr handwerk noch beherrschen...
    auch leute wie udo jürgens, chris de burgh, iglesias, phudys etc spielen oft live im tv

  • pes.dan
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    • 30. Dezember 2004 um 12:27
    • #14

    ganz so krass ist es ja nun nicht. die eine oder andere produktion im deutschen fernsehen ist auch noch live. hier mal zwei beispiele:

    absolut udo lindenberg (rtl) ausgestrahlt vor ca. einer woche. diese produktion wurde komplett live gefahren.

    3nach9 geburtstagsgala (ndr) ausgestrahlt anfang november. hier gab es 14 musikalische gaeste (reinhard may, goetz altsmann, max herre, rosenstolz....) um nur die bekanntesten zu nennen. auch hier war bis auf rosenstolz alles live.

    grund fuer viele playbackeinsaetze ist natuerlich der grosse finanzielle aufwand einer live-produktion. du brauchst eine faehige erfahrene crew und absolut zuverlaessiges equipment. die vorstellungen von regisseuren sind oft haareraufend. umbeizeiten oft unrealistisch eingeplant. es steckt eine menge know how hinter der durchfuehrung. oft schwieriger als jedes open air festival.

    solche sendungen wie the dome, bravo supershow oder top of the pops, sind meist aufzeichnung, mit vollplaybacks. es geht da nicht um die praesentation eines guten live-musikers. davon gib es eh nicht mehr viele. und die kids koennen das eh nicht mehr unterscheiden.

    letztes positives beispiel, diesmal nicht selbst dabei gewesen: 50 Jahre rock mit gottschalk. alles live. ehrlich gesagt, nehme ich aber dann gern mal den einen oder anderen technsichen ausfall in kauf.

    gruss dan

    professional event service
    dan schneider

    http://www.dan-ontour.de

  • Carm
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    • 30. Dezember 2004 um 15:18
    • #15

    @ pes.dan: die von dir genannten musiker fallen ja auch wie von mir genannt in die kategorie derer die "ihr handwerk beherrschen"

    allerdings gibts genügend grosse produktionen im dt. fernsehen denen es gut stände wenn da bissl mehr live gefahren würde und wo es auch von den umbauzeiten her relativ problemlos gehen würde da es nicht viele musikact sind.

    an der crew liegts imho nicht, da ich im livebetrieb sowieso erfahrene leute brauche da wie du schon angeführt hast die aufbauzeiten, umbauzeiten, vorbereitungszeiten etc. meist sehr knapp sind und das equipment muss in jedem falle absolut ausfallsicher sein wenn ich live arbeite - ob da der ton auch noch live ist macht kaum noch was aus. es ist lediglich ein gewisser material-mehraufwand und ein paar techniker mehr. und diese mehrkosten fallen bei einer grossen fernsehproduktion nicht mehr stark ins gewicht. allerdings muss es eben von der set-abfolge sowie zeitmässig realisierbar sein und das ist es zumindest bei den einschlägigen musikshows der privatsender nicht.

  • Hami
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    • 30. Dezember 2004 um 16:05
    • #16

    Playback kann auch witzig sein, zumindest für die Musiker und die, die solche kennen. Wenn der Gitarrist dann mal wieder an der Panflöte steht oder der Trompeter Viertel an der Gitarre zupft... ein Riesenspaß. Ich hatte vor kurzem einen Auftritt als Saxofonist bei einem deutschlandweit ausstrahlenden Sender. Vorher hatte ich auch noch nie ein Gebläse in der Hand, war witzig. Zumindest für uns ;)

  • Marcel
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    • 30. Dezember 2004 um 16:30
    • #17
    Zitat von "Hami"

    Playback kann auch witzig sein, zumindest für die Musiker und die, die solche kennen. Wenn der Gitarrist dann mal wieder an der Panflöte steht oder der Trompeter Viertel an der Gitarre zupft... ein Riesenspaß. Ich hatte vor kurzem einen Auftritt als Saxofonist bei einem deutschlandweit ausstrahlenden Sender. Vorher hatte ich auch noch nie ein Gebläse in der Hand, war witzig. Zumindest für uns ;)

    Solange man das Lied einigermaßen kennt und seine Einsätze nicht verpasst ist das wohl kein Problem :D

    Was übrigens auch Live war, war die Geburtstagsgala von Udo Jürgens, wie immer von Pepe Lienhard Orchester begleitet (auf ARD glaub ich). Aber die Jungs haben es halt auch drauf und Udo ist eh so gut wie nie in Playbacksendungen zu finden.
    Außer einer Ausnahme die mich schon gewundert hat. Auch so eine Art "Schlagerparade" von NDR oder so ähnlich. Da hat er 1 Lied PB, ein Lied Live nur er am Flügel, noch ein Lied PB und dann war eigentlich Ende, aber auf Grund des tobenden Publikums kam er dann nochmal raus und hat noch ein Lied gespielt. Die beiden Songs nur am Flügel waren dann Live und das Publikum hat es sogar durch sehr langen Beifall honoriert.

  • Carm
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    • 30. Dezember 2004 um 17:02
    • #18

    dass musiker einiges songs in einer sendung live spielen und andere als PB ist nicht ganz unüblich, hatte ich mal ausser bei udo jürgens auch bei chris de burgh. gibt aber keinen wirklichen grund dafür in meinen augen. dass playback ist halt wie immer "risikominimierung"...

    dass mit den "leihmusikern" beim fernsehen ist echt lustig... was man da bei einigen sendungen so in den "bands" der stars beobachten kann :roll: da steht der trompeter plötzlich beim nächsten interpreten am keyboard etc.

  • KREISS
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    • 30. Dezember 2004 um 17:41
    • #19
    Zitat von "pes.dan"


    grund fuer viele playbackeinsaetze ist natuerlich der grosse finanzielle aufwand einer live-produktion. du brauchst eine faehige erfahrene crew und absolut zuverlaessiges equipment. die vorstellungen von regisseuren sind oft haareraufend. umbeizeiten oft unrealistisch eingeplant. es steckt eine menge know how hinter der durchfuehrung. oft schwieriger als jedes open air festival.

    solche sendungen wie the dome, bravo supershow oder top of the pops, sind meist aufzeichnung, mit vollplaybacks. es geht da nicht um die praesentation eines guten live-musikers. davon gib es eh nicht mehr viele. und die kids koennen das eh nicht mehr unterscheiden.

    Nun, das ist dort oftmals "Bunte Tüte" - von Live, Halpplayback und Vollplayback.
    Shows wie The Dome oder Bravo Supershow nur mit Liveacts zu machen würde sicherlich den Rahmen sprengen ( bei 20 Acts sowie Beiprogramm ) vom logistischen Aufwand, von der Zeit und den damit verbundenen Kosten und nicht vergessen sollte mann das erheblich größere Risiko von technischen Problemen.
    Viele Leute haben oftmals auch eine falsche Vorstellung von dem was bei solchen Shows überhaupt passiert - da ist nichts mit Eier schaukeln und 4 Kanälen, man hat da schon drei Stunden "volles Program" am Pult.

    Zitat von "pes.dan"

    letztes positives beispiel, diesmal nicht selbst dabei gewesen: 50 Jahre rock mit gottschalk. alles live. ehrlich gesagt, nehme ich aber dann gern mal den einen oder anderen technsichen ausfall in kauf.

    Das ist aber letztendlich kein sehr brauchbares Argument der Produktion gegenüber...

    Ich würde es aber auch sehr begrüßen wenn es wieder mehr Liveshows geben würde - grad auch im TV Bereich! ( Gibt es den Rockpalast eigentlich noch? Bin da als nicht Fernsehbesitzer nicht ganz im Bilde... )

  • pes.dan
    Profi
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    94
    • 30. Dezember 2004 um 17:43
    • #20

    zu teil, gebe ich dir da recht. um so mehr habe ich mich gewundert, dass ausgerechnet ein sender wie sat1 eine musik-live-sendung produziert, mit absoluten topacts, die live im aehnlichen stile wie mtv unplugged auftreten. der moderator war indiskutabel schlecht, aber das konzept beachtenswert.

    name der sendung ist mir leider entfallen.

    der technische aufwand ist allerdings schon ein wenig hoeher, siehe monitoring (teils IE + konventionell, je nach anspruch der kuenstler), splittsysteme etc. und so egal sind auch grossen produktionen die kosten nicht mehr. habe aber die vermutung, es wird keinen grossen wert mehr darauf gelegt, weil dem konsumenten es einfach egal ist.

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