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Kompressor und Gate verbinden

  • JR_Soundman
  • 26. Dezember 2004 um 16:25
  • JR_Soundman
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    102
    • 26. Dezember 2004 um 16:25
    • #1

    Hallo,

    Ich hab einen DBX 166XL den ich für Bass-Drum und Snare benutze.
    Jetzt habe ich mir ein 4-fach Gate gekauft und möchte 2 Kanäle davon für BD und SD einsetzen.
    Wie schalte ich das Gate in den Insertweg ?
    Einfach das Gate in den Sidechain Insert des Kompressors stecken ?
    oder beide Geräte in Reihe das heißt Output vom Kompressor in den Input des Gates und der Output des Gates geht zurück in den Mischer ?

    Oder muss ich das Gate gar vor den Komp. schalten ?
    Es wäre nett wenn jemand mir dazu Tipps geben könnte.

    Gruß
    JR

  • derautor
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    • 26. Dezember 2004 um 16:45
    • #2

    Gate im Sidechain-Insert des Kompressors ist Unsinn, denn dann gatest Du dessen Steuersignal. Das Gate einfach vor den Kompressor schalten, sauber einstellen und dann (bei Bedarf) noch Kompression hinzufügen.


    es grüßt

    derautor

    Immer schön vorm Soundcheck herverkabeln.....

  • treibsand
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    1
    • 26. Dezember 2004 um 16:54
    • #3

    Das hängt ein wenig davon ab, welches Ergebnis du erreichen willst.
    Der Sidechain-Input beim 166 ist nur für ein Steuersignal zuständig, d.h. eine Steuerspannung (auch Audiosignale) unabhängig vom zu bearbeitenden Signal.
    Dann wird der Compressor nur arbeiten, wenn das Gate geöffnet ist.

    Das Gate mit dem Komprimierten Signal zu füttern ist auch eher fragwürdig. Dann ist ja schon weniger Dynamik da, die das Ding öffnet...

    Also vermutlich nur erst ins Gate, dann in den Kompressor.

    Die alten 166 (bunte Knöppchen) haben ein eingebautes Gate, ist das beim XL wegrationalisiert?? (bin zu faul Nachzuschauen... :oops: )
    Ausserdem ist die überwiegende Meinung hier im Forum, daß die besser klingen...

    Mir ist allerdings eine solche Vorgehensweise mit Gaten UND Komprimieren etwas suspekt. Bin halt live ein Dynamikfan, will sagen ausser ein Gate (Drawmer DS201) auf den Toms (evtl. BD) wenn die Dinger zu lange nachschwingen kommt mir kein Dyn.prozessor ans Schlagzeug. Ich kann dem "modernen Komprimierungswahn" rein garnichts abgewinnen und weigere mich, einen Schlagzeuger der nicht spielen kann zu korrigieren/kontrollieren.
    Aber ist halt ne Geschmackssache.

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.

  • andi.h
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    • 26. Dezember 2004 um 17:08
    • #4
    Zitat von "treibsand"

    (...)und weigere mich, einen Schlagzeuger der nicht spielen kann zu korrigieren/kontrollieren.(...)


    manchmal wird man halt genau dafür bezahlt...

  • Seven
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    • 26. Dezember 2004 um 17:11
    • #5

    Offtopic:
    Bin auch (als Drummer) kein Gate-Fan. Nur es gibt halt Räume oder Bühnen, da gate ohne gate es goar nix.
    Kurz vor Weichnachten ein Club-Gig, kleine Bühne, Bässe vor die Bühne gelegt, Raum nur Holz ca 150 Paxe.

    Ich an großen Toms und vor allem Bassdrum gedreht und gekurbelt am EQ und musste dann gaten. Ohne Gate hätte ich nicht den Hauch einer Chance gehabt auch nur einen annähernd druckvollen BASSdrumsound hinzubekommen. Mit Gate wars dann prima und an der Bassdrum lag es sicher net, weil die klang an sich prima und in anderen Clubs klang das Teil auch prima, bei gleicher PA und gleichem Mikro etc.

    Manchmal muss es halt sein.

    Ansonsten: Erst ins Gate und dann in den Comp.

  • treibsand
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    • 26. Dezember 2004 um 17:18
    • #6
    Zitat von "andi.h"


    manchmal wird man halt genau dafür bezahlt...

    ...Nee, i.d.R. werd ich als Hobbykisten Schlepper garnicht bezahlt. :wink:
    Was aber nicht heisst, daß ich nach 16 Jahren nicht einige Erfahrung gesammelt hätte. Aber leider keine positive mit Schlagzeug UND Kompressor. Mein Sound ist ohne einfach besser... :roll:
    ...und ich laß mich halt genausowenig kontrollieren / mir vorschreiben, wie ich den Sound kreiere.

    Und wo ich eh schon den [OT] an habe:
    Seven: Gaten ja (wenns nottut). Komprimieren NIE... :D

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.

  • Seven
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    • 26. Dezember 2004 um 17:32
    • #7

    Comp auf Kick & Snare sind auch teilweise sinnvoll, auch wenn ich es gar nicht.

    Ich hab zb eine Tanzcombo, deren größeren Gigs ich übernehme und der Schlagzeuger spielt ungewohnt dynamisch (der Alkohol hat auch einen recht großen Einfluss auf die Dynamik; er trifft aber auch die Snare mal so und mal so und tritt unterschiedlich in die Bassdrum, wie ich es gewollt kaum hinbekomme) Und da ich nicht den ganzen Abend meine zwei Hände an Kick/Snare Fader legen kann und ein Comp einfach schneller ist als ich im Regelprozess, ist es stressfreier die beiden zu komprimieren und nicht irgendwann mal wieder richtig zusammen zu zucken, weil er mal "aus Versehen" einen Rimshot gemacht hat..

    gruß
    Jan

  • JR_Soundman
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    • 26. Dezember 2004 um 18:28
    • #8

    Hallo,

    Erstmal Danke für eure Antworten !
    Also ich hab bisher bei den meisten Bands zumindest die BD und die Snare komprimiert und der Sound wurde dadurch um einiges fetter.
    So machen das auch viele Fremd Techniker, mit denen ich bisher zu tun hatte.
    Der Sinn des Gates ist folgender :
    Wenn ich dem Drummer ein Teil von seinem Set auf den Monitor geben muss kam es schon vor das die nicht benutzten Mikros auf dem Monitor "aufschwingen". Das will ich verhindern indem ich ein Gate einsetze um eben die nicht benutzten Mics "zuzumachen".
    Das eingebaute Gate im 166XL ist hierzu etwas unsauber, da es nicht über eine Filter Funktion verfügt und sich nicht genau genug einstellen lässt.
    Während eines Drum Solos schaltet man natürlich die Gates in den bypass.
    Ich lese den Antworten jetzt ab, das man also zuerst ins gate und dann in den Komp gehn sollte, richtig ?

    Das ganze Thema ist etwas heikel.
    JR

  • treibsand
    Verifiziert
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    1
    • 26. Dezember 2004 um 18:44
    • #9

    :D Nö, so heikel ist das garnicht.
    Ich bin da halt nur sehr Oldschool...
    ...und gegen das Aufschwingen nutze ich halt den EQ auf'm Minitorweg und
    einen druckvollen Drumfill (is meistens eh nur Kick drauf...)
    Aber ist schon richtig, daß ein Komp. den BD sound kompakter macht...
    :wink:
    (und den Alkpegel der Schlagzeuger etwas verdeckt... :D )

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.

  • JR_Soundman
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    102
    • 26. Dezember 2004 um 20:01
    • #10

    HI,
    Also das Aufschwingen mitm EQ zu bekämpfen geht meiner Meinung nach nur bedingt.
    Wenn man alles rauszieht was schwingt klingts wie'n Eimer.
    Ich hab leider öfters Drummer die mehr als die Kick brauchen, und gerade die Tom Mics neigen gern dazu "mitzuschwingen". Das führt zu nem undefinierbaren Brei aufm Monitor...
    Ich denk das is Erfahrungssache wie mann's macht.
    Also wenn demnächst ein Fremd Techniker Gate und Komp aufm gleichen Kanal will geh ich zuerst ins Gate und dann in den Komp.
    Ich werd das selbst an Silvester mal auschecken wie das is.
    Gruß
    JR

  • Brunni
    Beiträge
    44
    • 26. Dezember 2004 um 21:17
    • #11
    Zitat

    Während eines Drum Solos schaltet man natürlich die Gates in den bypass.

    Ehrlich? Ist das denn sinnvoll? Also ich denke, dass wenn man beim Tom den Sustain mit nem Gate rauszieht das schon zackiger klingt. Und beim Solo will ich ja keinen Brei oder?

    Sinnvoller wäre es doch eher die Präsenz der Drums mit nem EQ zu erhöhen, oder?

  • HMPF
    Profi
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    618
    • 26. Dezember 2004 um 21:43
    • #12

    Das kommt mal ganz arg auf den Drummer, sein Können, Alkoholspiegel und die Musikrichtung der Band an. Wenn Du einen Drummer hast, der im Solo plötzlich Besen auspackt und mal allen zeigen will, dass er auch weiß was Ghostnotes sind, die Kapelle den restlichen Abend eher Heavy Rock spielt, dann kann es schon mal passieren, dass die Gates im Solo einfach zu bleiben....
    Direkt auf Bypass trau ich mich allerdings nicht, ich regel dann doch an den Thresholds ein bisschen nach. Selbst auf die Gefahr hin, dass ich die Gates nach dem Solo nicht mehr so hin bekomme, wie sie zuvor waren.

    "die Anlage sieht aus wie ein plattgefahrenes Ü-Ei"

    "Das Mikro ist kaputt, das pfeift nicht!"

  • JR_Soundman
    Profi
    Beiträge
    102
    • 26. Dezember 2004 um 21:46
    • #13

    Sinnvoll hin oder her ....
    Man kann die Gates drin lassen, vorausgesetzt die Attack und Release Zeiten sind sauber eingestellt und das Gate ist kaum hörbar.
    Ich hab die erfahrng gemacht das in Live Situationen ein unsauber eingestelltes Gate (Man bekommt die Gates nie 100%ig eingestellt, im Studio geht das, Live aber nur sehr schwer) während eines Drumsolos etwas unnatürlich klingt. Wenn z.B. während eines Solos unterschiedliche Dynamik des Drummers mit im spiel ist...
    Ich entscheide das immer während des Sound Checks oder während die Band spielt.
    Man merkt ja schnell wie ein Drummer spielt. Und dann kann man sich für die Gates entscheiden oder nicht.
    Wenn die Toms natürlich nur mit dem Gate in den griff zu bekommen sind lässt man sie während der Soli drin.
    Patentrezept gibts hier denk ich keines.

    JR

  • Hinnerk
    Beiträge
    4
    • 10. Januar 2005 um 20:38
    • #14

    Jungs, weder die Eq - Einstellungen noch irgendwelche speziellen, dicken
    Drumfills helfen hier weiter. Und wenn schon schrauben, dann nehmt doch die Key - Eingänge der Gates und Trigger an den Toms. Dann ist Ruhe.
    Die Gates nicht auf komplette Schließßung sondern nur 24 db abgesenkt und schon ist kein Streß mehr mit aufschaukelnden Toms und weiteren unerwünschten Effekten. Die Kontaktflächen haben immer geholfen.

    Gruss
    Henry

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