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Geräte für Festinstallation / Schulbühne

  • cyberlight
  • 16. Januar 2005 um 19:04
  • cyberlight
    Beiträge
    6.061
    • 16. Januar 2005 um 19:04
    • #1

    Hallo!
    Ich habe ein Problem mit einer Festinstallation in einer Schule.
    Die Akustik ist leider sehr schlecht. Die Bühne ist quer im Raum eingebaut und gegenüber der Bühne ist eine Glasfront.
    Der Raum ist eigentlich realtiv klein. Genaue Abmessungen kann ich gerade nicht finden, werde ich noch suchen.
    Die Breite dürfte aus der Erinnerung <15m sein.

    Folgendes ist vorhanden:
    19"-Schrank mit ELA-Anlage in separatem Raum
    komplette Mikro-Verkabelung
    Audio-Multicore zum Raum
    Patchfeld

    Angedacht waren 12"/1,5"-Boxen als Front-PA mit tamp pro 1600 als Verstärker.

    Dann sollten mindestens 2 Funkmikros (ew135) und 4 Kabelmikros (e840s) da sein.
    Von der Decke können max. 4 Mikros (z.B. Discreet CK31) über der Bühne abghängt werden. XLR ist an der Decke vorhanden.
    Braucht man da noch Grenzflächenmikros als Ergänzung und dafür dann weniger abgehängte Mikros?

    Neben und hinten an der Bühne sind die Anschlüsse für die Kabelmikros in den Pfeilern eingebaut.

    Die Anlage soll nachher eigenständig ohne Bedienung laufen können.

    Als Wiedergabe soll ein CD-Player und Kassettenrecorder vorhanden sein (:roll: :?:)
    Dafür sollte der Tascam CDA500 herhalten.


    Problem: Ich habe dann 10 Mikrokanäle und 4 Stereo-Line-Kanäle, die bedient werden müssen.
    Welches Mischpult kann man da verwenden?
    Es wurde ein Spirit M12 vorgeschlagen. Das halte ich für diese Anwendung für völlig überzogen und für Laien völlig unverständlich.
    Ich habe da schon mit dem DDX3216 geliebäugelt, allerdings wird das mit den nötigen Erweiterungen auch nicht billig. Problem ist auch das optische Kabel. Das kann man auch nicht als Multicore-Ersatz benutzen :?
    (Pult am FOH, AD/DA-Wandler im Technikraum)

    Ich hatte auch schon einen automatischen Mixer gesehen, kann ihn aber nicht wiederfinden.

    Desweiteren wurde ein Feedback-destroyer Peavey Ferret II vorgeschlagen. Ist das nicht auch rausgeschmissenes Geld für Festinstallation? Reicht da nicht ein EQ wie ULTRAGRAPH PRO FBQ3102 ?
    Ich glaube bald nicht, dass die die vorgeschlagenen Sachen bezahlen wollen.
    Da läppert sich ja einiges zusammen.

    Was sagt ihr zu der geplanten Mikrofonierung?

    Fehlt da noch was, was man unbedingt brauchen würde?

    Irgendwie macht sich bei mir gerade völlige Verwirrung breit...

    »Wenn China erwacht, wird es die Welt erschüttern.« Napoleon Bonaparte (1769-1821)

  • K-Ulrich
    Profi
    Beiträge
    614
    • 16. Januar 2005 um 21:16
    • #2

    Ich kann mal zu einem Teil Deiner Frage Stellung nehmen,da ich eine ähnliche Installation vor ein paar Jahren gemacht habe. Die Aufgabenstellung für die Mikros über der Bühne ist ja wahrscheinlich die Übertragung von Kinderstimmen . Da würde ich eine möglichist enge Richtcharakteristik wählen ,sonst hat man das Problem, dass man die Kinder immer noch kaum hört, aber wenn sich einer vor der Bühne räuspert, fliegt Dir die Pappe um die Ohren.
    Ich habe damals 4 Sennheiser MKH50 aufgehängt, aus Kostengründen liefen die über ein Soundcraft Notepad, entzerrt über einen 1/3 Okatav-EQ (da würde ich heutzutrage eine digitale oder zumindest parametrische Lösung wählen). Dieses Set wurde eingestellt und danach vom Hausmeister "eingemauert". Das Notepad lief auf zwei Kanäle des schon vorhandenen Yamaha 8-Kanal Irgendwas-Billigpultes auf und damit habe ich die grösstmögliche Lautstärke ausprobiert und markiert, Kanal-EQ aus und Gain auf Anschlag links, auf diese Weise kann auch der Hausmeister die Ausgangs situation jederzeit wieder herstellen.
    Bei der Wahl Deiner Boxen kann ich Dir nicht so wirklich helfen, meine akkustische Situation damals war auch einfacher.
    mfg
    Kai

    Für mich zerrts, aber Sie sind ja der Künstler.

  • cyberlight
    Beiträge
    6.061
    • 17. Januar 2005 um 04:44
    • #3

    DIe MKH50 kosten 1300€ pro Stück.
    Kein weiterer Kommentar nötig :)
    Meintest du das wirklich?

    Ich hatte auch schon angedacht, 2 Mischpulte zu benutzen.
    Dürfte im Endeffekt wohl billiger werden. Trotzdem bestehr das Problem der 4 Line-Kanäle, die wir unbedingt brauchen. Das schränkt die Auswahl sehr ein.

    Die Boxen stehen eigentlich schon fest.
    Mir wäre 8"/1" mit kleinem Sub in einer Ecke lieber gewesen, aber mein Kollege, der das Angebot schreibt, sträubt sich sehr hartnäckig dagegen.
    Der Sub kann auch nicht auf dem Boden platziert werden, sondern muss unter die Decke gehängt werden.
    Hinter einem der kleinen Tops sähe das etwas merkwürdig aus und in den Hallenecken ist keine Anschlussmöglichkeit. Kabel können nachträglich nicht mehr gezogen werden.

    »Wenn China erwacht, wird es die Welt erschüttern.« Napoleon Bonaparte (1769-1821)

  • K-Ulrich
    Profi
    Beiträge
    614
    • 17. Januar 2005 um 17:02
    • #4
    Zitat von &quot;cyberlight&quot;

    DIe MKH50 kosten 1300€ pro Stück.
    Kein weiterer Kommentar nötig :)
    Meintest du das wirklich?


    Ich habe ja nicht gesagt, dass Du MKH50benutzen musst, ich hatte damals einen Draht zu den Dingern.
    mfg
    Kai

    Für mich zerrts, aber Sie sind ja der Künstler.

  • cyberlight
    Beiträge
    6.061
    • 18. Januar 2005 um 20:11
    • #5

    Gibt es noch weitere Meinungen und/oder Tipps für mein Vorhaben?

    »Wenn China erwacht, wird es die Welt erschüttern.« Napoleon Bonaparte (1769-1821)

  • LMS-Daniel
    Profi
    Beiträge
    245
    • 19. Januar 2005 um 16:44
    • #6

    Ich kenne natürlich den Raum nicht, aber bei Glasfronten sollte man immer aufpassen und prüfen ob es nicht besser wäre mehrere Systeme ggf. mit Delay zu installieren um eine Ausrichtung auf die Glasflächen zu vermeiden und große Pegel der einzelnen Systeme zu vermeiden.

    Mischpult:
    Bei uns wird bei Schulanlagen gerne mit Dynacord "Powermate" geplant.
    Den kennt fast schon jeder Lehrer / Hausmeister/ Schülerpapa und somit ist die Anlage auch bedienbar.

  • cyberlight
    Beiträge
    6.061
    • 20. Januar 2005 um 17:29
    • #7

    Das Powermate ist sicher "Schulkompatibel", sieht aus wie ein ganz normales Pult, allerdings wirklich ein kleines bisschen übersichtlicher als normal.
    Wie kommen die Leute damit klar?

    Ich denke, dass so "viele Knöpfe" die Meisten eher abschreckt.
    Das Spirit M12 spielt vermutlich in der gleichen Klasse mit und sieht nicht viel anders aus als das Powermate. Ich finde es sogar ein ganzes Stück eleganter. Im Grunde sind die beiden aber recht ähnlich.

    Ist es da mit dem Behringer nicht übersichtlicher?
    Ausserdem kann man per Knopfdruck unterschiedliche Presets aufrufen und notfalls sehr schnell wiederherstellen.

    Delays scheiden aus, weil die Halle einfach nur sehr breit ist, wenig Tiefe und darin noch eine relativ grosse Bühne hat.

    Eigentlich müsste man eher 2 kleine Boxen angewinkelt pro Seite nehmen, das würde aber vermutlich keiner bezahlen wollen.

    Geben die Leute wirklich so viel Geld aus? Da läppert sihc ja schlieslich einiges zusammen und ich habe die Befürchtung, dass man die teuersten Posten ohnehin streichen /ändern wird.

    Wie lernfähig sind Pädagogen im Punkte Technik?
    Kommen die mit einem Harting-Multicore klar? Sollte ja eigentlich kein Problem sein.
    Es wurde gesagt, dass am Technikraum "einfach nur" ein Schalter angebracht werden soll und die Technik dann läuft.
    Dazu sollte das Pult angeblich "fest" angeschlossen werden, was ich für den allergrössten Quark halte.
    Das Multicore sollte also im Technikraum fest installiert werden.
    Zur anderen Seite des Raumes liegt schon ein Multicore. Dieses wurde Unterputz auf Harting ausgeführt (kleiner Schrank mit abschliessbarer Tür). Da halte ich es für absolut laienhaft, wenn man den Wagen mit dem Pult bei geöffnetem "Techniklager" an einem fest angeschlossenen Kabel betreibt.
    IMHO sehr unschön, technisch sehr laienhaft rausgeworfenes Geld für bereits gesetzte Dose/Multicore. Ich fände ein kurzes Multicore mit Hartingstecker schöner.
    Dann entweder im Technikraum(wo dieses Dose noch gesetzt werden müsste, vermute ich mal) oder im Raum selbst angeschlossen.
    Da sich der Technikraum ungefähr in der Mitte des Zuschauerraumes befindet, würde da immer ein Multicore rumliegen, wenn das Pult im Veranstaltungsraum genutzt wird.

    »Wenn China erwacht, wird es die Welt erschüttern.« Napoleon Bonaparte (1769-1821)

  • Uew
    Beiträge
    344
    • 20. Januar 2005 um 23:33
    • #8

    ... was ein schönes Thema :?

    Schule und Technik geht sehr häufig schief. Und je nach dem, wer das plant, ist es vor allem teuer und nicht unbedingt gut...

    Zitat

    Eigentlich müsste man eher 2 kleine Boxen angewinkelt pro Seite nehmen

    Sehe ich genau so. Ich kann mir kaum vorstellen, bei den genannten Abmessungen der Halle, mit einer Box pro Seite auszukommen.

    Zitat

    Der Sub kann auch nicht auf dem Boden platziert werden, sondern muss unter die Decke gehängt werden.

    Ich würde versuchen das so zu realisieren, daß die Boxen an der Decke für Sprachgeschichten Fullrange spielen, und ein oder zwei Subs beim "Musik-Berieb" temproär dazugestellt werden können.

    Zitat

    Es wurde gesagt, dass am Technikraum "einfach nur" ein Schalter angebracht werden soll und die Technik dann läuft.
    Dazu sollte das Pult angeblich "fest" angeschlossen werden, was ich für den allergrössten Quark halte.
    ...
    Ich fände ein kurzes Multicore mit Hartingstecker schöner.

    In jedem Fall! Das kostet Euch ja gemessen an der Gesamtsumme kaum Geld und ist Grundvorraussetzung, überhaupt mal was einigermaßen vernünfitges mit der Hausanlage anstellen zu können. Außerdem weiß man ja nie, ob nicht vielleicht doch auch mal an anderen Stellen in der Schule bzw. auf dem Hof ein Pult gebraucht wird. Dann muß man zwar immer noch Holz und Amping zuleihen, hat aber zumindest die möglichkeit, das vertraute Pult mitzunutzen. Bzw. wenn man das mit den Subs so realiseren kann wie oben vorgeschlagen, wären die auch schon zur Verfügung.
    Ich bin halt ein Verfechter der nicht komplett "installierten" Systeme, sondern finde ein wenig Flexibilität auf Dauer immer günstiger. Natürlich weiß ich aber auch, daß das bedeutet, daß schon jemand da sein muß, der sich ein wenig auskennt...

    Zitat

    Es wurde ein Spirit M12 vorgeschlagen. Das halte ich für diese Anwendung für völlig überzogen und für Laien völlig unverständlich.
    Ich habe da schon mit dem DDX3216 geliebäugelt, allerdings wird das mit den nötigen Erweiterungen auch nicht billig.

    Da kann ich Dir jetzt nicht folgen. Ein analoges Pult hast Du doch recht bald erklärt. Und überzogen ist das für die Anwendung doch keinesfalls. Das DDX halte ich dagegen in dieser Konstellation für unbedienbar -- es sei denn, Du möchtest beispielsweise nur fixe Setups per Midi abrufen...
    Mein Vorschlag wäre ein A&H Wizard. Kann aber fast zu viel für Hausmeister und ist mal wieder ein wenig teuer.

    Zitat

    ch hatte auch schon einen automatischen Mixer gesehen, kann ihn aber nicht wiederfinden.

    Gibt es beispielsweise von Shure, ist aber auch nicht ganz billig so was. Damit man sich nicht die Möglichkeiten zum freien Arbeiten verbaut, würde ich so was nicht als ausschließlichen Mischer verbauen, sondern eher als die oben geforderte Knöpfchen-Lösung, die aber auch einfach durch ein anders Pult erweiterbar bzw. ersetzbar ist.

    Zitat

    Desweiteren wurde ein Feedback-destroyer Peavey Ferret II vorgeschlagen. Ist das nicht auch rausgeschmissenes Geld für Festinstallation? Reicht da nicht ein EQ wie ULTRAGRAPH PRO FBQ3102 ?

    Also eigentlich sollte man ohne FB-Destroyer auskommen. Ich würde wie K-Ulrich zu einem parametrischen EQ/Controller greifen. Der Behringer Ultradrive DCX2496 ist ja sehr günstig und soll auch tauglich sein. Ich persönlich verwende ein Driverack 260. Das würde sich natürlich noch eher anbieten, da es die Möglichkeit bietet, mit kleinen externen Einheiten zur UP-Montage z.B. die Lautstärke einzustellen oder ein Preset aufzurufen. Das Dirverack ansich ist aber schon wieder eher teuer, und die Remote-Controloller erst recht :(

    Gruß UWE

  • cyberlight
    Beiträge
    6.061
    • 21. Januar 2005 um 15:51
    • #9

    Wofür brauche ich bei 2-Kanal-Stereo denn einen Ultradrive?
    Die Boxen werden nicht aktiv getrennt. Können sie auch gar nicht, weil nur ein Kabel dort oben in der Decke liegt (mit entsprechender Einbaudose).

    Zitat

    Und je nach dem, wer das plant, ist es vor allem teuer und nicht unbedingt gut...


    Wie soll ich denn das jetzt verstehen? :roll:

    Zitat

    Ich würde versuchen das so zu realisieren, daß die Boxen an der Decke für Sprachgeschichten Fullrange spielen, und ein oder zwei Subs beim "Musik-Berieb" temproär dazugestellt werden können.


    Dann würden die Bässe im Lager verstauben ausserdem würden sie wieder auf dem Boden stehen.

    Zitat

    - es sei denn, Du möchtest beispielsweise nur fixe Setups per Midi abrufen...


    Genau dafür, wenn auch nicht mit Midi und wegen integriertem Gate, Kompressor, limiter und Erweiterbarkeit des Pultes. Oben hatte ich auch noch andere Sachen genannt.

    Jetzt müsste ich nur noch rausfinden, ob man komplette Presets für Theaterstücke damit Szenenweise abrufen kann (möglichst einfach), dafür würde es nämlich auch gebraucht und wäre sehr praktisch.

    »Wenn China erwacht, wird es die Welt erschüttern.« Napoleon Bonaparte (1769-1821)

  • Uew
    Beiträge
    344
    • 22. Januar 2005 um 18:29
    • #10
    Zitat

    Wofür brauche ich bei 2-Kanal-Stereo denn einen Ultradrive?
    Die Boxen werden nicht aktiv getrennt. Können sie auch gar nicht, weil nur ein Kabel dort oben in der Decke liegt

    Ich hatte eigenlich aus Deinen Postings herausgelesen, daß Du ganz gerne kleine Tops plus Sub hättest. Die würde ich dann an Deiner Stelle schon aktiv trennen.

    Mir ist auch nicht ganz klar, warum Du die Subs nicht auf dem Boden haben möchstes? Da gehören sie eigentlich hin. Und ob sie bei Nichtbenutzung an der Decke oder im Lager Staub ansetzen ist doch eigenlich egal...

    Zitat

    Jetzt müsste ich nur noch rausfinden, ob man komplette Presets für Theaterstücke damit Szenenweise abrufen kann (möglichst einfach)

    Klar geht das. Nur muß man die Szenen erstmal speichern. Ich schätze, ich habe noch nicht ganz verstanden, wie das alles ablaufen soll. Du wolltest doch eiene Lösung, die sehr einfach und von "wenig geschultem" Personal bedinet werden kann. Da ist doch ein Digitalpult ein Alptraum. Oder soll sozusagen bei der Generalprobe ein Dienstleister den Soundcheck machen und die Szenen speichern, die dann bei den (vielen) Aufführungen von einem Hiwi nach Regiebuch abgerufen werden?

    Zitat

    Zitat:
    Und je nach dem, wer das plant, ist es vor allem teuer und nicht unbedingt gut...

    Wie soll ich denn das jetzt verstehen?

    Ganz einfach: Ich kenne einige Räumlichkeiten, darunter auch eine Schule, die alle von einem "Ingenierbüro für Hautechnik" geplant wurden. Und dabei ist mir aufgefallen, daß die Herren sich halt mit Lüftungstechnik und so Sachen irgendwie besser auskennen, als mit Licht und Ton. Über die Haarsträubenden Erfindungen oder Wiederbelebungen von tot geglaubten Techniken möchte ich mich jetzt gar nicht länger auslassen :? Die Installationen sind übrigens bis auf Nuancen überall identisch -- die Anforderungen nicht... :?:

    Wer hat denn in Deinem Fall z.B. dafür verantwortlich gezeichnet, daß an der Decke nur ein LS-Kanal pro Seite ansteuerbar ist? Speakon hat vier Pole, ergo zwei Kanäle, und wenn ich die in einer Installation nicht beide nutze, weil ich beim Kabel ein paar Cent pro Meter sparen mag, dann ist das in meinen Augen sehr kurzsichtig und ein mögliches Beispiel für meine Aussage.

    Gruß UWE

  • cyberlight
    Beiträge
    6.061
    • 23. Januar 2005 um 12:53
    • #11
    Zitat

    Mir ist auch nicht ganz klar, warum Du die Subs nicht auf dem Boden haben möchstes


    Egal wo die stehen, sie wären immer im Weg und an den meisten Plätzen würden sie entweder eine Treppe oder die Notausgänge blockieren.
    Was ist denn der Unterschied zwischen einem auf dem Boden stehenden Sub und einem, der an der Decke hängt? Ich sehe da akustisch gerade keinen Unterschied.

    Zitat

    Oder soll sozusagen bei der Generalprobe ein Dienstleister den Soundcheck machen und die Szenen speichern, die dann bei den (vielen) Aufführungen von einem Hiwi nach Regiebuch abgerufen werden?


    Ganz genau. Anders kriegen die das doch nicht hin. Ist doch besser, als wenn man alles auf Papier aufmalen müsste.

    Zitat


    Wer hat denn in Deinem Fall z.B. dafür verantwortlich gezeichnet, daß an der Decke nur ein LS-Kanal pro Seite ansteuerbar ist?


    Das ist nicht auf meinem Mist gewachsen. So wie ich es beim Bau gesehen habe, haben die auch dünne Superbilligst-Zwillingsleitung verwendet. Finde ich schon unter aller Kanone. Da spart man am falschen Ende. Die Elektriker wissen es meist halt nicht besser. Angeblich hat die Installation schon 10000 Euro gekostet. Ich wüsste allerdings nicht, wofür, wenn man nur so billiges Material verwendet. Da hat man wohl vermutlich noch einen deftigen "Behörden-Aufschlag" mitgerechnet.
    Ich wüsste auch nicht, was an einer "Glas-und Stahlkonstruktion", wo 3 von 4 Wänden schon standen, 1Mio € gekostet haben soll.
    Hier wurde meiner Meinung nach einfach nur kräftigst abkassiert.

    Zitat

    Speakon hat vier Pole, ergo zwei Kanäle


    Es gibt auch 2-Pol und 8-Pol, aber ich befürchte fast, die Speakon-Buchse hat man sich hier auch gespart.

    Ich schätze auch, dass man bei den Vorschlägen noch einiges wegstreichen wird oder bezahlen die einfach alles? :shock:

    Zitat


    Ich hatte eigenlich aus Deinen Postings herausgelesen, daß Du ganz gerne kleine Tops plus Sub hättest. Die würde ich dann an Deiner Stelle schon aktiv trennen.


    Wie denn, mit einem Kanal?
    Was ich gern hätte widerspricht leider den Gegebenheiten.

    Ich werde mal fragen, ob das Angebot schon raus ist.

    »Wenn China erwacht, wird es die Welt erschüttern.« Napoleon Bonaparte (1769-1821)

  • jamesb
    Beiträge
    14
    • 23. Januar 2005 um 15:16
    • #12

    Ohne jetzt alle Beiträge gelesen zu haben, will ich dir mal kurz ein paar Dinge aufzählen, die IMHO wichtig sind - leider stehe ich in meiner Schule nämlich oft genug vor der Technik und ärgere mich über dies und das:

    - Das Mischpult sollte intuitiv bedienbar sein - also bitte kein Soundcarft Spitit SX (ich spreche aus Erfahrung, wie es mit den anderen Soundcraft-Pulten aussieht, weiß ich nicht. Ich würde trozdem eine andere Firma bevorzugen).

    - Das Mischpult hängt an einem Multicore mit Harting-Stecker, welches gesplittet auf zwei Anschlusspanels rechts und links der Bühne führt. Die Anschlüsse sind natürlich durchnummerriert und liegen fest auf den Mischpult-Kanälen. Ein großes Plus für Leute, die keine Ahnung haben - und die, die Ahnung haben, können sich das Setup vorübergehend auch ändern, falls nötig.

    - Lautsprecher: Zwei geflogene, vernünftige Fullrange-Boxen sollten jeder Schule reichen, solange man keine Hop-Hip Partys veranstalten will.

    - Verstärker und EQ sollten unbedingt so installiert werden, dass nicht jeder Idiot daran rumspielen kann. EQ ist bei uns z.B. ein Behringer Ultra-Curve PRO, bei dem komischerweise der mittlere Frequenzbereich (zw. 100 und 6kHz) total angehoben ist. Wer das so eingestellt hat?!?

    - Die Technik sollte aktuell und leicht erweiterbar sein. Bei uns sind z.B. vom Technikraum in die Aula einige (mehr als 32) 3-Pol CEE (die blauen) Leitungen verlegt. Aber: Die 4 installierten PAR-Kannen (mit max. 500W - also viel zu dunkel) werden über ein "Lichtpult" angesprochen, welches auf 10V-Basis arbeitet :-| Da kann man also nicht einfach nen Dimmer mit an die Leitung hängen und 20 weitere Scheinwerfer ansprechen :(


    Tobias

  • cyberlight
    Beiträge
    6.061
    • 23. Januar 2005 um 15:44
    • #13

    Das mit dem Mischpult überlege ich mir ja noch.

    Dann fragen wir den Schul-DJ doch mal direkt:
    Ist euch die intuitive Bedienung wirklich wichtiger, als fertige Setups zu haben, die man bei Bedarf auf Knopfdruck wiederherstellen kann?
    Das Spirit SX 20 (?) sieht allerdings noch recht günstig und aufgeräumt aus. Wo gibt es da konkret Probleme?
    Ich kann irgendwie nicht nachvollziehen, wo man als Laie Probleme mit sowas haben könnte.
    Man muss doch nicht die Funktion aller Knöpfe kennen, um es zu bedienen.

    Such doch mal bitte ein Pult raus, was du für einfach halten würdest. (Ich verbitte mir dann jeglichen Kommentar zu dem dann gewählten Pult)
    DJ-Mischer fallen natürlich mangels Mikro-Kanälen aus!
    Es muss nicht zu dieser Anwendung passen. Ich möchte nur wissen, was als "einfach" anzusehen wäre. Schau dir dann auch als Vergleich das Behringer DDX an.
    Ich vermute, die Meisten würden eher zu "möglichst wenigen Knöpfen" tendieren. (Spirit e8 :?: )

    Das Mischpult ist mit weiteren Kanälen erweiterbar, das Licht geht selbstverständlich alles über DMX. Leuchtmittel sind hier in der Nähe problemlos erhältlich und sind leicht selbst auszutauschen.
    4x650W Fresnel+ 2x 3x575W Farbwechsler+ 2412-Mischpult. Intuitiver geht´s da nicht mehr.
    Dimmer und Endstufe werden im Technikraum untergebracht.
    Während normaler Veranstaltungen verlässt keine Technik den Technikraum. Schalter an, läuft, fertig.

    Der Raum hat übrigens 13x15m. Die Bühne ist auf der ganzen Breite (Treppen rechts und links) Bühnentiefe etwa 3m.
    Da sollte man mit 12"-Fullrange doch hinkommen können.

    Hat noch jemand Erfahrungen mit den discreet- Mikros?

    »Wenn China erwacht, wird es die Welt erschüttern.« Napoleon Bonaparte (1769-1821)

  • jamesb
    Beiträge
    14
    • 23. Januar 2005 um 17:42
    • #14
    Zitat von &quot;cyberlight&quot;

    Dann fragen wir den Schul-DJ doch mal direkt:

    Zum Glück bin ich weder DJ noch extremer Laie (Laie schon, aber einer mit Erfahrung) :)

    Zitat

    Ist euch die intuitive Bedienung wirklich wichtiger, als fertige Setups zu haben, die man bei Bedarf auf Knopfdruck wiederherstellen kann?

    Sowas ist definitv nicht nötig, solange man bei dem Pult durchblickt - wer ein Mischpult nicht grundlegend bedienen kann, wird auch damit nicht zurecht kommen.

    Zitat

    Das Spirit SX 20 (?) sieht allerdings noch recht günstig und aufgeräumt aus. Wo gibt es da konkret Probleme?


    Ich habe privat ein Behringer-Pult (shame on me, bzw. Jugendsünde, mit irgendwas muss man halt anfangen). Beim Spirit SX finde ich es sehr ungünstig, dass die Kanal-Fader nicht zentral unter den Kanalzügen sind, sondern leicht versetzt. Da kann man schnell durcheinander kommen. Zudem finde ich das Routing etwas komisch, ist aber eine individuelle Meinung eines Behringer MX 2004A-Geschädigtem.

    Zitat

    Man muss doch nicht die Funktion aller Knöpfe kennen, um es zu bedienen.

    Nein, muss man nicht. Aber wenn du nen Laie dransetzt (was in einer Schule leider meistens der Normalfall ist) sollte dieser auf Anhieb bzw. nach ganz kurzer Einweisung einen Kanal muten können oder mit dem Kopfhörer in einen einzelnen Kanal reinhören können.

    Zitat

    Such doch mal bitte ein Pult raus, was du für einfach halten würdest. (Ich verbitte mir dann jeglichen Kommentar zu dem dann gewählten Pult)

    Leider kenne ich nicht sehr viele Pulte - wir haben in der Schule noch ein kleines Powermate welches ich gut zu bedienen finde.

    Zitat

    Schau dir dann auch als Vergleich das Behringer DDX an.

    Das wäre mir für eine Schule zu viel "Spielerei", d.h. man kann daran zu viel Verstellen, was ein Otto-Normal-User (in einer Schule, wohlgemerkt) gar nicht wirklich braucht.

    Ok, das ist wie schon angekündigt nur die Meinung eines Behringer-Verseuchten, der eine doch etwas voreingenommene Meinung zu Schul-Setups hat - eben aus grausamsten Erfahrungen.

    Tobias

  • cyberlight
    Beiträge
    6.061
    • 23. Januar 2005 um 18:34
    • #15
    Zitat

    sollte dieser auf Anhieb ... einen Kanal muten können oder mit dem Kopfhörer in einen einzelnen Kanal reinhören können.


    Das ist ja einfach... :) Sollte man eigentlich bei jedem Pult sehr schnell hinbekommen können, da gibt es ja jeweils nur einen Kopf direkt am fader.


    Schon wieder Powermate...
    Das hat definitiv sehr wenige "Knöpfe".
    Ausserdem bin ich bei Dynacord zugegeben etwas voreingenommen.

    Je mehr Kanäle, umso mehr Einstellmöglichkeiten scheinen die entsprechenden Pulte zusätzlich zu haben.

    Der "Schul-DJ" war eher als "Schublade" für diese Problemstellung gedacht und bezog sich auf niemanden persönlich.
    Ich werkele auch mit Behringer-Pulten. Hatte bisher noch keine schlechten Erfahrungen (ausser UB1622FX, das rauscht ausserhalb jeglicher Toleranz, wenn man den Effektweg einschaltet, hat sich hier in der Nähe jemand zugelegt)

    Du solltest auch nicht aus dem Kopf ein Pult "herzaubern", sondern dich einfach mal in einem onlineshop umsehen, was da gefallen würde.
    Vielleicht Yamaha MG-16-4 oder ähnliches? Über das Behringerniveau wollte ich allerdings hinaus, deshalb kommt auch das nicht in Frage.

    Ich denke, ich habe mit meiner Vorhersage recht. (siehe Powermate)

    Alternativ könnte man ja auch noch ein kleines, übersichtliches Midi-Pult anschliessen, aber ich weiss ja nicht...

    »Wenn China erwacht, wird es die Welt erschüttern.« Napoleon Bonaparte (1769-1821)

  • Uew
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    344
    • 24. Januar 2005 um 08:59
    • #16

    Guten Morgen zusammen!

    Also als kleines analoges Pult finde ich das A&H Wizard 14:4:2 bzw. 16:2 sehr brauchbar. Ist eventuell etwas teuerer als in Deiner Planung vorgesehen, aber definitiv keine schlechte Wahl.

    Gruß UWE

  • KREISS
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    Beiträge
    4.542
    • 24. Januar 2005 um 09:55
    • #17

    Hallo Cyberlight,

    was genau will denn dein Kunde dort veranstalten? Gibt es einen genauen Anforderungskatalog?
    Wie steht es denn um das Budget? Du sprachst mal im Zusammenhang mit diesem von "vermuten"!?

    Wer hat die 12 / 1,5" angedacht und um was für einen Typ handelt es sich dabei? Wie hoch ist der Raum und was für Flugpunkte sind vorhanden? Machen zwei LS / Seite für die eine gleichmäßige Coverage nicht mehr Sinn als Bässe, wenn das Budget keine großen Sprünge zulässt?

    Du solltest durchaus einen Controller wie den Ultradrive in Erwägung ziehen, auch wenn Du passive Systeme nimmst!

    Macht es für eine Schule Sinn wenn sie erst günstiges Equipment kauft und später ständig externes Personal engagieren muss damit die Anlage funktioniert? Da summieren sich ja sehr schnell die Kosten um ein vielfaches als wenn man eine halbwegs vernünftige Installation vorgenommen hätte.
    Kann mir nicht vorstellen das dein Kunde das im Kopf hat!?

    Zum Thema Pult bin ich mir grad nicht so sicher.
    Zum einen wäre natürlich ein "einfaches" analoges Pult wie zb. das erwähnte Soundcraft oder A&H sicherlich geeignet.
    Zum anderen lassen sich ja bei einem digitalen ein paar "Hausmeisterpresets" ablegen und schnell wieder herstellen.
    Ich würde wenn wohl eher ein Yamaha planen als ein DDX - aber eine Überlegung ist es auf alle Fälle wert.

    Eine kleine Einweisung sowie ein "Manual" solltest Du als Service schon mit einplanen.

    Kai

  • cyberlight
    Beiträge
    6.061
    • 24. Januar 2005 um 22:00
    • #18
    Zitat

    was genau will denn dein Kunde dort veranstalten? Gibt es einen genauen Anforderungskatalog?


    Da kann ich fast nur raten. Der Hauptteil wird reine Sprache sein.
    Dann auch mal Kinderdisco (Problem!) und vermutlich etwas Theater.

    Es ist eine Stahlkonstruktion, da sind genügend Träger, wo man eine solch kleine Last völlig problemlos anhängen kann. (Architekt hat schon zugestimmt)

    Ich habe die 12"/1,5" von X!Max angedacht. Die können selbst ein wenig Bass. Kann gerade leider weder Foto noch Daten dazu finden.
    Wenn ich da 2 Stck. 8" hinhänge, gehen die sicher nicht ohne Bassunterstützung zufriedenstellend. Also vervielfacht sich der Preis und Aufwand und man kommt auf Fullrangefähige 12"-Tops zurück.

    Ich sehe immernoch keinen Sinn in einem Controller.
    Falls analoges Pult, evtl. denkbar, weil günstig.

    Zum Budget: Die Anforderungen waren natürlich "wir wollen was Gutes!"
    Die erste Reaktion auf einen Vorschlag (mit DDX): "Das ist aber teuer..."
    Ohne DDX müsste man allerdings noch diverse Geräte wie EQ, limiter, Kompressor (?) zukaufen, dann wird das Komplettpaket auch nicht unbedingt billiger.
    Das ist beim DDX alles schon drin, deswegen wollte ich es ja unter anderem auch.

    "Hausmeisterpresets" ist das richtige Wort. :)
    Einweisung sollte ja wohl selbstverständlich sein.

    Wieso steht das plötzlich bei "Sonstiges"?

    »Wenn China erwacht, wird es die Welt erschüttern.« Napoleon Bonaparte (1769-1821)

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