Wer stellt eigentlich Verstärker mit digitalen Eingängen her?
Lohnt es sich, ein System komplett digital aufzubauen?
Ist es im sinnvollen (wirtschaftlich tragbaren) Bereich überhaupt möglich?
Wo wird es angewendet?
Komplett digitale Systeme
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ks oder d&b zum beispiel.
In dresden im staatsschauspiel (großes und kleines haus) werden die ca4u mit firmod-controlern über aes angefahren, quelle ist ein pm1d. Im kleinen haus ist die installation erst dieses jahr gemacht worden.obs für touring sinn macht kann ich nicht sagen, bei aes spart man aber immerhin die hälfte der leitungen im multicore zur bühne.
EDIT: die ca4u bzw. ta4u von KS sind wiederum äußerst analog... sprich sch*** schwer :lol:
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Zitat von "TobiV"
EDIT: die ca4u bzw. ta4u von KS sind wiederum äußerst analog... sprich sch*** schwer :lol:
Nicht mehr so lange.......muckelt man....
Grüßle
Sven -
Welcher Datenstrom wird überhaupt bei 96kHz Abtastung erzeugt?
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Zitat von "pm-acustics"
Nicht mehr so lange.......muckelt man....
Grüßle
SvenStimmt. Zur Messe wirds wohl schon was zu sehen geben...
MfG
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Zitat von "cyberlight"
Welcher Datenstrom wird überhaupt bei 96kHz Abtastung erzeugt?
naja, rein rechnerisch fallen 96000mal pro Sekunde 3 Byte (bei 24bit Auflösung) an. Also ca. 300KB pro Sekunde und Kanal. Eher ein wenig mehr, da ja auch noch Statusbits und Protokoll undsoweiter übertragen werden müssen.
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Problem ist dann ja eigentlich nur, dass alles in Echtzeit passieren muss, nicht aber die relativ geringe Datenmenge.
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N'Abend!
Ein Subframe hat 32 Bit (4 Bit Präambel, bis zu 24 Bit Audio, 4 Status-Bits).
Das bedeutet bei einer Samplingrate von 96k 32*2*96000 bit/s=6,144 Mbit/s an Daten. Durch die Kanalcodierung (biphase-mark) bekommt man im worst-case ein Rechtecksignal von 6,144 MHz. Die darin enthaltenen Frequenzen sind natürlich entsprechend höher (Fourier)Dieses durch ein normales Mikrofonkabel gejagt kann bei größeren Strecken schon zu einem Problem werden (Kabelkapazitäten, falscher Wellenwiderstand usw.).
Vom schönen Rechteck bleibt da nicht mehr viel übrig... Es empfiehlt sich daher immer zu digitaltauglichem Kabel zu greifen!Das Problem der Laufzeit stellt sich hier nicht bei der Übertragung sondern bei der Bearbeitung. Cobranet dagegen hat an sich schon eine Grundverzögerung von über 5ms!
Viele Grüße,
Holger -
das gilt aber dann für stereo.
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Um so länger man sich umsieht, desto interessanter wird es.
http://www.proav.de/index.html -->Audio
Es gibt allerdings nur wenige Endstufen, die direkt einen digitalen Eingang haben.
Ist es denn nicht möglich, aus dem digitalen Signal eine Steuerung für die Endstufe zu gewinnen (ohne "richtige" DA-Wandler)?Zudem ist herstellerabhängig meist ein passender Controller nötig, um es auf das firmeneigene Protokoll umzustricken. :?
Allerdings sind darüber dann auch meist noch die komplette Steuerung und Überwachung der Komponenten möglich. (meist über PC)Die Latenzzeit wird anscheinend demnächst bei Cobranet deutlich niedriger (abhängig von der Kanalzahl)
Das ganze Thema scheint noch sehr neu zu sein.
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Zitat
Durch die Kanalcodierung (biphase-mark) bekommt man im worst-case ein Rechtecksignal von 6,144 MHz. Die darin enthaltenen Frequenzen sind natürlich entsprechend höher (Fourier)
Das ist falsch - es ist natürlich kein Rechtecksignal, sondern der worst case bei Bi-Phase-M wäre, wenn alle Bits "1" sind, ganz genau ein Sinus mit der Taktfrequenz.Schematisch werden zwar in der Digitaltechnik die Signale stets rechteckförmig dargestellt - mit der Realität hat das aber nichts zu tun.
Fourier hat hier überhaupt nichts zu suchen. 6,144 MHz ist die höchste Frequenz die Auftritt. -
tonzwerg
Richtig, in einem AES/EBU-Frame sind immer 2 Subframes (und damit normalerweise auch 2 Tonkanäle) enthalten, deshalb der Faktor 2 in der Berechnung.cyberlight
Ein Format welches man direkt auf eine Endstufe geben könnte wäre das DSD der SACD, welches ein 1-Bit-Datenstrom mit hoher Abtastrate ist.
Nur blöderweise ist das ein superkopiergeschützter Consumermist wo man regulär nicht an das Digitalsignal herankommt und hat auch sonst ein paar große Fragezeichen im praktischen Gebrauch.Volker
Wenn dem wirklich so wäre hätte ich die letzte Zeit verdammt viel Mist gemessen :wink:. Ich hatte natürlich keine reine Einserfolge auf dem Scope, aber nen Sinus vermag ich gerade noch von Rechtecken zu unterscheiden.
Aber ich kann am Mo mal den Spectrum Analyzer füttern... -
digitale signale sehen ursprünglich ziemlich rechteckig aus, denn es sind ja reine schaltbefehle.
diese signale werden über längere kabelstrecken oder viele schaltkreise abgerundet, was sie einem sinussignal ähnlich werden lässt.
einem nicht mehr so ganz gut aussehenden digitalsignal kann man mittels einer schmitt-trigger schaltung aber wieder zur eckigen form verhelfen.das hab ich mal so gelernt...
in sofern würde ich hwb recht geben, was die eigentliche form von digitalsignalen betrifft.
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Nun hwb, ich möchte dir ja ungern attestieren, dass du da in der Tat wohl "verdammt viel Mist" gemessen hast - Fakt ist aber, dass beim realen Signal (das wo übertragen wird *g*) eine Folge aus Einsen einem Sinussignal mit der Taktfrequenz und eine Folge aus Nullen einem Sinussignal mit der halben Taktfrequenz entspricht. Mit dem Versuch ein Rechtecksignal nachzubilden würde sich die Bandbreite ja unnötig erhöhen.
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Hallo Volker,
also ich lasse mir Bildchen lieber vom dScope malen, da weiß ich was ich habe.
Ich habe keine Ahnung wo du deines her hast, aber es hat mit der Realität leider mal nichts zu tun. Am Transmitter sind die Signale noch fast perfekte Rechtecke mit Flanken von unter 10ns.
Die Slew-Rate kann zwar aus EMV-Gründen begrenzt werden, dann ist man aber von einem Sinus noch meilenweit entfernt.Deine Aussage es handele sich von Anfang an um einen reinen Sinus ist aber schlicht und ergreifend falsch.
Viele Grüße,
HolgerPS: Gratulation zum 1111. Beitrag :wink:
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hallo volker,
sicher kann man ein digitales signal auch so wie das grüne in deinem bildchen übertragen.
die anmerkung mit den nicht entstehenden oberwellen zur vermeidung von EMV problemen erscheint mir auch logisch.
am eingang des empfangenden schaltkreises wird dann mittels eines schmitt-triggers wieder die blaue form hergestellt.
diese kann man dann innerhalb der schaltkeise auch messen.
die amplitude des ankommenden signals muss halt groß genug sein... aber darum geht es ja nicht.sag doch mal, wo du solche signale wie das grüne gemessen hast.
ich habe das auch noch nie so krass als reine sinuswellen gesehen.
ich kann mir natürlich vorstellen, das es das irgendwo gibt.
aber wo?
in einer AES/EBU strecke?
die hab ich bisher noch nicht gemessen, wäre ja denkbar... -
Das Bild hab ich hier her.
Es ist in der Tat so, dass das übertragene Signal sinusförmig ist und, wie du beschrieben hast, im Empfänger quasi dekodiert wird. Gemessen hab ich ein solches Signal aber zuletzt im Studium. Ich erinnere mich da an Begriffe wie "Augendiagramm", "Glitch" und "Jitter". Wen's interessiert, der sollte mal danach googeln.
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Moin!
Um einmal Klarheit zu schaffen zwei Bildchen:
Einmal Messung des Signals mit 1m Kabel @48kHzund mit 100m
Nix mit Sinus am Sender. Volker, dein Bild bezieht sich auf die Aufzeichnung von Timecode, da muss das Signal natürlich bandbegrenzt sein. Bei der Übertragung braucht man steile Flanken, da sonst das Signal empfindlich gegenüber Störeinflüssen wird und Jitter entsteht. Da hilft auch ein Schmitt-Trigger nicht!
Wer tiefer in die (komplexe) Materie einsteigen möchte der kann einmal nach "Julian Dunn" suchen, der hat sich ausführlich mit diesem Thema beschäftigt.Viele Grüße,
Holgeredit: Bilder sind irgendwie vom Server verschwunden und ich habe sie nicht mehr parat. Deshalb Links entfernt.