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Sennheiser 441, Sennheiser 421 oder EV RE20 für Sax

  • mr low
  • 10. April 2005 um 20:15
  • mr low
    Beiträge
    52
    • 10. April 2005 um 20:15
    • #1

    Hallo Leute

    welchem dieser drei Mikros würdet ihr für Saxophone den Vorzug geben und warum?

    - Sennheiser 441
    - Sennheiser 421
    - ElectroVoice RE20

    Danke für Eure Meinungen

    Matthias

  • Audiowerk
    Verifiziert
    Beiträge
    2.757
    • 10. April 2005 um 23:35
    • #2

    RE 20 sieht man sehr oft auch im Fernsehen auf der großen Tröte. Den Rasierer hab ich erst einmal gesehen, das war bei Hubert von Goisern oder bei Haindling, weiß nicht mehr genau, aber das ist auch ein gut klingendes dynamisches Mikrofon und es rockte ebenso gut. Das 441 habe ich noch nie vor irgendwelchem Blech gehört... wie soll das denn klingen? Aber von diesem Mikro bin ich eh kein Freund! Vielleicht für den Fernsehreporter, damit der mit der dicken Zigarre was in der Hand hat. Aber auf der Bühne... vielleicht auch noch für Gesang oder so - gruselig!

    Wir haben in Notsituationen auch schon Saxophone mit SM58 oder SM57 abgenommen - das tat auch. Gut, RE20 ist natürlich untenrum empfindlicher, aber einmal mehr gilt m. E.: wer mal blind auf einen Gig geht und da sich auf das Sax konzentriert, der wird nie hören, ob da nun ein 100Euro-SM58 oder ein 500Euro-RE20 gesteckt wurde! Das ist eben imho auch viel für's Auge: macht ja einiges her, wenn man da so eine dicke Tube über seinem Trichter hängen hat (das kann ja nur gut klingen!)...

  • rhodesde
    Beiträge
    6
    • 11. April 2005 um 08:25
    • #3

    Hallo,

    ich arbeite regelmäßig mit MD 421 und MD 441 in Bigbands.
    Dabei kommen die MD 421 beim Blech zum Einsatz und die MD 441 bei den Saxophonen. Klar kann man auch ein SM 57 nehmen, dann habe ich aber viel mehr am EQ zu schrauben, um einen angenehmen Sound zu bekommen.
    Das MD 441 mußt Du nur einstecken und los gehts.
    Ein MD 421 funktioniert auch, ist aber in der Auflösung oben rum nicht so fein.
    Zum RE 20 kann leider nichts sagen.

    Gruß
    Christian

  • mischpultschorsch
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    • 11. April 2005 um 15:03
    • #4
    Zitat von "starstage"

    Wir haben in Notsituationen auch schon Saxophone mit SM58 oder SM57 abgenommen - das tat auch.

    Das 58er geht ohne weiteres für Sax bei geringen Mikroabständen für Soloparts. Bei 6k etwas Ätze wegnehmen und bei 150-200 ein wenig "Bauch" reindrehen, dann spielt das recht gut. Das RE20 klingt aber weitaus offener und die Intrumentenbedingte Nervneigung in hohen Lagen ist weniger ausgeprägt (ähnlich dem 441). 421 würde ich nur an nem Baritonsax einsetzen, Tenorsaxe klingen mir damit etwas zu matt...

    Man wird jetzt gleich wieder auf mich einhauen, aber selbst ein (zu recht) vielgeschmähtes C1000 setze ich gern am Sax ein.... :wink:

  • Audiowerk
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    • 11. April 2005 um 21:46
    • #5
    Zitat von "mischpultschorsch"

    die Intrumentenbedingte Nervneigung

    Das find' ich putzig formuliert! :D

    Einmal editiert, zuletzt von Audiowerk (11. April 2005 um 21:58)

  • Audiowerk
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    2.757
    • 11. April 2005 um 21:51
    • #6
    Zitat von "mischpultschorsch"

    Man wird jetzt gleich wieder auf mich einhauen, aber selbst ein (zu recht) vielgeschmähtes C1000 setze ich gern am Sax ein...

    Erzählt mir, was ihr wollt - aber ich finde, das C1000S ist besser als sein Ruf! C391 klingt im OH besser, das will ich nicht bestreiten. Aber man kann mit dem 1000er doch auch arbeiten...!

  • Hubert Barth
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    • 12. April 2005 um 22:01
    • #7

    Man kann mit fast allem arbeiten 8)

    Bei der Auswahl würde ich präferieren:

    1. RE20
    2. MD441
    3. MD421
    .
    .
    .
    100. SM58

  • Der M
    Profi
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    • 13. Mai 2005 um 11:36
    • #8

    mag das re20 am liebsten , macht ein SAX schon weich aber der druck bleibt da 421 Ahnlich
    441 ist am Sax problematisch ,weil superniere, da man sehr auf die positionierung achten muss. Am Blech allerdinds ist echt prima.

    Na gut C1000 an ner Klarinette komischerweise echt gut am sax naja,

    und 57/58 eigentlich garnicht (bis 57 an der Posaune, das rockt, an der trompete ist es schon wieder zu mittig.

    und an alle ein kleiner Tip : bei allen holzbläsern ,der ton kommt nich aus dem trichter !!!! sollte mann beim mikrofonieren schon mal beachten!!

    MFG

    Der M

  • wora
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    • 13. Mai 2005 um 19:22
    • #9
    Zitat von "Der M"

    ...und an alle ein kleiner Tip : bei allen holzbläsern ,der ton kommt nich aus dem trichter !!!! sollte mann beim mikrofonieren schon mal beachten!!


    aha.
    wieso funktioniert dann ein clip-mikro am saxophon (-trichter) so gut?

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • ds-audio
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    • 13. Mai 2005 um 20:04
    • #10

    Mikrofonierung in Richtung Klappen und nicht am Trichter nimmt man für
    Oboe, Klarinette, Fagott...

    Gruß

    Dieter

    http://www.ds-audiomobil.de
    ___________________

  • wora
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    • 13. Mai 2005 um 20:11
    • #11

    aber er schrieb "bei allen Holzbläsern", und das sax gehört zu den holzblasinstrumenten. :wink:

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • ds-audio
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    • 13. Mai 2005 um 20:20
    • #12

    Wie so oft verwechselt mit Instrumenten aus Holz(vermute ich mal).
    Blech sind u.A. Trompete, Horn, Posaune usw. Holzblasinstrumente haben ein Holzblättchen zur Stimmerzeugung, also auch Sax. Somit ist die Oboe ein hölzernes Holzblasinstrument...

    Gruß

    Dieter

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  • karel noon
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    • 14. Mai 2005 um 01:56
    • #13

    Und für richtig gut nimmt man am sax ein RE20 oder MD409 am trichter, und ein kondenser für oben, da kann man dann noch ein wenig spielen mit verschiedenen sounds für solo etc.
    wäre selber nie auf die idee gekommen, aber ein sopran.saxophonist hat mich mal dazu genötigt, und ich war total begeistert!

    Privater Account mit meiner persönlichen Meinung.

    Sollte es ein Problem mit meiner Neutralität zu einem Thema geben mache ich das im Beitrag kenntlich. :thumbup:

    http://www.noon.ruhr

    Application Support Engineer - HK Audio

  • Hubert Barth
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    • 14. Mai 2005 um 11:03
    • #14

    Yep, gerades Sopransax und Klarinette sind relativ heikel was die Abstrahlung angeht. Von ATM gibt es dafür extra Doppelansteckmikros.

  • DavidH
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    • 14. Mai 2005 um 12:38
    • #15

    Klappen machen beim Sax auf jeden Fall einen wichtigen Teil des Sounds aus - wers mal im AB-Vergleich gehört hat, wills nie wieder anders machen.
    Allerdings sind im Livebetrieb - und das ist auch die Geburtsstunde der Clips - eben nicht immer nur den Sound betreffende Argumente Trumpf... und das Handling eines Clips kann dann schonmal im Vordergrund stehen, da man den Sound am Pult ja "auch irgendwie schön hindrehen" kann. Das letzte Quäntchen Originalklang wird hier eben oft anderen Präferenzen geopfert.

    Phantomspeisung....
    das heißt NICHT, dass der Mischer nix zu essen bekommt

  • Hubert Barth
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    • 14. Mai 2005 um 13:00
    • #16

    Bei Alt- und Tenorsax ist das kein Problem. Wenn Du das Clipmikro auf die obere Trichterkante ausrichtest bekommst Du genug Sound von den Klappen.

  • wora
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    • 14. Mai 2005 um 13:44
    • #17

    natürlich würde ein sax besser klingen, wenn man es mit mehreren mikros abnimmt, vielleicht noch ein raummikro dazu... im studio sicher machbar, aber live...
    wir wissen doch alle, das man im beschallungsbereich kompromisse eingehen muss.

    mein aktuelles lieblingsmikro für sax ist übrigens das ATM35 oder Pro35x.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • mr low
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    • 16. Mai 2005 um 09:58
    • #18
    Zitat von "Hubert Barth"

    Yep, gerades Sopransax und Klarinette sind relativ heikel was die Abstrahlung angeht. Von ATM gibt es dafür extra Doppelansteckmikros.


    Du meintest wahrscheinlich AMT und nicht ATM, oder? ATM ist die Bezeichnung einiger Mikros von Audio Technica (z.B. das Clipmikro ATM35, welches gerade in Amiland sehr beliebt unter Saxophonisten ist), und AMT bedeutet Applied Microphone Technology http://www.appliedmic.com , und die haben diese tollen Doppelmikros mit der Bezeichnung AMT TA2, welche u.a. für Sopransax verwendet werden können:

  • wora
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    • 16. Mai 2005 um 13:15
    • #19

    das sieht schon interessant aus, gibt es erfahrungen bezgl. klang und feedbackneigung dieser konstruktion?

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • mr low
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    52
    • 16. Mai 2005 um 15:13
    • #20

    Ich selbst habe keine Erfahrungen mit diesem Gerät. Die AMT-Mikros sind bei uns auch kaum erhältlich. Ausserdem spiele ich selbst Baritonsaxophon, ein Sopran-Sax ist dann doch eher was für Mädels 8)

    Mich persönlich würde noch der Vergleich von ATM35 zu AKG C419 interessieren. Meine Frau hat ein C419 für ihr Altsax, und das ist relativ scharf im Klang, kann aber am Mischpult ohne Probleme schöngeregelt werden. Wie ist das ATM35 im Vergleich? Bin nämlich am Überlegen, ob ich mir so eins fürs Bari zulegen soll (ich hab zwar mein RE20, aber manchmal wäre ein Clip schon schön). Oder lohnt sich der Aufpreis im Vergleich zum C419 nicht unbedingt?

    Viele Grüße und noch nen schönen Pfingstmontag

    Matthias

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