Zitat
tonzwerg schrieb am 2003-01-02 18:14 :
Das mit den Soundcraft-Pulten halte ich für ziemlichen Unsinn.
Ok, wenn Du keine Erfahrung mit Soundcraft-Pulten hast.... Es ist halt so.
Zitat
tonzwerg schrieb am 2003-01-02 18:14 :
Das mit den Soundcraft-Pulten halte ich für ziemlichen Unsinn.
Ok, wenn Du keine Erfahrung mit Soundcraft-Pulten hast.... Es ist halt so.
Auch ein Soundcraft-Pult klingt schieße, wenn man's voll aufreißt, sorry. Hast Du schonmal versucht, ein K2 an einer Nexo-PA zu fahren ? Da mußt Du nochmal am EQ nachgainen, damit das reicht für den Controller. Ich habe mit allen Soundcraft-Kisten gearbeitet und finde, das sie pumpen und zerren, wenn man die Kanäle zu hoch fährt.
Zitat
Anonymous schrieb am 2003-01-03 14:21 :
Auch ein Soundcraft-Pult klingt schieße, wenn man's voll aufreißt, sorry.
Bin ich anderer Meinung...
ZitatHast Du schonmal versucht, ein K2 an einer Nexo-PA zu fahren ? Da mußt Du nochmal am EQ nachgainen, damit das reicht für den Controller.
Das ist ja wohl ein Pegelproblem und hat nichts mit Soundcraft zu tun. Außerdem schreibst Du doch gerade, man soll´s nicht so hoch gainen, wie denn nun?
ZitatIch habe mit allen Soundcraft-Kisten gearbeitet und finde, das sie pumpen und zerren, wenn man die Kanäle zu hoch fährt.
Klar, bei ZU hoch...
Das "Pegelproblem" ist eigentlich eins der Endstufen bzw. Controller. Die sinnlose Headroom-Debatte hat hier Pegel notwendig gemacht, denen Operationsverstärker einfach nicht gewachsen sind.
Zum Thema Soundcraft: Die alten Pulte (8000er) kacheln ordentlich bei hoher Aussteuerung. Klanglich und tonal ist das aber eher scheiße. Bei der K-Serie steht da, wo bei anderen Pulten an den Mastern +10dB steht, 0dB. Das ist schlicht der Pegel, der da fehlt. Es bleibt also nichts übrig, als das Pult hoch zu fahren.
Eine weitere Frage zu diesem Thema: Wenn jeder Kanal einigermassen eingepegelt ist und dessen Fader auf 0dB steht, kann ich doch in den seltensten Fällen die Masterfader auf 0dB stellen, da das ganze einfach zulaut wird.(kleiner Saal oder kleines Zelt). Muss ich da am Controller zurückregeln oder den Input des Equalizers senken oder die Gainstruktur ändern?
Hallo,
Wenn Vollgas zu laut ist, muß man am Master herunterregeln, drum heißt er ja auch so.
(entspricht dem 'Volume' Drehknopf an der Stereoanlage)
Wenn der Summenbus bei sehr vielen Einzelkanälen schon zugebratzt wird obwohl der Gain bei jedem Einzelkanal paßt (mal den PFL Pegel des Masters anschauen!) dann alle Kanalfader etwas runternehmen.
(Dies sollte zwar eigentlich nicht sein aber bei vielen "günstigen" Pulten bei denen der Summbus eher für 16 bis 24 Kanäle ausgelegt war kann das dann bei 32 oder mehr aktiven Kanälen schon passieren)
Probier das mal mit einer K2 und einem Nexo-System. Viel Spaß.
Ein BSS Minidrive hat DA-Wandler Fullscale bei +20 dBu. Das sind 7,75V.
Will man nun am Pult nicht "kacheln", dümpelt der Eingangswandler da irgendwo bei 12 Bit oder sowas. Das ist knapp über der Soundqualität eines C64.
<font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: tonzwerg am 2003-01-07 01:17 ]</font>
Also dann doch den Controller an den FOH...
davon wird der Pegel auch nicht mehr.
Ne, aber Du kannst flexibler reagieren...
z.B. Input-Gain auf und die Outputs runter!
Die +20dBu beziehen sich auf vollen Input Gain. (da gibt's keinen Regler für).
Dann gibts halt ein Problem...
...denn das Pult klingt ja nicht gut, wenn es aufgerissen wird...
Oder habe ich da was falsch verstanden :???:
Wenn ich alles richtig verstanden habe,muss am Controller(bei mir Dynacord DSP224 im Effektrack)immer ein korrekter Pegel anliegen. Oder hab ich da was falsch verstanden?
Willkommen in der Großstadt !!
Swin: Das stimmt. Nur bei Vollaussteuerung haben AD-Wandler wirklich ihre 16 oder 24 Bit. Der Klang ist also aussteuerungsabhängig.
<font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: tonzwerg am 2003-01-07 22:04 ]</font>
hello, i´m back.
gutes neues jahr an alle!
möchte was zum thema loswerden:
die tatsache, das bei der k-serie von soundcraft die gruppen und masterregler bei "0" enden, finde ich auch nicht so prickelnd. man fühlt sich so zunächst mal ein bisschen eingeschränkt.
ich mach das bei meinem k3 so: die normale reglerstellung lasse ich immer bei "-5", dann hab ich noch luft nach oben. wenn mir der ausgangspegel nicht reichen sollte, geb ich am master-varicurve noch ein bisschen gas.
was den minidrive angeht: auch ich finde, das da ein master input regler fehlt! dann wär die ganze diskussion unnötig. aber leider geht man offenbar davon aus, das es nicht nötig wäre. so ist man halt gezwungen, den vom pult gelieferten pegel an den controller anzupassen. und das ist wirklich wichtig!
nochmal zum kanal-gain:
bei der soundcraft k-serie (und auch anderen) ist es so, das sie "heiß" gefahren einfach prickelnder klingen. ob die op-amps jetzt von der theorie her mehr sauerei machen, ist doch egal. hauptsache es klingt besser.
wenn man ein fremdes pult vor sich hat, nimmt man ein mikro in die hand, setzt den kopfhörer auf und probiert es einfach aus. jedes pult funktioniert anders bzw. jeder hersteller hat da eben seine eigene philosophie. da hilft dann nur noch das eigene ohr um zu erkunden wie man am besten vorgeht.
aber die kanallautstärke über die gain potis zu fahren, wie es tatsächlich ein paar kollegen tun, halte ich für blödsinn.
das funktioniert nur bei pulten jenseits der 50000 € klasse gut. die rauschen so wenig das man es da schonmal riskieren kann. aber bei günstigeren pulten (die ja die regel sind) muss man einfach genauer arbeiten.
Hi wora,
warum sollte man im Gain hochverstärken, wenn man danach am Fader wieder z.B. 40 dB absenkt.
Das macht doch keinen Sinn, und ist für Rauschen auch nicht relevant.
Für mich ist der Gainregler der, den ich öfter benütze, da, wenn ich zuviel Pegel habe, dsas Signal auf der Bühne (Monitor) meist auch zuviel Pegel hat.
Ich benutze meist eine Grundeinstellung, sagen wir mal Gain auf 11 Uhr und Monitor auf 3 Uhr. Dann sagt der Sänger beim Soundcheck das Ihm der Monitor zu laut ist, also drehe ich den Gain zurück, weil es im Mix zu 80% dann auch so ist. Entsprechend reagiere ich, wenn mein Mix nicht stimmig ist, also rein auf Verdacht, weil die auf der Bühne ein ähnliches Verhältnis haben müssen, den Gain hoch oder runter bis es im Mix stimmt.
Und den Master hätte ich am liebsten in der Nähe von 0 dB.
Fader sind für mich zum mischen, also Solo hoch und runter, der Band mehr Druck untenrum (Baß oder BD) geben, den Gesang hoch und runter, je nach dem wie der Sänger kämpft und die Backings kommen.
Einen guten Ton hätte gern der
Go
Zitat
Go schrieb am 2003-01-08 02:56 :
warum sollte man im Gain hochverstärken, wenn man danach am Fader wieder z.B. 40 dB absenkt.
Das macht doch keinen Sinn, und ist für Rauschen auch nicht relevant.
nun ja, wenn ich den fader auf -40dB stellen muss, hab ich natürlich irgendwo ein grundlegendes problem. vielleicht viel zu viel speaker eingepackt?
du gainst also im kanal lieber auf -40dB, bevor du den master herunterziehst? ich hoffe doch sehr, das ich deine aussage falsch interpretiert habe :smile:
jaja, monitoring ist eine geschichte für sich.
wenn der musiker auf der bühne sich besser hören will und deshalb lauter spielt, regle ich ihm seinen monitor nicht wieder weg. er muss ja selber entscheiden, was er braucht. das kann ich ihm nicht diktieren. wenn er deutlich lauter wird muss ich davon ausgehen, das er sich nicht mehr hört.
an den gainregler gehe ich nur dann, wenn´s kritisch wird (ich liebe pulte mit led-anzeige pro kanal).
dann muss ich natürlich entscheiden, ob ich den gain zurücknehme, damit ich die anderen monitorwege auch wieder in die waage bekomme. sein eigenes signal muss ich ihm dann natürlich wieder mehr geben, denn er will´s ja lauter haben... aber wenn einer sagt, es ist ihm zu laut und ich ihm per gain wegziehe, dann wird er ja auf allen anderen wegen auch leiser... ob das so gewünscht ist?
in meinen augen ist der gain dazu da, das signal optimal (oder wie ich es für richtig halte) an den kanalverstärker anzupassen. sonst für nix.
aber das bleibt ja letztendlich jedem selbst überlassen.
Hi,
Wora "nun ja, wenn ich den fader auf -40dB stellen muss, hab ich natürlich irgendwo ein grundlegendes problem. vielleicht viel zu viel speaker eingepackt?"
Ne, das war doch die Diskussion überhaupt, wie das System seine Pegel hat. Ich will doch alle Fader in der Nähe von 0 dB haben damit ich damit arbeiten kann, und nicht alle Fader und Masterfader unten, aber super ausgepegelter Gain im Kanal. Zuviel Speaker hat nix mit Verstärkungsfaktoren zu tun.
Wora" du gainst also im kanal lieber auf -40dB, bevor du den master herunterziehst? ich hoffe doch sehr, das ich deine aussage falsch interpretiert habe"
Natürlich hast Du meine Aussage richtig interpretiert. Esrt wenn ich Probleme mit Rauschen hab, gehe ich zu den Amps/ Controller und senke da ab. Ich will doch im Pult einen gleichmäßigen Pegel haben.
Wora "wenn der musiker auf der bühne sich besser hören will und deshalb lauter spielt, regle ich ihm seinen monitor nicht wieder weg. er muss ja selber entscheiden, was er braucht. das kann ich ihm nicht diktieren. wenn er deutlich lauter wird muss ich davon ausgehen, das er sich nicht mehr hört."
Da haben wir grundsätzlich andere Ansichten. Ich höre am FOH ja wie laut der Monitor ist, und wenn ich da den Sänger bei Front aus gut verstehen kann, ist der laut genug. Wie oft habe ich das Spiel schon mitgemacht, jeder will sich lauter, bis auf der Bühne nix mehr ging, weil alle kurz vor Tinitus sind. Beim Soundcheck fange ich dann an in eine andere Richtung zu diskutieren: Was ist zu laut und kann leiser gemacht werden.
Was will ich mit einer brechend lauten Bühne, wenn die PA dann nur noch Gesangsanlage wird.
Wora "an den gainregler gehe ich nur dann, wenn´s kritisch wird. Dann muss ich natürlich entscheiden, ob ich den gain zurücknehme, damit ich die anderen monitorwege auch wieder in die waage bekomme. sein eigenes signal muss ich ihm dann natürlich wieder mehr geben, denn er will´s ja lauter haben...
aber wenn einer sagt, es ist ihm zu laut und ich ihm per gain wegziehe, dann wird er ja auf allen anderen wegen auch leiser... ob das so gewünscht ist?"
S.o. Ja ich gehe an den Gainregler, und meine Erfahrung mit dem Monitor ist, daß das so gewünscht ist. Ich hab fast nur mit Künstlern zu tun, die ihren Pegel nicht im Griff haben.
Es gibt Künstler die viel spielen, da muß ich nix machen. Da mach ich meine Front / Monitor Standart Einstellung und die sagen evtl. zu laut zu leise beim SC, und dann ist Ruh. Bei den anderen ist der angebotene Pegel beim Soundcheck meist 6 db leiser als beim Concert, und wenn ich dann so ein paar Ereiferer habe, legen die im Konzert nochmals zu. Dann regel ich naürlich den Gain zurück, weil dann die anderen Musiker unter dem Monitor leiden müßten. Oder die Keyboarder, oder Gitarristen mit ihren unterschiedlichen Sounds. Da geht der Gain das ganze Konzert hoch und runter, weil sonst sind die Pegel auf der Bühne mal nicht zu hören oder zu laut. Oder halt Compressor in den Kanal und fertig. Die kommen sonst nach dem Konzert zu Dir, und sagen: der Monitor war völlig scheiße, weil ich hab nur mich gehört. Im Vorfeld sage ich denen meist auch, wenn Ihr Euch auf dem Monitor zuviel oder zuwenig hört, macht halt Euer Instrument lauter oder leiser, weil vorne im Mix wird es dann auch zu laut oder zu leise sein. Und das ist nix anderes als am Gain rumzufummeln.
Wora "in meinen augen ist der gain dazu da, das signal optimal (oder wie ich es für richtig halte) an den kanalverstärker anzupassen.
Ja da sind wir wieder bei der Anfangsfrage.
Es gibt solche und solche, aber bei beiden klingt es. ( Also wilde Fader hoch und runter Einstellungen, kontra alle Fader auf null.)
Guten Mix wünscht der
Go
ich stimme dem wora zu.
der gainregler sollte schon alleine deswegen nicht zum kanallautstärke regeln benutzt werden, weil ja dann alle inserts, also wohl meistens auch die dynamics beeinflusst werden.
und ein kompressor ist ja nunmal sensibel für inputschwankungen (hofft man)...
Hallole !
Also ich arbeite auch so wie wora und habe damit nur gute Erfahrungen gemacht.
Der Gainregler passt die verschiedenen Signale auf einen einigermassen gleichmässigen, verarbeitbaren Pegel an, die Geräte im Insert arbeiten dann mit richtigem Pegel, wenns zu laut ist wird am Kanalfader runtergezogen, und wenn der auch bei -20 steht. Im Falle von generell alles zu laut wird am Controller ein bissel runtergedreht, damit nicht auch noch die Masterfader so weit in den Keller müssen.
Die möglicherweise geringfügigst höhere Verzerrung der OPs bei hoher Aussteuerung ist bei einem brauchbaren Pult IMHO nur im Studio und nicht live hörbar. Ausserdem klingen viele Pulte überhaupt erst, wenn sie richtig was kriegen. Der Rauschabstand ist bei ordentlichem Pegel im Kanal meist auch kein Problem mehr.
Grüsse
Detlef