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Wo steht's ?

  • ADMIN
  • 22. Mai 2005 um 18:16
  • ADMIN
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    • 22. Mai 2005 um 18:16
    • #1

    Frage an die Vorschriften-Füchse: Ich glaube mich zu erinnern, dass auf Verlängerungsleitungen 3% Spannungsfall entstehen darf.

    Ich muss es aber ganz genau wissen:

    1.) Wo steht das?

    2.) Was zählt exakt zur Verlängerungsleitung?

    3.) Spielt die Auslösecharakteristik der Sicherung / des LS-Schalters einer Rolle?

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • skyper
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    • 22. Mai 2005 um 18:48
    • #2

    Alle Angaben ohne Gewähr, Quellen siehe Literaturempfehlungen im Anhang!

    nach TAB:
    Zulässiger Spannungsfall vom Hausanschlußkasten bis zur Messeinrichtung:

    bis 100kVA <= 0,5%
    100 bis 250 kVA <= 1%
    250 bis 400 kVA <= 1,25%
    > 400 kVA <= 1,5%

    ---------------------------------------------------------
    nach DIN 18015, Teil 1:
    zulässiger Spannungsfall von der Meßeinrichtung bis zum Verbraucher <= 3%

    ----------------------------------------------------------
    nach DIN VDE 0100, Teil 520:
    Der gesamte Spannungsfall von der Übergabestelle (Hausanschlußkasten) bis zum Verbraucher darf die Summe 4% der Netznennspannung nicht überschreiten

    -----------------------------------------------------------
    in der DIN VDE 0100 Bbl. 5: 1995-11 ist weiterhin die maximale Leitungslänge von Kupferkabeln festgelegt. Dort ist auch die starke Abhängigkeit von der Auslösecharakteristik zu erkennen. (Je träger die Sicherung, desto kürzer darf das Kabel sein.)

    Für die Auslösecharakteristik ist die Leitungslänge ebenfalls von Bedeutung.
    Über die Schleifenimpedanz (abhängig u.A. vom Kupfer...) läßt sich der Kurzschlußstrom ermitteln. Fällt dieser zu gering aus, kann der LS-Schalter nicht auslösen.
    Je nach Charateristik muß das Ding ja bei einem gewissen Überstrom fallen.
    B-Charakteristik: 3-5x I nenn
    C-Charakteristik: 5-10x I nenn
    K-Charakteristik: ca. 12-15x I nenn

    Beispiel:
    Bei einem über die Schleifenimpedanz berechnetem Kurzschlußstrom von z.B. 130 A würde ein 16A-Automat
    - B-Charakteristik sicher auslösen (da 130A / 5 >16A ist)
    - C-Charakteristik nicht sicher auslösen (da 130A / 10 < 16A ist !!!)


    Für einen groben Überblick über die Materie empfehle ich nach wie vor folgende Literatur (preiswert und verständlich):

    Europa-Lehrmitelverlag
    - Fachkunde Elektrotechnik, ISBN 3-8085-3157-6
    - Tabellenbuch Elektrotechnik, ISBN 3-8085-3029-4

    beide liegen so in der Größenordnung 30 Eurotaler.

    Trust it - tilt it! Der universlle Neigeadapter für AV-Geräte auf Traverse: http://www.trusstilt.de
    Analog über Cat Lösungen und Anschlussfelder für Ampracks: http://www.cat-core.deNächster Messeauftritt: 6.-8.10.26 in Hamburg: https://leatcon
    PA-Forums-Treffen: täglich 13:00 bei mir am Stand A2/F06

  • cyberlight
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    • 22. Mai 2005 um 18:56
    • #3

    1) In fast allen Büchern und Formelsammlungen oder TAB des EVU (oder DIN18015)

    2)Gute Frage. Ich denke, eigentlich alles von der Messeinrichtung bis zum Verbraucher.
    Bei Festinstallation nur von der Messeinrichtung bis zur Steckdose.

    3)Ja, denn der LS-Schalter muss zuverlässig abschalten können, d.h. der Kurzschlussstrom, den der Automat braucht, muss zuverlässig erreicht werden.
    Die einzelnen Schalter haben jedoch unterschiedlich Schnellauslöser, das macht ja gerade deren Charakteristik aus.

    edit: Skyper war schneller...

    »Wenn China erwacht, wird es die Welt erschüttern.« Napoleon Bonaparte (1769-1821)

  • hs
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    683
    • 22. Mai 2005 um 23:25
    • #4

    meine mich zu erinnern, das seit diesem jahr 5% Spannungsfall entstehen darf.


    werde morgen aber mal nachsehen!

  • Hitower
    Verifiziert
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    • 22. Mai 2005 um 23:45
    • #5

    Dann hätten wir es dieses Jahr noch falsch gelernt!

    Wir haben auch einen 3% Spannungsfall eingetrichtert bekommen!
    Bei uns ab Zähler!

    Gesamt auch 4%...

    Gruß
    Daniel

    Fachkraft in Hamburg...

  • mathias k.
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    • 8. April 2006 um 23:01
    • #6

    Hallo zusammen!

    Ich habe diesen etwas älteren Tread noch einmal wieder ausgegraben, da ich auch noch eine Frage zum Spannungsfall habe.

    Steht in der dazugehörigen Norm genau drin, ob man bei Drehstrom mit symmetrischen oder unsymmetrischen Lasten rechnen soll?

    Bei einer Belastung mit einem Dimmer und Scheinwerfern ist die Wahrscheinlichkeit ja eher groß, dass die Leitung nur einphasig belastet wird.
    Deshalb sollte man dann den Spannungsfall wohl auch wie auf einer einphasigen Leitung berechen (also mit Strom im Neutrallleiter = doppelter Spannungsfall im Vergleich zu symmetrischer Belastung).

    Liege ich damit so weit richtig oder würdet ihr das anders betrachten?

    Viele Grüße

    Mathias

  • mjtom
    Beiträge
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    • 11. April 2006 um 10:33
    • #7

    Nach DIN 18015 Teil 1 3% nach Zähler

    Den Abstand zwischen Brett und Kopf nennt man geistigen Horizont

  • Swemers
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    • 13. April 2006 um 14:24
    • #8

    Hi,

    Zitat

    (also mit Strom im Neutrallleiter = doppelter Spannungsfall im Vergleich zu symmetrischer Belastung)

    Nein, das ist falsch gedacht, denn der Aussenleiterstrom bei einer Symetrischen belastung muss ja trotzdem durch die anderen Beiden Aussenleiter fliessen.
    Der Spannungsfall zwichen Aussenleiter und Neutralleiter erhöht sich ungefähr um den Faktor 1.15 bei dem von dir beschriebenen Fall (2/wurzel(3))
    Soweit ich weiss bezieht sich die Norm (bzw. in der angegeben Formel, habe gerade die Norm nicht zur hand) auf eine Symetrische Last.

    mfg
    Swemers

  • mathias k.
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    377
    • 13. April 2006 um 14:44
    • #9
    Zitat von &quot;Swemers&quot;

    Hi,

    Nein, das ist falsch gedacht, denn der Aussenleiterstrom bei einer Symetrischen belastung muss ja trotzdem durch die anderen Beiden Aussenleiter fliessen.

    Moment, da müssen wir das noch einmal genau betrachten:
    1. Ich gehe wie oben geschrieben von Scheinwerfern aus, also einphasigen Lasten. Deshalb betrachte ich den Spannungsfall pro Phase.

    Jetzt gibt es zwei Fälle:
    Fall A:
    Ich habe eine Last an nur einer Phase. Der Strom (als Beispiel 5 Ampere) fliesst durch die Phase "hin" und durch den Neutralleiter "zurück", also habe ich einen Spannungsfall auf der Phase und auf dem Neutralleiter.

    Fall B:
    Ich betreibe an allen drei Phasen jeweils einen Scheinwerfer mit 5 Ampere. Der "Hinleiter" ist wie genau wie in Fall A auch jeweils eine Phase.
    Da wir hier aber Drehstrom mit einem Phasenversatz haben, summieren sich die Neutralleiterströme zu null. Es fliesst kein Strom im Neutralleiter, pro Phase fliesst genau der gleiche Strom wie im Fall A.

    Von dem einphasigen Verbraucher betrachtet, ergibt sich der doppelte Spannungsfall im Fall A.

  • Swemers
    Profi
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    • 18. April 2006 um 16:34
    • #10

    Hi,
    du hast natürlich recht, ich kann gerade garnicht mehr nachvollziehen warum ich das vorige Woche so geschrieben habe ;)

    mfg
    Swemers

  • Hitower
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    • 18. April 2006 um 16:52
    • #11

    so wie ich das dann verstehe:
    Bei einer Symetrischen Lastfällt der Faktor 2 für die Leistungslängenverdopplung aus der Formel raus,oder?

    Ergo: Symetrisch Längere Leitung zulässig?

    Den Fall haben wir nie behandet in der Schule .

    Was ist aber dann wenn du die symetrie verläßt, da ein Leuchtmittel kaputt geht?

    Gruß
    Daniel

    Fachkraft in Hamburg...

  • Jelly
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    • 19. April 2006 um 07:26
    • #12
    Zitat von &quot;Mathias K.&quot;

    Fall A:
    Ich habe eine Last an nur einer Phase. Der Strom (als Beispiel 5 Ampere) fliesst durch die Phase "hin" und durch den Neutralleiter "zurück", also habe ich einen Spannungsfall auf der Phase und auf dem Neutralleiter.

    Ihr habt da was vergessen:

    Neutralleiter = Erde = Null.

    Der Strom fällt doch vom Verbraucher gegen den Nulleiter bereits zu 100% ab...

    Oder ist das heutzutage anders :roll: :roll: :roll:

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  • Tobias Zw.
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    • 19. April 2006 um 07:44
    • #13
    Zitat von &quot;Jelly&quot;

    Der Strom fällt doch vom Verbraucher gegen den Nulleiter bereits zu 100% ab...

    1.) Der Strom ist in L, durch den Verbraucher und in N gleich.

    2.) Die Spannung fällt größtenteils (in einem gesunden System :wink: ) am Verbraucher ab. Da das Kabel vom Trafo zum Verbraucher und zurück kein idealer Leiter ist, fällt natürlich eine Spannung an L und an N ab. Gedankenexperiment: wenn Du ein Multimeter mit ein paar km langen, supraleitenden Strippen hast, und schließt eine im Trafosternpunkt und eine am N-Anschluß Deines Verbrauchers an, wirst Du selbstverständlich eine Spannung messen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Tobias Zw.

    Postscriptum: Bevor die Nachfragen starten: Das oben beschriebene Multimeter gibt's nicht bei Conrad.

    Äch bän wäder do.

    http://www.tobiaszweckerl.de

  • wora
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    • 19. April 2006 um 12:10
    • #14
    Zitat von &quot;Mathias K.&quot;


    ...
    Fall B:
    Ich betreibe an allen drei Phasen jeweils einen Scheinwerfer mit 5 Ampere. Der "Hinleiter" ist wie genau wie in Fall A auch jeweils eine Phase.
    Da wir hier aber Drehstrom mit einem Phasenversatz haben, summieren sich die Neutralleiterströme zu null. Es fliesst kein Strom im Neutralleiter, pro Phase fliesst genau der gleiche Strom wie im Fall A.

    Von dem einphasigen Verbraucher betrachtet, ergibt sich der doppelte Spannungsfall im Fall A.

    entweder machst du einen denkfehler oder hast dich falsch ausgedrückt:
    natürlich fliesst ein strom im neutralleiter, und zwar genau der selbe wie im "Hinleiter". wo soll er denn sonst hinfliessen? es ist doch ein "stromkreis".

    durch den phasenversatz bei drehstromleitungen fliesst lediglich (ideal betrachtet) nur der strom EINER der 3 leitungen, weshalb hier auch nur ein einzelner draht notwendig ist.

    deshalb hat man die gleichen verluste wie bei einer einphasigen leitung, man spart sich aber 2 null-leiterwege - also kupfer und gewicht.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • Hitower
    Verifiziert
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    • 19. April 2006 um 12:16
    • #15

    Das klärts...

    Gruß
    Daniel

    Fachkraft in Hamburg...

  • Jelly
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    154
    • 19. April 2006 um 13:04
    • #16
    Zitat von &quot;Tobias Zw.&quot;

    1.) Der Strom ist in L, durch den Verbraucher und in N gleich.

    2.) Die Spannung fällt größtenteils (in einem gesunden System :wink: ) am Verbraucher ab. Da das Kabel vom Trafo zum Verbraucher und zurück kein idealer Leiter ist, fällt natürlich eine Spannung an L und an N ab. Gedankenexperiment: wenn Du ein Multimeter mit ein paar km langen, supraleitenden Strippen hast, und schließt eine im Trafosternpunkt und eine am N-Anschluß Deines Verbrauchers an, wirst Du selbstverständlich eine Spannung messen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Tobias Zw.

    Postscriptum: Bevor die Nachfragen starten: Das oben beschriebene Multimeter gibt's nicht bei Conrad.

    Logisch werde ich da nach einen Spannungsabfall Messen... Das Ohmsche Gesetz ist ja nach wie vor Gültig. (Oder hat das jemand ausser Kraft gesetzt :?: )

    Aber ist der "Spannungsabfall" am N nicht egal? Oder muss man den N-Abfall bei den %en doch berücksichtigen?

    Bis jetzt hab ich den Abfall am N immer Gedanklich Ignoriert...

    PA-Forum - Da werden Sie geholfen

  • Hitower
    Verifiziert
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    1.457
    • 19. April 2006 um 13:21
    • #17

    Dann haste ja nur die Hälfte betrachtet finde ich!

    Beim Spannungsfall ist uns eindeutig die Formel eingetrichter worden! Und diese halt mit Hin und Rückleiter (Leitungslänge mal 2)...

    Gruß
    Daniel

    Fachkraft in Hamburg...

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