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Rednerpult mit 2 Kondensermikros drauf

  • partyequipment
  • 2. Juni 2005 um 18:00
  • partyequipment
    Beiträge
    546
    • 2. Juni 2005 um 18:00
    • #1

    Hallo

    hab ein bisschen durch die Suche funktion gesurft, da findet man ja erfreulicherweise einiges über rednerpulte :D

    leider betrifft das rednerpult selber nicht meine eigentliche frage.

    ich miete für montag ein rednerpult zu, auf welchem ein politiker was sagen wird. die ganze sache ist outdoor, direkt neben den bahngleisen (geht eben um die bundesbahn).

    hab bissher noch nie rednerpulte eingesetzt und desshalb eins zwei fragen wenn es gestattet ist :)

    da ich zwei mikros habe, macht es da sinn das eine auf links zu stellen und das andere auf rechts? ich nehme es mal an, dann werde ich nicht so probleme mit überschneidungen haben. allerdings bringt der rechte speaker dann ja auch nur das, was das rechte mikro auffängt oder?

    soweit so gut, aber da kommt noch eine frage. würdet ihr da zwischen mischpult und amp noch was dazwischenhängen? einen summencompressor oder einen equalizer? weis nicht so ganz ob es sinn macht.

    um konstruktive berichte wäre ich froh.
    :roll:
    danke

  • slaytalix
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    1
    • 2. Juni 2005 um 19:46
    • #2

    Moin

    na ja Kondenser sollten das schon sein, die Dynamischen sind nur mit Nahbesprechungseffekt.

    Apollo Audio & E-Bike Rental.

    https://apolloaudioandebike.jimdo.com

    https://apollo-audioservice.jimdofree.com/

  • Hubert Barth
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    • 2. Juni 2005 um 20:11
    • #3
    Zitat von "partyequipment"

    da ich zwei mikros habe, macht es da sinn das eine auf links zu stellen und das andere auf rechts? ich nehme es mal an, dann werde ich nicht so probleme mit überschneidungen haben. allerdings bringt der rechte speaker dann ja auch nur das, was das rechte mikro auffängt oder?

    Stereo macht hier gar keinen Sinn. Er würde dann im Panorama wandern wenn er den Kopf dreht, das geht gar nicht.

    Ich würde nur 1 Mikro nehmen, da weiß er dann auch wo er reinsprechen soll 8)
    Die 2. Mikros die man häufig sieht sind meistens nur als Havarie aufgebaut. Ausnahme Bundestag, da hängt aber eine DSP Kiste dran.

  • schrecki7289
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    • 2. Juni 2005 um 20:33
    • #4
    Zitat

    soweit so gut, aber da kommt noch eine frage. würdet ihr da zwischen mischpult und amp noch was dazwischenhängen? einen summencompressor oder einen equalizer? weis nicht so ganz ob es sinn macht.

    EQ und dann das ganze etwas "einpfeifen", allerdings ist das draußen nicht unbedingt nötig.

    Gruß
    Thomas

  • derautor
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    1.089
    • 2. Juni 2005 um 21:04
    • #5

    Kompressor ist mehr Kür als absolute Pflicht, macht aber bei hektischen Leuten Sinn, die den Mikroabstand nicht einhalten oder rasche Kopfdrehungen vollführen. Normalerweise lege ich mir die beiden Rednerpultmiks monofon auf eine Subgruppe und schleife da einen EQ zum Einpfeifen und einen Kompressor ein. Dessen Threshold drehe ich anfangs hoch, so dass noch kein Regeln erfolgt. Habe ich es dann mit einem Redner der obigen Kategorie zu tun, regle ich den Threshold soweit ab, dass der Kompressor die Schwankungen im Signal abmildert.

    Wenn Du noch nie Rednerpult gemacht hast, würde ich den Kompressor erst mal weglassen, weil durch das Abregeln und notwendige Nachverstärken die Feedbackgrenze sinkt, was besonders bei kritischer Akustik schneller zu Rückkopplungen führt. Erstmal wichtiger ist guter Sound, also Sprachverständlichkeit ohne Mitschwingen kopplungsfreudiger Frequenzen, wozu ein guter Terz-EQ zum Einpfeifen und eine gute Mischpult-Klangregelung mit Doppelparametrik in den Mitten unerlässlich sind.


    es grüßt

    derautor

    Immer schön vorm Soundcheck herverkabeln.....

  • partyequipment
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    • 2. Juni 2005 um 22:43
    • #6

    aaaah das ist ja wunderbar wie schnell das geht.

    jetzt hab ich leider einiges gehört. wie gehabt habe ich immernoch zwei mikros an dem rednerpult.
    demfall nur eines benutzen?

    kann mir denn mal einer aufzählen was der vor und nachteil von zwei gegenüber einem mikro ist?

    werde demnach den compressor weglassen dafür einen dbx equ mitnehmen. terzband ist ja selbstverständlich.

  • Sven M
    Profi
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    • 2. Juni 2005 um 22:48
    • #7

    Ich nehme gerne zwei Mikros, und drehe sie in die Mitte.
    Die Kapseln etwas auseinandergedreht, damit der Redner auch etwas den Kopf bewegen kann.

    Was sagt der Raver auf der Techno-Party, wenn sein Extasy aufhört zu wirken?

    "Was ist denn das für eine sch... Mucke hier?"

  • partyequipment
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    • 2. Juni 2005 um 23:00
    • #8

    mhmm das mit den zwei mikros erscheint mir auch nicht optimal. mir hat jemand gesagt dass ich da mit kammfillter rechnen muss. und das kann ich mir durchaus vorstellen weil der abstand zu beiden mikros eher selten genau gleich ist.

  • wora
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    • 3. Juni 2005 um 00:52
    • #9

    gut beobachtet.

    zwei mikrofone machen nur dann sinn, wenn der redner zu einem breiten auditorium spricht und oft den kopf von einer seite auf die andere drehen muss um alle leute anzusprechen (z.b. bundestag). das geht mit einem einzelnen mikro natürlich nicht mehr.

    bei normalen redesituationen ist ein einzelnes mikrofon im vorteil, weil es hier zu keinerlei phasenproblemen kommen kann und auch die feedbackempfindlichkeit um 3dB günstiger liegt.

    es sollte also im vorfeld geklärt werden, in welchem winkelbereich das publikum zum rednerpult steht.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • partyequipment
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    • 3. Juni 2005 um 06:54
    • #10

    also da dass ganze ja relativ freifeld auf einer wiese stattfinden wird, gehe ich mal davon aus, dass sich alle zuhörer um den redner aufbauen werden. stelle mir das als halbkreiss vor.

    werde demfall nur ein mikro abnehmen, das zweite aber einrichten und komplett verkabeln, so kann ich schnell reagieren wenn das erste ausfällt.

  • soundworx
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    • 3. Juni 2005 um 09:20
    • #11

    In solchen Situationen gebe ich gerne meinen Standard Tip:
    Schau mal, ob Du einen Shure SCM410 Automatikmischer auftreiben kannst. Der blended selbstständig immer zum besseren Mikro (das mit mehr Sprachpegel) um, und das so gut wie unhörbar.
    Damit hast Du den Vorteil der 2 Mikros mit breitem Aufnahmebereich, auch wenn der Rener den Kopf von links nach rechts dreht, ohne deren Nachteile mit erhöhter Feedback Anfälligkeit und Kammfiltereffekten.

    Alternativ könntest Du die Mikros auch von Hand am Pult fahren, wobei ein Mikro voll auf ist, das andere 6-8 dB runtergezogen.

    Beide gleichzeitig voll auf würde ich auf gar keinen Fall machen.

    Marcus

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist, daß es in der Theorie keinen Unterschied gibt...

  • treibsand
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    • 3. Juni 2005 um 10:56
    • #12

    IMHO hängt das auch immer etwas vom Redner ab.
    Bei "ungeübten" habe ich lieber zwei mit etwas mehr Abstand von rechts und links um die Lücken durch "nervöses Kopfwegdrehen" nicht zusehr ausarten zu lassen. Das hat dort oft nichts mit Auditoriumsbreite, sondern mit "Hilfesuchen" im Bühnenrandbereich zu tun.
    Bei einem Politiker sollte ich allerdings erwarten, daß ich mit einem Mikro in der Mitte gut hinkomme. Dafür aber ein besseres. Meinetwegen auch noch eins als Havarie oder damits nach mehr aussieht.

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.

  • artcore
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    • 3. Juni 2005 um 11:26
    • #13

    Die Technik ist doch dazu da, den Redner zu unterstützen und nicht der Redner, um es dem Techniker leicht zu machen. Deshalb sind zwei Mikros (Kondensator) besser. Sie geben Bewegungsfreiheit und kleben in der Sichtlinie nicht am Mund des Redners, was für Fotos auch ganz nützlich ist. Bei einem Abstand von max. 50 cm spielen Kammfiltereffekte wohl auch nicht die große Rolle!

    Venceremos!

    Andreas

    http://www.artcore.org

  • wora
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    • 3. Juni 2005 um 17:21
    • #14
    Zitat von "treibsand"

    IMHO hängt das auch immer etwas vom Redner ab...


    nur, das man eben nie weiss wer denn zum reden nun wirklich kommt - bzw. man die kandidaten nicht vorher kennt.
    so muss das eingesetzte mikro also entsprechend hochwertig sein, um auch mit leisen und ungeübten sprechern klar zu kommen.
    das argument mit den "geübten" politikern kann ich allerdings nicht so stehen lassen, z.b. der alt bundeskanzler kohl ist dann per definition wohl ein amateur. :wink:

    artcore:
    bei der verwendung von zwei mikrofonen ist es doch eher so, das für fotoaufnahmen sogar zwei störende teile im weg sind. ein foto von leicht schräg wirkt immer besser als direkt von vorne. das ist also kein wirkliches argument.

    ich bleibe bei meiner bewährten ein-mikro lösung.
    letztlich spielt es doch keine rolle wie man zum ziel kommt, hauptsache es funktioniert.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • partyequipment
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    • 7. Juni 2005 um 23:10
    • #15

    so erstmals danke an alle welche sich an dem beitrag beteiligt haben. jede information hatte etwas nützliches an sich.

    auftrag ist vorbei und ich kann jetzt auch meinen senf dazugeben :D

    das rednerpult hatte anschluss für zwei mikrofone, eins links eins rechts.
    hab mich für die variante mit nur einem mikro entschieden.
    das zweite hatte ich allerdings bereitgelegt und eine zweite leitung gezogen. so wäre ich bei einem ausfall gut gerüstet gewesen und hätte nur das zweite einstecken müssen.
    hätte natürlich auch das zweite einstecken können und den gain auf 0 lassen, aber wollte doch den redner nicht verwirren :D

    hat alles herlich funktioniert, waren AKG mikros, typ weis ich nicht mehr. naja wollte es mir aufschriben aber mein vergessliches hirn :D

    zu den rednern: waren 4 redner jeweils ca 10 min. soundcheck erfolgte mit einem Gleisarbeiter (ohne Scherz :) ) aber war ein gehilfiger Gleisarbeiter.
    Redner hat sich jeder anders verhalten, der eine schön immer gleicher Abstand zum mikro und deutlich gesprochen. der ander arme in ausgestrecktem zustand das pult gerade noch so berürt (das ergibt fast schon 1m abstand zum mikro). nervig wird es wenn der redner nach links oder nach rechts wendet und nicht mal selber mitbekommt dass das mikro so nicht mer korrekt pegel erhält.
    aber naja sind ja nur politiker und keine tonmenschen.

    alles hat also herlich funktioniert und werde gerne wiedereinmal solch einen job übernehmen.

  • Loloverde
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    • 7. Juni 2005 um 23:18
    • #16
    Zitat von "partyequipment"


    aber naja sind ja nur politiker und keine tonmenschen.

    Seltsamer Weise habe ich den Eindruck, daß Politiker, sobald sie ein Mandat im Landtag haben, eine Schulung bekommen:
    Der Bürgermeister hält sich für einen Bauchredner und wirkt dann durch die dünne Stimme (kein Nahbesprechungseffekt) eher unsicher. Minister schnappt sich Mikro und redet direkt rein. Das macht rein akustisch einen ganze anderen Eindruck.

    Schon zweimal so erlebt.

    Gruß
    Rainer

    http://www.thewhitelodge.de

  • treibsand
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    • 7. Juni 2005 um 23:43
    • #17

    Hmm. Ich hatte das mal auf einer Pressekonferenz.

    Überraschenderweise war meine 12 Minütige Aufbauzeit doch zu kurz, da 1 Minute vor Beginn plötzlich ein 7. Redner über meine 6 Micros (und Pultkanäle) reden wollte.
    Also die Mics schnell etwas nach Optik verteilt und los.
    Alles ging gut, bis die Leiterin der nord. Filmtage etwas gefragt wurde.
    Sie war die einzige, die sich schlagartig das Micro heranzog und "hineinbrüllte".
    Allerdings waren die Speaker und ich nicht wirklich auf einen Impulssprung von >>30dB gefasst
    :shock: :oops: :roll: :twisted:

    und das, obwohl ich immer alle Fader im Griff hatte...

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.

  • noiseshaper
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    • 8. Juni 2005 um 01:11
    • #18

    wichtig noch in dem zusammenhang: gibts ne projektion, leinwand, sonstwas zu dem der redner sich vermutlich öfters umdrehen wird? wenn ja, machen zwei mics schonmal sinn, dann macht das im pegel schonmal nicht so viel aus. wenn es zu viel "phasing" gibt, dann lässt mann das entferntere mic halt leise soweit möglich. das spielt auch durchaus eine rolle beim verkabeln eines lavaliers, auch das klingt bescheiden wenn der redner sich ständig davon wegdreht.

    und mit leuten, die keinen blassen schimmer haben was man mit einem mikrofon macht, muss man leider auch (vor allem?) in der nähe eines rednerpultes rechnen...

  • kater
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    • 8. Juni 2005 um 01:46
    • #19

    Andre Lösung mit 2 Mikros:

    Code
    Redner
    
    
    
    
    I--------------------I
    I                    I
    I         oo         I
    I        /   \       I
    I      /       \     I
    I    /           \   I
    I--------------------I
    Alles anzeigen

    So, jetzt der unverständliche Text zum unverständlichen Bild:

    2 kleine Schwanenhalsmikros, jeweils von links und rechts in die Mitte und dort direkt übereinander, aber nicht gerade auf den Kopf des Redners gerichtet sondern über kreuz. Damit erhält man ne recht breite Charakteristik ...

    Kann das mal jemand der versteht was ich mein verständlich erklärn oder hat evtl jemand nen Bild davon? Is ja eigentlich nen alter Hut ...

    Ich glaub ich hau mich lieber in die Falle ...

    Was juggt mich der Benzinpreis, ich tank eh immer nur für 20 Euro :D

  • wora
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    • 8. Juni 2005 um 01:53
    • #20

    jo, ist ein alter hut ;)

    ist aber eher für eine stereoaufnahme geeignet als für einen mono-redner...

    wenn er den kopf weit zur seite oder nach hinten dreht, kommt bei dieser version genau so wenig pegel am mikro an wie bei einem einzel mikro.

    ein einzelnes mic wäre hier also in punkto feedbackempfindlichkeit schon mal um etwa 3dB besser.
    billiger wär´s dann auch, etwa 50% ;)

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

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