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VT und Frauen??? Studium? Ausbildung? Gar nicht...?

  • mia
  • 12. Juni 2005 um 23:58
  • mia
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    • 12. Juni 2005 um 23:58
    • #1

    Hallo Allerseits.
    Ich hänge gerade ein bisschen. Und zwar: ich würde wahnsinnig gerne in der VT arbeiten, bin gelernte Mediengestelterin und habe dadurch Einblickte und kleinere Aufgaben und der VT bei Beschallungen. Doch mich interessiert das GROßE GANZE...
    Nun mein Problem: das ist ja zu offensichtlich immernoch ne Männerdomäne. Klar kann ich nicht soviel schleppen wie Kollegen, aber dabei geht es ja nicht nur um Muskelkraft in dem Gewerbe.
    Nun meine Frage an alle die die Situation kennen oder sich dazu äußern wollen: wie kriege ich da nen Fuß rein?
    Könnt ihr folgende drei Meinungen/Gerüchte kommentieren???
    1. Bei Learning bei Doing werden Frauen ein wenig übergangen...
    2. Beim Studium mit meiner Vorbildung werde ich danach nicht für voll genommen wegen fehlender Praxis und Feminismus...
    3. Azubidasein nur Kabelwickler...

    Würde am liebsten ja schon studieren... weil man da eben am schnellsten das meiste lernt... leider kaum Praxis.

    Wäre nett von jemand was zu lesen...


    lg
    Steffi

  • skyper
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    • 13. Juni 2005 um 00:26
    • #2

    Vorweg: Gute Leute werden immer gebraucht...

    zu 1.) Engagement ist vom Geschlecht unabhängig. Nur wer die richtigen Fragen stellt, beommt auch die richtigen Antworten. (Fragen stellen heißt auch, sich mit der Materie zu befassen, und die Anworten selbst zu suchen. Dauert, kostet Geld und Zeit, aber ist der einzige Weg, der hilft.)

    zu 2.) Studium heißt, sich mit der Materie zu befassen - in Theorie und Praxis. Dabei mußt Du dich um die Praxis selber kümmern. Ist hart, aber funktioniert, zumindest wenn man es tatsächlich will.

    zu 3.) ja und nein, hängt von der Firma und vor allem Dir ab.

    Die Aussage zum Studium würde ich mal mit einem Fragezeichen versehen. Wende Dich mal an Carm, der spielt da sowohl von der theoretischen wie auch praktischen Seite ziemlich nahe an der Front...

    Als Tip: Gib mal eine grobe Richtung an, wo in der Republik Du beheimatet bist. Vielleicht findet sich ja hier jemand, der Dir Gelegenheit gibt, ein bißchen mehr vom "Großen und Ganzen" zu sehen...

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  • Tobias Zw.
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    • 13. Juni 2005 um 08:35
    • #3
    Zitat von "Skyper"

    ..hängt von der Firma und vor allem Dir ab.

    Das ist der Punkt! Kenne Frauen im Gewerbe, vor denen ich alle meine Hüte ziehe, weil sie einen superguten Job machen und dabei nett geblieben sind, und dann gibt es welche, die man nur in der Pfeife rauchen kann.

    In der Hinsicht unterscheiden sich die Damen im Gewerbe überhaupt nicht von den Kerlen. Wenn Du weißt, was Du willst, was Du kannst, was Du nicht kannst und was Du noch lernen willst, sollte das kein Problem sein.

    Im übrigen halte ich es für ein Vorurteil, daß in der Ausbildung nur Kabel gewickelt werden. Unter unseren sechs Auszubildenden war eine Frau, die das als zweite Ausbildung nach einer ganz anderen Lehre gemacht hat.

    Mit freundlichen Grüßen Tobias Zw.

    Äch bän wäder do.

    http://www.tobiaszweckerl.de

  • mia
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    • 13. Juni 2005 um 17:35
    • #4

    Danke für die aufbauenden Worte.
    Zu mir: beheimatet bin ich nirgendwo wirklich. Momentan wohne ich in Mainz; mein Jobvertrag läuft in 3 Wochen aus und ab dann bin ich wieder sowas von mobil...
    Die letzten vier Jahre war ich im der Mannheimer / Heidelberger Raum aktiv.

    Hm, ich meine ich bin da so ein bissel Selbstlernfaul. Deswegen bin ich eben der Meinung Studium ist das beste für mich weil ich da lernen muss!!! Aber nicht weil mich die Materie nicht interessiert, nur weil ich einfach faul bin... Aber wie bereits gesagt, habe schon von diversen VTern gehört dass die Studierten nicht wirklich gerne gesehen sind weil die zwar die Theorie beherrschen aber in der Praxis nix draufhaben (Kommentar: die können keinen LKW laden).
    Klar habe ich dann sowieso vor nebenher zu jobben und zusätzlich zu lernen, aber das kann neben nem Studium eben nicht so intensiv sein wie in ner Ausbildung.

    Kann mir jemand was zu dem Studium sagen? Also das FH-Studium in Berlin; für die BA in Karlsruhe fehlt mir leider das ABI...

    Wie kann ich den diesen Carm kontaktieren?


    Danke liebe Leute für die Hilfe...

  • philipp2
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    • 13. Juni 2005 um 18:25
    • #5

    Schau einfach in sein Profil, da steht seine E- mail Adresse und du kannst ihm eine PN senden: http://www.paforum.de/phpBB/profile.php?mode=viewprofile&u=225

  • Carm
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    • 13. Juni 2005 um 19:42
    • #6

    hier isser :D

    fragen immer gern per email. aber bitte nicht allgemein zum studium sonndern bissl genauer was ihr wissen wollt.

  • ADMIN
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    • 14. Juni 2005 um 00:31
    • #7
    Zitat von "mia"

    (Kommentar: die können keinen LKW laden).

    Für gewöhnlich laden Ingenieure nicht, sie lassen laden...

    Zitat

    Kann mir jemand was zu dem Studium sagen? Also das FH-Studium in Berlin; für die BA in Karlsruhe fehlt mir leider das ABI...

    So ganz ohne (zumindest Fachhochschulreife) wird's auch in Berlin nichts werden. Oder ist das in Karlsruhe so, dass man allgemeine Hochschulreife braucht?

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • mia
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    • 14. Juni 2005 um 23:48
    • #8

    Fh-reife habe ich. Aber für ne Berufsakademie reicht das nicht, die wollen die allgemeine Hochschulreife. Dämlich. An einem Jahr das mir Schule fehlr hängt mein Traumjob... :(

    Klar müssen Ingenieure nicht selbst laden. Aber da sind wir wieder beim vorurteil: die kommandieren nur rum und können die Praxis selbst gar nicht.

    Außerdem ist der neue Studiengang in Berlin ja kein Ingenieur mehr...

  • skyper
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    • 15. Juni 2005 um 00:58
    • #9

    macht aber trotzdem gelegentlich Spaß, mal einen Trailer vollzuschmeißen, egal ob da nun Dipl.Ing oder Wurstfachverkäufer auf der Visitenkarte steht....
    Du hast als Ing eben die Wahl, ob Du es machen möchtest.

    Kurze Frage: woher kommt der Schwachsinn mit den Ingenieuren, die keine Ahnung von er Praxis haben und nur rumkommandieren eigentlich?

    Es hindert Dich niemand daran, Dir als Ingenieur(in) die entsprechende Praxis anzueignen. Was Du mit dem Titel anstellst ist ja wohl Deine Sache. Außerdem kannst Du Dir ohne Praxis deinen Ingenieurstitel ziemlich an die Backe klatschen - ist aber in eigentlich jeder Branche so.
    Das Studium wird Dir nur Möglichkeiten zur Problemlösung aufzeigen. Ahnung hast Du danach deswegen noch lange nicht - da gehört mehr dazu.

    Außerem ist das mit den Vorurteilen so eine Sache - wenn Du in der Praxis gut bist, fragt keiner nach dem Titel. Wenn Du es nicht bist, erfüllst Du Deine eigenen Vorurteile, und wirst belächelt werden - dieser Entscheidungsprozeß dauert auch i.d.R. nicht mal einen Produktionstag...

    Respekt vor der Leistung und Erfahrung des anderen hat in dieser Branche zum Glück noch recht wenig mit irgendwelchen Titeln zu tun - wie sonst ließen sich die diversen Bäcker, Metzger, Köche, Lehrer, Waschmaschinenverkäufer, KFZ-Schlosser und abgebrochene Studenten an den Schlüsselpositionen auf den großen Produktionen dieser Welt erklären...
    (Kennst Du auch nur einen der alteingesessenen Lichtops, Rigger, Stagemanger etc., die das tatsächlich gelernt oder gar studiert haben? Ausnahme sind vielleicht die Tonkollegen, da gib es tatsächliche einige, die mal eine Ausbildung in der Richtung genossen haben)

    Wenn das Uni-Studium wirklich Dein Ziel aller Träume ist - Abi nachmachen, und nebenbei alles an Jobs mitnehmen, was irgendwie an Land zu ziehen ist - um diese Investition wirst Du nicht herumkommen.

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  • mia
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    • 15. Juni 2005 um 01:29
    • #10

    naja. also nicht unbedingt das ba-studium, aber ich kann mir eben gut vorstellen am ende irgendwo als tl zu arbeiten.
    taugt das fh-studium da was???

    klar muss man sich immer mit reinhängen. vor allem fällt die trockene theorie leichter wenn man nen bezug zur praxis hat...

    aber um überhaupt in das ganze reinzukommen denke ich ist es eben nicht allzu verkehrt diese ganzen theoriesachen vorgesetzt zu kriegen.

    weiß jemand von euch wie das mit dem bachelor ist? ist ja nicht mehr annähernd wie der ingenieurgrad. halt internationaler... aber wie denkt ihr denken deutsche arbeitgeber darüber?

    das gerücht dass ingenieure nix drauf haben habe ich von nem vter der viel lagerdienst und events macht. woher genau weiß ich auch nicht.


    alles in allem... soll ich nach berlin gehen? so als nicht vtler sondern mediengestalter bild/ton und mich in dieses abenteuer wagen?
    also ursprüngliches topic: frau mit nicht ganz einschlägiger ausbildung (bissel aber schon) will vt machen...

    ;)
    steffi

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    • 15. Juni 2005 um 02:10
    • #11

    bachelor ist niemals so hoch wie ingeniuer, und das ist eigentlich in allen bereichen so.
    aber nach dem bachelor kommt der master wenn du es möchtest, und der ist so wie früher dipl. ing. etc.!

    Privater Account mit meiner persönlichen Meinung.

    Sollte es ein Problem mit meiner Neutralität zu einem Thema geben mache ich das im Beitrag kenntlich. :thumbup:

    http://www.noon.ruhr

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    • 15. Juni 2005 um 03:29
    • #12
    Zitat von "mia"

    naja. also nicht unbedingt das ba-studium, aber ich kann mir eben gut vorstellen am ende irgendwo als tl zu arbeiten.
    taugt das fh-studium da was???

    Als Technischer Leiter brauchst Du einen Meister oder eben einen Dipl-Ing (oder dann Bachelor bzw. Master - ich weiß es nicht) mit entsprechender Anerkennung (Formsache nach 1 Jahr Praxis).

    Da es in Deutschland nur die TFH in Berlin gibt, die diesen Ausbildungsgang anbietet (BA in Karlsruhe ist ein wenig etwas anderes...), erübrigt sich auch die Frage, ob die Titel anerkannt sind...

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  • Tobias Zw.
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    • 15. Juni 2005 um 08:15
    • #13

    Doofe Zwischenfrage: Ich dachte, die TFH Berlin bietet keinen aktuellen Ing.-Studiengang mehr an? Dachte, ich hätte irgendwo gelesen, daß da jetzt auch auf Bachelor umgestellt werden soll und nur noch die "Studierenden-Altbestände" zum Ingenieur geführt werden. Weiß jemand genaueres?

    MfG Tobias Zw.

    Äch bän wäder do.

    http://www.tobiaszweckerl.de

  • mia
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    • 15. Juni 2005 um 14:17
    • #14

    klar, es gibt keinen Ingeieursstudiumgang mehr. Nur noch Bachelor. (Ausnahme die BA, das geht wirklich noch auf Dipl.Ing)


    Von dem her klar dass weil Berlin die einzigste "Ausbildungsstelle" ist der Abschluss an sich gut ist.
    Aber eben in der Branche... Weil es eben noch die Meister gibt die lieber gesehen werden... Verständlich, die kommen aus der Praxis. Von dem her werden (denke ich) FH Absolventen (auch mit Praxis) nie an den Grad eines Meisters rankommen. Auf dem Papier schon, klar, ist ja anerkannt; aber eben nicht in der Praxis und der Meinung der Vtler. Oder sehe ich das falsch?

    Aber das ist ja nicht mein Ding. Zum Meister schaffe ich es sowieso nicht; dafür müsste ich erst umschulen.
    Der "schnellste" Weg sollte dann doch das Studium sein und danach dann die Praxis (evtl Meister anerkennung) um als TL zu enden. Ist das so einfach wie ich mir das gerade bildlich vorstelle?

  • skyper
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    • 15. Juni 2005 um 18:17
    • #15

    hast PN

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  • Tobias Zw.
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    • 16. Juni 2005 um 17:09
    • #16

    Nochmal @ mia: Ich denke, die zweitbeste Grundlage für einen TL ist der Meister - und die beste und absolut notwendige ist viel Erfahrung. Den guten TL kennzeichnet ja gerade, daß er in allen Gewerken auf seiner Baustelle zumindest ein bißchen Bescheid weiß und die jeweiligen Haken und Ösen der einzelnen Bereiche kennt und einschätzen kann. Denn nur dann kann er sich vernünftig sowohl mit Kunde als auch mit Mitarbeitern unterhalten, und das ist die Hauptaufgabe des TL.
    So weh es manchmal auch tun mag, es gibt keinen "short-cut to fame".
    So wie ich das lese, bist Du in einem Alter, in dem es nicht weh tut, wenn Du die Ausbildung zur Fachkraft machst, dann ein paar Jahre Erfahrung sammelst und dann den Meister nachlegst.
    In diesem Gewerbe bist Du unglaublich von dem abhängig, was die Leute über Dich erzählen. Einen guten Ruf zu erwerben, dauert viele Jahre. (Ich habe bis heute keinen... :shock: ) Den guten Ruf versaust Du Dir nachhaltig mit nur einem schlechten Job oder auch nur der falsche Bemerkung zur falschen Person. Mein Rat an Dich ist, langsam in den Beruf reinzukommen, aber dafür auf festem Fundament zu bauen. Dummschwätzer gibt es weiß Gott genug auf den Baustellen in diesem Land. Vernachlässige die Praxis nicht!

    Mit freundlichen Grüßen

    Tobias Zw.

    Äch bän wäder do.

    http://www.tobiaszweckerl.de

  • 00Schneider
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    • 22. Juni 2005 um 22:49
    • #17

    Es werden nach jetztigem Stand alle Ing-Studiengänge bis 2010 auf Bachelor/Master umgestellt.

    Lautsprecher verstärken die Stimme, aber nicht die Argumente.

  • mia
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    10
    • 23. Juni 2005 um 00:33
    • #18

    ja, habe ich auch gehört.
    von dem her kein thema. aber solange es dipl. ing.s aufm markt gibt haben die bachelors keine chance... und die bleiben da noch ne weile. bis ich in rente gehe könnte ich glück haben die verdrängt zu haben ;)

  • just_blue
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    7
    • 26. Juni 2005 um 15:14
    • #19

    da möchte ich mich doch auch mal zu wort melden.
    ich bin 32 jahre alt, weiblich, und mache gerade die ausbildung zur fachkraft für veranstaltungstechnik.
    vorher hatte ich schon einiges ausprobiert (studium der theaterwissenschaft abgebrochen, goldschmiedeausbildung), und bin dann als hand in der vt gelandet. ich hatte von anfang an interesse am licht machen, und nach einiger zeit durfte ich mich da einarbeiten. letzten endes war ich auf teilzeit angestellt und hatte auch ab und an die veranstaltungsleitung.
    dann schrieb mein arbeitgeber die ausbildungsstelle aus, und nach einigem hin- und herüberlegen habe ich mich für die ausbildung entschieden. die option hinterher den bühnenmeister zu machen war dafür nicht ganz unerheblich.

    jetzt habe ich das erste lehrjahr fast hinter mir und muss sagen: etwas besseres hätte mir nicht passieren können.
    ich bekomme wirklich schritt für schritt einblick in die wesentlichen grundlagen. was mir mein betrieb nicht vermitteln kann, erfahre ich von meinen mitschülern, und wenn sich im schulbetrieb fragen und ideen entwickeln, kann ich mir die lösungen und durchführungen im betrieb erspielen.

    ich halte es - gerade für eine frau - für gefährlich, nicht selbst mal einblick in den - oft nicht 100%ig vorhersehbaren ablauf einer veranstaltung genommen zu haben. denn gerade einer frau gegenüber sind die kerls oft *hm* unsicher. sie behandeln dich nicht wie einen kerl - zumindest nicht, solange sie dich nicht kennen und respektieren. also musst du als frau ein bisschen schneller sein und anfangen, die dimmer von der bühne zu hieven (sie helfen die dann schon), als erste die leiter hochklettern und deutlich kommunizieren, dass du keine scheu hast, dir die finger dreckig zu machen.
    wenn sie gemerkt haben, dass du dir nicht zu fein bist an deine grenzen zu gehen, wiegt das angenehme arbeitsklima die paar kilo, die du weniger heben kannst wieder auf.

    tine

  • morrigan
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    45
    • 27. Juni 2005 um 23:24
    • #20

    Hallo Steffi

    Frauen in der VT, da muss ich doch meinen Senf dazugeben.

    Ich bin im 2. Lehrjahr zur Fachkraft und weiblich... Es ist einfacher als ich dachte, allerdings habe ich mir (vielleicht schon zu sehr) angewöhnt als Erste in Übungssituationen zu gehen, die Jungs wegzuboxen und auch mal eine Kiste in die dritte Lage zu heben (nein, nicht allein! macht Ihr das etwa?!) - inzwischen versuch ich, da wieder abzuspecken. Aber forsch und ehrgeizig zu sein ist nicht schlecht, auch Neugierde am Thema und Engagemant, Disziplin und ein gewisses Maß an allgemeiner und technischer Intelligenz sind wichtig.

    Das gilt aber für alle, nicht nur für die Frauen.

    Ich habe tatsächlich die Erfahrung gemacht, dass es den meisten völlig schnuppe ist, solange man den Job gut macht und die Art und Weise angenehm ist. Ich habe auch nicht das Gefühl, irgendjemand etwas beweisen zu müssen, bzw. wurde das weniger mit der Zeit.

    Wenn Du den Traum hast, TL zu weren, dann mach das, aber richte Dich auf eine sehr lange Lehrzeit ein... Ausbildung/Studium, viel zu viel arbeiten, viel zu viel nebenbei arbeiten, danach als "Berufsanfänger" dastehen und noch mehr arbeiten, um einen guten Ruf und gute Aufträge "kämpfen", selber weiterlernen, weiterbilden, um dann irgendwann mal als TL zu enden. Schmink Dir bitte ab, dass das einfach ist, und dass es mit einem Studium gegessen sei und Du dann die tollen Jobs bekommst.

    A propos Lernzwang im Studium: Auch in der Ausbildung _mußt_ Du lernen. Man lernt dort NICHT: toll Ton mixen und super Lightshow fahren. Aber man lernt Grundlagen E-Technik, alle Sicherheitsrelevanten Grundsätze, Vorschriften, Grundlagen Statik. (Auch Grundlagen Licht-, Ton- u. Viedeotechnik, Grundlagen Veranstaltungsmanagement, Selbstmanagement ;), techn. Englisch usw.)
    Im Studium an der FHT lernt man laut Gerücht viel Maschinenbau (Ich kenne ein paar, die dort sind), v.a. im Grundstudium. Die Studenten sind noch eher als die Azubis gefordert, sich die Praxis selber zu suchen.

    Lieben Gruß
    morrigan

    p.s. Ich habe mit 24 die Ausbildung angefangen.

    p.s. Die meisten Schwierigkeiten habe ich mit dem hierarchischen Unterordnungszwang, dem ich als Azubi ausgesetzt bin. Der Job an sich ist das Beste, was ich hätte machen können!

    Real stupidity beats artificial intelligence every time

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