Ok, es geht um allgemein biologische/gesundheitliche Gründe. Aber das ändert ja nix daran, dass ein schon produziertes Gerät es nicht besser macht, wenn man's nit mehr verwendet... :wink:
Bleifreies Lötzinn
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Michael: korrekt.
Ansonsten ist die Idee der indirekten Importsperre für manche Importprodukte wirklich interessant: Wenn die Amis oder Asien nicht nach unserer Pfeife tanzen (und in Zukunft bleifrei brutzeln) dürfen sie Ihre Produkte nicht mehr auf den Markt werfen

Die Strategie scheint witzigerweise sogar aufzugehen, da viele IC-Hersteller schon auf Pb-free umgestellt haben. Wird eigentlich höchste Zeit das lästige Cu zu bannen...
Grüße, Hendrik
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skyper: Konkret kann ich dir dazu noch nichts sagen, aber die Chiphersteller werden natürlich einige Bauteile "aussortieren"..
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Zitat von "Sven M"
skyper: Konkret kann ich dir dazu noch nichts sagen, aber die Chiphersteller werden natürlich einige Bauteile "aussortieren"..
Glaub ich nicht, denn:
Das lot hat wohl eine höhere schmelztemperatur meines Wissens um 20K?
aber ein Bauteil, das so knapp dimensioniert wäre, dass es ausfällt, wenn es 20K heisser gelötet wird hmm -naja.
Das Lötbad an sich ist ja sowieso heisser aber wie gesagt meine 6er mit 310°C reicht.
Hört auf den quatsch mit heisser löten müssen weiterzuverbreiten-
das plappert imho einer dem anderen nach und es stimmt einfach nicht! -
Doch, heisser löten bestätigen auch viele Leute die es ausprobiert haben. Aber das ist nicht so wild, weil wie gesagt die Bauteiltoleranzen das wohl mit machen.
Allerdings wirds bestimmt ein wenig mehr Produktionsausschuss geben, weil die Bauteile statistisch bei höheren Temp. ehr kaputt gehen und an den Müll halt wieder keiner gedacht... -
Neulich hatte ich irgendwo eine Seite im Netz auf der die großen sagten wie weit sie mit der Umstellung sind. Darum glaube ich doch das alle einmal ihr Sortiment durchforsten..
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Bleifrei muss auch industiell heißer gelötet werden, da kommt man nicht drum rum.
Das macht mit machen Bauteilen Probleme, denk auch mal an Bauteile mit Kunstoffgehäuse usw.
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Mein Dad hat mir mal zu dem Thema "was für ne temp einstellen" gesagt: Löte "relativ" heiß damit der Zinn schnell fließt! Weil du dann nur kurz ans Bauteil ranmußt und die Lötung schneller volzogen ist und somit die Wärme nicht bis ins Bauteil reinziehtund somit dann auch keine Halbleiterbestandteile zerstört werden
Erscheint mir halt recht logisch so von wegen der Wärmeleitung und so -
Jep - aber wenn sich das Lot nicht vernünftig Leiterbahn und Beinchen vernetzt wird ganz schnell aus dem schonenden Verlöten ein Kokeln und Braten...
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bei einem industriellen Schwallbad-Lötautomaten, bei dem die Leiterplatten ja teilweise überspült werden (SMD) macht das u.U. schon was aus, ob das Zeug nun mit 20 Grad mehr oder weniger verarbeitet werden muß.
Ebenso die Frage, wie es z.B. beim Dampfphasenlöten aussieht, wo das gesamte Board ja dementsprechend aufgeheizt wird.
Es sind ja nicht überall flinke kleine Kinderhände vorhanden, die mit mehr oder weniger Geschick am Lötkolben zu Gange sind, sondern ja auch mal Fabrikationsstraßen, wo einige zehntausend Bauteile je Stunde auf irgendwelche Boards getackert werden - da muß das ganze ja auch dementsprechend gelötet werden.
Über den Feld-Wald-Wiesen-Conrad-Kunden wird ja der Umsatz für den Hersteller nicht gemacht, der vertickt seine Bauteile in etwas anderen Mengen - und da ist es dann eben durchaus interessant, einige veraltete Bauteile ganz abzukündigen - die Frage ist eben welche.
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Um das gehts ja auch nicht -hier .
Vielmehr ist es doch das problem, dass man wenn man Bauteile auf
Leiterplatten lötet, mit dem Bleifrei gut zurande kommt.
Will man aber einen Draht an einen schalter oder poti... dranlöten,
kann man verzweifeln.
Da kommt dann auch das heissere Löten ins Spiel, bei dem höchstens das Flussmittel schneller verdampft sonst aber auch garnix bringt.
( ja, ich habs selber ausprobiert) -
Wir ham jetzt am Berufskolleg mit bleifreiem Lot gearbeitet - das ist ziemlich dämlich, es funktioniert zwar soweit ganz gut, allerdings muss die Temperatur höher sein und man brutzelz schneller die Halbleiter durch, als einem lieb ist.
ZitatBleifreies Lot ist evtl. nötig um Dinge in der Lebensmittelindustrie zu verlöten, also in Bereichen wo Bleigeschichten unzulässig sind, wie zB Trinkwasserleitungen.
Bei Kupferleitungen wird da längst fast alles gepresst und bei Eisenrohren geschraubt... -
Jetzt mal richtig:
Anfang 2003 trat die RoHS-Richtlinie in Kraft, welche die
Elektro(nik)industrie mit der Forderung nach bleifreien Alternativen
für ihre wichtigste Verbindungstechnologie – das Löten –
konfrontiert. Für Elektro- und Elektronikgeräte, die ab 01. Juli 2006
innerhalb der EU in Verkehr gebracht werden, verbietet die RoHSRichtlinie
den Einsatz von Blei, Quecksilber, 6-wertigem Chrom sowie
PBB bzw. PBDE.
Diese Umstellung auf „bleifreie“ Elektro(nik)produkte hat erhebliche
Auswirkungen auf die gesamte Wertschöpfungskette: von
Produktdesign und Entwicklung über Einkauf und Logistik,
Elektronikfertigung und Qualitätssicherung bis zum Produktrecycling.Die RoHS ist eine Richtlinie der EU. Wie der Text schon sagt, handelt handelt es sich um den Verzicht von schwermetallhaltigen Verbindungen in der Industrie.
Was du privat treibst, ist deine Sache. Es dreht sich hier um die Entsorgung. Hierbei geht es auch um die verzinnten Anschlußdräht von Bauteilen. Das bleifreie Löten erfordert komplett andere Arbeitsprozesse in der Fertigung.
Wenn man selbst mal bleifrei lötet muß man sich total umstellen. Ausschauen tut es immer wie eine kalte Lötstelle.Gruß Hans
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Kann denn irgendjemand sagen, wo man das bleifreie Lötzinn noch kaufen kann? Bis zum 01.07.2006 darf es ja noch offiziell vertrieben werden! Leider konnte ich nier keinen Händler finden der noch welches hat! Für Hilfe, bzw Adressen wäre ich dankbar!
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Also ich hab meines bei Mükra gekauft, weiss nicht ob Du da ne Filiale in der Nähe hast.
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Also, wer noch was braucht vom bleihaltigen Lötzinn...
Conrad hat anscheinend noch jede Menge auf Lager! Nur zur Info
Habe mir jetzt ein paar Kilo auf Lager gelegt!
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Ich bin auch der Meinung, dass es Bleilot noch laenger geben wird, weil sich bleifreies mit nicht-bleifreiem nicht vertraegt. Darum muss man auch die passenden Bauteile verwenden und die passenden Loetgeraete usw. Wenn man ein Bauteil verwendet, dass mit Bleilot verzinnt ist (oder mit Zinnlot verbleit
), dann kann man es nicht mit bleifreiem Lot loeten, wenn man eine Loetspitze jemals mit Bleilot verwendet hat, dann kann man mit ihr kein bleifreies Lot mehr verarbeiten ...Fuer die Industrie heisst das: alles schlagartig auf bleifrei umstellen, Altbestaende wegwerfen/verchecken. Fuer Servicebetriebe (uns) heisst das: doppelte Lagerhaltung (alt/neu) + am besten zwei Loetplaetze!
Loeten mit dem neuen Lot ist echt nicht der Hit, Problem ist wohl u.a. dass neue Lote einen Schmelzbereich (keinen -punkt) haben und dass es nicht mehr _das_ Elektroniklot gibt, sondern - je nach Anwendung - 10erlei verschiedene

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Moin,
zur Frage bleifreie Lötstelle/Bauteil mit bleihaltigem Lot löten und umgekehrt gibt es nur eine richtige Antwort: kein Problem! Eine Ausnahme sind Wismuthaltige Lote, doch damit wird man in unserer Praxis kaum konfrontiert.
Bleihaltiges Lot enthält Zinn, Blei, Kupfer als eutektische Legierung, bleifreies enthält natürlich kein Blei, dafür zuweilen Silber, aber auch reine Zinn Kupfer Lote gibt es.
Die bisher übliche Legierung mit Blei bietet den Vorteil gut zu fließen und an einem definierten Erstarrungstemperaturpunkt schlagartig fest zu werden, so wird das flüssig glänzende Aussehen quasi eingefroren. Der Zeitbereich in dem man nicht wackeln darf ist kurz. Bleifreie Lote haben dagegen einen Temperaturbereich in dem sie langsam fest werden, dabei bilden sich Kristalle, die das matte Aussehen zur Folge haben. Zudem ist der Zeitraum, in dem die Lötstelle nicht bewegt werden darf elend lang. Fatal ist, daß man beim Löten alles richtig machen muß, da das Aussehen der Lötstelle keine Kontrolle ermöglicht. Bleifreie Lötstellen sehen immer scheiße aus, gute wie schlechte.
Mischt man die Lote passiert nichts weiter als daß die Lötstellen dann nach bleifreien Lötstellen, also schlimm aussehen. Und natürlich, daß der Zeitablauf der Erstarrung irgendwo zwischen bleifrei und eutektisch liegt was lästig ist aber kein Hinderniss.
Zum Beispiel bei Lötstellen Kabel an Stecker muß man sich umgewöhnen. Freihandbruzzeln, schon immer ein Risiko kalte Lötstellen zu produzieren geht nun garnichtmehr. Man muß definitiv beide Teile fixieren, also nicht nur den Stecker, sondern auch das Kabel.
Lästig finde ich die konsequenten Fehlinformationen, mit denen der Umsatz angeblich nötiger bleifreier Löttechnik angekurbelt wird. So wird zum Beispiel behauptet Magnastat wäre untauglich, natürlich gefördert von Vertrieben, die diese Technik nicht anbieten. Wofür ein neuer Lötkolben? Bleifreies Lot ist ab etwa 220° flüssig. Heißere Spitzentemperaturen als bisher verbieten sich, weil das Flußmittel verkokelt. Letztenendes ist nur das nötige Festklemmen der zu verlötenden Teile neu. Der Rest ist wie schon immer => Übung. Ich verstehe auch nicht, wie man sich freiwillig Bleidämpfen aussetzen kann...
Gruß
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sehr ärgerlich ist, daß viele alte Halbleiter nun nichtmehr gefertigt werden da sie immer vorverzinnte Anschlüsse hatten, man nimmt es zum Anlaß um diese Nichtverdiener vorzeitig rauswerfen zu können.
Wir sind somit gut beraten nochmal Endstufen für alte Schätzchen einzulagern, sie werden knapp. -
Tach,
hab letzte Woche mal versucht, an paar SMD-Bauelementen bei meiner Digicam rumzulöten. Mit bleifrei hatte ich stat einem Kondensator gleich ne handvoll in der Hand (am Lötkolben kleben). Da das Flussmittel viel zu schnell verdampft war es auch nichtmehr möglich, ne saubere Lötstelle hinzubekommen.Hab dann einfaches Bleihaltiges Lötzinn genommen und sofort hats geklapt. und saubere Lötstellen!
Kann mann als Privatanwender überhaupt zuverlässig Bleifrei SMD's Löten?Ausserdem frag ich mich, ob das bischen Blei wirklich gesundheitsschädlicher ist, als das Flussmittel bei Bleifreiem. Stinkt zumindes ziemlich ungesund :twisted:
LJbigFISH
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