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Noch ne Frage an Digitalpultbenutzer

  • guma
  • 2. Oktober 2005 um 22:43
  • guma
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    • 2. Oktober 2005 um 22:43
    • #1

    Bin da noch über was gestolpert, das von den Digitalpultliebhabern vielleicht so ein bischen unter den Tisch gekehrt wird:

    Bei den Potis einer Analogklangregelung machen wir uns darüber nass wie die Regelung über den Potiweg verteilt sein muß oder wie ein Panpoti das "Panorama" auf den Regelweg verteilt und das wird sogar zum Qualitätsmerkmal erhoben.

    Wenn ich nun aber an den Encoderknopf eines Delays oder Hallgeräts denke, kann ich mir kaum vorstellen wie ein dort übliches "Gekurbel" einen präzisen Zugriff wie 1,4 Khz -5dB mit einem Griff zulassen kann.

    Natürlich kann man hoffen, dass die Wertebereiche jeweils vernünftig gewählt sind allerdings habe ich nun schon mehrfach zu hören bekommen, dass die Regelwege entweder "fragmentiert" sind, Aussetzer haben wie die Encoder früher Digitaleffekte, bei zu schnellem Drehen überschießende Werte produzieren, ein ziemliches Delay zwischen Encoderbewegung und tatsächlicher Werteänderung existiert oder das Einstellen eines angestrebten Wertes ein mehrmaliges vor- und zurück kurbeln erfordert.

    Wenn das so ist, kann das eigentlich nur Menschen nicht stören, die nicht so genau wissen was sie tun, oder ?

    Bitte eure Erfahrungen und Meinungen.

  • kater
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    • 2. Oktober 2005 um 23:14
    • #2
    Zitat von "guma"

    kann ich mir kaum vorstellen wie ein dort übliches "Gekurbel" einen präzisen Zugriff wie 1,4 Khz -5dB mit einem Griff zulassen kann.

    Entweder hab ich dich falsch verstanden oder:

    Dreh-Encoder gibt es ja auch schon etwas länger, wenn hochwertige verbaut sind und die nicht ausgelutscht sind wird die Drehbewegung auch richtig umgesetzt, ich hab ja nur mit den kleineren Yamaha-Digi-Pulten zu tun, und da könnt ich mich nicht beklagen. Endlose Encoder lassen ja noch viel genauere Zugriffe zu also analoge Potis, und nachdem die Einstellungen ja auch grafisch wiedergegeben werden ( wir gehn jetzt mal davon aus der Prozessor macht auch wirklich das was der Display sagt ), dann lässt sich eine Absenkung um 5dB bei 1,4KHz wesentlich genauer einstellen als mit analogen Potis. Wobei es ja auch nicht darum geht bei 1,4KHz 5 rauszuziehn, sondern am Sound die gewünschte Änderung vorzunehmen, idealerweise natürlich mit Sprungfreien und präzisen Encodern, aber wie gesagt, für mich sind die zufriedenstellen.

    Sowas stupides wie Courser-Taster ( 02R, aber evtl. ausgelutscht ) zicken da öft mehr ....

    Was juggt mich der Benzinpreis, ich tank eh immer nur für 20 Euro :D

  • tobse
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    • 2. Oktober 2005 um 23:26
    • #3

    ich seh das ganze etwas kritischer,
    arbeite im moment viel mit dem dm2kv2 und bin da seh enttäuscht von den encodern,,
    weißen immer mal wieder die genannetn bugs auf,, keine saubere lineare verteilung der funktion über den potiweg, anzeigen sind ungenau,
    bei schneller drehung schießen sie übers ziel hinaus, verzögerung zwischen poti drehen und funtkion setzt ein, speziell beim schnellen drehen,,

    ich benutze die encoder so gut wie gar nicht.,..
    höchstens mal für den gain von ferngesteuerten preams oder panorama aber nur wenns auch mal langsam gehen darf :D

    aux send für iem oder effekte (speziell delay) über die dinger zu regeln is einfach net drin.

    ich benutz so gut wie nur das jogdial die dm2k encoder find ich zum
    :twisted:

    Aber ich denk da ist wie so oft viel persöhnlicher geschmack dabei
    LG Tobse

    Tobias Scherzinger
    Freelancing Sound (FOH Monitor Stage)
    Pforzheimerstr. 4
    75242 Neuhausen
    Mobil 0174/3157535
    mailto: Tobse@knightliner.de

  • kater
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    • 2. Oktober 2005 um 23:41
    • #4
    Zitat von "Tobse"

    verzögerung zwischen poti drehen und funtkion setzt ein

    Wobei der Fehler da denke ich eher am wenigsten beim Encoder zu suchen ist, was der Encoder ausgibt muss natürlich auch richtig verarbeitet werden, wobei, könnte das mit der Verzögerung nicht auch eine Frage der Rechenleistung sein?

    Was passiert denn wenn du per Jog wie wild am EQ reisst, dann keine Verzögerung? Das is ja auch ein Encoder, nur mit größerem Knopf ....

    Was juggt mich der Benzinpreis, ich tank eh immer nur für 20 Euro :D

  • tobse
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    • 3. Oktober 2005 um 03:24
    • #5

    hm gute frage wo genau der fehler entsteht kann ich dir nicht sagen, (encoder/software)

    Jedenfalls ist das problem meiner meinung nach bei der bedienung mit jog wesentlich geringer als mit encoder poti

    deshalb tippe ich eher auf den poti bzw die auswertung der poti daten als auf rechenleistung..
    aber ist natürlich nur ne vermutung

    LG Tobse

    Tobias Scherzinger
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  • rockline
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    • 3. Oktober 2005 um 08:37
    • #6

    Da kommt man an einem Punkt an den ich seit Jahren vertrete: alle Eqs kommen irgendwie zum gleichen Ziel!
    Speziell bei Yamahas 01V96 drehe ich rein gehörmäßig am EQ um irgendwelche Korrekturen zu erreichen. Die vorgehensweise ist instinktiv; will heißen ich senke erst mal ab, stelle eine schmale Güte ein und suche die Frequenz!
    Genauso benutze ich analoge Eqs, habe ich noch die Wahl verstellbarer Güte umso besser.

    Unterm Strich interessiert mich aber weniger der Regelweg zum Ziel. Ob der eine EQ füher, der andere später "greift" ist mir recht unwichtig!

    Daher bin ich im allgemeinen froh, wenn brauchbare Pulte wie zb. Yamaha gut gemachte EQs überhaupt haben. Alles andere ist doch sowieso subjektiver Eindruck!
    Stefan

  • guma
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    • 3. Oktober 2005 um 10:16
    • #7
    Zitat von "rockline"

    ich senke erst mal ab, stelle eine schmale Güte ein und suche die Frequenz!

    Das mache ich auch so, wenn ich mir unschlüssig bin oder beim Soundcheck wenn ich Zeit habe und sozusagen von vorne anfange.

    Allerdings ist es mit den Jahren auch häufig so geworden, das ich genau höre, was ich tun muß, also sagen wir mal "ich muss den Bläsern 4,5 Khz wegnehmen damit die Sänger mehr Platz haben". Dann will ich das gezielt tun können, ohne viel hin und her zu drehen.

    @ Kater

    Ich glaube wir haben uns missverstanden, ich meinte nicht, ob es überhaupt geht, sondern ob es schnell, präzise, mit einem Griff geht.

    @ all

    Interessant, dass ich meine Anfrage allgemein formuliert hatte und dabei der DM 2K ins Gespräch kommt. Genau von diesem Pult hat man mir das auch erzählt. Ich wollte jetzt wissen ob andere Digipulte das auch haben ???

  • kater
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    • 3. Oktober 2005 um 12:30
    • #8
    Zitat von "guma"


    @ Kater

    Ich glaube wir haben uns missverstanden, ich meinte nicht, ob es überhaupt geht, sondern ob es schnell, präzise, mit einem Griff geht.

    Weiss jetzt nicht so recht ob es dir um das grundsätzliche Konzept geht oder darum ob es auch funtioniert. Bei ner Semiparametrik sind es ja auch immer 2 Griffe, und bei nem voll parametrischen 3, da geben sich analog und digital nicht viel, meine Meinung.

    Was juggt mich der Benzinpreis, ich tank eh immer nur für 20 Euro :D

  • guma
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    • 3. Oktober 2005 um 12:35
    • #9

    @ Kater

    Ich meine natürlich schnell, präzise, mit einem Griff pro Regler :roll: :roll: :roll: :roll:

    ich hoffe jetzt ist nichts mehr missverständlich.

  • ThomasA
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    • 3. Oktober 2005 um 13:16
    • #10
    Zitat von "guma"

    Allerdings ist es mit den Jahren auch häufig so geworden, das ich genau höre, was ich tun muß, also sagen wir mal "ich muss den Bläsern 4,5 Khz wegnehmen damit die Sänger mehr Platz haben". Dann will ich das gezielt tun können, ohne viel hin und her zu drehen.

    wenn du eh weisst was du machen willst, dann ist das auf digitalen konsolen doch um vieles einfacher als auf analogen. da drehst du den frequenzregler auf 4,5kHz, danach den gainregler runter und fertig. ob der ganze prozess jetzt mit einer minimalen latenz passiert ist für dich in diesem fall eigentlich egal. eine etwaige latenz nervt (mich) doch nur, wenn man über weitere frequenzbereiche fährt und problemfrequenzen sucht, findet, langsam zurück muss, usw.

    was dir als (offensichtlich) eingefleischtem analogpultbenutzer mehr fehlen wird ist eine intuitive eq kontrolle wie auf analogpulten mit denen du oft arbeitest.ein konkretes beispiel: mein hauspult hat semi-param. 4 band EQ, coaxial potis mit frequenz am ring und gain oben drauf. da denke ich nicht mehr in frequenzen, sondern in realen einstellungen: das hört sich so an als müsste das HMF band bei 10 uhr abgesenkt werden(, anstatt an 2,8kHz zu denken).

    eq einstellen auf digitalpulten ist also so ähnlich wie auf dir unbekannten analogpulten, wo du auch in frequenzen statt "uhrzeiten" denken musst.

    und: ja, es gibt auch digitalpulte, an denen man eine repräsentation der potistellung mittels led-kette oder ähnlichem hat, allerdings spürt man diese optische kontrolle noch immer nicht an den fingerspitzen (die beim einstellen dann auch noch eben diese anzeige verdecken), und auch ist mir bei bezahlbaren pulten (zB. Tascam DM24) diese anzeige viel zu grob.

    lg, th

    "Klappe zu Gehirn! Sonst kriegst du eins mit dem Wattestäbchen."
    H. J. Simpson

    Thomas Albenberger
    Österreich

  • bertz
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    • 3. Oktober 2005 um 13:20
    • #11

    Das was hier mit Regelweg bei den Potis angesprochen wird ist natürlich bei Digitalpulten Gewöhnungssache. Der "übers Ziel hinausschießen"-Effekt ist ja imho absicht der Entwickler. Das hat folgenden Grund:
    Welches Analoge Pult hat Auf einem Poti (eine Umdrehung hat eben nur 360°) das gesamte Frequenzspectrum??? Wenn ich dann mal schnell von 10kHz zu 54Hz muss, würde das eine Ewigkeit dauern, wenn ich mit einem gleichmäßig arbeitenden Poti dahin wöllte. Andersherum ist ein gröber arbeitender Poti im kleinen Bereich nicht präzise genug. Also baue ich eine Funktion ein, die mir erlaubt bei schneller, kurzer Bewegung einen Riesensprung erlaubt und bei langsamer Betätigung kleine Veränderungen macht. Als Kontrolle hab ich ja immernoch das Display.

    Zur Verzögerung:
    Das halte ich nicht für schlimm. Die Verzögerungszeit ist so gering, dass das meiner Meinung nach nicht ins Gewicht fällt. Und sind wir doch mal ehrlich: die Millisekunden, die ich bei digitalen EQs hab, brauch ich auch bei analogen EQs, um zu hören, ob ich die richtige Frequenz bei den meist schlecht beschrifteten Potis erwischt hab und nachregeln muss. Bei den digitalen seh ich die Frquenz ja immer wirklich auf dem Display.

    Fazit:
    Digitalpulte erfordern nunmal eine andere Arbeitsweise (siehe Headroom usw...). Imho ist eine schnelle und präzise Einstellung ebenso möglich, wie bei analogen Konsolen. Meine persönliche Arbeitsweise hat sich da auch etwas geändert: bei Analog ist die Kontrolle nur über Gehör erfolgt. Jetzt hab ich Displayangaben, die ich für genaueres Mischen natürlich als Rückversicherungsquelle mitnutze.

    http://www.klanggeschaeft.de

  • guma
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    • 3. Oktober 2005 um 14:26
    • #12
    Zitat von "ThomasA"


    da drehst du den frequenzregler auf 4,5kHz, danach den gainregler runter und fertig.

    Das scheint ja eben bei manchen Digitalen eben nicht so zu sein. :roll:


    Zitat von "ThomasA"

    was dir als (offensichtlich) eingefleischtem analogpultbenutzer mehr fehlen wird ist eine intuitive eq kontrolle wie auf analogpulten mit denen du oft arbeitest.ein konkretes beispiel: mein hauspult hat semi-param. 4 band EQ, coaxial potis mit frequenz am ring und gain oben drauf. da denke ich nicht mehr in frequenzen, sondern in realen einstellungen: das hört sich so an als müsste das HMF band bei 10 uhr abgesenkt werden(, anstatt an 2,8kHz zu denken).

    NEIN ! ich denke nie in Uhrzeiten, dazu bediene ich zuviele verschiedene Mischpulte.

    Zitat von "ThomasA"

    so ähnlich wie auf dir unbekannten analogpulten, wo du auch in frequenzen statt "uhrzeiten" denken musst.

    unbekannt :?::?::?:

  • rockline
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    • 3. Oktober 2005 um 20:24
    • #13

    Mit einem "Dreh" ist das beim Digitalpult keineswegs getan. Speziell bei unserem Kandidat 01V96 ist das schon eine kleine frickeligkeit!

    Habe erst gerade wieder eine 01V Baustelle mit Top40 Band und 19 Kanälen gemacht, die EQs funktionieren wirklich gut und wirksam, aber das ständige Anwählen des Bandes (Low, Lowmid, Midhigh, High), die schauerei auf das Display was man macht usw. sind nicht zu vergleichen mit dem Dreh am EQ eines Analogpultes!
    Bei einem analogen Tisch mache ich Eq, Monitor und Mix mit 3 Händen gleichzeitig - undenkbar bei Digitalkonsole.

    Das übers Ziel hinausschießen der Encoder kenne ich beim 01V96 nicht, jedenfalls ist mir da noch nie etwas negativ aufgefallen!

    Im Fazit mag ich beides; die schnelligkeit und Effektivität der Analogkonsole, aber auch die Präzision und Vielfalt im Digipult. Letztlich kommts auf die Baustelle und Situation an. Beim Festival mit Monitor von FoH habe ich keinen Bock auf digitale EQs!
    Stefan

  • Mister.Lange
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    • 4. Oktober 2005 um 20:30
    • #14

    @ Rockline

    Das Problem löst sich ja bei größeren Pulten dann auf, wenn ein kompletter Kanal bediehnt werden kann ohne umschalten und/oder Displaynutzung.

  • guessi
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    • 5. Oktober 2005 um 00:28
    • #15

    beim mackie tt24 kann man die "beschleunigung" der endlosregler einstellen. mein erster eindruck ist jedoch, daß alle einstellungen oberhalb des untersten viertels nicht zu verwenden sind, da dann eine schnelle bewegung zu unkontrollierbar großen sprüngen führt.

  • guma
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    • 5. Oktober 2005 um 20:02
    • #16

    Hmmm,

    Schade, Schade, Schade, ich hatte mir in diesem wie in dem schon länger laufenden Thread " Betiebssicherheit der digitalen und analogen Pulte"
    vorgestellt, dass gerade diejenigen, die ihr o1v, DM 1000/2000, PM5D, Innovason, Digico, Mackie tt24, Behringer DDX 3216 u.s.w. schon eine Weile haben, inzwischen 'über der Sache' stehen.

    Nach der ersten 'ich habe mich jetzt für digital entschieden, also muss es gut sein' Psychologie sollte eigentlich eine gewisse Ernüchterung eintreten, die einfach dazu führt, dass man sagt: "Es ist toll aber ich hätte dasunddas gerne anders oder besser". Ein kreatives Zurücklehnen der User, ein jetzt objektives ' Was ist gut und was ist nicht so gut', das der Technologie (und den Usern ) weiterhilft.

    Statt dessen zähes Schweigen !

    So entstehen keine besseren Bedienoberflächen und keine besseren Klangeigenschaften !!!!!!!

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass Ihr wirkich so unkreativ seit !!!!!!

    Daher neuer Versuch mit neuem Thread.

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