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Zu laute Konzerte?

  • sunride
  • 21. Oktober 2005 um 14:42
  • ADMIN
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    • 24. Oktober 2005 um 01:59
    • #21
    Zitat von "sunride"

    Die Lautstärken die heute überall gefahren werden und die auch viel häufiger present sind, führen ja vielleicht zu einer neuen tauben Generation? Mal abwarten, haben wir ggf. einen HNO-Arzt hier? ;)

    Stand "der verbreiteten Statistik" ist, dass jeder vierte Berufsanfänger bereits einen Gehörschaden hat.

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • wora
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    • 24. Oktober 2005 um 02:48
    • #22
    Zitat von "ADMIN"

    ...
    Stand "der verbreiteten Statistik" ist, dass jeder vierte Berufsanfänger bereits einen Gehörschaden hat.


    wow!
    stimmt das wirklich?

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • tonholg
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    • 24. Oktober 2005 um 03:58
    • #23

    mag sein dass das stimmt.
    aber das liegt wohl eher an den obligatorischen i-pods, mp3-playern etc. als an zu lauten konzerten, oder?
    gruss
    holger

  • Jeremy
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    • 24. Oktober 2005 um 06:52
    • #24
    Zitat von "tonholg"

    mag sein dass das stimmt.
    aber das liegt wohl eher an den obligatorischen i-pods, mp3-playern etc. als an zu lauten konzerten, oder?
    gruss
    holger

    Sowohl als auch. Das ist ein Teufelskreis, bei dem es völlig müßig ist, sich darüber zu streiten, ob der Walkman (und seine modernen Nachfahren) oder die Discothek die Hauptschuld tragen. Der eine muss jeweils die Defizite übertönen, die der andere bereits hinterlassen hat, und umgekehrt.

    Mein HNO-Arzt hat mir beim letzten Kundendienst gesagt, dass das Hauptproblem vieler Leute daran liegt, dass sie nirgends mehr zu Ruhe kommen. Wer hat denn heute noch die Gelegenheit, mal absolute Stille zu erfahren?

    --
    Jeremy

    Harvard'sches Gesetz für Tierversuche: "Unter sorgfältigst kontrollierten, dokumentierten und jederzeit reproduzierbaren Laborbedingungen verhalten sich Versuchstiere immer so, wie es ihnen gerade passt."

  • DJ Detto
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    • 24. Oktober 2005 um 10:33
    • #25
    Zitat von "wora"


    wow!
    stimmt das wirklich?


    Würde der ADMIN lügen?????

    :D:D:D:D:D:D:D:D:D:D

    Detto

    Ich glaube der Zahl schon ....siehe Lautstärke im PKW.

    Erfolg hat nur,
    wer das eigentliche Problem wirklich löst!!!

  • manuela
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    • 24. Oktober 2005 um 11:59
    • #26
    Zitat von "DJ Detto"

    ein sehr kurzfristiges Denken - liebe Manuela. Solange, bis irgendein Anwalt Papa Dich verklagt, weil Du seiner Tochter die Ohren geschädigt hast. Und meiner Meinung nach zurecht!!!!!!

    Wir haben als PA Profis auch eine gewisse Verantwortung - finde ich. dafür lasse ich mich auf Parties gerne beschimpfen.

    Detto

    Wo wir grade bei Papis sind...
    in einer Firma meines Vaters war jetzt auchmal eine Schallpegelmessung.
    Das Ergebis bescheinigt eine Arbeitsplatzlautstärke die einen Gehörschutz zwingend erforderlich macht.
    Da hängen überall die Kreise rum, Kopf mit Hörer (Anweisung: Gehörschutzpflicht)
    Und von den Mitarbeitern (Männer und Frauen) trug niemand sowas obwohl es in großer Menge verfügbar ist.
    Vermutlich verstehen sie das nicht wenn man es ihnen sagt da sie alle einen Gehörschaden haben ! Weiterhin wurde beanstandet: Nur eine der Frauen trug Arbeitssicherheitsschuhe mit Stahlkappen, bei den Männern sahs erheblich besser aus.
    Es liefen Leute unter gehobenen Lasten rum.
    Und die Kranführer tragen meist keinen Helm (auch die sind in Mengen verfügbar). Handschuhe werden scheinbar auch nur von Frauen benötigt... "das behindert mich beim Arbeiten".

    Und dieses Volk soll sich einen Gehörschaden zuziehen wenn man richtig Rock n Roll gemacht wird ? Ich liebe moderate Beschallungspegel. Aber wenn der Veranstalter ausdrücklich meint das reicht nicht gibts eben mehr 8)

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • wora
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    • 24. Oktober 2005 um 12:13
    • #27

    dabei ist der große modetrend mit fetten anlagen im auto doch längst vorbei. natürlich gibt es da noch welche, aber das sind lange keine 25%...
    daran allein kanns also nicht liegen.
    meines wissens nach summiert das ohr seine lautstärkeerfahrungen auf, das bedeutet wenn die ruhepausen nach lauten ereignissen nicht lange genug sind kann sich das ohr natürlich nicht erholen.

    ich habe als jugendlicher am eigenen leib erfahren wie das sein kann. damals kam der walkman auf den markt und ich habe mir einen gekauft. und dann hab ich mir quasi rund um die uhr laute musik gegeben, in der straßenbahn, im bus, auf dem fahrrad, nur auf dem moped nicht - aber das war auch alleine laut genug... dann habe ich am wochenende viel getanzt - und zwar immer direkt vor den boxen weils da am lautesten war.
    später mutierte ich dann zum DJ und hatte auch noch die macht über die regler... (am arbeitsplatz trug ich übrigens immer den gehörschutz, bei uns waren es eher wenige die ihn nicht trugen)
    das ergebnis ist ein tinnitus, den ich nun schon seit 25jahren mit mir rumtrage. mit beginn dieser erscheinung begann ich dann, weniger musik zu hören, später kaufte ich mir einen gehörschutz für fremd-veranstaltungen.

    ich kann mir also durchaus vorstellen, das die nutzung von iPod & CO an den gehörschäden die hauptschuld trägt. und den letzten dolchstoß bekommt das ohr dann durch die zum teil wirklich abartigen pegel in den heutigen diskos (mit ihren billigen klirrerzeugern) und liveveranstaltungen.
    und wer dann zu 100% sicher sein möchte das er nen schaden davonträgt, der baut sich auch noch ne richtig laute anlage ins auto, quasi als walkmanersatz...

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • manuela
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    • 24. Oktober 2005 um 12:27
    • #28

    ich denke es sind die Arbeitsplätze und die vorsätzliche Nichtbeachtung von Tragepflicht Gehörschutz. Das mach 8-10 Std/Werktag,
    die halbe Std. die man mal Auto fährt oder auch ein Rockkonzert mit 120dB das ist zwar heftig aber kurzgenug um Ausnahme zu bleiben. 8)

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • wora
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    • 24. Oktober 2005 um 13:23
    • #29

    dann beobachte mal die jugendlichen, wenn man sie in der öffentlichkeit sieht haben die meisten wirklich immer einen hörer im ohr.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • sunride
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    • 24. Oktober 2005 um 13:27
    • #30

    Leider nein, die Konzerte sind die heftigere Belastung:

    Arbeitsplatz:
    Gehörschutz erforderlich ab 85db(A) gemittelt über 8h.
    Oder andersrum, die Grenze bei 8h Lärm liegt bei 85db(A).
    Führst du das jetzt fort, sieht man das Problem recht schnell:

    85db(A) 8h
    95db(A) 48min
    105db(A) 4,8 min
    115db(A) 28 Sekunden

    d.h. auf der Autofahrt mit 105 db(A) hast du schon Dein Tagepensum weg.
    By the way, was bringt so ein ipod an max. Pegel?

    Entscheidet ist jetzt noch, wie lange die Erholphasen nach Lärm sind. Wenn diese zu kurz sind, tritt eine bleibende Schädigung ein. (Diese sind zwar nur geringfühig, summieren sich aber über die Jahre.)
    Und bis jetzt konnte ich noch keine Beschallung um 2 Tage verschieben, mit dem Hinweis auf meine Ohren 8)

    Durch einen minimalen Tinitus auf dem linken Ohr (nur zu hören, wenn es absolut still ist) bin ich mittlerweile doch etwas vorsichtiger bei dem Thema Lautstärke geworden. Und gerade wenn es gut klingt, schätzt man einen Schallpegel doch geringer ein, als er ist.

  • wora
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    • 24. Oktober 2005 um 13:32
    • #31
    Zitat von "sunride"

    ...By the way, was bringt so ein ipod an max. Pegel?...


    also 100dB schafft er mit sicherheit.

    Zitat von "sunride"

    ...Und gerade wenn es gut klingt, schätzt man einen Schallpegel doch geringer ein, als er ist.


    leider ja.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • ADMIN
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    • 24. Oktober 2005 um 14:50
    • #32
    Zitat von "Manuela"

    ich denke es sind die Arbeitsplätze und die vorsätzliche Nichtbeachtung von Tragepflicht Gehörschutz.

    Bei Berufsanfängern eher nicht...

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • manuela
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    • 24. Oktober 2005 um 14:56
    • #33
    Zitat von "sunride"

    Führst du das jetzt fort, sieht man das Problem recht schnell:

    85db(A) 8h
    95db(A) 48min
    105db(A) 4,8 min
    115db(A) 28 Sekunden.

    so gesehen überzeugt es mich völlig. Ich hab das erheblich lockerer eingestuft in der Zunahme.
    klasse Beitrag, danke 8)

    Die "Idealkonzertbeschallung" entspricht somit grob gepeilt 90 - 92dB(A) im Durchschnitt. Imho würden die Gäste fragen was das soll, es gäb Ärger, nun greift der Unterschied zwischen Theorie und Praxis...

    Sicherlich auch eine Frage der Kapelle, wenn da Metal antritt reichts gewiß nicht. Die Kunst ist also auch, die "sehr lauten Passagen" mit soften Sachen aufzulockern um so einen guten Schnitt zu bekommen der Erholpausen bietet.

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • chris216
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    • 24. Oktober 2005 um 16:13
    • #34

    Dabei sollten wir allerdings beachten, dass es hier (imho) um Leq-Pegel geht.
    Ich zitiere aus der DIN 15905 Teil 5 (Erläuterungen zu Abschnitt 3):

    Zitat

    "In der UVV 'Lärm' (VBG121) vom 1.12.1974 und der Arbeitsstättenverordnung [...] sowie in der EG-Richtline 86/188/EWG sind als Grenzwert für den Beurteilungspegel für Arbeitslärm bei einer Einwirkungsdauer von 8 Stunden [...] ein Wert von 85dB gemeinsam mit einem Schutzmaßnahmenkatalog und ein Wert von 90dB mit einem verschärften Schutzmaßnahmenkatalog festgelegt[...].
    Ein Grenzwert von 90dB [...] (für 8 Stunden) entspricht einem Grenzwert von 96dB für eine Beurteilungszeit von 2 Stunden. Der in Abschnitt 3 dieser Norm festgelegte und gegenüber 96dB erhöhte Grenzwert von 99dB für eine Beurteilungszeit von 2 Stunden ergab sich aus einer Abwägung folgender Gesichtspunkte im Hinblick auf die Belastung des Publikums in Theatern und Mehrzweckhallen:

    - Die Personen besuchen nicht täglich Musikdarbietungen;
    - zwischen mehreren einzelnen Musikdarbietungen findet eine Gehörerholung statt;
    - die durchschnittliche Belastung des Publikums ist geringer als die Belastung der Personen am Hörerplatz, wie er in Abschnitt 4.2 als Maßgeblicher Immisionsort fesgelegt ist, an dem der höchste Schalldruck erwartet wird.

    [...]


    Mit diesen schon öfters diskutierten 99dB(A) Leq kann man durchaus gute Konzerte erleben...

    Gruß,
    Christoph Holdinghausen

  • sunride
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    • 24. Oktober 2005 um 16:41
    • #35

    mit den
    Mit diesen schon öfters diskutierten 99dB(A) Leq kann man durchaus gute Konzerte erleben...
    stimme ich voll überein.
    Nur eben wie gesagt, das Ohr braucht eine Erholung danach.
    (Aber bei 99db(A) Leq hat mein kein Ohrenpfeifen nach einem Konzert, oder lieg ich falsch?).
    Entscheiden ist halt, das man genug Pausen nach so einer Beschallung hat. Das kann nach einem lautem Konzert schon mal 2 Tage sein.
    Geht jetzt jemand Freitags und/oder Samstags mehrer Stunden in die Disco, lautes Auto auf dem Weg zur Arbeit, mp3 Player, lauter Arbeitsplatz....schon wundere ich mich nicht mehr, wenn das Verlangen nach lauten Konzerten höher wird ;)

  • wora
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    • 24. Oktober 2005 um 16:59
    • #36
    Zitat von "sunride"

    ...Aber bei 99db(A) Leq hat mein kein Ohrenpfeifen nach einem Konzert, oder lieg ich falsch?...


    kommt drauf an: wenn dieser pegel beispielsweise von piezo-hochtönern erzeugt wird kanns trotzdem hinterher pfeifen... bei einem klirrarmen system kann man hingegen auch höhere pegel ohne anschliessendes "pfeifkonzert" ertragen. so zumindest meine erfahrung.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • sunride
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    • 24. Oktober 2005 um 17:07
    • #37

    jepp, hab erst vor einiger Zeit entdeckt, das im low-cost Segment wieder Piezzos verbaut werden, dabei dachte ich die hätte man endgültig in den 80ern verbannt! Jemand der so was mehr als einmal einsetzt, dem gehören die Trommelfelle rausgeschnitten....
    (ok, ich hab es in der absoluten Anfängerzeit auch mal gemacht, die waren halt so billig die konnte man regelmäßig ersetzen. War aber auch das erste was ich ganz schnell abgeschafft habe. Ich habs es unter absoluter Jugendsünde verbucht :wink: )

  • tonholg
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    • 24. Oktober 2005 um 19:29
    • #38
    Zitat von "wora"


    kommt drauf an: wenn dieser pegel beispielsweise von piezo-hochtönern erzeugt wird kanns trotzdem hinterher pfeifen... bei einem klirrarmen system kann man hingegen auch höhere pegel ohne anschliessendes "pfeifkonzert" ertragen. so zumindest meine erfahrung.


    ja, das ist erstmal richtig. auf der anderen seite ist es doch so, das man sich bei modernen systemen, die eben sehr sauber und klirrfrei abbilden, eher bei der lautstaerke verschaetzt, da es eben keine verzerrungen gibt, die einen denken lassen: "huch, das ist jetzt zu laut..." stichwort subjektive lautstaerke.
    ausserdem gibt es auch einige kollegen, die erstmal alles auf null db fahren, auch wenn das in einem kleinen club viel zu laut ist, nach dem motto :"wieso, ist doch alles im gruenen bereich", denen quasi das gespuer fuer einen angemessenen pegel fehlt.
    gruss
    holger

  • MarkusZ
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    • 24. Oktober 2005 um 20:42
    • #39
    Zitat von "Manuela"

    Die Kunst ist also auch, die "sehr lauten Passagen" mit soften Sachen aufzulockern um so einen guten Schnitt zu bekommen der Erholpausen bietet.


    Das ist ein weit verbreiteter IRRTUM (lässt sich das eigentlich wirklich nicht ausrotten? :( ) . Aufgrund der energetischen und logarithmischen Zusammenhänge ist es in der Praxis nahezu ausgeschlossen, durch eine leisere Passage den LEQ runterzudrücken. Auf den LEQ reagiert letztlich auch unser Gehör! Wer an den Reglern eines Pultes steht, sollte das eigentlich wissen!

    Ich präsentiere hier zur Verdeutlichung mal ein Extrembeispiel zwecks Abschreckung:
    http://www.zehner.ch/leq.htm

    P.S.: Dein Profil enthält keinen Realname.

    EDIT: Habe noch ein Beispiel, das etwas näher an der Praxis ist hochgeladen.

    Markus Zehner

    http://www.zehner.ch/

  • wora
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    • 24. Oktober 2005 um 22:32
    • #40
    Zitat von "tonholg"

    :::ausserdem gibt es auch einige kollegen, die erstmal alles auf null db fahren, auch wenn das in einem kleinen club viel zu laut ist, nach dem motto :"wieso, ist doch alles im gruenen bereich", denen quasi das gespuer fuer einen angemessenen pegel fehlt...


    oh ja, davon kenn ich auch welche.

    im sommer hab ich auf nem kleinen open air nen kollegen (den ich eigentlich ganz gut leiden kann) darauf angesprochen, warum er denn bei seiner band so nen hohen pegel gefahren hat.
    er antwortete: "das war doch nicht zu laut"
    ich:" du hast am mischpult 106dBA gefahren, was glaubst du was da vor der bühne los war?
    er:"das ist doch ein linearray. da steigt der pegel nach vorne kaum an"...

    zur erklärung: das pult stand etwa 20m vor der bühne und das "linearray" bestand aus 3xQ1 pro seite! wenn man der theorie glauben darf, dann kann man bei so einer kurzen banane und dieser entfernung wohl wirklich nicht mehr von einem linearray sprechen. zu den unempfindlichen ohren gesellen sich also oft noch eine gehörige portion unwissenheit...

    was glaubt ihr, wie viele tonleute haben denn schon mal was von den hier viel diskutierten 99dBA LEQ gehört?
    der prozentsatz dürfte wohl an einer hand ablesbar sein...

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

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