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Eine Frage der Dynamik - Compressoren, Expander, Gate

  • doclike
  • 1. November 2005 um 13:03
  • doclike
    Beiträge
    67
    • 1. November 2005 um 13:03
    • #1

    Hallo,

    In 2 Wochen steht unser nächster Gig an. Wir haben insgesamt 4 Bands die allesamt anständigen Rock-Hard Rock- Metal spielen. Also die härtere Schiene.
    Leider sind die akustischen Eigenschaften des Raumes nicht sooo toll. Wir hatten immer wieder Probleme mit Feedbacks und rel. schlechten Bühnensound.

    Bühne ~ 32 m².

    Wir haben nun vor so viel Soundmüll wie möglich zu eliminieren. Was mich besonders nervt: Wenn z.b. nicht gesungen wird kommt trotzdem über das Mikro sehr viel Hintergrund sound rüber. Ziel ist es nun beim Gesang, sowie bei den Gitarren ein Gate u. Compressor zu fahren, damit dieser Soundmüll schonmal entfernt wird !

    Wenn ihr irgendwelche brauchbaren Geräte um die 200-300 € empfehlen könnt, wäre ich euch sehr dankbar.

    Achja gefahren wird über ein A&H Mix Wizard 3 Pult (16:2).


    mfg doc

  • Meyerlein
    Beiträge
    248
    • 1. November 2005 um 13:50
    • #2

    Hallo Doc,

    klar, können wir Dir hier den üblichen Standard verklickern wie dbx, BSS und so weiter. Allerdings stellt sich die Frage, wer dann die Bedienung der Tools bis in zwei Wochen lernen will - denn Deine Frage läßt vermuten, daß Ihr momentan keine Dynamics nutzt. Leider reicht es nicht, die Kisten zu kaufen, zu verkabeln und dann die Automatik-Taste zu suchen.

    In der Tat kann bei der einen oder anderen Anwendung ein Gate helfen - ein Kompressor dient allerdings weniger dazu. Im allgemeinen stehen davor auch höhere Investitionen in hochwertige Mikros.

    Bevor ich Dich jetzt aber ganz frustriere - kennt Ihr nicht einen halbwegs erfahrenen Misch-Mann, der Euch bei einer handvoll VAs zur Seite stehen kann. Danach weiß man schon viel mehr.

    Abgesehen davon: wie kriegt Ihr vier (!) Bands auf einen WZ3 unter :shock:

    Gruss

    Meyerlein

  • Loloverde
    Profi
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    5
    • 1. November 2005 um 14:00
    • #3
    Zitat von "Meyerlein"


    Abgesehen davon: wie kriegt Ihr vier (!) Bands auf einen WZ3 unter :shock:

    Manchmal ist hier richtig komisch :wink:
    Habt ihr nie klein angefangen? Das erste mal immer gleich auf dem 56er Tisch?
    Schlagzeug, Bass und zwei Gitarren auf 11 Kanäle, dann hat man immer noch Platz für 5 Gesänge. Gestöpselt wird beim Umbau nicht. Maximal die Kanalzüge zwischen den Soundcheck aufgeschrieben.

    Gruß
    Rainer

    P.S. nichts für ungut, aber das verwirrt mich echt

    http://www.thewhitelodge.de

  • doclike
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    67
    • 1. November 2005 um 14:02
    • #4

    Meyerlein:

    Danke für die Antwort...mir ist bewusst, dass das ganze nicht sooo einfach zu handhaben ist. Zumindest mit Dynamics hab ich noch keine Erfahrung,... Ich denke aber, dass es soo schwer auch nicht sein kann.

    Für deine Frage mit den 4 Bands:

    Kanal 1-6 drums
    7-9 Vocs
    10+11 Git
    12 Bass
    13 Keys (mono)

    dann bleiben immernoch 3 übrig...

    die dynamics sollten ersteinmal sowieso nur als Gate dienen. Mehr kann man wie du sagst, nur durch Erfahrung richtig bedienen. Hauptsächlich geht es mir darum die Hintergrund Geräusche zu eliminieren. Also wenn der Gesang aussetzt, dass das Mikro automatisch heruntergeregelt wird.
    Oder wenn die Gitarre nicht spielt, dass nicht der gesamt Bühnensound trotzdem noch rüber kommt.

    mfg doc


    ps: Ich habe ja auch um Gottes Willen keine "Profi" Ansprüche. Ich will nur, dass wir mit unseren Mitteln das Beste herausholen. Die Frage ist dann halt ob ein Dynamischer Prozessor in der Qualität etwas bringt oder nicht. Ich meine schon. Wie gesagt Amateure-keine Profis.

  • Loloverde
    Profi
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    5
    • 1. November 2005 um 14:29
    • #5

    Hallo

    Das Problem mit dem Übersprechen werdet ihr auf den Gitarrenmikro kaum haben. Das größte Problem sind die Gesangsmikros und die Overheads.

    Vorraussetzung ist natürlich, das alles ordentlich gestellt wurde. Also kein Amp oder Monitor soll direkt in fremde Mikros strahlen.

    Gates auf dem Gesang sind sehr knifflig. Auf dem Background geht es gar nicht und beim Hauptgesang nur, wenn der Sänger nicht mit Dynamik arbeitet. Ansonsten muß man sie so empfindlich einstellen, daß sie schon beim ersten Snare-Schlag aufmachen.

    Stellt die Amps auf Ohrhöhe der Musiker, dadurch wird es schonmal automatisch leiser :wink:

    Gruß
    Rainer

    http://www.thewhitelodge.de

  • krishan
    Beiträge
    130
    • 1. November 2005 um 14:29
    • #6

    Eine weniger technische, sondern eher musikalische Anregung, die angesichts der genannten Stilrichtungen allerdings vermutlich ungehört verhallen wird: Wenn der Bühnensound miserabel ist, dann muss erstmal der Sound auf der Bühne besser (und das heißt in der Regel auch erheblich leiser) werden, bevor der Knöppedreher da mit welchen Geräten auch immer Wunder vollbringen kann. Das gilt gerade für Amateurkapellen in kleinen Sälen.

    Aber da hilft kein Predigen, hat damals bei mir auch nicht geholfen...

  • doclike
    Beiträge
    67
    • 1. November 2005 um 14:40
    • #7

    also Overheads fürs Drumset werden wir nicht einsetzen... der Raum ist dafür zu klein... Vielleicht wird damit schon einiges klarer.
    Die anderen Sachen (BD, Snare, Toms) werden einzeln abgenommen mit Opus 87 Mikros und auch nur beid Bedarf dazugemischt.

    krishan: ;) ;) ;) ;) ;) ;)


    Die Amps werden sowieso erhöht aufgestellt.

    gruss doc

  • Meyerlein
    Beiträge
    248
    • 1. November 2005 um 15:01
    • #8
    Zitat von "Loloverde"

    Habt ihr nie klein angefangen? Das erste mal immer gleich auf dem 56er Tisch?
    Schlagzeug, Bass und zwei Gitarren auf 11 Kanäle, dann hat man immer noch Platz für 5 Gesänge. Gestöpselt wird beim Umbau nicht.

    Gemach, gemach: natürlich haben wir auch klein angefangen - v.a. glaube ich, daß wir von "groß" immer noch Generationen entfernt sind, aber laß' mich doch meine Stirn runzeln bei vier Bands. Inzwischen hat Doc ja auch die Belegung "offen gelegt" und damit gezeigt, daß die Übergänge wohl diszipliniert ablaufen.

    Gruss

    Meyerlein

  • Seven
    Profi
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    Beiträge
    4.371
    • 1. November 2005 um 15:16
    • #9

    Bei solch schwierigen akustischen Umgebungen kann auch der Mixer als Kompressor arbeiten indem er immer einen Finger am Fader des Leadgesang hat. Geht natürlich nur mit timelag, geht nur richtig gut, wenn der Kollege das Programm auch kennt und geht auch erst, wenn er nicht noch an drei anderen Baustellen kurbeln muss.

    Aber generell mache ich das in kleinen Clubs schon öfter. Man muss halt immer sehen was auf der Bühne passiert und die Ohren aufhaben, aber das ist ja eigentlich unser Job oder?

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