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  4. Selbstbau und Reparatur Technik

NF über Netzwerkkabel RJ-45 (analog!)

  • boardmaster
  • 1. November 2005 um 16:22
  • boardmaster
    Beiträge
    14
    • 1. November 2005 um 16:22
    • #1

    Hallo,

    ich plane gerade an Single-Endstufe-Cases, also Amp + Controller + 1 HE Anschlussfeld. Alles soll möglichst kompakt, leicht und flexiebel sein.

    Wenn ich jetzt mehrere solcher Cases staple, möchte ich diese möglichst einfach NF-seitig durchpatchen können. z.B. ich geh von einer Signalquelle über 2x XLR (L + R) an das erste Case, von dort über Netzwerkkabel (aus Neutrik RJ-45 Buchse) mit dem analogen Signal an das zweite Case, von dort wieder weiter...

    Meine Überlegung:
    + Billig, da ich nur ein Kabel benötige und gleich Stereo patche
    + Kabel muss nicht trittfest sein, da ich nur ca. 0,5 m überbrücke
    + Kabel ist gut geschirmt und verdrillt
    + Kein entstehender Kabelsalat
    + Schnell und DAU-sicher

    Welche Fehler können bei so einer Beschaltung auftreten?
    Kennt jemand Eigenschaften von Netzwerkkabeln, die sich negativ auf das NF-Signal auswirken könnten?

    Für Tipps wär ich euch sehr dankbar.

    Viele Grüße und schönen Feiertag,
    Andreas

  • moogman
    Beiträge
    353
    • 7. November 2005 um 16:39
    • #2

    Hmm, bei den billigen Kabel wird das wohl nach sehr kurzer zeit brechen.

    Evt. wäre noch übersprechen zwichen Linken und Rechtem Kanal ein thema wenns mal unsymmetrisch gespeisst wird. Die Stecker sind leider nicht sehr robust und können trotz verigelung teilweise soweit rausgehen das sie keinen kontakt mehr haben.

    Und nun die Dau Sache, wass passiert wenn da Jemand wirklich mal netzwerk ranhängt oder ISDN, ...
    Ausserdem wie siehts mit Ersatzkabel auf dem Gig aus?

    In diesem Sinne.

    Eine Festinstallation kann auch im Wohnzimmer stattfinden. Das Publikum sind in diesem Fall die Nachbarn. ;)

  • Bassti
    Reaktionen
    1
    Beiträge
    1.055
    • 8. November 2005 um 10:43
    • #3

    Naja also billig sind auch nur die, wo man fertig kaufen kann mit angespritzten steckern...
    Da kann man allerdings auch genügend Ersatzstrippen bunkern.
    Elektrisch absichern wäre halt vielleicht doch noch ne Überlegung wert.

    Möge der Bass mit Euch sein! :D

  • manuela
    Beiträge
    9.103
    • 8. November 2005 um 11:41
    • #4

    nehm doch eine mehrpolige Steckverbindung der Fa HARTING.
    Damit bist du in guter Gesellschaft.

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • LC2412
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    Beiträge
    1.186
    • 8. November 2005 um 12:28
    • #5

    was ist billiger und multifunktionaler, als XLR-Kabel? 0,5m oder 1m, kann im Patchfeld des einzelnen Cases ja gesteckt bleiben und man steckt nur an den Vorgänger Line-Out wieder an. Macht so wenig Arbeit, alles bleibt am Platz und Ersatz ist auch schnell beschafft.
    Ich teile die Bedenken bez. flexiblen oder hochflexiblen Litzen und dem Übersprechen auch.

    Sonderkabel sind IMHO so lange wie möglich zu vermeiden, weil promt das verreckt als erstes und man hat keinen Ersatz dafür.

  • FOH-Schreck
    Beiträge
    57
    • 9. November 2005 um 18:57
    • #6

    Hallo,
    aus übertragungstechnischer Sicht würde ich eigentlich auch nur das Übersprechen L<=>R sehen, wobei bei einem halben Meter das nicht viel ausmachen wird.
    Wie meine Vorgänger sehe ich hier eher den mechanischen Aspekt kritisch! Wir reden hier über ein Summensignal, das ist mir in der Regel sehr heilig....
    1. Nehmen wir einmal an, ein Musiker bleibt mit der Klampfe an dem Kabel hängen, dann ist bestenfalls nur das Kabel am Arsch, genau so gut kann es aber auch deine Buchse aus dem Rack reißen (!), da die Einbaubuchsen noch anfälliger sind als die Stecker, damit wäre die Veranstaltung für dich gelaufen...
    2. Jetzt hast beim Aufbau plötzlich ein Problem mit einem Signal, bei einem XLR-Stecker kann man prima mit dem Ohm-Meter die Kontakte durchklingeln, das geht bei einem RJ45- Stecker nur schwer.
    3. Wenn Du unterwegs bist kann man einem Roadie schon mal einen XLR- Stecker und Lötkolben in die Hand drücken, wenn es darauf ankommt...

    Daher mein Vorschlag:

    Harting sind gut, hier aber nicht zwingend nötig, besorg dir doch vierpolige oder siebenpolige XLR- Stecker!
    - Die sind nicht teuer (bei http://WWW.Reichelt.de schnell lieferbar)
    - Haben bewährten robusten Aufbau
    - Jeder außenstehende Techniker wird das Kabel schnell als Tonkabel entlarven
    - Gut zu verarbeiten

    Grüße...

  • treibsand
    Verifiziert
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    1
    • 10. November 2005 um 09:26
    • #7

    ...alternativ dazu:
    das ganze mit 5pol XLR lösen, immer einen Schwung extra markierte Kabel mitnehmen, das ganze mit "KEIN DMX" beschriften.
    Dan kann man im allerschlimmsten Fall vielleicht sogar noch ein Lichtkabel schlachten und die Stecker komlett auflöten.

    Meine einzige Kritik an deiner Idee wäre, daß mir sie Stecker auch zu fitzelig sind, die Kontakfläche zu klein (bei Bewegung) und die verriegelung des Steckers ziemlich mies ist und schnell abbricht (bei "normaler" Benutzung).

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.

  • boardmaster
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    14
    • 10. November 2005 um 17:49
    • #8

    Bassti: Was meinst du genau mit elektrisch absichern?

    manuela: Harting Stecker wären zwar schon eine schöne Sache, aber zu groß für eine 1HE, 12 XLR-Bohrungen Rackblende von Adam Hall

    Mal zur Flexibilität. Es gibt Leute die jeden Morgen bei der Arbeit ihr Notebook über Patchkabel am Netzwerk anschließen.. und wieder trennen.. und Zuhause wieder anschließen.. usw.. und das schon seit 3 Jahren und das Kabel funktioniert noch einwandfrei.. so unrobust sind die glaub ich garnicht..

    Als Patchkabel würde ich vollgeschrimte Cat. 6 Kabel nehmen. Gehäuse geschirmt. Jedes Adernpaar ist verdrillt und geschirmt. Die vier geschrimten Adernpaare sind wiederum ineinander verdrillt und darüber kommt der Gesamtschirm. Am Controller laufen alle GND-Pole der XLR Anschlüsse zusammen, deswegen würde ich den GND auf Schirm des Netzwerkkabels legen. Dann kann ich mit einem Netzwerkkabel 4 XLR-Patchkabel ersetzen.

    Wenn ich z.B. Linken- und Rechten-Eingangskanal durchpatchen möchte, nehme ich ein 1-1 beschaltetes Cat. 6 Netzwerkkabel. Wenn ich 2 Ausgänge des Controllers weiterpatchen möchte (für Bass- oder Topendstufe) dann nehme ich ein Crossover Cat. 6 Netzwerkkabel. Bin also sehr flexiebel damit. Preis pro Kabel liegt bei 2 - 2,50 EUR, sehr preiswert.

    Wenn ich an der Zugentlastung nicht sparen möchte, kann ich auch die Neutrik RJ-45 Netzwerkstecker ranmachen. Für 3,- EUR pro Stück. Hat die Größe eines XLR Steckers, aber statt der Stifte einen RJ-45 Stecker.

  • treibsand
    Verifiziert
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    1
    • 11. November 2005 um 09:25
    • #9
    Zitat von &quot;boardmaster&quot;

    Es gibt Leute die jeden Morgen bei der Arbeit ihr Notebook über Patchkabel am Netzwerk anschließen.. und wieder trennen.. und Zuhause wieder anschließen.. usw.. und das schon seit 3 Jahren und das Kabel funktioniert noch einwandfrei...


    Äääh, du vergleichst nicht unbedingt den Umgang mit PA-Technik und mit Notebooks miteinander, oder??? :roll:
    Ersterer Kram sollte doch schon deutlich robuster dinemsioniert sein.
    Schliesslich transportiert man Amps, Boxen etc. auch nicht in so handlichen Notbooktäschen, oder lässt sich für den Laptop ein Case bauen.

    Mit vernünftigem Kabel und den Neutrik-Steckern siehts da ein wenig anders aus, dem Kram kann man schon trauen.
    Ist allerdings nach wie vor nicht "Normgerecht" und kompatibel, d.h. immer darauf gefasst sein, daß man deine Lösung auch mal umgehen muss, bzw. genügend passende Adapter/Kabel dabei haben.

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.

  • Micromann
    Beiträge
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    • 11. November 2005 um 11:19
    • #10
    Zitat von &quot;treibsand&quot;

    oder lässt sich für den Laptop ein Case bauen.

    .


    hmm treibsand das glaubst aber nur du ne im ernst ich hab mein notebook wenn ich auf tour bin in der tasche in nem amptown koffer, aber nur weils da noch besser geschütze ist. mein notebook hatte schonmal nen display schade, nachdem es beim laden im t4 unter den stativen zwischen den sitzbänken gelandet war


    Man kann nicht nicht kommunizieren :D

  • cyraxx
    Verifiziert
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    177
    • 13. November 2005 um 16:06
    • #11

    Eine befreundete Firma hat das halbe Lager voll RJ45-Kabel zwischen 5m und 75m, Anzahl irgendwas im dreistelligen Bereich.

    Die werden verlegt und gesteckt und ausgesteckt und aufgerollt und verlegt und gesteckt und ausgesteckt und aufgerollt.... Und halten erstaunlich lange.

    Das sind ganz normale Consumerkabel aus China und sie werden in ganz normale Buchsen gesteckt (kein Neutrik etc). Dass da mal eins kaputt ist, ist selten, und wenn doch: weg damit und eins der Sparekabel nehmen. Kosten ja nix.

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