Hallo FF,
die Problematik der Luftdichtigkeit ist ein immer wiederkehrendes Problem, das die theoretischen Berechnungs-Ansätze oft genug zunichte macht.
Zur Körperschall-Dämmung: die Möglichkeit der doppelten biegeweichen Schale existiert in der Praxis nicht in ausreichendem Maß. Hier müssen trotzdem schwingfähige Bauteile mit Körperkontakt zusammen gesetzt werden (Kellerwand auf Bodenplatte, Stb.-Decke über KG auf KG-Wand, EG-Wand auf Rohdecke etc...). Diese statischen Zusammenhänge sind unvermeidbar.
Der schwimmende Belag dient rechnerisch nur dem aktiven, nicht dem passiven Schallschutz (Trittschall, wie Du bereits beschrieben hast). Das heißt, wenn die Decke Lust hat, Körperschall (hier von unten) zu übertragen, ist der schwimmende Estrich kein Hindernis, weil die aufgehende Tragwand sich sofort daran beteiligt. Hier kann nur das Zusammenwirken aus Masse und Entkoppelung funktionieren.
Die Masse des Estrichs übrigens ist nicht alleine verantwortlich für das Trittschall-Schutzmaß, sondern auch der Belag (Fliesen, Teppichboden).
Aber ich denke, das führt zu weit.
jan91:
Grundsätzlich: Mit dem Einbau des Trommelpodestes hast Du Dir einen Bärendienst erwiesen. Du hast zwei schwingfähige Gebilde direkt miteinander verkoppelt. Schmeiss alle Verbindungen mit Wänden und Boden raus und schieb Reifen drunter, die Idee gefällt mir.
Schönen Gruß
Wolf