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Lautstärke mit Gains regeln?

  • Arno
  • 21. Februar 2006 um 22:23
  • Arno
    Verifiziert
    Beiträge
    902
    • 21. Februar 2006 um 22:23
    • #1

    Hallo!

    Ich sehe immer öfter solche Pulte: http://www.slc-veranstaltung.de/kram/DSCF0195.JPG.

    Und immer wieder stelle ich mir die selben Fragen:
    - Haben die Tontechniker wirklich so gleichmäßige Pegel auf den Kanälen, dass sie alle Kanäle auf 0dB stellen können (Konferenz evt?)?
    - Stellt man das so ein, weil es hübsch aussieht (genau wie die Wellenform beim GEQ) :D
    - Pegeln die Tonis mit ihren Gains?
    Wenn ja: Warum? Ist das Unwissenheit, Schwachsinn oder gibt es einen plausiblen Grund? Nach meinem Wissensstand ist der Gain dafür da, den Eingangspegel auf den Arbeitspegel des Mischpultes einzustelle, damit man ordentlich arbeiten kann und einen optimalen SNR hat.

    Wenn das wirklich Unwissenheit sein sollte wundert es mich nicht, dass sich so viele Leute über rauschende Pulte beklagen, mit denen ich prima schaffen kann.

    Also nur Mut ihr Profis: Helft mir in meiner Unwissenheit, ich will was lernen. :D

    Bis dann... Arno!

  • Steffen
    Profi
    Beiträge
    1.817
    • 21. Februar 2006 um 22:28
    • #2

    Auf dem Bild ists sicher nicht so, wie ich gleich beschreibe (das Pult hat sowas einfach nicht), aber:

    Ich könnte mir z.B. gut vorstellen, daß die Kollegen da wie ich übrigens auch gerne sehr viel mit den VCA's machten Dann stellt man halt oft die Fader der Kanäle, die eh einzeln auf VCA-Gruppe liegen auf 0 db, der rest kommt vom VCA-Fader

  • Arno
    Verifiziert
    Beiträge
    902
    • 21. Februar 2006 um 22:39
    • #3

    Ah! Eine sehr gute Antwort. Darauf kam ich jetzt nicht, weil ich leider noch nie die Gelegenheit hatte mit VCAs live zu mischen. Die Funktionsweise ist mir aber geläufig vom rumspielen.... :D

    Vielen Dank... das wäre eine Lösung.... wenn jemand eine andere Erklärung hat: Immer her damit.

    Bis dann... Arno!

  • stepu
    Profi
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    678
    • 21. Februar 2006 um 23:10
    • #4

    Ist das vielleicht nichn Monitorpult?!
    Da hab ich auch alle FADER auf 0dB,
    füttern tut man dann die Ausgänge per Kanal-Aux-Poti...

    mfg stefan

    Ey Digger, ich bin Plugger, nich Rigger!

  • Arno
    Verifiziert
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    902
    • 21. Februar 2006 um 23:20
    • #5
    Zitat von "stepu"

    Ist das vielleicht nichn Monitorpult?!
    Da hab ich auch alle FADER auf 0dB,
    füttern tut man dann die Ausgänge per Kanal-Aux-Poti...


    Hmm.. Ich wage zu behaupten, dass ich eine Bühne von vorne erkennen kann. Kann aber auch Einbildung sein.

    Wäre allerdings auch eine sinnvolle Erklärung. Aber wofür nimmt man dann das 0dB-Master-Signal? Als Abhöre für den Mon-Mischer? Das macht doch keinen Sinn, oder? Ich würde die Fader dann komplett unten lassen und nur mit AFL arbeiten.

    Bis dann... Arno!

  • Stephan Graeske
    Profi
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    • 21. Februar 2006 um 23:21
    • #6

    Ich könnte mir auch vorstellen, dass es ein Monitorpult ist.

    Man kann natürlich alle Aux auf Pre stellen und die Fader unten lassen. Aber man kann auch die Aux auf Post stellen und alle Fader auf 0db stellen. Vorteil: Sollte was schief laufen, zieht man nur schnell den Fader runter statt viel Zeit zu brauchen die Aux alle auf links zu drehen...

    Grüße

    Stephan

    Veranstaltungstechnik, Konferenztechnik, Medientechnik in Bergisch Gladbach bei Köln mieten: http://www.graeske.de

  • Arno
    Verifiziert
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    • 21. Februar 2006 um 23:26
    • #7

    Das stimmt natürlich. Auf die Post-Fader-Aux bei Monitoring bin ich gar nicht gekommen. Bei Feedback einfach Kanal runter und gut ist. Muss man noch nicht mal wissen, auf welchem Monitorkanal das Feedback ist. Da wo die rote Peak-LED aufleuchtet einfach Fader runter. Sehr praktisch.

    Und wieder etwas gelernt. Ich liebe dieses Forum. :D

    Bis dann... Arno!

  • dasich
    Profi
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    960
    • 21. Februar 2006 um 23:28
    • #8

    also meine Pulte sehen in der Regel auch (annähernd) so aus.
    Zumindestens nach dem Soundcheck. Kommt bei mir ganz einfach aus der Musical-ohne-VCA-machen-müssen-Zeit her.
    Wenn du dann andauernd so 10-20 Kanäle hoch und runter ziehen mußt, sollten die schon halbwegs auf dem selben Wert sein, damit du die auch alle einfach wieder hochschieben kannst.
    Ausserdem ist der Regelbereich der Fader um 0 dB rum am höchsten aufgelöst. Mach mal was 3 dB lauter wenn der Fader auf -30 steht.
    Ich bin da so dran gewöhnt, dass ich nicht mehr drauf verzichten kann und will.

    Zugegeben nach ca. 10 min. sieht es dann aber nicht mehr ganz so aufgräumt aus, aber fast.

    mfg noch ein stephan
    edit P.S. und ja ich mache die Lautstärke über den Gain.
    Also bei Soundcheck fader auf 0 und dann gain hoch bis es passt.

    Es grüßt der Stephan

    Einmal editiert, zuletzt von dasich (21. Februar 2006 um 23:31)

  • niggles
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    • 21. Februar 2006 um 23:30
    • #9

    - "britischer" FoH-Festivalmix! Open Air hört eh kein Mensch den Unterschied ob ich jetzt alle Fader auf 0 habe und mit den Gains mische oder es "richtig" mache. Dafür ist man flexibler wenn es beim Changeover mal hektisch wird - dreimal mit dem Lineal von unten geschoben und der Mix steht für eine spontane Zugabe wieder, außerdem geht`s schneller wenn ich pro Kanal nur Gain und evtl. EQ (Gesang, Bläser, Gitarre) aufnotieren und wieder einstellen muß. Im Zeitalter von VCA-Gruppen und Mutegroups auch bei Mittelklassepulten, livetauglichen Digi-Tischen und allgemein fallenden Materialpreisen (2 Pulte auch schon bei kleinen Open Airs...) ist das aber wohl allenfalls noch historisch interessant...

    Economics in eight words: "There ain't no such thing as free lunch."

  • guma
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    • 21. Februar 2006 um 23:51
    • #10

    Tippe ebenfalls auf Monitornix.

    Früher hatte ich immer ne gewisse Abneigung das postfade zu machen. ( Kommt man unbeabsichtigt mal an den "richtigen" Fader gibts das Mörderpfeifkonzert ) zum Mixen aber trotzdem ne feine Sache: einen Solisten mal eben auf allen Auxen lauter machen.....

  • karel noon
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    • 21. Februar 2006 um 23:57
    • #11

    also mein pult sieht auch fast immer so aus.
    einmal am monitorplatz:
    um genau das beschriebene machen zu können, schnell einen kanal überal leiser machen (z.B. eine gitarre die einen sehr viel lauteren sound fährt)

    FOH: ich stelle mal folgendes in den raum: warum am gain ein signal verstärken, um es am fader wieder abzusenken? zumindest wenn ich nur FOH habe, und monitor getrennt läuft mache ich das immer so.
    wie gesagt ist der regelbereich größer, und ehrlich gesagt, meine signale sind erstmal gleichlaut, so kann ich anhand der faderstellung auch geneu meinen mix wiedererkennen.

    ob es wirkliche vorteile oder nachteile hat? keine ahnung, es läuft, und ich kann gut damit arbeiten.
    ich wunder mich umgekehrt auch immer wenn bei manchen mischern die peak led dauerrot zeigt, aber der fader bei -60 steht, und keinen vernünftigen regelbereich zuläßt.

    und wer jetzt mit signalto noise und rauschen kommt:

    ich mache es so bei einem B. MX8000, über einem mackie 8bus bis hin zum XL3, und ich höre keinen signifikanten unterschied im rauschverhalten.

    nur bei manchen alten soundcraft pulten gehe ich den anderen weg, da die EQ einfacher zu regeln sind wenn die peak led leuchtet.
    mag einbildung sein, aber wie gesagtm ich kann so sehr gut arbeiten.

    Privater Account mit meiner persönlichen Meinung.

    Sollte es ein Problem mit meiner Neutralität zu einem Thema geben mache ich das im Beitrag kenntlich. :thumbup:

    http://www.noon.ruhr

    Application Support Engineer - HK Audio

  • gezz-abba
    Gast
    • 22. Februar 2006 um 02:01
    • #12

    die glaubwürdigkeit der gainstruktur ist mir erstmal egal, sieht halt praxisfern aus , vor allem bei der entfernung zu bühne ( < 10m ) . vielleicht gibts auch keinen sänger...... wer will das schon wissen.

    bevor ich nun schlaflose googlenächte bekomme: was ist das für ein pult?? sieht bisi aus wie yamaha Mxxxx , könnte auch soundcraft sein , oder was nu ?

    arnt

  • wora
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    • 22. Februar 2006 um 02:11
    • #13

    nee, soundcraft isses nicht.

    ich tippe ebenso auf so ein M-klasse pult von yammi.
    nicht gerade der traum eines mischers, aber damit kann man auch krach machen ;)

    die sache mit den fadern bei 0dB hab ich im soundcheck auch oft so.
    wenn ich die gains einstelle schiebe ich oft den regler auf null während ich gleichzeitig den gain regle... da hat mich mal ein FOH betreuer drauf aufmerksam gemacht. na ja, selber merkt man das ja nicht so wenns mal wieder schnell gehen muss.

    wenn der fader bei 0dB ist und der gain des kanals sich im sinnvollen bereich irgendwo knapp über 0dB bewegt, dann hat man einfach eine gute ausgangssituation geschaffen - in bezug auf rauschverhalten und nachträglichen regelmöglichkeiten.
    zur not natürlich den masterfader etwas zurücknehmen :D

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • tufkaklto
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    • 22. Februar 2006 um 07:53
    • #14

    Hallo

    Ich bin mir ziemlich sicher , das es ein altes PM3500 ist.
    Es hat 8 Auxen ( bei 2 aux Master fehlen die knöpfe )
    Der Gain ist oben und nicht unten wie beim PM3000.
    ein 4000er isses sicher nicht und ein M3000 hat deutlich mehr Auxen.
    Hatte das Pult erst am Wochenende, ich mag es.

    Wegen der Fader, ich misch auch eher mit Fader auf 0db
    Zum einen, weil das für mich übersichtlicher ist, vor allem auf Festivals.
    Gains aufschreiben, und wenn man eine Band kennt, sollte man die EQs auf den Kanälen auch so wissen, ist also einfach zum aufschreiben.
    Ich behaupte auch, bei einer guten Band klingt es auch schon mal ordentlich, wenn ich alles auf 0 rauslasse und die Inputs schon mal sehr ähnlich sind.
    Bei guten Anlagen sollte das mit dem Rauschen auch kein Problem sein.
    ( Bei Klassik würd ich darüber ev. nachdenken )
    Und wie ein Vorgänger schon sagte, Peak leuchtet im Eingang, abre Fader ist unten.
    Hab das oft bei Kollegen beobachtet, die eher aus der Studioecke kommen, da man dort einen Mic Pre anders ausnützt.

    greez

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  • gezz-abba
    Gast
    • 22. Februar 2006 um 08:40
    • #15

    hodna: es ist das M2500 ... jetzt kann ich wieder schlafen. :D

    klar, fader setz ich auch erstmal alle auf gleichhoch, das erleichtert die übersicht und man hat schon optisch den mix grob fertig . Danach Kick und gesang 3-6db nach oben , gitarren etwas runter , fertig. Ich siedel die faderlinie allerdings eher aber bei ~ -5 an , da mir der weg nach oben bei 0db oft schon zu wenig ist, grade bei gesang, da ich dort den gain lieber etwas zurücknehme für mehr headroom am preamp. Am ende vom gig ist dieser fader meist auf anschlag oben, wenn die stimme langsam nachlässt.

    arnt

  • tufkaklto
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    • 22. Februar 2006 um 09:12
    • #16

    Hast recht.
    Das PM3500 hat kleine weiße knöpfe neben dem Fader für die VCA
    Zuweisung. Und hier grau.
    Hab ich übersehen.

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  • wora
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    • 22. Februar 2006 um 11:56
    • #17

    und die PMs sind nicht so deutlich in 8er kanalblöcke aufgeteilt, wie das bei der M serie der fall ist.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • Arno
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    • 22. Februar 2006 um 23:04
    • #18

    Nachdem jetzt doch einige gesagt haben, dass sie einen 0dB-Fader-Mix machen, stelle ich nochmal die Aussage in den Raum:

    Am Gain wird der Eingangspegel auf den Arbeitspegel des Pultes gebracht, damit z.B. die EQs gut greifen und um einen guten SNR zu bekommen.
    Am Fader wird die Lautstärke des Kanals eingestellt.

    Nun schreibt bitte, was ihr von den Aussagen haltet. Sind die Blödsinn? Realitätsfern? Ist es egal? Bloße Theorie?

    Bisher habe ich mich beim mischen an genau die Sätze (mehr oder weniger) gehalten und bin immer sehr gut damit zurecht gekommen. Da rauschen auch die Behringer-Pulte plötzlich nicht mehr (naja... es gibt Ausnahmen. :) ). Und dass die Fader dann wild aussehen macht mir auch nichts.... ich hab auch keine Sinus-EQ-Einstellung..... :D

    Bis dann... Arno!

  • karel noon
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    • 22. Februar 2006 um 23:14
    • #19

    Grundsätzlich sind die Aussagen richtig, jetzt gehe mal von einem normalen mix aus, sind da bei unterscheidlichen instrumenten lautstärkeunterschiede von sagen wir mal 30db an der tagesordnung? eher nicht, daher ist es schon vereinbar einen guten nutzpegel mit der 0-stellung zu erreichen.
    nur der masterfader muß wahrscheinlich angepasst werden, und ausnahmen (wie ein zu lauter basamp im kleinen raum) gibt es doch immer.
    manchmal laße ich auch den master auf, und stelle das gesamtsystem lautstärkemäßig am controler oder EQ ein. Da gibt es wieder genauso viele möglichkeiten wie PA systeme.
    und selbst an den genannten Behringer pulten erreicht man so ein gutes ergenis.
    also viel hängt mal wieder von der situation, raumgröße und rest PA ab.

    ich mixe ja auch häufig ohne Kanal EQ, durch eine gute PA und die richtige mikrowahl geht da viel ohne großes schrauben. Alles geschmacksache.

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  • monithor
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    • 23. Februar 2006 um 00:07
    • #20

    ich oute mich hier auch mal als verfechter des "fader auf 0db" trends. ist halt schön übersichtlich und ich kann mir für bestimmte songs bestimmte "presets" zurechtbasteln. zu meiner schande gestehe ich, dass ich das auch bei dem neuen yammi m7cl so veranstalte, obwohl digital. da bin ich halt immer noch "analogschlampe". ich versuche auch soweit wie möglich ohne eq auszukommen. lieber mal etwas an der quelle schrauben. beim soundcheck wird dann solange gedreht, bis alle fader wieder in ordnung sind.

    oli

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