Dran denken:
Mit der änderung eines band-gain verschiebt sich immer auch die trennfrequenz!
Auch ein schönes dokument zum thema gibts bei EAW:
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Das stimmt so nicht. Das Bandgain ist völlig unerheblich für die Trennung.
"Die Trennung" ist ein Scheitelpunkt. Der Scheitelpunkt ist der erste Punkt, an dem der Abfall/ die Dämpfung der zu trennden Frequenzbänder zweier gleichstarker Signale gleich groß ist.
Wenn Du hinterher im Bass +12 dB boostest :roll: bleibt "die Trennung" gleich, auch wenn der Bereich über dem Scheitelpunkt dann messtechnisch stärker ist.
Zitat von "ukw"Das stimmt so nicht. Das Bandgain ist völlig unerheblich für die Trennung.
"Die Trennung" ist ein Scheitelpunkt. Der Scheitelpunkt ist der erste Punkt, an dem der Abfall/ die Dämpfung der zu trennden Frequenzbänder zweier gleichstarker Signale gleich groß ist.Wenn Du hinterher im Bass +12 dB boostest :roll: bleibt "die Trennung" gleich, auch wenn der Bereich über dem Scheitelpunkt dann messtechnisch stärker ist.
Nö! Wenn das gesamte band in diesem bsp mal der Bass angehoben wird so wird die abfallende flanke noch "oben" verschoben ~ die akustische Trennfreq. ist dann höher....
... wenn (häufig zu beobachten:) das Bass-System extrem angehoben wird, verschiebt sich dabei nicht die Trennfrequenz, sondern der Schnittpunkt zwischen abfallender Flanke beim Hoch- und Tiefpass.
In einem solchen Fall "überbrüllt" der Bass einen Teilbereich oberhalb der Trennfrequenz, der sonst eher vom Mittelhochtonbereich abgedeckt wird (oder: werden sollte).
Da die Quarakteristik der Filterflanken durch einen pegelmässig zu hoch eingestellten Bass nicht verändert (bei BW -3 dB ... bei LR -6 dB an der Trennfrequenz ...) wird, haben wir es bei exzessiven Anhebungen eher mit einer Fehlabstimmung als einer geänderten Trennfrequenz zu tun (... lediglich der Schnittpunkt verschiebt sich !).
Wem der Bass also "zu leise" ist, sollte besser nicht den Bassbereich anheben, sondern eine entsprechende (den Geschmack" treffende ...) Entzerrung - also meist Anhebung - vornehmen.
Achtung: EQing in der Nähe der Trennfrequenz führt im Tiefpasszweig (dto. im Hochpasszweig ...) zu einer Verschiebung der "Zeitgleicheit" von Bass- und Mittelhochtonsystemen !!!
huch...ihr habts recht...war noch nicht allzu wach...fachtermini sind da um korrekt benutzt zu werden....
Merke: Schnittpunkt der Flanken!= Trennfrequenz
Interessantes Thema...grad erst entdeckt!
Mit Controlern habe ich in der Tat seit Jahren praktisch zu tun - alles kein Hexenwerk wenn man etwas aufpasst.
Grundsätzlich: die Flankensteilheit wähle ich eher zu hoch als zu tief! Soundunterschiede gibt es in der Praxis kaum - was klingt gut, was schlecht? Ist doch eh subjektiv.
Ich verwende in letzter Zeit grundsätzlich die NTM Filter von BSS!
Die Trennfrequenzen dienen in erster Linie dem HF Treiberschutz, dann ist der Übergang zwischen Sub und Mid (beim 3 Wege System) wichtig für die saubere Wiedergabe unten rum.
In der Praxis habe ich (belegbar und vorführbar) zig mal bemerkt das es nicht DIE richtige Trennfrequenz gibt. Wenn das PA bei einem höheren Übergang zwischen Lowmid und HF subjektiv schöner spielt ist das DIE richtige Trennung!
Sinnlose 2" Ankoppelungen unter 1Khz machen in den allerseltensten Fällen praktischen Spaß und können beispielsweise getrost vermieden werden.
Wir wurden netterweise vom WW und vom Seven mit netten Komplimenten zu unsere ordentlich rockenden GAE Stacks zitiert! Dankeschön dafür.....
aber wußtet ihr das unsere DE900 Treiber nicht wie vom Hersteller empfohlen bei 1,46kHz/24dB LR ankoppeln, sondern bei 2kHz/52dB NTM!?
Jeder würde in der Theorie den Kopf schütteln - aber es klingt 10x besser!
Ergo.....Theorie schön und gut - praktisch teilweise Unsinn.
Ich habe die Versuche mit Treibermessen usw. inzwischen nur noch zur allergröbsten Orientierung nötig. Ich schaue nur noch wo er drastisch abfällt bzw. irgendwo ausbricht (nach oben oder unten). Diese Bereiche merke ich mir, und setze dort Filter (schmale) zum absenken an. Meist reichen 2 Filter pro Treiberbereich!
Bei Subs verwende ich grundsätzlich EINEN schmalen Boost mit richtig Kelle (sofern der/die Verstärker dazu Bock hat) um Schub zu machen! Ohne klingt es flach und lasch. Man muß erkennen und einschätzen was die Box mag und kann - das sollte man schon wissen.
Delayzeiten....das Zauberwort der Hochglanzbroschüren! Praktischer Nutzen für den Beschaller gleich Null.
Ich spreche nicht von delayten Anlagen mit diversen Zeitzonen und größeren Abständen, sondern von den "Zeit und phasenoptimierten" Übergängen zwischen den Treibern von kleinen Millisekündchen!
Hört kein Mensch - braucht kein Mensch! Wers nicht glaubt stelle sich bei uns am FoH auf und ich verstelle die Zeiten. Bei 1 Meter Differenz zwischen den Treibern fällt allmählich was auf......Blindtest gerne - aber bitte nicht blamieren!
Limiter: die wenigsten wissen das die üblichen Limiter in den Controlern "zu spät" Begrenzer sind!
Sicherlich macht es Sinn das Clipping der Amps auf ein gesundes Maß zu reduzieren - aber wer glaubt hier alles vollständig im grünen Bereich einnorden zu können verschenkt Flamme ohne Ende! Diese Limiter zeigen im BSS zb. schön an wann in etwa Ende ist - bremsen irgendwann auch den übelsten Tonmann aus, aber narrensicher sind die nicht! Hier hatten die alten GAE DSC28 mit ihren vorausschauenden Limitern die Nase deutlich weiter vorne - zum Preis längerer Latenzen.
Tja, ihr merkt.....hier schreibt ein ziemlich unbeeindruckter Praktiker. Nicht das mir nun jemand vorwerfen möge ich hätte sämtlichen Respekt vor den ach so tollen Controlersettings verloren. Nein, nein....auch ich habe Respekt vor wirklich gut programmierten Setups - aber auffe Baustelle kann man damit nicht immer was optimales Erwarten. Daher hat meine Altersweisheit und der Erfolg unserer Arbeit mir beigebracht die Kirche im Dorf zu lassen - und nicht zu unrecht.
Stefan
Zitat von "rockline"Delayzeiten....das Zauberwort der Hochglanzbroschüren! Praktischer Nutzen für den Beschaller gleich Null.
Ich spreche nicht von delayten Anlagen mit diversen Zeitzonen und größeren Abständen, sondern von den "Zeit und phasenoptimierten" Übergängen zwischen den Treibern von kleinen Millisekündchen!Hört kein Mensch - braucht kein Mensch!
... wenn der zeitliche Versatz zwischen Bässen und Tops zu hoch ist, fängst Du Dir leicht massive Pegeleinbrüche durch Auslöschungen ein. Viele "alte Hasen" verstellen dann die Trennfrequenzen, um den Schaden zu begrenzen.
Der bessere Weg: Ausgleich mit Delay schaffen - der Übergangsbereich kommt erheblich sauberer und "in einem Stück" 'rüber.
Der Hacken dabei: Viele haben Probleme, die erforderliche Delayzeit richtig zu bestimmen ... hinzu kommt, daß man die Filterflanke des "nackten" Lautsprechersystems (d.h. ohne Weiche/Controller) in die Überlegungen einbeziehen muß. :wink:
Zitathinzu kommt, daß man die Filterflanke des "nackten" Lautsprechersystems (d.h. ohne Weiche/Controller) in die Überlegungen einbeziehen muß.
In diesem Zusammenhang von mir die Frage, inwiefern BR-Tops eigentlich wirklich Sinn machen?
Bei Trennungen von 100-120Hz liegt der Pegelgewinn durch BR oftmals unterhalb des genutzen Bereiches
Die Membranauslenkung ist im Nutzbereich überhalb der Trennung so gut wie identisch.
Durch den Kanal gelangen auch "unerwünschte" höhere Frequenzen nach aussen
Wenn die Abstimmfrequenz der Tops nicht deutlich unter der Trennfrequenz liegt, kommt man zwangsweise zu hohen akustischen Flankensteilheiten mit entsprechende Phasendrehungen.
Geschlossen ist das doch eigentlich viel einfacher: 12dB/Okt. vom Gehäuse, dazu ein 12dB/Okt-BW für das Top und ein 24dB/Okt-BW für den Sub, ergibt schön symmetrische Flanken. Entlastung der Tops idR ausreichend.
Also BR-Kanäle mit Schaumstoff o.ä. zustopfen für Betrieb mit Sub, bei (seltener) Fullrangeanwendung kommt der Schaumstoffstopfen eben raus. Oder man baut die Tops von vorneherein geschlossen.
Denkfehler? Nachteile?
Gruß FF
Zitat von "FF"In diesem Zusammenhang von mir die Frage, inwiefern BR-Tops eigentlich wirklich Sinn machen?
Bei Trennungen von 100-120Hz liegt der Pegelgewinn durch BR oftmals unterhalb des genutzen Bereiches
... stimmt zwar - aber BR-Tops lassen sich auch single als Sprachbeschallungskisten einsetzen und verbessern im Bereich ihrer Abstimmfrequenz sowohl Pegelfestigkeit als auch Effizienz (und viele Endstufen haben schaltbare Hochpassfilter) ...
Zitat von "FF"
Durch den Kanal gelangen auch "unerwünschte" höhere Frequenzen nach aussen
... sowas läßt sich konstruktiv vermeiden ...
Zitat von "FF"
Wenn die Abstimmfrequenz der Tops nicht deutlich unter der Trennfrequenz liegt, kommt man zwangsweise zu hohen akustischen Flankensteilheiten mit entsprechende Phasendrehungen.
... ist nicht das Problem ... und schau mal, was einige Bässe für abfallende Flanken - häufig im Bereich der Trennfrequenz - produzieren ...
Zitat von "FF"
Geschlossen ist das doch eigentlich viel einfacher: 12dB/Okt. vom Gehäuse, dazu ein 12dB/Okt-BW für das Top und ein 24dB/Okt-BW für den Sub, ergibt schön symmetrische Flanken. Entlastung der Tops idR ausreichend.
... mit einigen gängigen Chassis (-T/S-Parametern) lassen sich in einer BR-Abstimmung oft kompaktere Gehäusemaße realisieren.
Zitat von "FF"
Also BR-Kanäle mit Schaumstoff o.ä. zustopfen für Betrieb mit Sub, bei (seltener) Fullrangeanwendung kommt der Schaumstoffstopfen eben raus. Oder man baut die Tops von vorneherein geschlossen.
... eine optimal abgestimmte BR-Kiste wäre mit geschlossenen Vents fehlabgestimmt.
Zitat von "rockline"Meist reichen 2 Filter pro Treiberbereich!
Genau deswegen konnte man ( und kann man auch heute noch ) befriedigende Ergebnisse mit einem FDS 388 erzielen, der nur zwei Filter pro Band zusatzlich zur Weiche zur Verfügung stellt. Wenn das nicht reicht, würde ich mal über die Lautsprecher an sich nachdenken. :wink:
Zitat von "rockline"Delayzeiten....das Zauberwort der Hochglanzbroschüren! Praktischer Nutzen für den Beschaller gleich Null.
Ich spreche nicht von delayten Anlagen mit diversen Zeitzonen und größeren Abständen, sondern von den "Zeit und phasenoptimierten" Übergängen zwischen den Treibern von kleinen Millisekündchen!Hört kein Mensch - braucht kein Mensch! Wers nicht glaubt stelle sich bei uns am FoH auf und ich verstelle die Zeiten. Bei 1 Meter Differenz zwischen den Treibern fällt allmählich was auf......Blindtest gerne - aber bitte nicht blamieren!
Das, denke ich, muß man vielleicht etwas differenzierter sehen:
Ich komme ja aus einer Zeit, in der die Aktivweichen noch analog waren und die von mir zuletzt verwendeten Butterworth 18dB Filter schon gerade eben die wählbare Trennfrequenz aber noch kein regelbares Delay hatten. Es gab also nur die begrenzten Möglichkeiten der Phasenkorrektur a) durch Anordnung der Treiber b) entsprechende Anordnungen in der Passiveiche inkl. der Verpolung der Speaker c ) 1 x 360° "durchschwenkbar" in einer aufwändigen Aktivschaltung.
Resultat damals für mich: Für tiefere Trennfrequenzen, für die der erste lambda/2 Punkt erst nach einigen 10 cm kommt, "mechanisch" für einen geringen offset sorgen. Für hohe Trennfrequenzen - Pech gehabt
In meinem damaligen Vierweg-System ging das zwischen 12" und 2" ganz gut, da die Hörner nahezu gleich lang waren und für 1200 Hz Trennfrequenz der "Restfehler" durch die nicht koaxiale Anordnung gering war. Anders sah das für die Trennung der damals unvermeidlichen 2402 Bullets aus. 7.000Hz Trennfrequenz bedeutete für eine Anordnung mit einem 2365 Horn auf einer Schallwand einen Versatz von mehreren Lambda + x. Beim hin und her schieben im Versuchsaufbau wars dann aber ähnlich wie von dir beschrieben: Der Fehler war viel weniger auffällig als gedacht ! Damit habe ich mich begnügt.
Später wurde mir dann aber was anderes klar: An diesem Experiment stimmen die Voraussetzungen nicht !!!!!!! Eine solche Treiber-Tweeter Kombination kann überhaupt nie für alle Abstrahlrichtungen phasengleich sein, egal wie genial die Laufzeitkorrektur ist denn selbst wenn auf der 0-Achse die Phase gerade stimmt, sind die akustischen Zentren der beiden Antriebe immer so weit von einander weg, daß bei 10° Änderung der Zuhörerposition die Phase bei der Trennfrequenz dort nicht mehr stimmt ! man hört also immer einen Phasenfehler. Dann nützt auch ein in 10 microsekunden-Schritten einstellbares Delay nichts ! d.H. entweder keine so hohen Trennfrequenzen oder Coax-Treiber oder eine kohärente Quelle.
Ein (wohlgemerkt einzelnes ! ) Director-Top verhält sich einfach durch den geringen, kaum kompensationswürdigen Abstand von 12" und 1,4" Membran zueinander in der "Pseudocoaxanornung" sehr gutmütig. ( Ich erinnere daran, daß der Designer auch eine passive Trennung im Top im Auge hatte und daher für eine günstige Treiberposition sorgen mußte ) Die Trennfrequenz zum Sub ist tief, damit spielt ein versatz von einigen 10cm keine Rolle mehr !!! Thats it ! ( Aber nur für dieses System :roll: )
So, dann geb ich auch noch meinen Senf dazu.
zu den Filtergüten:
seh ich genauso wie Volker Holtmeyer, Butterworth im Low-Mid und LR im Mid-High Bereich
allerdings sollte man dabei erwähnen, dass immer das Gesamtübertragungsverhalten, d.h. Weiche und Speaker betrachtet werden muss.
zu den Steilheiten:
steilere Weichen machen weniger Overlap und damit eine bessere Directivity.
es gibt meineswissens ein Martin Line-Array, das sehr steile Filter benutzt und das Alcons glaube ich auch. ( Ist aber nur theoretisches Wissen aus PP-Artikeln ).
ich selber benutze auch 48 db Filter und hab noch keine Gruppe weglaufen gehört.
zum Thema Band-Delay:
also ich hörs auch und nutze die Möglichkeiten, so oft ich kann.
speziell bei geflogenen Tops und gestellten Bässen mit Trennfrequenzen um die 120 Hz kann man auf die Art ein System punchen lassen oder sich totschrauben an diversen EQs.
wichtig bei solchen Aktionen ist aber, dass man weiss, wie das System klingen kann oder passendes Messequipment, ansonsten kann man sich prima verirren.
manchmal ist eine Phasenkorrektur auch richtiger als ein Delay, aber das geht wirklich nur mit Messequipment und mindestens Freifeld-Bedingungen.
zum Thema Verschiebung von Trennfrequenzen bei Änderung vom Band-Gain:
Ist meiner Meinung einfach ne Betrachtungsweise, für mich hat jeder HP oder TP seine eigene Trennfrequenz: schön für die Theorie, wenn die zusammenfallen, aber wenns anders besser klingt: schade für die Theorie.
das mit den zwei Bändern EQ pro Weg halte ich für Quark, wer mal ein 2" CD-Horn mit 90 Grad entzerrt hat, wird mir recht geben.
zum Thema 12 db geschlossen plus 12 db Filter ergibt 24 db:
Milchmädchen, ich empfehle ein bischen Filtertheorie, hat was mit Güten und verschiedenen Trennfrequenzen zu tun.
Grüsse
Zitat von "wasserkocher"
zum Thema Band-Delay:
also ich hörs auch und nutze die Möglichkeiten, so oft ich kann.
speziell bei geflogenen Tops und gestellten Bässen mit Trennfrequenzen um die 120 Hz kann man auf die Art ein System punchen lassen oder sich totschrauben an diversen EQs.
Das macht nicht speziell bei geflogenen Subs, sondern nur bei geflogenen Subs Sinn, und selbst da nur bedingt, da sich der Laufzeitfehler, wie für andere Frequenzbereiche auch, mit der Entfernung des Zuhörers ändert.
Einfaches Beispiel, um es zu verstehen, muß man nur mal die Extrempositionen einnehmen:
a) Zuhörer steht unmittelbar vor den Subs. Top und Sub hängen genau übereinander. Der zu korrigierende Versatz = dem Abstand von "akustisches Zentrum Sub" zu "akustisches Zentrum Lowmid" und lässt sich grob vereinfacht "mit dem Maßband von oben nach unten" bestimmen. Der Einfachheit halber nehmen wir mal an es wären 3,4m. Dann wäre die für diesen Zuhörer nötige Korrektur 10 ms.
b) Zuhörer steht 70m von der PA weg. Der Laufzeitunterschied wäre aus der Differenz der Schenkellängen des aufzuspannenden Dreiecks "Zuhörerohr - Sub - Top" zu bestimmen. Diese Differenz geht nach den Regeln der Trigonometrie mit zunehmender Entfernung und kleiner werdendem, aufgespannten Winkel gegen null, d.h. für 70m Entfernung ist er sehr viel kleiner als für Position a). Die Entfernung Top - Zuhörer beträgt hier 70,10m ( Hypotenuse bei einem aufgespannten Winkel von 2,78° ) wenn der Abstand Top - Sub wieder die oben genannten 3,4m sind. D.h. der Versatz ist 0,1m, die Zeitkorrektur für diese Zuhörerposition wäre 0,294ms oder 294 microsekunden.
Der Laufzeitfehler ändert sich also mit der Zuhörer-Entfernung und ist nur für eine bestimmte Messmicroposition oder ein kleines Zuhörerareal ( z.B. ein Schlaumeier-FOH :roll: ) korrigierbar, nicht aber für eine größere Zuhörerfläche.
So jetzt sieht das mit dem delayen völlig sinnlos aus. Ist es aber doch nicht ganz, da man den Bereich, in dem die Laufzeit stimmen muß, einfach einschränken kann:
Die Laufzeit sollte in der Zuhörerzone stimmen, in der sub und lowmid nahe der Trennfrequenz gleich laut sind. Das ist logischerweise nicht in Pos. a meines Beispiels. Liegt aber diese Stelle schon etliche Meter von der Membranebene weg, ist der Laufzeitunterschied möglicherweise so gering, dass für niedrige Trennfrequenzen die erste lambda/2 - Situation noch nicht erreicht wird. Dann ist das Delay überflüssig. :wink:
oh, ihr sprecht von der Anpassung geflogener Tops zu den Subs!
Hier hat man bei richtigem Flugbetrieb der Tops ja auch eine wirklich wahrnehmbare "Entfernung/Abstand"!!
Das hier delayed wir ist klar, und zwar genau wie Guma sagt; Bandmas und Abstand direkt in Meter im Controler Subband eingeben.
Ich lache aber immer wieder über die tollen Delayanpassungen zwischen Mid und HF Treiber, die uns manche Boxenprospekte vorgaukeln wollen! Das meinte ich mit "quatsch"!
Stefan
Zitat von "rockline"Das hier delayed wir ist klar, und zwar genau wie Guma sagt; Bandmas und Abstand direkt in Meter im Controler Subband eingeben.
Jetzt hast Du mich leider missverstanden. Vielleicht habe ich das auch nicht klar genug ausgedrückt:
Der unmittellbar messbare Abstand zwischen Sub und darüber hängendem Top ist deswegen ungeeignet, weil für diesen Referenzpunkt = Standort des Subs die Bedingung "gleiche Lautstärke" nicht erfüllt ist. ( SUB logischerweise viiieeel lauter ! ) Wenn man aber vom Sub weg ins gedachte Auditorium hinein läuft, kommt man irgendwann an die Stelle, an der die Trenfrequenz, vom Sub und vom Top abgestrahlt, gleich laut ankommt. Genau dort muß die Laufzeit stimmen und das ist die Referenz für das Delay. Umgekehrt könnte man natürlich auch den Punkt willkürlich festlegen und die Lautstärke angleichen. Dannach darf man allerdings das Lautstärkeverhältnis Top-Sub nicht mehr ändern.
Für grössere Arrays wird das noch etwas komplizierter:
Sagen wir mal das Top-Array wäre " 4 breit, 3 hoch. Dann müsste man genau genommen für jede Hauptabstrahlachse der einzelnen, übereinanderhängenden Tops die Pegel und Laufzeiten korrigieren ( wird bei guten Festinstallationen, bei denen man mehere Tage zum Einmessen hat, auch so gemacht )
Oder man denke mal an ein Sub-Array, das nicht "Häufchen links, Häufchen rechts" sondern über die ganze Bühnenbreite verteilt ist. Hier muß man zur Laufzeitkorrektur noch eine weitere Raumachse beachten !
Etwas geschickter funktioniert das Ganze bei einem hängenden line array mit groundgestackten Subs. Durch die Länge der Linie und das Curving wandert ( wenn das richtig gemacht ist ! ) mit zunehmender Enfernung der Bezugspunkt für das "TOP-SUB-Zuhörer-Dreieck" der Linie entlang nach oben, sodaß das Verhältnis Ankathete = SUB - Zuhörer zu Hypotenuse = Top - Zuhörer über eine gewisse Entfernung konstant bleibt. Dadurch entsteht eine größere Zone, für die das gemessene Delay stimmt.
Hallo Stefan, auf die Finger klopf....
Lies doch bitte die Ausführung von Guma bitte noch mal in Bezug auf das Abstrahlverhalten und der Phasenlage.
Wenn Du dein Directortop bei 2kHz mit 52db/Oct in den HÖhen abkoppelst mag das auf Achse völlig in Ordnung sein. Bist Du mal aus der Achse rausgegangen ?
TOnal bzw. von der Auflösung kann man mit einer einfachen 12/2" belegen dass ein vernünftiges Setup im Gegensatz zu einem schlunzigen HÖRBAR doch einiges ausmachen (kann). Und auch die laufzeittechnische Korrektur zwischen TMT und HT kann hörbar gemacht werden....
...es ist nicht alles Marketing
Schönen Sonntag
Sven
Ob Stefan aus der Achse gegangen ist, weiß ich nicht, aber ich habe Stefans Director geflogen auf der Straßenparty in Geldern hören dürfen. Ich fand den Sound sehr angenehm, (auch außerhalb der Achse). Der Sänger war überall gut verständlich, genauso der Rest der Band, sogar die Becken konnte man überall differenziert raushören.
Die Bässe fand ich persönlich nicht so schön, irgendwie einwenig matschig, aber nicht sehr auffällig.
Gruß, Andreas
Zitat von "imyourdj"aber ich habe Stefans Director geflogen auf der Straßenparty in Geldern hören dürfen.
Gruß, Andreas
Wann hast Du denn gehört? Freitag bei "High Fidelity", oder Samstag bei "Mayqueen"?
Samstag war das System ziemlich am Limit.....der Platz bautzevoll, und der Tonmann ein Freund des Rock n Roll!
Der Sound war an beiden Tagen gut bis sehr gut. Richtig erkannt imyourdj!
@Sven...gestern bei Rock im Park* habe ich Dich ja eingeladen zu einem Stadtfest mit Ranzig. Wir spielen mal ein wenig am Omnidrive.....hören mal was da passiert! Aber ich lass mich wirklich gerne überzeugen, wenn wir der Performance der ollen Director noch mehr auf die Sprünge helfen können!
Die Termine bekommste per Mail, liebe Grüße - Stefan
* Rock im Park in Duisburg am 7.7.2006; Mayqueen mit AD Systems CLA2 Linearray! Wirklich sehr, sehr gut....sauberer Sound mit mächtigem Pegel.....immer wieder beeindruckend Sven!
Ich war am Samstag da.