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  5. Strom

Stromproblem auf einem schiff

  • SMPTE
  • 9. Juni 2006 um 03:39
  • SMPTE
    Profi
    Beiträge
    430
    • 9. Juni 2006 um 03:39
    • #1

    hi all
    bin ja eigendlich tonman aber muss mich manchmal auch nen bischen ums licht kümmern (keine sprüche jetzt bitte ;) ) aber zum thema:
    auf einem kreuzfahrtschiff habe ich seit neustem folgendes problem:
    es sind unter anderem einige Robe COLORWASH 575 AT instelliert, welche auch immer problemlos liefen (sind noch relativ neu - haben nur 600h runter)
    seit ein paar tagen passiert zu unterschiedlichen tages- und nachtzeiten folgedes: innerhalb von 5 min kommen alle leitungsschutzschalter und alle feinsicherungen schlagen durch, wobei sie dann teilweise auch den nächsten tag zb wieder 6h ohne probleme laufen. :?
    nach telefonaten mit lichtkollegen, den entwicklern bei robe, einem einergietechnikprofessor und einer messung vor ort komme ich zu dem schluss, dass die lampen in ordnung sein müssen und es nur an der unregelmässigen stromversorgung liegen kann.
    nachdem ich nun ein oszilloskop habe, habe ich das auch bestätigt bekommen.
    lange rede kurzer sinn: hat irgendjemand eine idee wie solcher "mist" auf den strom kommen kann ?
    wie gesagt das problem tritt nicht dauerhaft auf, wenn, dann haut es aber sofort alle movingheads raus.
    PS: alle messungen wurden 2mal gemacht - 1. als alle ton und lichttechnischen geräte an und 2. alle aus waren; mit dem gleichen ergebnis (es kann als nicht an der ton- und lichttechnik liegen) :

    strom ok:
    BILDER OFFLINE!

    strom mit störsignal:
    BILDER OFFLINE!

    meine frage ist nun, woher das kommen kann und ob folgende lösung funktionieren könnte:
    ein kollege der PC-abteilung, meinte es gäbe grosse USVs aus dem serverbereich mit leistungen im KVA-bereich.
    könnte man da jetz ohne probleme auch movingheads mit konventionellem vorschaltgerät draufsetzen (vorrausgesetzt W und VA stimmen) ?

    für ideen oder lösungsvorschläge wäre ich dankbar.
    gruss
    fabian "SMPTE"

    Haste ma Gaffa?
    Haste ma n Leatherman?

    Einmal editiert, zuletzt von SMPTE (22. Juli 2011 um 02:47)

  • tufkascobo
    Beiträge
    379
    • 9. Juni 2006 um 08:15
    • #2

    Hallo!

    Ne USV ist sicherlich die beste Lösung..wenn nicht sogar die einzige.

    Nur ne USV in ner ansprechenden Größenordnung kostet auch schon einiges. Wieviel Leistung benötigst Du denn?

    Auf dem Kutter laufen doch Rechner...die werden denke ich doch auch sicher USV versorgt. Kann man sich da irgendwie nen Stromkreis klauen?

    greetz
    Harald

    "Kommt Zeit....kommt Licht"
    What the Fu** is a silent night?

  • chrisbern
    Beiträge
    104
    • 9. Juni 2006 um 09:05
    • #3

    Hallo, hat der Generator noch schleifringe um die Erregerwicklung zu versorgen? wenn ja kann es daran liegen, das der Kontakt Probleme hat, und es dadurch zu Spannungseinbrüchen an der Generatorwicklung kommt.
    in solch einem IT Netz kann es auch einfacher zu einem Schwingkreis kommen. Aber das sieht normalerweise anders aus. Also ich würde testweise mal das Schiff mit einem anderen Generator versorgen oder mal mit Landstrom. Oder das Hauptlastschütz trennenlassen und dann nochmal am Generator ohne Schiffnetz messen. Dann weißt Du ob er das ist oder irgend ein komisches Gerät Deinen Sinus kaputt macht.

  • Swemers
    Profi
    Beiträge
    231
    • 9. Juni 2006 um 10:23
    • #4

    Hi,
    als erstes die Frage nach der Spannung, ich gehe davon aus das du verschiedene Spannungsbereiche gewählt hast. Steigt oder sinkt Udach während des Fehlerfalls?
    Wie oft und wie lange tritt dieses Phänomen auf?
    Was sagt der Verantwortliche elektriker an Board dazu?

    Also für mich sieht das auf anhieb nach einer elektronischen Dimmer oder Sanftanlauf aus, welcher das Netz überlastet, aufgrud der Anordnung der Spitzen (erste auf der Postiven Halbwelle nach oben, 2. nach unten) stark Induktiv, daher würde ich auf den Sanftanlauf, oder eine billigen FU eines Großen Motors tippen. Dein Ansprechpartner sollte der Verantwortliche an Board sein, wenn es sowas gibt (ich war weder Privat noch Beruflich auf einem solchen Schiff ;) )

    mfg
    Swemers

  • ZuLautHolger
    Verifiziert
    Reaktionen
    7
    Beiträge
    354
    • 9. Juni 2006 um 10:34
    • #5

    Wenn wir schon mit Begriffen wir "FU" um uns schmeißen kannst Du auch mal nach der Kompensation fragen, wenn es denn eine gibt...

    http://www.zulaut.de/zulaut

  • SMPTE
    Profi
    Beiträge
    430
    • 9. Juni 2006 um 13:29
    • #6

    hi all
    erstmal danke für dei schnellen antworten.
    mal nen paar zusätzliche angaben:
    1) U^ sinkt nicht
    2) die rechner laufen über ein anders netz (es gibt dort 2 netze 110V und 230V)
    3) das schiff mit anderem generator versorgen oder lastrelais kommen lassen: wohl leider unmöglich - der kahn ist zu gross und 24h jeden tag im dauerbetrieb.
    4) wie oft: ca 1-3 mal am tag. wie lange: von 2 bis zu 10 stunden :?
    5) verantowrtliche an board haben mich bis jetz immer für dumm abgestempelt:
    "alle unsere geräte würden ja sonst auch nicht gehen " und
    "unsere multimeter zeigen ja 60Hz und 230V an" usw ....

    naja ich werde denen jetzt mal die osziloskopbilder zeigen, aber anyway.

    ich kenne Conditioner bis jetz nur fürs siderack von fuhrmann. gibts sow as auch grösser ?
    brauche 2-3mal 16A einphasig

    Haste ma Gaffa?
    Haste ma n Leatherman?

  • djobi
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    1
    • 9. Juni 2006 um 14:46
    • #7

    wie scoborg schon schrieb sollte ne gute USV reichen, zu gross muss die auch nicht sein, da die ja keine Stundenlangen Ausfälle abfangen möchtest!

    Biete: Zeitrafferaufnahmen, z.B. vom Konzert oder Bühnenaufbau
    zur Miete: TW Audio Sys One B30/T24, M15, Global 4 Punkt Truss, Le Maitre Trockeneisnebel, A&H GLD80, QU-24, ew100 1G8, Nexo PS10 + PS15
    aktuelle Gebrauchtgeräte

  • 1012178
    Beiträge
    160
    • 9. Juni 2006 um 15:07
    • #8

    Mal doofe Frage, aber arbeitet eine USV parallel? Schaltet sie nicht nur beim Abfallen / Ausfall der Spannung zu?

  • ZuLautHolger
    Verifiziert
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    354
    • 9. Juni 2006 um 15:15
    • #9

    Es gibt USVs, die Permanent die Ausgangsspannung aus der Batteriespannung erstellen, sog. Online-USV.

    Da wird quasi mit dem Netzeingang nur die Batterie geladen und dann gehts wieder zum Ausgang.

    Mit Kompensation meinte ich aber nicht diese kleinen Power-Conditionier, sondern eine Kompensation eben. Die gleicht im großen Stil induktive sowie kapazitive Lastspitzen aus. (Stichwort: cos phi)

    Und du meintest Doch bestimmt 50 Hz, oder läuft das Schiffsnetz komplett auf 60 Hz? Dann würde ich mal die Geräte prüfen, ob die mit 60 Hz überhaupt lauffähig sind...

    http://www.zulaut.de/zulaut

  • SMPTE
    Profi
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    430
    • 9. Juni 2006 um 23:52
    • #10

    das schiff läuft komplett 60Hz und ja die geräte können das alle auch.

    EDIT:
    ganz dumme idee:
    könnte man einen FURMAN PL-PRO/E II dazwischen hängen bei 2880 VA leistung oder überlebt der die induktivlasten nicht ?

    Haste ma Gaffa?
    Haste ma n Leatherman?

  • slam-weeze
    Verifiziert
    Beiträge
    182
    • 10. Juni 2006 um 10:10
    • #11

    Ich denke, sowas wird gesucht....
    http://www.equipson.es/product.php?fam=42

    Gruß
    Steven

    hat jemand meine Lampe gesehen??

  • SMPTE
    Profi
    Beiträge
    430
    • 10. Juni 2006 um 12:26
    • #12

    filtert der auch diese störung weg ?

    wo gibt es preisangaben ?

    Haste ma Gaffa?
    Haste ma n Leatherman?

  • chrisbern
    Beiträge
    104
    • 10. Juni 2006 um 13:30
    • #13

    wiso läuft das netz bei 230V mit 60 hz? das ist doch schonmal Mist.
    Entweder 110V und 60hz oder 230 und 50hz.

    unter welcher Flagge läuft das Schiff? Also ich würde meinen Gästen und Kunden keine 230V und 60hz anbieten.
    Abgesehen davon sollte es mit vertretbarem Aufwand durch umprogrammieren der Steuerung also senken der Drehzahl (1500 u/min beio 4-Pol Generator)machbar sein die Frequenz auf 50hz zu bringen.
    wenn das so ein großes schiff ist, daß ein Stromausfall nicht tragbar ist, weden die noch einen zweiten Reserve generator haben, der im Optimalfall mit dem anderen Synchronesiert werden kann. Dann kann man mal ohne Unterbrechung umschalten.

    Ich würde das Probhlem auf jedenfall von der Ursache her beheben. Alles andere ist keine richtige Lösung, weil dann nur der nächste z.B der, der eine satanlage installieren soll mit dem Selben Problem da steht.

  • Apostoli
    Profi
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    • 10. Juni 2006 um 16:41
    • #14

    das sieht für mich wie ein altbekanntes problem aus...

    ein großer Elektormotor (seitenstrahlruder oder soetwas?!) wird direkt ohne abzubremsen zwischen Links- und Rechtslauf umgeschaltet... das verursacht diese riesen zacken....

  • Martin Heuberger
    Gast
    • 10. Juni 2006 um 18:48
    • #15
    Zitat von "Chrisbern"


    unter welcher Flagge läuft das Schiff? Also ich würde meinen Gästen und Kunden keine 230V und 60hz anbieten.
    Abgesehen davon sollte es mit vertretbarem Aufwand durch umprogrammieren der Steuerung also senken der Drehzahl (1500 u/min beio 4-Pol Generator)machbar sein die Frequenz auf 50hz zu bringen.
    wenn das so ein großes schiff ist, daß ein Stromausfall nicht tragbar ist, weden die noch einen zweiten Reserve generator haben, der im Optimalfall mit dem anderen Synchronesiert werden kann. Dann kann man mal ohne Unterbrechung umschalten.

    Alle mir bekannten Schiffe, auf denen ich gearbeitet habe laufen mit 230V/60Hz. Da heißt es wirklich vorher aufpassen, was für Geräte man einsetzt (Dimmer; Tageslicht-Vorschaltgeräte, etc.)

    Normalerweise gibt es, wie auch auf Deinem Kutter, einen speziellen Generator, für das EDV Netz. Auf den Aida-Schiffen auch ein seperates "Schweiss-Netz" mit 230V/50Hz, aber nur an speziellen Punkten, soweit ich mich erinnere.

    Dachte ob vielleicht die Laundry an deinem Strom mithängt und die Chinesen "wieder mal schuld sind" :)

    Grüße und sonst ohne brauchbare Vorschläge,

  • djobi
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    • 11. Juni 2006 um 01:52
    • #16

    Frage:
    die Messungen mit den 'Zacken' wurden im Generatorbetrieb gemacht, ja?
    Zu diesem Zeitpunkt der Messung liefen aber deine Geräte, d.h. dein beschriebenes Phänomen (fallende Automaten, def. Feinsich.) trat zu dem Zeitpunkt der Messung(en) nicht auf, oder?

    Das würde doch bedeuten das du zwar *eine* Störung (diese Zacken) auf deinem Stromnetz gefunden hast, aber die gar nicht Ursachen deines Problem sein müssen, oder?
    Sondern ggf eine weitere, nicht dokumentierte Störung, oder?

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  • SMPTE
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    • 11. Juni 2006 um 11:53
    • #17

    diese messung kann ich machen wenn alle meine geräte an oder alle aus sind und jeder beliebeiges stelle und es ist immer das selbe ergebniss wenn der grosse generator läuft (hatte ich auch so geschrieben)

    Haste ma Gaffa?
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  • djobi
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    • 13. Juni 2006 um 00:02
    • #18

    jaaa .. aber du schriebst ja auch das deine Geräte unregelmäßig nach gewisser Laufzeit ausfielen.
    Meine Frage ist was genau in dem Moment auf dem Stromnetz passiert - sprich der eigentlich Grund des Ausfalls! Ob zu diesem Zeitpunkt vll noch mehr passiert!
    Diese 'Zacken' sind zwar eine Störung, müssen IMHO ja gar nicht Grund des Ausfalls sein; oder hast du auch eine Dauermessung gemacht wo der Zeitpunkt des Ausfalls (und ggf. weitere Abnormalien?) ersichtlich sind?
    Sprich zum Zeitpunkt des Ausfalls tritt eine weitere, bislang nicht gemessene Störung (Zuschaltung / Abschaltung Verbraucher X, .. ) auf!

    (ich hoffe das war jetzt verständlich)

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  • SMPTE
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    • 13. Juni 2006 um 15:10
    • #19

    es ist egal wann ich die lampem anschalte wenn der "kackstrom" da sit.
    sie fallken immer nach ca 5-10 min aus.
    desswegen gibt es auch keine andere störung.
    es ist eifnach die auslösezeit der sicherung.

    Haste ma Gaffa?
    Haste ma n Leatherman?

  • franz45
    Beiträge
    72
    • 13. Juni 2006 um 22:35
    • #20

    Hallo .Das ganze könnte auch ein Oberwellen- und Resonanzproblem sein.Ich würde dir empfehlen einen Netzanalysator einzusetzen.
    mfg franz45

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