Bin gerade auf der Suche nach guten Amps für meine Neuerwerbung - die 4Stk. Kling&Freitag CA1515.
Bin schlußendlich bei den LAB fP3400 gelandet. Doch dann bin ich über das Modell C48:4 der Install-Serie gestolpert, das natürlich folgenden Vorteil bieten würde:
4 Kanäle in 2HE - demnach zusammen mit einem K&F CD24 als kleines Amprack für 2xCA1515 plus 2xSW115 einzusetzen. Und das ganze zum fast gleichen Preis und Gewicht wie die fp3400.
Die Schraub- bzw. Phoenix-Anschlüsse würden nicht stören, da die Amps sowieso mit den Systemcontrollern fix verkabelt werden würden.
Meine Fragen nun:
Kennt jemand von Euch die C-Serie aus eigenen Erfahrungen?
Wären die Modelle auch für den mobilen Betrieb (Thema Robustheit/Transport, Schutzschaltungen, Betriebssicherheit unter widrigen Bedingungen, usw.) geeignet, oder wäre davon eher abzuraten?
Und noch eine letzte Frage: Kann man die C48:4 guten Gewissens an 230V/16A betreiben?
LAB C48:4
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Hallo Blitzfritz,
wir hatten kürzlich mal die grössere C64 zum testen da, haben es als Mon- Amp und spasseshalber mal als Topteilamp an GAE Director getestet.
Ich fand die Stufe sehr gut, Bedienungsmöglichkeiten wie bei jeder anderen Endstufe auch ( Pegelsteller unter einer Klappe an der Frontplatte ), Leistung ausreichend und klanglich wie von LAB gewohnt ohne Tadel.
Wie sich die Stufe bei Roadeinsatz verhält kann ich leider nicht sagen, hätte da aber erstmal keine Bedenken.
Und ja, 16A reichen aus.
mfg
bsm -
Hallo bsm,
vielen Dank für die Antwort.
Habe einstweilen auch mit jemandem von LAB selbst über diese Thematik gesprochen - da hat es geheißen, man könne das Gerät eigentlich bedenkenlos auch im Verleihbetrieb einsetzen.
Was mich noch interessieren würde - seid ihr selbst auch LAB Nutzer bzw. habt ihr den C-Serie sound mit dem der fp-Serie direkt verglichen?
Falls ja - wie war euer Eindruck bzw. seit ihr zufrieden mit der fp-Serie? -
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Hallo blitzfritz,
an LAB Endstufen haben wir nur die fp2400q und die fp6400.
Die kleine 4 kanal nutzen wir hauptsächlich für Monitor von 10/1 Zoll bis 15/1 Zoll, reicht für 95% unserer Anwendungen aus, einfach ein sehr feiner Amp. Mit der fp6400 treiben wir Bass und Mittelton von GAE Director, klanglich kommt da bis auf Chevin A6 und 5003 nichts anderes mit. Die C64 haben wir da auch im Mittel/Hochton getestet, würde ich bedenkenlos auf einer Produktion einsetzen, auch klanglich vergleichbar. Ok, die fp6400 holt im Mitteltonbereich nochmal anders Luft, aber das sollte die auch. Und an 2x12/2 Zoll Monitoren bläst die C64 das Bühnendach hoch..... :lol: :lol: :lol:mfg
bsm -
Die fp2400Q ist sicher eine feine Stufe, jedoch ist sie für 15/1 imho einen Tacken zu schwach, wenn ich bedenke, das ich sie schon an Seeburg TSM10 im Clip (bzw. kurz davor) erlebt habe.
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Jo, an unseren System 10 krieg ich die auch zu klippen, an einem 15er Monitor reicht es meistens.....
bsm
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Hallo,
zur 2400q kann ich nur folgendes vermelden:
Ich betreibe sie z.Zt. an einer kl. Turbosound TMI mit je 2x105 15" Bässen und 102 topteil . Damit bediene ich konzerte im +/- 150 pax rahmen ohne probleme. Im Bass spielt die LAB deutlich straffer als die QSC MX2000a, mit der die bässe vorher gefüttert wurden und die schon ständig clippte. LAB gibt eine nennleistung von knapp 600 W / 0dB ( ~ 700 bei 1% THD, die im bass zu verschmerzen sind ) an 4 Ohm an. Das reicht. Und das mit Punk/ HC und elektro, OHNE clipping . Ich denke, dass man die leistungsangaben nicht auf die goldwaage legen soll. Neben der (Watt)leistung spielen bei einer endstufe ganz andere Faktoren eine wesentliche rolle, die nicht zu unterschätzen sind und somit auch kleine Amps mit viel " drehmoment" qualifizieren.
IMHO auch ( oder grade) für Low(er)Budget eine sinnvolle investition, wenn es zuverlässig sein soll.
gruss,
arnt -
darf ich zu der limiterfunktion der LAB amps noch sagen, das es sich nicht um einen einfachen clip-limiter handelt wie er in anderen amps verbaut wird?
die LAB limiter messen das signal am ausgang der endstufe, und ab einem bestimmten klirrwert greift der limiter ein.
je nach dem, welcher LS dranhängt wird also früher oder später limitiert.
man kann da tatsächlich eine deutlich schwächere box dranhängen, wenn es ihr zuviel wird kann der limiter das erkennen und regelt dann die leistung zurück.
ich habe so schon eine 2x5" box an eine 1600er gehängt und ins limit gefahren. es war ein 4Ohm typ und da leistet der amp 840W!
man kann sich leicht ausmalen wie das experiment mit anderen endstufen ausgegangen wäre - stichwort kalottenweitschiessen
das funktioniert also sehr gut, wir haben mit hilfe der LAB amps in den letzten jahren noch nicht einen einzigen lautsprecher geschossen, zumindest wenn die controller in sinnvollen grenzen eingestellt waren. gegen gröbste fehlbedienung ist natürlich kein kraut gewachsen.
somit kommt es also vor das die LAB amps limitieren, obwohl der amp noch viel mehr leisten könnte.
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Wora schrieb:
Zitatdas funktioniert also sehr gut, wir haben mit hilfe der LAB amps in den letzten jahren noch nicht einen einzigen lautsprecher geschossen, zumindest wenn die controller in sinnvollen grenzen eingestellt waren. gegen gröbste fehlbedienung ist natürlich kein kraut gewachsen.
Unser eigener Erfahrungsschatz mit den LAB's ist deckungsgleich mit dem vom Wora. :lol:
:lol:
Gerald1 -
Zitat von "wora"
das funktioniert also sehr gut, wir haben mit hilfe der LAB amps in den letzten jahren noch nicht einen einzigen lautsprecher geschossen, zumindest wenn die controller in sinnvollen grenzen eingestellt waren. gegen gröbste fehlbedienung ist natürlich kein kraut gewachsen.
Und auch unsere Erfahrungen decken sich damit, selbst die kleine 4-kanal Lab ist wirklich gut. Dennoch ist was kurioses passiert: Was Schrecki7289 beschrieb liegt mir jetzt vor, ein zerstörter 10" aus TSM10, und das im Vocal Monitor eines Blasorchesters, also mal nicht so wirklich RnR Pegel... Dennoch wird berichtet hat der Amp geclippt. Die TSM10 kenne & benutze ich selbst seit 5 Jahren, ohne jemals eine zerstörte Pappe erlebt zu haben. Was also war geschehen?
Bisherige spärliche Info´s zum Schadensfall sagen mir Zelt VA, Generator, Theken & Frittenbuden etc pp. Kann es technisch sein dass ggf eine gehörige Unterspannung dem sonst sehr guten Lab Limiter ein Schnäppchen schlug?Zur fp2400Q:
Ein Vergleich an 18 Sub + 12/1,4" Top mit 2x recht hubraumstarken Camco DL3000 ergab: Es fehlten wohl die letzten paar dB Pegel, sonst war diese kleine Lab tatsächlich einfach erstaunlich ebenbürtig.Und back 2 topic/ Zur C-Serie:
Nach durchweg besten Erfahrungen mit der fp Serie hatten wir auch gern blind bestellt, aus einem Bauchgefühl heraus haben wir vorher eine C zum Test hier gehabt. Letztlich bewog uns u.a. die Frage der mechanischen Stabilität auf ein entsprechendes Modell der fp Serie zu warten; in der Hoffnung dass Lab eben sowas nachschiesst. Lab unterscheidet strikt in "Professional Touring Amplifiers" und "Installation-Dedicated Amplifiers". Was Du jedoch fragst wird dir keiner geben können: Fundierte Erfahrungswerte zur C Serie werden wohl erst 2007/2008 zur Hand sein... -
Zitat
Bisherige spärliche Info´s zum Schadensfall sagen mir Zelt VA, Generator, Theken & Frittenbuden etc pp. Kann es technisch sein dass ggf eine gehörige Unterspannung dem sonst sehr guten Lab Limiter ein Schnäppchen schlug?
Von einem Generator weiß ich nichts, meines Wissens kam der Strom direkt aus dem Gemeinschaftshaus, welches ja unmittelbar dran ist. Allerdings gab es definitiv Stromprobleme, den Abend fiel nämlich zweimal der Strom aus. In Verdacht stand der Kühlwagen. Und auch sonst flackerte die Beleuchtung ab und an recht bedrohlich.
Sehr lange Kabelwege lang durchs Zelt mit dem zugehörigem Spannungsabfall dürften ihr Übriges dazu getan haben.
Zumindest wäre das eine plausible Erklärung, zumal die restliche Saison vorher alles ohne Zwischenfall funktioniert hat.Zitatdie LAB limiter messen das signal am ausgang der endstufe, und ab einem bestimmten klirrwert greift der limiter ein.
je nach dem, welcher LS dranhängt wird also früher oder später limitiert.
Dazu hätte ich eine Frage (bin ja immer an technischen Hintergründen interessiert):
Soweit ich weiß greift jeder normale Clip Limiter dann ein, wenn das Ausgangssignal gegenüber dem Eingangssignal verfälscht ist, dazu vergleicht er die Signale (oft einfach per Schmittchen als Komparator).
Aber was ist nun bei der LAB anders, woher weiß sie, dass der Lautsprecher am Ende ist, ich meine das Ausgangssignal verändert sich ja davon nicht, wenn eine Box am Limit betrieben wird
Spezielle Technik?
Oder ist dler Limiter einfach im Grunde einfach nur außerordentlich gut, sodass einfach kein Clipping produziert wird, und so die Boxen im Härtefall nur mit absolut sauberen Signalen überfahren werden und somit keinen Schaden erleiden? -
wie genau der limiter der LAB funktioniert, konnte mir der nette herr auf dem messestand leider auch nicht beschreiben.
das er aber tatsächlich auf die angeschlossenen boxen reagiert kann ich aus eigener erfahrung berichten. -
interesant wäre zu wissen, was sich im belasteten system an messbaren parametern im lautsprecher ergibt, wenn die spule gesättigt ist und die membran den vorgaben der Spule nicht mehr folgen kann oder will. Ich kann mir gut vorstellen, dass eine Spule, die Ihre energie nicht mehr weiter mechanisch umsetzen kann, durchaus änderungen ihrer physikalischen Eigenschaften induziert. Spontane Widerstandserhöhung/- erniedrigung ( z.b. bedingt durch wärme ??) , veränderung der Induktivität ?? Oder ist es wirklich nur eine wirksame vergleicherschaltung , die ein paar Volt vor ende schon greift ? Ich habe zumindest die roten lämpchen bisher noch nicht bemerkt.... Trotz + 6db vom Pult.
gruss,
arnt -
Hmm, Temperatur- und damit Widerstandsänderungen der Spule wären eine Möglichkeit, vielleicht wird auch der vom Lautsprecher induzierte Rückstrom gemessen, der ja beim Austreten aus dem linearem Bereich (also überschreiten des linearen Hubs - XMax) trotz steigender Verstärkerleistung nicht weitere ansteigen dürfte bzw. sogar wieder abnimmt, möglicherweise erkennt die Stufe sowas...
Es wäre wirklich hochinteressant zu erfahren, wie der Limiter prinzipiell funktioniert. -
Zitat von "Schrecki7289"
...
Es wäre wirklich hochinteressant zu erfahren, wie der Limiter prinzipiell funktioniert.
dito! -
Zitat von "wora"
das er aber tatsächlich auf die angeschlossenen boxen reagiert kann ich aus eigener erfahrung berichten.
Davon steht aber nichts in der Anleitung. Ich meine so ein Feature würde schon explizit erwähnt werden. Da steht dass der Klirrfaktor gemessen wird (im direkten Vergleich Ausgangs- zu Eingangssignal), ist er höher als 1% wird zurückgeregelt.
Außerdem wird scheinbar darauf geachtet, dass die Transistoren immer innerhalb der SOA arbeiten.Wenn nun der Gain für den Lautsprecher korrekt eingestellt ist, dann bekommt er nie ein verzerrtes Signal und somit zu viel Leistung ab, und geht eben auch nicht kaputt.
Ist nun die Frage ob beide Schaltungen (kann sowohl analog als auch digital sein) drin sind, oder eigentlich nur eine und die einen ähnlichen Effekt hat, da wird das andere eben auch mit beworben. Da sind ja gerne mal Verwirrspiele in den Papers von LAB (verschiedene Class-TD Erklärungen).
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wie gesagt, das ist ein erfahrungswert.
wenn man boxen anschliesst, die nominal deutlich schwächer sind als der amp geht die rote lampe an und der lautsprecher bleibt ganz.
wenn man dagegen stärkere LS anschliesst, gibt der amp richtig leistung ab weil er diese stärkeren boxen auch ausfahren kann.
was da genau passiert würde uns ja alle interessieren...