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Hornabstrahlwinkel - von was ist das abhängig?

  • emppu
  • 18. Januar 2007 um 14:36
  • emppu
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    122
    • 18. Januar 2007 um 14:36
    • #1

    Nehmen wir einmal auf dem Bild den Waveformer her, um meine Frage näher zu veranschaulichen:

    Vereinfachen wir das ding jetzt haben wir eine Hornankopplung von 1:1 und das Horn ist innen leer, also keine Verstrebungen und so. Jetzt besteht das Ding aus 2 parallelen Seitenteilen und die oberen und unteren Begrenzungen sind konisch nach vorne größer werdend.

    Manche Arrayhörner haben jetzt da vorne dran links und rechts eine Verlängerung, die 45° nach aussen geht.

    Habe letzthin so ein Teil in der Hand gehabt und habe ein wenig herumgemessen - und es funzt auch recht gut.

    Jetzt hat das Horn einen Abstrahlwinkel Horizontal von rund 100°, das wird irgendwie über diese 45° Enden gemacht, oben und unten jeweils 5° von der Stahlachse weg, wahrscheinlich irgendwie über den konischen Teil des Hornes.

    Auf was will ich raus... Ich möchte mich an einem LineArray Mitteltöner versuchen, der einerseits Horngeladen ist und desweiteren ebenfalls eine ähnliche Abstrahlcharakteristik hat, wie der Hochtöner. So muss man ihn gezwungenerweise in ein Horn stecken, habe aber noch nie die Abstrahlcharakteristik eines Horns näher berücksichtigt.

    Kann mir jemand erklären, wie das hier genau geht, was mit dem Druck passiert und so weiter, dass man dieses Abstrahlverhalten so hinbekommt. Bei anderen Hörnern (nicht Array) ist das sicher ähnlich zu beschreiben.

    Volker Holtermeyer hat auch immer so schöne Grafiken, zu dem Thema vielleicht auch? Ich möchte das jetzt endlich einmal kapieren, wie ein Horn zu einem bestimmten Abstrahlverhalten kommt.

    Für jede Wissenserweiterung bin ich hier sehr Dankbar.

  • ukw
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    1.566
    • 18. Januar 2007 um 15:44
    • #2

    Lade dieses Programm: Hornresponse
    :o funktion one Lila?

    Die aktuelle Version ist Version 13
    Hornkontur eingeben und berechnen
    dann
    Tools \ Wavefront Simulator
    und directivity tool (beam width :wink:)

    Mit der Zeichenfunktion kannst Du Waveguide, Phaseplug und/ oder Schallwand beschreiben.

    :D:) :o :shock: :D:!: :idea: :wink:


    PS: Deine Grafik: 65.52 KB (67089 Bytes)
    Meine Grafik : 14.45 KB (14800 Bytes)

    ... for a few dB's more . . .

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  • Volker Holtmeyer
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    • 19. Januar 2007 um 14:34
    • #3
    Zitat von "emppu"

    Auf was will ich raus... Ich möchte mich an einem LineArray Mitteltöner versuchen, der einerseits Horngeladen ist und desweiteren ebenfalls eine ähnliche Abstrahlcharakteristik hat, wie der Hochtöner.


    Horizontal ja, aber vertikal sollte das Mitteltonhorn nicht das gleiche Abstrahlverhalten wie das Hochtonhorn haben. Vielmehr sollte das Verhalten des sich vergößernden Öffnungswinkels des Hochtonhorns fortgeführt werden.

    Das Hochtonhorn hat ja nur horizontal einen konstanten Abstrahlwinkel; vertikal weitet sich der Öffnungswinkel von etwa 10° bei gut 16 kHz zu tieferen Frequenzen hin stetig auf. Das ist ein ganz wichtiges Kriterium für das "Funktionieren" eines Line-Arrays (viel wichtiger als die zur Zeit wieder gern zitierten WST-Kriterien).


    Typisches vertikales Abstrahlverhalten eines einzelnen Line-Array-Elementes

    Der JBL WaveFormer stellt sich, wie schon angedeutet, als Horn mit einem ganz geradlinigen Verlauf dar. Dadurch ergibt sich zwangsläufig genau das Verhalten, was man ja erzeilen möchte, nämlich vertikal eine stetige Bündelung zu hohen Frequenzen - ganz im Gegensatz zum CD-Horn, wo der Hornverlauf nicht stetig ist. (Beim VerTec wird das horizontale Abstarhlverhalten indes wieder nach dem CD-Prinzip gebildet.)


    JBL WaveFormer

    Dieses Verhalten ist zu vergleichen mit den Eigenschaften einer Linien-Quelle - also einer Quelle, die nicht punktförmig ist, sondern eine gewisse räumliche Ausdehnung hat. Eine Linien-Quelle hat nämlich auch die Eigenschaft zu hohen Frequenzen zu bündeln. Das ist im Übrigen bei allen Quellen zu beobachten. Auch ein Konuslautsprecher hat das Verhalten, mit steigender Frequenz zu bündeln. Unser Waveguide ist demnach nichts anderes als eine Quelle mit einer gewissen Ausdehnung.

    Genau genommen hat der JBL WaveFormer durch die leichte Krümmung der Wellenfront einen etwas weiteren Öffnungswinkel als eine ideale linienförmige Quelle, was aber wiederum ein starkes Curving vereinfacht. Aus diesem Grund gibt es bei Alcons sogar einen "inversen" Waveguide, der den zu engen Abstrahlwinel der Bändchenhochtöner (> fast ideale Linien-Quelle) wieder aufweitet.


    Alcons Audio Waveguide

    Die Idee, die Mitteltöner auch horngeladen zu gestalten, ist aber nicht neu. Spontan fällt mir da natürlich der 10"-Waveguide von Adamson ein.


    Adamson Waveguide

    Aber auch das mysteriöse Donut-Line-Array soll eine horngeladene Mittensektion haben.


    Donut 312202

    http://www.volkerholtmeyer.de/

  • emppu
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    122
    • 20. Januar 2007 um 15:16
    • #4

    Danke, hat schon sehr weitergeholfen.

  • speakerpeaker1
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    307
    • 23. Januar 2007 um 14:53
    • #5

    Und wo liegt dann der Unterschied zwischen einem DOSC Guide und diesem JBL Waveguide?

    Mit freundlichen Grüßen aus Österreich
    Michael

  • Volker Holtmeyer
    Profi
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    13
    • 25. Januar 2007 um 01:30
    • #6

    Im WST des V-DOSC befindet sich eine Art Phaseplug, dessen geometrische Form so angelegt ist, dass Schall, der ansonsten direkt durchs Horn laufen würde, quasi einen Umweg nehmen muss. Somit haben alle möglichen "Pfade", die der Schall nehmen kann, die gleiche Länge, womit er aus der spaltförmigen Austrittsöffnung exakt zeitgleich austritt. Der Schall wird also von einem knapp 20 cm hohen "Band" kohärent abgestrahlt, wodurch natürlich eine entsprechende Bündelung entsteht (hier mit 5° angegeben).


    "Schallpfade" im WST

    Mit dem WST wird mit einem relativ kurzen Horn eine recht große Schall abstrahlende plane Fläche erzeugt.


    Doppelte WST-Einheit im Kudo

    Der JBL WaveFormer hat keinen solchen Phaseplug. Dadurch tritt der Schall in der Hornmitte natrugemäß etwas früher aus, und mithin ist die Bündelung gegenüber einer kohärent abstrahlenden Fläche gleicher Höhe etwas geringer (hier mit 10° angegeben).
    Beim WaveFormer wird mit einem relativ langen Horn eine eher kleine Schall abstrahlende Fläche erzeugt, die zudem leicht gekrümmt ist, aber dennoch flach genug, um eine Kopplung mit dem nächsten WaveFormer zu ermöglichen.

    http://www.volkerholtmeyer.de/

  • emppu
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    122
    • 28. Januar 2007 um 22:53
    • #7

    So, ich bins wieder - gleiches Thema - neue Frage:

    Jetzt habe ich ein Linearray Hochtonhorn das Hausnummer auf 800Hz runterkommt und bei diesen 800Hz einen bestimmten Vertikalen ABstrahlwinkel hat. Nehmen wir an, dass dieser bei 90° liegt.
    Jetzt geht es darum ein Mitteltonhorn so zu bauen, dass dieses bei 800Hz ebenso einen ABstrahlwinkel von diesen 90° haben soll.

    Wie bestimmt man hier konkret, wie ein Mitteltonhorn Horizontal und Vertikal abstrahlt. Ich weis nur dass die Hornmundfläche darüber auskunft gibt, bis zu welcher Wellenlänge das Horn "wirkt".

    Man kann nun das Mitteltonhorn verschieden aufbauen, um trotzdem die Hornkontur zu behalten. Sprich das obere und untere Brett parallel zueinander und die Hornkontur nur mit den aufrecht stehenden Brettern bauen oder die Querliegende Ebene (oben und unten) steiler als die hochstehenden (links und rechts) öffnen lassen... alles eine Frage des Abstrahlwinkels, aber wie funzt es korrekt? Das Programm wie oben die Empfehlung war hilft hier jetzt auch nicht weiter, weil die Grundlage dazu fehlt.

  • ukw
    Verifiziert
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    • 28. Januar 2007 um 23:15
    • #8

    Hol Dir professionelle Hilfe. Die kostet zwar Geld, aber Du möchtest mit Deinem L-Array
    auch Geld verdienen oder beschallst Du genau so kostenlos wier Du hier Hilfe verlangst?

    Professionelle Hilfe ist Ihr Geld wert - hier im Forum bieten einige Mitglieder solche Dienste an.

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  • emppu
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    • 28. Januar 2007 um 23:27
    • #9

    Es geht hier mehr um Bastelei - das Interesse an der Technik und der Drang dazu das Thema richtig zu verstehen.

    Ich möchte rein Interessehalber ein Linearray bauen, klein aber doch mit dem vollen Funktionsumfang eines Arrays.
    Will kein Geld damit machen aber doch ein einzelnes Arraysystem bauen und dazu fehlt ein wenig Wissen.

    Ich denke dass ein Forum wie das hier für sowas da ist -- einmal eine andere Frage als "kann man Verstärker xy an system "AB" anschließen".

  • unknown_artist
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    2.849
    • 29. Januar 2007 um 11:01
    • #10

    [quote="emppu"]So, ich bins wieder - gleiches Thema - neue Frage:

    Jetzt habe ich ein Linearray Hochtonhorn das Hausnummer auf 800Hz runterkommt und bei diesen 800Hz einen bestimmten Vertikalen ABstrahlwinkel hat.

    /quote]
    Nur wegen der Größenordnung(und ich habe da wirklich null Anhnung) was für ein Vorsatz geht so tief?
    Im übrigen eins der spannendsten Themen seit langem hier.
    Was für eine Bandbreite strebst du im Mittelton an?

    Für eventuell enthaltene Ironie übernimmt der Verfasser dieses Beitrags keine Haftung

  • emppu
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    122
    • 29. Januar 2007 um 11:41
    • #11
    Zitat

    Nur wegen der Größenordnung(und ich habe da wirklich null Anhnung) was für ein Vorsatz geht so tief?

    Der Vorsatz ist auch recht groß, 30x20 cm groß ca. - für 2 Treiber.

    Zitat

    Was für eine Bandbreite strebst du im Mittelton an?

    Hätte vor mit einem 10" von Rund 120Hz (-3dB) bos rund 1kHz zu kommen. Das funzt auch recht gut mit meinem geplanten und gebauten Horn, nur ich komme nicht auf die Abstrahlwinkel, weil die Möglichkeit das so genau Messen ist nicht gegeben.


    Bin gerade dabei mir die Theorie von den Martin Audio LA's abzuschauen und mir irgendwie Physikalisch zu erklären.

  • Ansch
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    • 29. Januar 2007 um 20:51
    • #12

    Einige Grundlagen:
    http://www.xlrtechs.com/dbkeele.com/PD…0AES%20Preprint)%20-%20Whats%20So%20Sacred%20Exp%20Horns.pdf
    Zwar bloß ein Whitepaper (Beleuchtet die Vorteile der neuen Technologie, verzichtet aber auf kritische Betrachtung -> Vorstufe zu Marketinggeschwafel):
    http://www.excelsior-audio.com/Publications/Q…_WhitePaper.pdf
    ber nette Übersicht über Hornbauformen drin, Paper dazu:
    http://www.excelsior-audio.com/Publications/Q…veguide-Fr.html

    Ansonsten http://scholar.google.com -> liefert Links zu v.a. wissenschaftlicher Literatur, meist AES Papers, die aus der Bibliothek oder notfalls über subito holen.
    Lesen, verstehen, basteln, messen -> bis es passt.
    10" bis 1kHz ist schwer, v.a. wenns dann als echtes Linearray funktionieren soll.

    Viele Grüße
    André

  • F.A.Bi.A.N.
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    • 29. Januar 2007 um 21:17
    • #13
    Zitat von "Ansch"

    Einige Grundlagen:
    http://www.xlrtechs.com/dbkeele.com/PD…0AES%20Preprint)%20-%20Whats%20So%20Sacred%20Exp%20Horns.pdf


    danke für den link, das stellt viel wissenswertes knapp zusammen :) !

  • Ansch
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    • 29. Januar 2007 um 21:48
    • #14

    Achso, der Link ist nicht vollständig, am Besten einfach alles markieren (bis .pdf) und in die Adresszeile des Browsers kopieren, dann gehts.

  • Volker Holtmeyer
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    • 29. Januar 2007 um 22:55
    • #15

    ... oder einfach alles ab /PDF weglöschen - eine wahre Fundgrube! :wink:

    http://www.volkerholtmeyer.de/

  • ukw
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    • 30. Januar 2007 um 01:17
    • #16
    Zitat von "Volker Holtmeyer"

    ... oder einfach alles ab /PDF weglöschen - eine wahre Fundgrube! :wink:

    Beute gesichert :)

    ... for a few dB's more . . .

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  • Jobsti
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    • 30. Januar 2007 um 03:22
    • #17

    Ich mir auch alles mit Offline Explorer.
    http://www.meyeraus.com.au\manuals\Reference kann man sich auchmal komplett zusseln, wirklich sehr viele interessante Sachen drauf!

    MfG

    Mit freundlichen Grüßen
    B. Jobst | Fa. Jobst-Audio | 36396 Steinau Ulmbach | Germany | http://www.Jobst-Audio.de
    http://www.audiofotos.eu | Kostenfreier Bilderhoster für eure Forenbilder
    Nützliche Tools | Limiter berechnen, Schaltungen usw.

  • Ansch
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    • 30. Januar 2007 um 20:15
    • #18
    Zitat von "Volker Holtmeyer"

    ... oder einfach alles ab /PDF weglöschen - eine wahre Fundgrube! :wink:

    In der Tat! Da aber nicht alles unbedingt zum Thema gehört, wollte ich den direkten Link angeben. Dennoch gehört Keeles Webseite IMHO in die Selbstbaulinks.

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