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Umgang mit unfähigen Kollegen - was machen, und wie?

  • Mix4Munich
  • 6. April 2007 um 17:58
  • Mix4Munich
    Beiträge
    788
    • 6. April 2007 um 17:58
    • #1

    Hallo Forum,

    ist schon komisch, früher habe ich ein Dutzend Veranstaltungen am Stück gemacht, ohne dass was Berichtenswertes passiert wäre, und nun gib's auf jedem zweiten Job irgend ein absolutes Highlight. Oder wie gestern ein totales Lowlight (neudeutsch für Tiefpunkt). Also, was ging ab?

    Ich habe eine Band, die ich auch schon öfters betreut hatte, im Airbräu am Münchner Flughafen gemischt. Kein Problem soweit. Die haben zusammen mit einer anderen Band gespielt, mit der sie auch schonmal aufgetreten sind. Auch kein Problem. Um die Technik hat sich die andere Band gekümmert, aber es war auch was vom Haus vorinstalliert - Frontholz und Amping, gutes Zeug für die Location. Problem war der federführende Techniker der anderen Band. Hier eine kleine Aufzählung seiner Aktivitäten:

    - plant 90 Minuten Soundcheck für zwei Bands ein - was okay wäre, aber er braucht immer selbst 90 Minuten für seine eigene Viermanncombo, obwohl deren Besetzung absolut "konventionell" ist - Schlazeug, Bass, E-Gitarre, ein Gesang
    - bringt einen "neuen" EQ mit zum Gig ("gebraucht, günstig auf ebay geschossen") - war aber kaputt, DOA. Merkt er erst beim Gig!
    - bringt für seine Jungs vier Sets IEM mit - flammneues Zeug, weder eingestellt noch ausprobiert! Das war deren erster Versuch mit IE-Monitoring. Zwei haben es dann gar nicht eingesetzt, die anderen beiden hatten nur Signale auf einer Seite. Ja, nee, is' klar, Mono-Auxes auf Stereo-IEM-Systeme geben ...
    - konventionelles Monitoring, zwei kleine EV SX300 (soweit okay), aber so verkabelt, dass sie einfach nur das Summensignal von der PA abbekommen - hää?!?

    Soweit konnte ich mit allem leben oder es zumindest umgehen und damit ignorieren, aber jetzt kam es wirklich:
    - lose im Rack lagen zwei Yamaha-FX, ein SPX 900 oder 990 (soweit okay, aber das wollte er gar nicht benutzen) und für den Gesangshall nahm er ein SPX-90-II (ungefähr 20 Jahre alt oder mehr), und dieses stöpselt er nicht an die vorhanden AUX-Wege, sondern packt es per Insert auf den Gasangskanal! D.h. die Main Vocals laufen durch das SPX-90-II, welches zusätzlich vom Pegel heftigst angefahren wird! Ergebnis: Der Gesang der anderen Band klingt stumpf und nach Plastik, die Dynamik ist total "kaputt" durch den überfahrenen SPX-90-II. Gesamtsound entsprechend.
    - merwürdig nur, dass ich ihm vor einem Jahr schonmal gezeigt habe, was man mit einem AUX-Weg und einem Effekt anstellt, und in dem einen Jahr ist er kein Stück besser geworden!
    - der Haustechniker vom Airbräu München (ein sehr fähiger Typ, wie ich meine, mit gutem Equipment und Ahnung, wie man es einsetzt) ist über den Sound der anderen Band beinahe ausgerastet und hat dem Mischer ein paar sehr deutliche Worte gesagt, aber der meinte nur, das, was er mache, sei schon in Ordnung und auch gut. Im Publikum überall nur betretene Gesichter, Gesang nicht über den Pegel der restlichen Band hörbar, Ansagen gehen in einer Wolke aus Hall unter.

    Für meine Band haben wir dann die beiden SPXe "liberated" und über AUXe eingeschleift - die Sonne geht über dem Gesang auf, jetzt sind Pegel, Dynamik und Klarheit da, und auch die Ansagen sind zu verstehen! Als "meine" Jungs spielen, ist auch plötzlich die Tanzfläche voll, und alles drumherum hat gute Laune.

    Nun meine Frage: Wie geht Ihr mit solchen Tontechniker-"Kollegen um? Bringt kaputtes und neues, also ungetestetes Material zum Gig wie ein 16jähriger sein neuestes Spielzeug, ist beratungs-, und lernresistent, dazu taub und anscheinend von dem Schrott überzeugt, den er fabriziert. Zeigen, wie es geht? Habe ich vor einem Jahr gemacht, geholfen hat's nix. Deutliche Ansage machen, wie der Kollege vom Haus? Hat genauso wenig gebracht. Ignorieren? Kann man tun, aber was, wenn Ihr das Material stellt, und jemand den Sound damit ent-stellt? Das fällt ja auch irgendwie auf den PA-Verleih zurück, wenn der Sound so dermassen sch... ist. Ironie am Rande: Seine Band findet den Typen echt gut.

    "Meine" Band jedenfalls hat beschlossen, dass sie mit der anderen Band nur noch zusammenspielen, wenn wir selber für die Technik sorgen.

    Fragende Grüße vom immer noch leicht fassungslosen
    Jo


    PS: Normalerweise ist Kollegen-Bashing nicht meins. Aber wenn jemand durch Inkompetenz den Zeitplan UND den Sound (zumindest von einer Band) ruiniert, kann ich ihn schwer als Kollegen betrachten. Eher als Gefahr :?

    Mix4Munich
    Johannes Komarek
    http://www.mix4munich.de

  • bemi
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    • 6. April 2007 um 18:59
    • #2

    Hi,


    mein Tipp: moeglichst nicht zur Weissglut bringen lassen und den anderen in Ruhe lassen wenn man beim ersten vorsichtigen Fragen auf taube Ohren stoesst. Hat eh keinen Wert und kostet nur Nerven.

    Ich habe letzte Woche im Studio so einen Kollegen erlebt, 5erlei Halls auf dem Gesang (Plugins kosten ja nix), vorher schon gemischt (CPU reicht nicht) und nicht mehr oder nur umstaendlich rueckgaengig machbar ... Ausserdem hat er einfach Spuren gedoppelt, was angeblich den Sound so toll breit macht. Ansich nicht dumm, wenn man verschiedene Aufnahmen besitzt oder unterschiedlich bearbeitet hat. Aber gleiches Signal links und rechts gibt nunmal mono, nur lauter. Wollte er ums verrecken nicht glauben. Und bei nachfrage warum er dies oder jenes gerade so macht, verweist er auf Fachzeitschriften und -buecher. Mit genau der gleichen Begruendung kritisiert er meine Arbeit ("in xyz steht aber, dass man das nicht machen darf").

    In dem Fall konnte ich einfach cool bleiben und Stunden schreiben ...


    ciao
    bemi

    Viele Grüße aus dem Allgaeu - Michael "bemi" Bernhard
    https://bemiton.wordpress.com/

  • audiobo
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    • 6. April 2007 um 19:01
    • #3

    Vielleicht sollte man als erstes den Veranstalter darauf aufmerksam machen, dass der Bandmischer trotz Verbesserungsvorschlägen "seinen" Sound fährt. Dieser wird sich daraufhin warscheinlich das Publikum anschauen und hinterher evtl. ein Gespräch mit der Band führen (z.B. in Bezug auf künftige Buchungen inkl. Band-Techniker). Auf jeden Fall rechtzeitig klarstellen woran es lag, hinterher ist meist zu spät. Allerdings sollte es für solche Aktionen schon sehr daneben gehen, also inkl. potenzieller Rufgefährdung.

    In Sachen Lautstärke sollte man als FoH-Verantwortlicher evtl. sogar selbst eingreifen, falls der "Kollege" stark gesundheitsgefährdende Pegel fährt, kein Einsehen hat und der Veranstalter unauffindbar ist.

    Letztendlich gibt es aber nicht die Lösung, da sich alle Menschen in solchen Situationen unterschiedlich verhalten und unterschiedlich behandelt werden müssen. Ich sehe oben genannte Ansätze auch nur als Extrem-Varianten. Meist versuche ich erst einmal herauszufinden warum sie so arbeiten und nicht anders. Den meisten fällt dabei selber auf, weshalb das so nicht richtig funktioniert und das ist wesentlich wertvoller als eine von jemand anderem vorgekaute Lösung.

    Bei den schmerzfreien, verrafften aber sonst ganz umgänglichen Typen kann auch schon mal die "helfende Hand" (z.B. an den VCA´s oder Subgruppen) Wunder wirken.

  • zegi
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    • 6. April 2007 um 21:22
    • #4

    Kritik an Kollegen zu üben finde ich persönlich sehr schwierig. Oftmals kann der Sachverhalt um den es geht nicht objektiv geprüft werden. Also ist es dann "Aussage gegen Aussage", was meistens ein grosses Konfliktpotential birgt.
    In diesem Punkt bin ich selber feige und weiche aus, solange es geht. Allerdings distanziere ich mich vom Vorgehen des Kollegen.

    Der Ton macht die Musik.

  • rockland
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    222
    • 6. April 2007 um 22:01
    • #5

    Es ist immer schwierig zu sagen: "was du ablieferst geht leider gar nicht".
    Aber irgendwann ist der Bogen überspannt. Und dann, wenn er uneinsichtig ist, darf er direkt den FoH verlassen und ich mische weiter.
    Wer da anfängt rumzudiskutieren, würde dann auch direkt mit Security entfernt (soweit kam es noch nicht).
    Üblicheweise reicht es ihm zu drohen, dass wenn er nicht gehe, direkt die Endstufen abgeschalten werden (nach der Frage, ob das seine Band gut finden würde, lenkten bisher auch die härtesten Fälle ein).

    Jedesmal, wenn sich ein Bandtechniker bei mir anmeldet, oder ich im Vorfeld erfahre, dass da einer mitkommt, weise ich die Band, den Techniker oder Veranstalter darauf hin, dass das alles ok ist, solange er einen ordentlichen Job macht.
    Und wenn ich ihm nen Vorschlag mache, wie es vielleicht bessere wäre, und er mir halbwegs plausibel erklären kann wieso er es trotzdem auf seine Art macht, dann ist das ja ok. Schließlich ist er dafür der Bandtoni.

    Bisher beste Erfahrungen mit Tonjungs von Punkbands.
    Da läutt alles gemütlich,...versauen kann man eh nicht viel :D und
    wenn alles läuft werden innerhalb der 60 min Spielzeit 4 Dübel in die Birne geblasen :shock: .

  • harro kleffmann
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    47
    • 6. April 2007 um 22:44
    • #6

    Ich helfe so gut es geht und der andere Tontechniker es zulässt. Manchmal verdrücke ich mich auch dahin wo es den Kaffe gibt. So werde ich mit dem Chaos am wenigsten in Verbindung gebracht.

    Leider erlebt man ziemlich häufig traurige Sachen. Manchmal auch bei richtig guten Bands. Dann ist es besonders bedauerlich.´

    Das es einfach viel mehr Veranstaltungen als gute Tontechniker gibt, sind solche Dinge leider ziemlich häufig zu beobachten.

    Wer Ahnung hat ahnt etwas. Wer Wissen hat weiss etwas.

  • f8274
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    • 7. April 2007 um 00:59
    • #7

    Hm, einerseits zwar nachvollziehbar, der Wunsch, sich zu verdünnisieren, aber andererseits finde ich das wiederum nicht gerecht, da man selbst ja auch bezahlter Techniker oder Dienstleister ist, und dem Veranstalter sein Bemühen bis zum Schluss schuldet, also auch emsiges Bemühen, eine schlechte Leistung noch wärend der showtime zu verbessern.

    Ich war mal Projektleiter auf nem Job mit knapp 10 Eventbereichen, und was dort von VA-Beginn bis -ende auf mich zukam war durchaus Stress pur. Der VAer verlegte kurzerhand Liveacts von Bühne links nach Bühne rechts, von unten nach oben, forderte zusätzlichen Funk für mind. 10 Leiter des Caterings und derartiges mehr. Einen Augenblick dachte ich daran, einfach alles laufen zu lassen (nach dem Motto: Jetzt läuft die Show wie bestellt), besann mich aber rasch wieder, und keulte bis zum Schluss, und versuchte, Änderungswünsche wenn irgendwie möglich, umzusetzen.

    Und ich bin davon überzeugt, dass man dieses ständige Nachsteuern seinem Kunden schuldig ist, wenn er es wünscht. Dies umfasst natürlich auch die Motivation & Unterstützung von Kollegen, die ins Schwimmen geraten sind, und den Eingriff in den Entertainmentablauf, wenn dies die Reaktion der Gäste sehr deutlich nahelegt, bspw. schlechte Künstler vorzeitig ablösen lassen, bevor die Gäste rebellieren. Denn der Veranstalter erwartet einen VA-Erfolg, und man selbst möchte den Kunden ja behalten.

  • tufkaklto
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    • 7. April 2007 um 08:36
    • #8

    Solange jemand die PA nicht kaputtmacht, darf er den Sound für die Band machen, den er für richtig findet.
    Kann ja auch künstlerisch in der Performance gewollt sein :D

    Es ist Sache der Band, Ihren Techniker zu entsorgen und nicht mein Job.

    Ärger gibts ab dem Moment, wo die Anlage gefahr läuft, mit der nächsten Band oder am nächsten Tag nicht mehr zu spielen.
    Dann greife ich allerdings sehr Strikt ein.
    Und Diskussionen gibts da nicht mehr.

    Bei den meisten Profis wird aber im Vorgespräch abgeklärt, was geht und was nicht.
    Und das funktioniert meistens auch. 8)

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  • Online
    ThomasA
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    • 7. April 2007 um 12:31
    • #9

    ich versteh die aufregung nicht. da habt ihr mit einer band zusammen gespielt, und deren techniker war nicht überragend gut.

    und?

    den zeitplan einzuhalten ist auftrag des veranstalters, die p.a. hat nicht euch gehört und daher kanns dir wurscht sein, wenn sie getötet würde, und du konntest anscheinend so ins system eingreifen (fx einschleifen zb), dass ihr arbeiten konntet.

    wo ist das problem?

    lg,th

    ps: ganz was anderes ist's, wenn du dort als verleih oder als haustechniker stehen würdest...

    "Klappe zu Gehirn! Sonst kriegst du eins mit dem Wattestäbchen."
    H. J. Simpson

    Thomas Albenberger
    Österreich

  • dasich
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    • 7. April 2007 um 12:35
    • #10

    Für mich ganz klar: Freundlich auf das ein oder andere Hinweisen.
    Nie sagen: was du machst ist scheiße oder falsch, sondern immer mit dem Zusatz: "Versuch doch mal...." Das drängt den anderen nicht in die Ecke.
    Wenn das alles nichts hilft, fragen wie lange die spielen und weit weg. Blos nicht damit in Zusammenhang gebracht werden.
    Sorry wenn ich auch nur Gasttech bin, dann ist das nicht mein Problem und der AHA-Effekt beim Publikum ist doch Gold wert, wenn es bei der nächsten Band plötzlich klingt.

    P.S. wenn der Kollege hier mit liest, weiß er ja jetzt bescheid :D

    Es grüßt der Stephan

  • Tobias Zw.
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    • 7. April 2007 um 13:15
    • #11

    @Klauston: fullACK.

    Denn es gilt Regel Eins: Jeder macht seins.

    Wenn Du's besser kannst als jemand anderes, dann freue Dich darüber still und betrachte es als Wettbewerbsvorteil. Denn das ganze geht auch andersherum: Irgendwo ist immer einer, der's besser kann als Du...

    Mit freundlichen Grüßen

    Tobias Zw.
    - der fünfzehn Jahre gebraucht hat, um zu lernen, daß es nicht um "besser" oder "schlechter" geht -

    Äch bän wäder do.

    http://www.tobiaszweckerl.de

  • Mechwerkandi
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    • 7. April 2007 um 13:34
    • #12

    Jeder blamiert sich, so gut er kann.

    Oder:
    Es gibt immer einen noch grösseren Fisch.

    Was interessierts mich, wenn andere sich totfahren?

    Wenn es da einer vergeigt, aus was für Gründen auch immer, is doch sein Bier.
    Ich hab' schon Techniker ganz anderer Grössenordnung scheitern sehen, is Pech halt.
    Seins... :wink:

  • tufkaklto
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    • 7. April 2007 um 13:57
    • #13

    Es gibt auch Junge Kollegen, die oft die Erfahrung nicht haben. Speziell mal, wenn Sie mit Ihrer Band als Support auf größeren Sachen aufschlagen.
    Wenn da einer fragt, was er machen soll, dann helfe ich gerne und mit allem was geht. Sind ja Kollegen.
    Wenn aber einer meint, er weiß wies geht, dann wird er wohl wissen was er tut. :D

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  • .:markus:.
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    165
    • 7. April 2007 um 15:25
    • #14

    Also ich meld mich hier mal als nicht Profi zu Wort, und ich muss sagen, wenn mich auf einer VA jemand anspricht, der Vermeidlich mehr Ahnung hat als ich, dann wäre ich der letzte der diese Verbessungsvorschläge nicht annimmt, und es zumindest mal so versucht als der andre mir Vorschlägt.

    Wie gesagt ich bin recht neu in der Materie "abmischen von bands" bin normal mehr als DJ unterwegs von dem her gesehen jeder Tipp ist herzlich willkomen. Meine Meinung dazu

    Markus

  • Mix4Munich
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    788
    • 7. April 2007 um 16:45
    • #15
    Zitat von "klauston"

    ... Kann ja auch künstlerisch in der Performance gewollt sein :D

    Naja, selbst Mick Jagger meinte mal, in seiner Jugend (wann soll denn das gewesen sein?) war es schick, den Gesang immer recht weit nach hinten zu mischen. Ich dachte, die Zeiten hätten sich geändert ... :D


    Zitat von "klauston"

    Es ist Sache der Band, Ihren Techniker zu entsorgen und nicht mein Job. ...

    Und das ist das Irrste überhaupt: Die Jungs finden ihren Katastrophentechniker richtig gut! Das ist mir dann hinterher aufgefallen, als ich sie aufforderte, sich mal mit dem Haustechniker über eine Zusammenarbeut zu unterhalten, weil der sie wirklich voranbringen könnte. Wollten sie aber gar nicht. Dann habe ich mich erinnert, dass die beim Soundcheck auch alle mehr so planlos durcheinander gelaufen sind, da kommt ihnen die Schnarchnasigkeit des Techies wohl gerade recht, sonst müssten die Herren Künstler sich ja beeilen. (Wo sind denn gerade die Ironie-Tags abgeblieben, krutzifix!?!) Die Bands und Künstler, mit denen ich zu tun habe, haben inzwischen alle die Schnarchnasigkeit abgelegt, und wenn's ans Aufbauen geht (falls wir das zusammen machen) bzw. wenn die Band mit der Backline kommt, dann geht das im Normalfall zack-zack. Die Leute haben größtenteils Familie und einfach besseres zu tun als vor einem Gig stundenlang uneffektiv auf der "Baustelle" rumzuhängen.

    Wenn es einen Veranstalter vor Ort gegeben hätte, hätten wir den wohl auf die Probleme mit dem anderen Techniker angesprochen. Allerdings gab es dort niemanden, der in irgend einer Art den Hut aufgehabt hätte (zumindest nicht für uns ersichtlich) - der Gig wurde über die Agentur der anderen Band vereinbart, die haben sich um die Technik gekümmert, und wir waren quasi "Gäste".

    Naja, "meine" Jungs bereiten einen Brief an die Kollegen von der anderen Band vor, dass sie gerne wieder mit ihnen zusammen spielen werden, unter der Bedingung, dass wir für die Technik verantwortlich sind.

    Viele Grüße
    Jo

    Mix4Munich
    Johannes Komarek
    http://www.mix4munich.de

  • manuela
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    • 7. April 2007 um 17:36
    • #16
    Zitat von "Mix4Munich"

    Und das ist das Irrste überhaupt: Die Jungs finden ihren Katastrophentechniker richtig gut!

    Jo das gibts auch völlig andersrum...
    ein richtig toller Techniker (dessen Chef den doppelten Tarif nimmt) am Monitor und der schon viele Konzerte gemixt hat ;
    Klassik: wunderschönes leises Solo der Künstlerin und wie erwartet in toller Qualität, und dann von vorn: tigge tick - tigge tick - tigge tick...
    Schweißausbruch beim Veranstalter... das Publikum sehr kulant darüber und lieber Applaus - (dann haben wir eine Zwangs-Pause gemacht und dem Schufti das Handy beschlagnahmt, den Ton kennen alle auswendig. Und was steht im Auftrag ? ) dafür hätte man ihn im Truss fliegen müssen anstatt die 500,- zu bezahlen...

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • tufkaklto
    Profi
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    7.116
    • 9. April 2007 um 16:33
    • #17
    Zitat

    Und das ist das Irrste überhaupt: Die Jungs finden ihren Katastrophentechniker richtig gut!

    Dann wirds auch wenig Sinn machen, was zu unternehmen.
    Damit setzt Ihr Euch gegenüber der Anderen Band nur in die Nesseln.
    Solange die glücklich sind, hat ein Außenstehender mit seiner Meinung verlohren.

    Man braucht ja nur bei Bon Jovi gucken. Der Tec ist auch bekannt und was hilfts, gar nix. :D

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  • niggles
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    4.313
    • 10. April 2007 um 15:22
    • #18
    Zitat von "Tobias Zw."

    Tobias Zw.
    - der fünfzehn Jahre gebraucht hat, um zu lernen, daß es nicht um "besser" oder "schlechter" geht -

    AMEN. Der beschriebene Kollege hat ausreichend bewiesen, daß es am wichtigsten Handwerkszeug überhaupt fehlt: Offenen Ohren und Augen sowie einem sicheren Gespür dafür, wann man einfach mal die Klappe halten und sich von einem offensichtlich fachlich überlegenen Kollegen den Arsch retten lassen sollte. Und: hinterher bedanken nicht vergessen - die Getränke die ich auf so was schon ausgegeben habe waren das am besten investierte Geld meines Lebens.
    So wird er es nie über "seine" Band hinaus zu etwas bringen, und wenn die Jungs was drauf haben ist er auch dort irgendwann weg. Und du hast vielleicht einen Kunden mehr...

    Economics in eight words: "There ain't no such thing as free lunch."

  • Mix4Munich
    Beiträge
    788
    • 10. April 2007 um 16:08
    • #19
    Zitat von "klauston"

    ... Man braucht ja nur bei Bon Jovi gucken. Der Tec ist auch bekannt und was hilfts, gar nix. :D


    Echt jetzt? Ich weiss aus sicherer Quelle und habe das bei der Fernsehübertragung von zwei Konzerten für mich bestätigt, dass Mr. Jon Bongiovi definitiv seine Einsätze gerne mal vermasselt. Allerdings fängt die Band das so gut auf, dass man es kaum bemerkt. Aber was hat es mit dem Tech auf sich?

    Viele Grüße
    Jo

    Mix4Munich
    Johannes Komarek
    http://www.mix4munich.de

  • tufkaklto
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    • 10. April 2007 um 17:49
    • #20

    http://www.paforum.de/phpBB/viewtopic.php?t=51592&highlight=bon+jovi

    :D

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