Moin,
@ martin:
bei hohen Frequenzen: die Membrane kämpft ausschließlich gegen die eigene Masse, kein Hub, kein Einfluß der Luftfeder. In diesem Bereich setzt die Membrane jedoch den von hinten auftreffenden Reflexionen aus dem Gehäuse wenig Widerstand entgegen. Man "hört" also die Größe der Box, den Klang des Hohlkörpers hinter der Membrane. Dem kann man durch Gehäusegestaltung entgegenwirken, wie ich das beim Fliegetop gemacht habe, und leider auch unbrauchbare Gehäuseabmessungen bauen, wie es Erich passiert ist. Er hatte ein kegelförmiges Kleinstvolumen hinter dem Kappa. Für Quader gilt, je größer desto tiefer die Klangfärbung im Partialschwingungbereich.
Im unteren Bereich, sagen wir bis zu ersten Partialschwingung, die bei 12" zumeist um 450 Hz liegt stellt die Membrane eine Barriere dar, Reflexionen in der Box beeinflussen die Wiedergabe sehr breitbandig, extreme Peaks entstehen hier nicht. Ausnahme ist eine Reflexion genau auf der ersten Partialschwingung.
"Ventiliert" man nun die Box, dann fehlt diese Barriere und die Reflexionen treten auch in diesem Bereich sehr "peakig" nach außen. Subjektiv mag dieser Effekt ein Gegengewicht zum Partialschwingungsbereich bilden, also den unvermeidbaren "Bergrücken" im Partialschwingungsbereich einige "Bergrücken" im Grundton hinzufügen.
Da Du ja den "Gewinn" Deiner CB bei Einbau-Resonanz nicht nutzt kannst Du diese Resonanz natürlich mit einem größeren Gehäuse nach unten verlegen. Wo ich bei einer Trennung mit 48dB/oct zwischen 12" und Horn nur Vorteile sehe, trenne ich zwischen Bass und 12" etwas flacher. Im tiefen Bereich ist das Gehör weit empfindlicher für Groupdelay (Zeitauflösung) und der 12" spielt vergleichweise präzise. Dort kann man eine extrem steile Trennung schon mal schwingen hören.
@ unknown_artist: jetzt habe ich begriffen, Du meinst eine Reduktion der artefaktbedingten Bandbreite des Resonators durch geschickte Bedämpfung der vagabundiernden Wellen im Innern der Box. Die Strohhalmlösung von Peer ist eine beachtliche Version des Variovent. (Variovent = nicht zischende Undichtigkeit) Wo ein Variovent hauptsächlich die Resonanzgüte einer geschlossenen Box reduziert, bleibt mit den Strohhalmen eine definierte, bedämpfte, damit breitbandigere, BR-Resonanz erhalten.
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Mir ist natürlich die Gratwanderung zu Offtopic aufgefallen. Solange man die CB-Reso nicht nutzt kann man wohl die Gehäuseabmessung an praktischen Gegebenheiten orientieren. Kompakt ist natürlich Trumpf einfache Konstruktion auch. Großartig wäre, wenn die Gehäuseschrägen genau der funktionierenden Arraybildung entsprächen, das macht den Aufbau und die Vergurtung einfacher. Die Chassiswahl ist natürlich eine verantwortungsvolle Aufgabe. Sowohl der 18S, als auch der B&C haben Ihre Qualitäten. Hier empfehle ich den Herstellern/Vertrieben mit konsistenten Angeboten mitzuhelfen. Sobald die Gehäuseabmessungen feststehen gilt es eine passive Abstimmung zu finden, hier entscheidet sich wie gut die Box eingesetzt werden kann, und damit die Akzeptanz. Wie ich aktiv trennen würde ist bekannt, aber passiv ist eine echte Herausforderung. Die Frage welche Kompromisse die Box "gut" machen gilt es zu klären. Ich persönlich lege großen Wert auf eine gute Dämpfung des Off-Band-Noise, und eine unter Grenzlast funktionierende Trennung . Leider sind viele subjektive Effekte meßtechnisch wenig auffällig. Ich habe "große" Erwartungen an Fabians Hochlast-Klirr-Messungen der kompletten Box. Fabians Meßlabor ist zumindest im Forenzusammenhang einzigartig, und auch PP-Messungen zeigen, daß nur wenige Hersteller wissen was Vollast ist.
so, und jetzt gehe ich lochfrei ins Neue Jahr, schützt Euer Gehör, Knaller machen schnell Berufsunfähig.
Gruß