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Projekt: Eff. Lautsprecherschutz gegen therm. Überlastung

  • mattias bost
  • 1. August 2007 um 11:44
  • mattias bost
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    Beiträge
    644
    • 1. August 2007 um 11:44
    • #1

    Hallo Leute,

    mir schwebt seit langem vor, im Betrieb ohne Signalbeeinflussung den DC-Widerstand der Spule zwecks Ermittlung der Spulentemperatur zu erfassen. Die mir bekannten "Controller" arbeiten nur über "sumilierende Erfassung", nicht über die wirklichen Gegebenheiten des Chassis und haben den Nachteil, deshalb nicht universell zu sein. Auch fallen Randparameter weg wie Sonneneinstrahlung auf die Boxen etc.

    Wichtigste Frage: Gibt es einen Controller, der permanent im Betrieb mit dem Musiksignal den DC-Widerstand der Spule und darüber die Temperatur erfäßt? Die Suchfunktion im Forum und googlen brachte da nix.

    Wenn nein, würde mich interessieren, wie die Profis so ein Gerät gern hätten, damit es praktikabel wird (ein "Durchschleifen" von Speakersignal und Amp-Eingangssignal müßte natürlich sein, die darf im ungeregelten Fall natürlich keinen Einfluß auf die Signalqualität haben). Sowas wie ne Calibriertaste würde es sicher geben, auch bedarf es der Info über Kabelwiderstand (das könnte evtl. halbautomatisch erfaßt werden) und max.Spulentemperatur, ggf. Spulendrahtmaterial. Sicher würde man auch mindestens noch einen Peakwert vorgeben, allerdings wird eine "frequenzbewerte Hubsicherung" ganz in Ferne liegen (da das schwer von Chassis/Box abhängt).

    Interessieren tut mich so was seit sehr langen, nur ist es recht kompliziert aus dem komplexen und dynamischen Impedanzverlauf MITTELS des Nutzsignals den DC-Widerstand rauszubekommen. Andererseits wäre das idiotensicher und völlig unabhängig von Chassis-Amp-Kombination. Ich würde so ein Labormuster nicht allein machen, ließe mich im Rahmen meiner beruflichen Tätigkeit im Studiengang Hörtechnik+Audiologie (Oldenburg) mittels Diplomarbeiten unterstützen, die spätere Umsetzung in ein Gerät würde natürlich an eine der einschlägigen Firmen abgegeben. Nur angehen möchte ich das nur, wenn überhaupt Interesse für sowas vorläge, weils halt ne Menge Entwicklungsaufwand ist und für mich privat unrelevant (seid Jahrenden kein Chassis mehr verstorben).

    So, mal schaun wo das flopt (z.B. gibt es schon),
    Grüße
    Mattias

  • Volker Holtmeyer
    Profi
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    13
    • 1. August 2007 um 12:02
    • #2
    Zitat von "Mattias Bost"


    Wichtigste Frage: Gibt es einen Controller, der permanent im Betrieb mit dem Musiksignal den DC-Widerstand der Spule und darüber die Temperatur erfäßt?


    Mit der Software System Architect (bzw. IQwic) kann mit den Crown I-Tech-Endstufen (oder CTs mit PIP-Modul) eine Impedanzüberwachung gemacht werden. Diese dient aber hier "nur" zum generieren einer Fehlermeldung, falls die Impedanz aus einem zuvor festgelegten Toleranzfenster fällt. Wenn die Impedanz zu klein ist, liegt vermutlich ein Kurzschluss vor und wenn die Impedanz zu groß ist, ist vermutlich eine Schwingspule durchgebrannt oder schlichtweg eine Steckverbindung nicht korrekt. (Diese Impedanzmessung kann auch für eine so genannte Linienüberwachung bei Festinstallationen nach DIN 0828 genutzt werden.)

    Prinzipiell keine schlechte Idee, die Impedanzmessung auch für die Limiterfunktion zu nutzen. Ich vermute aber, dass die Beziehung zwischen der Spulenimpedanz und dem Schmelzpunkt der Spulenisolation bzw. dem des Spulendrahtes selbst nicht hinreichend konstant ist.

    http://www.volkerholtmeyer.de/

  • mattias bost
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    644
    • 2. August 2007 um 11:26
    • #3

    Hallo Volker,

    ich gehe momentan davon aus, daß bei der Temperatur des Spulendrahtes mehrere Werte relevant sein werden. Für ganz kurze Spitzen wird die Drahttemperatur (bzw. eher der Schmelzpunkt des Lackdrahtes) die begrenzende Größe werden, für längere Belastungen die thermischen Grenzen der Kleber bzw. sonstiger Materialien (z.B. Kunststoffmembranen in MTs HTs). Da könnte man an einem Gerät Standardwerte wählen, wenns genauer werden soll (und das müßte es im Grunde schon) bräuchte man Infos des Herstellers (der da hoffentlich Interesse dran hat, denn den plötzlichen sowie schleichenden thermischen Tod könnte man verhindern -> keine neuen Chassis mehr verkaufen (Alterung), kein teures reconen (Kurzzeittod!).

    Der Begriffsklärung wegen: Die Impedanz ist das "Gemisch" aus DC-Widerstand, Rückwirkung des schwingenden Gebildes Membran/Luft durch Gegeninduktion des Magneten, Spuleninduktivität... Dieses "Gemisch" als Messgröße würde ich auch als zu fehlerbehaftet sehen, ich habe jedoch vor daraus den DC-Widerstand zu extrahieren , da treten keine "Schmutzeffekte" durch warm werdende Magnetmaterialien etc ein. Ist nur sehr schwierig aus der komplexen Impedanz BEI beliebigem, sich stets ändernden Eingangsignal das R zu extrahieren. Hätte man nur eine Frequenz wärs relativ einfach, nur wer hört gern Dauersinus?!

    Grüße
    Mattias

  • DJheini 15. Februar 2021 um 09:57

    Hat das Thema aus dem Forum Boxen und Amps nach Selbstbau und Reparatur Lautsprecher und Boxen verschoben.

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