zugegben, die überschrift ist ein bisschen ketzerisch.
aber ich denke das ist ein bisher unterschätztes thema.
mir ist (vor allem auf OpenAirs) folgendes bereits sehr oft aufgefallen:
- Linearray links und rechts.
- sound am FOH gut, alle höhen und bässe sind ausgewogen vorhanden.
- bewegt man sich nun mittig in richtung bühne, wird der sound immer verwaschener und indirekter.
- die höhen gehen weg und die lo-mids nehmen zu, manchmal bis zum unangenehmen dröhnen.
- erst wenn man sich den nearfills deutlich nähert, wird es wieder besser.
es entsteht also eine art "beschallungsloch" zwischen nearfill und FOH position, und zwar in der mitte vor der bühne.
hier koppeln sich offenbar die energieen der beiden bananen im unteren mittenbereich, dazu kommt noch das im hochton dann die pegel der hochtöner ausserhalb ihrer hauptachse nicht mehr ausreichen (horizontal betrachtet).
daraus ergibt sich ein klangliches ungleichgewicht, das enorme klangliche ausmaße annehmen kann!
was man im zusammenhang mit dem phänomen ebenfalls oft beobachten kann:
die bananen hängen oft so, das sie im 90° winkel von der vorderkante der bühne wegstrahlen.
wenn das auch in der mitte gut funktionieren soll, müssten die systeme ja 180° abstrahlen... oder in der mitte müssten entsprechend potente nearfills eingesetzt werden. das ist also vor allem bei breiten bühnen ein ordentliches problem.
hier also meine idee dazu:
man sollte, genau wie früher bei hornsystemen, darauf achten die bananen horizontal so weit nach innen zu drehen, bis der fehler vor der bühne weitestgehend minimiert ist. den rest dann durch nearfills stopfen.
leider geben die berechnungstabellen der linearrays über die horizontale verteilung keine ausreichende auskunft (wenn überhaupt).
oder hat jemand eine andere erklärung für dieses, vor allem für das publikum, unschöne phänomen?
PS:
das ist natürlich nicht auf jeder VA zu beobachten, aber doch erstaunlich oft.